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| Herausforderungen 2007 und der Weg in die Zukunft |
2007 war ein sehr schwieriges Jahr für UBS: Die plötzliche und beispiellose Krise des US-Wohnhypothekenmarkts traf UBS weit härter als je erwartet. Seit Mitte 2007 beschäftigt sich UBS mit der unmittelbaren Aufgabe der Risikobewirtschaftung ihrer Engagements am US-Immobilienmarkt und damit, die entsprechenden Lehren für den Konzern als Ganzes zu ziehen. Dank Genehmigung des Massnahmenpakets zur Stärkung der Kapitalbasis durch die UBS-Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung im Februar 2008 konnte UBS ihre starke Kapitalisierung aufrechterhalten. Diese Massnahmen beinhalten: – Die Emission einer Pflichtwandelanleihe in Höhe von 13 Milliarden Franken, die bei zwei langfristig ausgerichteten Finanzinvestoren platziert wird. Die Government of Singapore Investment Corporation Pte. Ltd. (GIC) und ein Investor aus dem Nahen Osten haben sich bereit erklärt, 11 Milliarden Franken respektive 2 Milliarden Franken zu zeichnen; – den Verzicht auf eine Bardividende zugunsten einer Aktiendividende; und – die Umwidmung eigener Aktien aus Treasury-Beständen, die zuvor zur Vernichtung bestimmt waren. Parallel zur Weiterentwicklung ihres Kundengeschäfts konzentriert sich UBS zurzeit auf die Umsetzung der Ende 2007 eingeleiteten strukturellen Veränderungen. Diese sollen jene Schwachstellen beheben, die zu den Verlusten im Jahr 2007 geführt haben. Schliessung von Dillon Read Capital Management und Neuausrichtung des Bereichs Fixed Income, Currencies and Commodities Im Mai 2007 wurde die Auflösung von Dillon Read Capital Management (DRCM) angekündigt. Die auf alternative Anlagen spezialisierte Einheit war im Juni 2006 gegründet worden, um die Eigenhandelsstrategien von UBS für externe Investoren zugänglich zu machen. Das Kernstück von DRCM entstand durch Übertragung der Sparten Principal Finance und Commercial Real Estate Trading von der Investment Bank zu Global Asset Management. Der erste DRCM-Fonds für externe Investoren wurde Ende 2006 lanciert. Das Geschäft entwickelte sich jedoch nicht gemäss den ursprünglichen Erwartungen – insbesondere im Hinblick auf das Interesse von Drittanlegern. Nach einer Überprüfung der Marktchancen und angesichts der operativen Komplexität dieses Geschäftsmodells sowie weiterer Faktoren entschied das Management von UBS, DRCM zu schliessen. Daraufhin wurden die DRCM-Fonds an die externen Investoren zurückgezahlt und die UBS-Eigenhandelsportfolios von Global Asset Management an die Investment Bank übertragen. Dort wurden diese Positionen in die entsprechenden Desks des Geschäftsbereichs Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) integriert. Auf den umfangreichen Positionen von FICC im US-Hypothekenmarkt, darunter Ex-DRCM-Portfolios und von der Investment Bank gehaltene Bestände, erlitt UBS in der zweiten Jahreshälfte 2007 beträchtliche Verluste, was die Restrukturierung dieses Geschäftsbereichs zur Folge hatte. Ziel war die Konzentration auf das Kundengeschäft, eine verbesserte Zusammenarbeit mit anderen Teilen von UBS sowie eine erhöhte Risikodisziplin. Mit der Umsetzung dieser Massnahmen wurde im Januar 2008 begonnen. Im Rahmen dieser Bemühungen wurden gewisse MBS- und CDO- Portfolios in ein neu geschaffenes Workout-Team übertragen. Das verbleibende Verbriefungsgeschäft im FICC-Immobilienbereich wird neu positioniert – mit dem Ziel, sich wieder verstärkt auf die Intermediationsfunktion und weniger auf das Neuemissionsgeschäft zu konzentrieren. Real Estate Finance wird zunehmend an die Bedürfnisse der Investment-Banking- und Wealth-Management-Kunden angepasst werden. Zudem sind Finanzierungslösungen für Gewerbeimmobilien vorgesehen, die das Risiko via Verbriefung oder den Markt für Konsortialkredite weiterreichen. Mit der Schaffung einer spezialisierten Stelle für das Risikomanagement in den Bereichen Immobilien und Verbriefung wird UBS die Risikodisziplin im FICC-Geschäft zusätzlich stärken. Der selektive Rückzug aus ausgewählten Bereichen des Eigenhandels mit festverzinslichen Instrumenten in den USA, in Asien und Europa wird ebenfalls zu einer Reduktion der Risiken und der Bilanz beitragen. Diese Veränderungen werden es FICC erlauben, ihre Ressourcen auf kundenorientierte Geschäfte wie das internationale Syndicated-Finance- und das Kreditgeschäft (Investment Grade, High-Yield-Trading sowie Sales und Trading im Darlehensbereich) konzentrieren zu können. Bilanzbewirtschaftung und Refinanzierungsmodell Bis Anfang 2007 wurde ein Grossteil der Handelsbestände der Investment Bank kurzfristig und folglich auch zu kurzfristigen
Zinssätzen refinanziert. Dadurch profitierten die verschiedenen Einheiten der Investment Bank von den niedrigen Refinanzierungssätzen,
die UBS als Konzern offen standen, was zum Aufbau umfangreicher Handelsbestände führte. Um die Bilanzdisziplin zu fördern,
orientiert sich das Pricing für die Investment Bank nun an den Refinanzierungskosten von UBS zuzüglich eines Aufschlags,
der den verrechneten Satz auf das Niveau ausgewählter Konkurrenten anhebt.
Verbesserungen bei Risikomanagement
und -kontrolle
Profitables Wachstum im Zentrum
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