UBS AG
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Geschäftsbericht 2007  
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Risikobewirtschaftung
Bilanz- und Kapitalbewirtschaftung durch Treasury
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Kapitalbewirtschaftung
Kapitalbewirtschaftung

UBS berücksichtigt im Rahmen ihrer Kapitalbewirtschaftung eine Vielzahl von Anforderungen und Erwartungen. Die Bank benötigt ausreichend Kapital für ihre aktuellen und künftigen Geschäftsaktivitäten. Die Höhe dieses Kapitals basiert sowohl auf UBS-internen Einschätzungen als auch auf den Anforderungen der Aufsichtsbehörden, insbesondere der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), der für UBS massgebenden Aufsichtsbehörde.

Mit ihrer Kapitalbewirtschaftung will UBS zudem solide Kapitalkennzahlen erreichen und gute externe Bonitätseinstufungen gewährleisten (siehe «Stärkung der Kapitalbasis» unten). Ferner will UBS damit sicherstellen, dass sie eines der bestkapitalisierten Unternehmen im internationalen Banksektor bleibt. Dies ist ein wichtiges Ziel, um das Vertrauen der Kunden in die Finanzkraft von UBS zu bewahren, und trägt zu einer soliden Finanzierung und tieferen Fremdkapitalkosten von UBS auf den internationalen Finanzmärkten bei.

Die Absicht von UBS ist es, jederzeit solide Kapitalkennzahlen aufrechtzuerhalten. Deshalb wird nicht nur die Situation zu einem gegebenen Zeitpunkt betrachtet, sondern auch die erwartete Entwicklung der Kapitalbasis und der Eigenmittelanforderung. UBS steuert ihre Kapitalkennzahlen in erster Linie durch die aktive Bewirtschaftung ihrer Kapitalinstrumente und Dividendenausschüttungen.

Bewirtschaftung der Eigenmittelunterlegung

Die Einhaltung der regulatorischen Mindestanforderungen für das Eigenkapital und der angestrebten Kapitalkennzahlen ist für die Bewirtschaftung der Eigenmittelunterlegung zentral. Im Rahmen dieses laufenden Prozesses orientiert sich UBS an Zielen für die Kern- und die Gesamtkapitalquote. Im Zielsetzungsprozess berücksichtigt UBS die regulatorischen Mindestanforderungen für das Eigenkapital und die Erwartung der Aufsichtsbehörden, dass das Kapital von UBS über dem regulatorischen Minimum liegt, die interne Einschätzung des aggregierten Risikoengagements («Capital-at-risk»), die Einschätzung der Ratingagenturen sowie Vergleiche mit Konkurrenten unter Berücksichtigung des Geschäftsmixes und der Marktpräsenz von UBS.

Stärkung der Kapitalbasis

Im vierten Quartal 2007 verschlechterten sich in den USA die Märkte für Subprime-Hypotheken auf Wohnimmobilien und darauf basierende Wertschriften sowie der Wohnimmobilienmarkt insgesamt weiter. Im Dezember verdeutlichte sich, dass erhebliche Abschreibungen notwendig würden.

Der Rückgang der BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) aufgrund des erwarteten grossen Gesamtverlusts im vierten Quartal hätte, neben anderen Konsequenzen, die Ratingagenturen veranlassen können, die ausgezeichneten Ratings von UBS herunterzustufen. Dies hätte Bedenken der Kunden über die Finanzkraft von UBS sowie höhere Fremdkapitalkosten auf den internationalen Finanzmärkten zur Folge haben können. Aus diesen Gründen beschloss UBS sofortige Massnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis.

Der Hauptbestandteil des Programms zur Stärkung der Kapitalbasis war die Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe (Mandatory Convertible Note, MCN) in Höhe von 13 Milliarden Franken, die an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 27. Februar 2008 bewilligt wurde.

Da nicht vor dem ersten Quartal 2008 mit einem Effekt der MCN-Ausgabe auf das Kapital zu rechnen war, wurden im Dezember zusätzliche Massnahmen mit unmittelbarer Auswirkung auf die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) beschlossen. Erstens stimmte der Verwaltungsrat der Umwidmung von 36,4 Millionen Aktien zu, die zuvor zurückgekauft worden und für die Vernichtung bestimmt waren. Zweitens schlug er vor, die vorgesehene Bardividende 2007 durch eine Aktiendividende zu ersetzen. Weitere Details zur Pflichtwandelanleihe sind im vorliegenden Bericht im Abschnitt Aktien und Kapitalinstrumente zu finden.

Eigenkapitalanforderungen

Die regulatorischen Richtlinien, welche UBS im Jahr 2007 befolgte, basieren auf ursprünglichen (Basel I) Bestimmungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BIZ-Richtlinien / -Kapitalquoten). Das von UBS verlangte Eigenkapital bemisst sich nach den risikogewichteten Aktiven der Bank – den Bilanz-, Ausserbilanz- und Marktrisikopositionen –, die nach den Kriterien ihrer massgebenden Aufsichtsbehörde, der EBK, berechnet und risikogewichtet werden. Das anrechenbare Kapital muss mindestens 8% der risikogewichteten Aktiven betragen.

Die von UBS veröffentlichten risikogewichteten Aktiven und Kapitalkennzahlen werden gemäss Basler Eigenkapitalvereinbarung (BIZ-Richtlinien) ermittelt. Die Berechnung des Eigenkapitalbedarfs von UBS gemäss den Bestimmungen der EBK weicht in gewissen Punkten von der Berechnung gemäss BIZ-Richtlinien ab. Die wichtigsten Unterschiede sind die folgenden:

– Im Gegensatz zu den BIZ-Richtlinien, die eine Risikogewichtung von maximal 100% vorsehen, schreibt die EBK für bestimmte Vermögenswerte (z. B. Immobilien, Sachanlagen, immaterielle Anlagen und nicht dem Handelsbuch zugeordnete Beteiligungstitel) Risikogewichtungen von über 100% vor.

– Im Gegensatz zu den BIZ-Richtlinien, die für Ausleihungen an OECD-Banken eine Risikogewichtung von 20% vorsehen, schreibt die EBK eine solche von 25% bis 75% vor (je nach Laufzeit).

Als Folge dieser Unterschiede fallen die risikogewichteten Aktiven von UBS höher und die Kapitalquoten (Gesamt- und Kernkapital) tiefer aus, wenn die Berechnung gemäss den Vorschriften der EBK anstatt der BIZ-Richtlinien erfolgt.

Das Gesamt- und das Kernkapital von UBS überstiegen die von der BIZ und der EBK festgelegten Mindestanforderungen zu jeder Zeit deutlich.

Die Bilanz- und Ausserbilanzforderungen von UBS werden gemäss den regulatorischen Formeln berechnet. Forderungen werden dabei je nach Gegenpartei und Sicherheit gewichtet. Die mit den geringsten Risiken behafteten Forderungen, wie jene gegenüber Regierungen in OECD-Ländern und durch Bareinlagen gedeckte Forderungen, werden mit 0% gewichtet, was bedeutet, dass für das Halten dieser Aktiven keine eigenen Mittel benötigt werden. Die mit den höchsten Risiken verbundenen Forderungen hingegen, zu denen ungedeckte, sowohl an Firmen als auch Privatkunden gewährte Ausleihungen gehören, werden mit 100% gewichtet, d.h., diese Positionen müssen mit eigenen Mitteln in Höhe von 8% unterlegt sein.

Nicht zu Handelszwecken gehaltene Wertschriften werden als Forderungen behandelt. Der Betrag entspricht den Nettopositionen an Papieren der jeweiligen Emittenten, unter die sowohl tatsächliche Bestände als auch Engagements im Zusammenhang mit Derivaten fallen. UBS-Investitionen in gemäss IFRS konsolidierte Einheiten, die nicht im Bank- oder Finanzsektor aktiv sind (inklusive konsolidierter Industriebeteiligungen) werden im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen als Wertschriftenpositionen behandelt, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Forderungen aus Derivatkontrakten haben zwei Komponenten: die gegenwärtigen Wiederbeschaffungswerte sowie die Sicherheitsmargen (Add-ons), um das potenzielle zukünftige Risiko wiederzugeben. Wenn UBS eine Netting-Rahmenvereinbarung eingegangen ist, die im Insolvenzfall als rechtlich durchsetzbar gilt, können positive und negative Wiederbeschaffungswerte mit derselben Gegenpartei miteinander verrechnet werden. Ausserbilanzforderungen aus Eventualverpflichtungen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden auf der Grundlage von Prozentsätzen des Nominalwerts, die von der Aufsichtsbehörde festgelegt wurden, in ihr Kreditäquivalent umgerechnet.

Eigene Mittel werden auch zur Abdeckung des Marktrisikos benötigt, das sich aus allen Devisen-, Energie-, Metall- und anderen Rohstoffpositionen sowie aus allen zu Handelszwecken gehaltenen Positionen, einschliesslich Aktien und gehandelter Schuldpapiere, ergibt. Für die meisten Marktrisikopositionen ermittelt UBS die erforderliche Eigenkapitalunterlegung auf der Grundlage ihres internen, von der EBK bewilligten VaR-Modells. Die Eigenmittelanforderungen basieren auf dem 10-Tages-VaR, der mit einem institutsspezifischen Faktor multipliziert wird. Der Multiplikationsfaktor hängt von der Einschätzung der Modellgüte durch die EBK ab und erhöht sich, falls eine gewisse Anzahl an Backtesting-Ausnahmen vorliegt. Für eine sehr geringe Anzahl kleiner Positionen errechnet UBS die zur Unterlegung des Marktrisikos erforderlichen Eigenmittel anhand der durch die Aufsichtsbehörde definierten Standardmethode.

Im Gegensatz zu den Berechnungen für das Kreditrisiko führt das Marktrisikomass direkt zum Eigenmittelbedarf und nicht zu einem Gegenwert an risikogewichteten Aktiven. Zur Ermittlung der Kapitalquote wird der gesamte Eigenmittelbedarf für Marktrisikopositionen in einen auf risikogewichtete Aktiven bezogenen Gegenwert umgerechnet (in der nachstehenden Tabelle unter Marktrisikopositionen aufgeführt), sodass die erforderlichen Eigenmittel 8% dieses Gegenwerts betragen. Somit werden die erforderlichen eigenen Mittel zur Abdeckung des Marktrisikos mit einem Faktor von 12,5 multipliziert.

Die übrigen Risken setzen sich aus anderen Aktiven zusammen, insbesondere Liegenschaften, Sachanlagen und immateriellen Anlagen. Diese stellen für UBS zwar kein Kredit- oder Marktrisiko dar, bergen jedoch ein Abschreibungs- und Wertminderungsrisiko und bedürfen daher der Eigenmittelunterlegung gemäss den regulatorischen Vorschriften.

Risikogewichtete Aktiven (BIZ)

Risiken

Risikogewichteter Betrag

Risiken

Risikogewichteter Betrag

Mio. CHF

31.12.07

31.12.07

31.12.06

31.12.06

Bilanzrisiken

Forderungen gegenüber Banken und andere gedeckte Ausleihungen 1

463 796

7 450

452 821

10 438

Wertschriften-Nettopositionen 2

12 721

9 510

10 262

8 447

Positive Wiederbeschaffungswerte 3

138 978

34 800

110 732

24 161

Ausleihungen nach Abzug von Wertberichtigungen und andere gedeckte Ausleihungen 1

710 564

210 493

887 694

206 359

Rechnungsabgrenzungen

10 383

5 255

9 302

4 920

Liegenschaften und übrige Sachanlagen

8 370

8 370

8 436

8 436

Übrige Aktiven

27 234

17 110

15 976

10 827

Ausserbilanzrisiken

Eventualverpflichtungen

20 824

7 512

17 908

7 842

Unwiderrufliche Kreditzusagen

84 978

13 028

98 439

23 592

Termin- und Swapkontrakte 4

732 930

15 565

459 170

16 599

Gekaufte Optionen 4

9 954

1 095

8 220

411

Marktrisikopositionen 5

42 110

19 860

Total risikogewichtete Aktiven

372 298

341 892

1  Einschliesslich Securities-Borrowing- und Reverse-Repurchase-Geschäften auf Bruttobasis sowie handelbarer Kredite, die Teil der Handelsbestände sind (zur Syndizierung oder zum Verkauf). Diese Finanzinstrumente wurden in der Marktrisikoposition nicht berücksichtigt. 2  Positionen der Unternehmensgruppe Industriebeteiligungen, die für Eigenmittelunterlegungszwecke nicht konsolidiert wurden, sind enthalten. Positionen des Handelsbuchs, die in Marktrisikopositionen enthalten sind, sind nicht berücksichtigt. 3  Entspricht dem Fair Value von Termin- und Swapkontrakten sowie gekauften Optionen, sofern die Fair Values positiv sind. Dabei wurde Netting durchgeführt, soweit dies möglich war. 4  Entspricht den Sicherheitsmargen (Add-ons) dieser Kontrakte. 5  Regulatorische Eigenmittelanforderungen für das Marktrisiko, nach bewilligtem Value-at-Risk-Modell oder Standardmethode berechnet und zur Ermittlung des Gegenwerts der risikogewichteten Aktiven mit 12,5 multipliziert.

Die Eigenkapitalanforderungen von UBS basieren im Allgemeinen auf ihrer Konzernrechnung nach IFRS. Nach IFRS sind Tochtergesellschaften und Special Purpose Entities, die direkt oder indirekt kontrolliert werden, zu konsolidieren. Generell ist der Konsolidierungskreis im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen für Tochtergesellschaften, die im Bank- und Finanzgeschäft tätig sind, im Einklang mit der IFRS-Konsolidierung, während Tochtergesellschaften aus anderen Sektoren für Eigenkapitalbetrachtungen nicht konsolidiert werden.

Per 31. Dezember 2007 beliefen sich die risikogewichteten Aktiven auf 372,3 Milliarden Franken, ein Plus von 9% gegenüber den 341,9 Milliarden Franken per Ende 2006. Rund 55% des Anstiegs war auf Engagements der Investment Bank zurückzuführen, insbesondere auf erhöhte Kapitalanforderungen für Marktrisiken infolge der gestiegenen Marktvolatilität und des höheren regulatorischen Multiplikators, auf höhere positive Wiederbeschaffungswerte von Derivaten und auf erhöhte Kapitalanforderungen für Konsortialkredite, die teilweise durch eine Abnahme der risikogewichteten Aktiven für nicht beanspruchte Kreditzusagen sowie Securities-Lending- und Securities-Borrowing-Geschäfte neutralisiert wurden. Der verbleibende Teil des Anstiegs entfiel auf Global Wealth Management & Business Banking, was mehrheitlich erhöhten besicherten Ausleihungen zuzuschreiben war.

Anrechenbare eigene Mittel

Das zur Deckung von risikogewichteten Aktiven verfügbare Kapital – die anrechenbaren eigenen Mittel – besteht aus dem Kern- und Ergänzungskapital (Tier 1 und Tier 2). Das Kernkapital muss sich auf mindestens 4% und das Gesamtkapital (Kern- und Ergänzungskapital) auf mindestens 8% der risikogewichteten Aktiven belaufen. Zur Bestimmung des regulatorischen anrechenbaren BIZ-Kernkapitals (Tier 1) und des Gesamtkapitals muss das den UBS-Aktionären gemäss IFRS zurechenbare Eigenkapital angepasst werden. Insbesondere sind Goodwill und Beteiligungen an Tochter- gesellschaften, die im Bank- und Finanzsektor tätig sind und nicht konsolidiert werden, abzuziehen.

Im Gegensatz zur Bestimmung des Eigenkapitalbedarfs sind die Vorgaben der BIZ und der EBK zur Berechnung der anrechenbaren eigenen Mittel identisch.

BIZ-Kernkapital (Tier 1) / UBS-Aktien

Beim BIZ-Kernkapital (Tier 1) handelt es sich mehrheitlich um den UBS-Aktionären zurechenbare Gewinnreserven. Per 31. Dezember 2007 belief sich das gesamte den UBS-Aktionären zurechenbare Eigenkapital nach IFRS auf 35 585 Millionen Franken. Dieser Betrag dient als Basis zur Bestimmung des regulatorischen anrechenbaren BIZ-Kernkapitals (Tier 1). Die Pflichtwandelanleihe (Mandatory Convertible Notes, MCNs), die am 10. Dezember 2007 angekündigt wurde, gehörte per 31. Dezember 2007 noch nicht zum anrechenbaren BIZ-Kernkapital (Tier 1). Dies ist nach erfolgter Zustimmung zur MCN-Ausgabe durch die ausserordentliche Generalversammlung der Fall.

Hybrides BIZ-Kernkapital (Tier 1)

Hybride Tier-1-Instrumente sind zeitlich unbegrenzte Instrumente, die nur getilgt werden können, wenn der Emittent sie kündigt. Die Zinszahlungen setzen die Einhaltung von Mindestwerten für die Kapitalkennzahlen durch UBS voraus. Nicht ausgeführte Zinszahlungen sind nicht für künftige Auszahlungen kumulierbar. Die hybriden Tier-1-Instrumente, die im Eigenkapital als Minderheitsanteile ausgewiesen werden, beliefen sich per 31. Dezember 2007 auf 6387 Millionen Franken, d.h. rund 19,5% des gesamten bereinigten BIZ-Kernkapitals (Tier 1).

BIZ-Ergänzungskapital (Tier 2)

Das BIZ-Ergänzungskapital (Tier 2) umfasst nachrangige langfristige Verpflichtungen, die gegenüber UBS-Aktien und hybriden Tier-1-Instrumenten vorrangig, gegenüber allen vorrangigen Verpflichtungen von UBS jedoch nachrangig behandelt werden. Die Tier-2-Instrumente beliefen sich per Ende 2007 auf 14 071 Millionen Franken.

Kapitalkomponenten

Veränderung in %

Mio. CHF

31.12.07

31.12.06

31.12.06

Kernkapital (Tier 1), brutto

50 147

57 713

(13)

davon: einbezahltes Aktienkapital

207

211

(2)

davon: Kapitalreserven, Gewinnreserven, Währungsumrechnungsdifferenzen

43 552

51 869

(16)

davon: innovative Kapitalinstrumente

6 047

5 267

15

davon: nicht innovative Kapitalinstrumente

340

366

(7)

Abzüglich: Goodwill 1

(13 203)

(13 852)

5

Abzüglich: andere Tier-1-Abzüge 2

(4 133)

(3 333)

(24)

Total anrechenbares Kernkapital (Tier 1)

32 811

40 528

(19)

Oberes ergänzendes Kapital (Upper Tier 2)

301

0

Unteres ergänzendes Kapital (Lower Tier 2)

13 770

13 093

5

Tier-3-Kapital

0

0

Abzüglich: Abzüge 3

(2 375)

(3 257)

27

Total anrechenbare eigene Mittel

44 507

50 364

(12)

1  Umfasst immaterielle Vermögenswerte in Höhe von mehr als 4% des Tier-1-Kapitals. 2  Umfasst i) Netto-Long-Position in eigenen Aktien zu Handelszwecken, ii) zurückgekaufte eigene Aktien für die Vernichtung (zweite Handelslinie) oder für bevorstehende Aktienzuteilungen, iii) andere Positionen in eigenen Aktien abzüglich Delta-gewichtete Verpflichtungen aus vor August 2006 zugeteilten Aktienoptionen aus Mitarbeiterbeteiligungsplänen. 3  Umfasst Netto-Long-Position von nicht konsolidierten Beteiligungen im Finanzsektor und Verbriefungen («First Loss Protection»).

Die anrechenbaren eigenen Mittel von UBS basieren auf ihrer Finanzrechnung, die gemäss IFRS erstellt wird. Wie in der Folge illustriert unterzieht UBS das ihren Aktionären zurechenbare Eigenkapital für regulatorische Zwecke einer Reihe von Anpassungen.

Per 31. Dezember 2007 belief sich das BIZ-Kernkapital (Tier 1) auf 32,8 Milliarden Franken, gegenüber 40,5 Milliarden Franken Ende 2006. In diesem Rückgang spiegeln sich in erster Linie die negativen Auswirkungen des Jahresverlusts 2007, Abgrenzungen für aktienbasierte Beteiligungspläne sowie Währungsumrechnungsdifferenzen wider. Im Jahr 2007 emittierte UBS innovative Tier-1-Kapitalinstrumente (Trust Preferred Securities) in Höhe von 600 Millionen Euro.

Vom Eigenkapital nach IFRS zum BIZ-Kernkapital (Tier 1)

Bei der Bestimmung des BIZ-Kernkapitals (Tier 1) resultieren die wichtigsten Anpassungen des den UBS-Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals nach IFRS aus:

– der Möglichkeit, eigene Aktien zu verrechnen, die als Absicherung gegen Verpflichtungen im Zusammenhang mit vor August 2006 gewährten Aktienoptionen aus Mitarbeiterbeteiligungsplänen gehalten werden (was zu einer Reduktion der Abzüge bei eigenen Aktien von 6230 Millionen Franken führt);

– der nicht bestehenden Möglichkeit, nach IFRS direkt im Eigenkapital verbuchte Veränderungen des Fair Value von zur Veräusserung verfügbaren Instrumenten und Cashflow-Absicherungen zu erfassen (Reduktion um 1509 Millionen Franken);

– der Reduktion der Gewinnreserven infolge der Anwendung der Fair-Value-Option nach International Accounting Standard (IAS) 39, die teilweise durch Anpassungen infolge von unterschiedlichen Konsolidierungskreisen (um netto 564 Millionen Franken reduzierte Gewinnreserven) neutralisiert wurde; und

– der Entfernung von Minderheitsanteilen, bei denen es sich nicht um Preferred Securities handelt (weitere Reduktion von 564 Millionen Franken).

Überleitung vom Eigenkapital nach IFRS1 zum Kernkapital (Tier 1)

31.12.07

Mio. CHF

Nach IFRS

Abstimmungsposten

Nach BIZ

Aktienkapital

207

0

207

Kapitalreserven

8 884

(189)

8 695

Netto nicht in der Erfolgsrechnung berücksichtigte Gewinne / (Verluste), nach Steuern

(1 188)

(1 509)

(2 697)

Neubewertungsreserven aus in Stufen erfolgten Unternehmenszusammenschlüssen, nach Steuern

38

0

38

Gewinnreserven

38 081

(564)

37 517

Als Verpflichtung zum Kauf eigener Aktien umklassiertes Eigenkapital

(74)

74

0

Eigene Aktien / Abzug für eigene Aktien

(10 363)

6 230 2

(4 133)

Den UBS-Aktionären zurechenbares Eigenkapital/Kernkapital (Tier 1) brutto ohne eigene Aktien

35 585

4 042

39 627

Den Minderheitsanteilen zurechenbares Eigenkapital

6 951

(564)

6 387

Total Eigenkapital/Kernkapital (Tier 1) brutto inkl. hybrider Tier-1-Instrumente

42 536

3 478

46 014

Abzüglich: Goodwill

(13 203) 3

Abzüglich: Abrengzungen für erwartete zukünftige Dividendenzahlungen

0

Anrechenbares Kernkapital (Tier 1)

32 811

31.12.06

Mio. CHF

Nach IFRS

Abstimmungsposten

Nach BIZ

Total Eigenkapital/Kernkapital (Tier 1) brutto inkl. hybrider Tier-1-Instrumente

55 775

3 187

58 962

Abzüglich: Goodwill

(13 852) 3

Abzüglich: Abrengzungen für erwartete zukünftige Dividendenzahlungen

(4 582)

Anrechenbares Kernkapital (Tier 1)

40 528

1  International Financial Reporting Standards (IFRS). 2  Eigene Aktien werden in der Regel vom Eigenkapital nach IFRS vollständig abgezogen, während zu Kapitalzwecken nur die folgenden Positionen in eigenen Aktien abgezogen werden: i) Netto-Long-Position in eigenen Aktien zu Handelszwecken, ii) zurückgekaufte eigene Aktien für die Vernichtung (zweite Handelslinie) oder für bevorstehende Aktienzuteilungen, iii) andere Positionen in eigenen Aktien abzüglich Delta-gewichtete Verpflichtungen aus vor August 2006 zugeteilten Aktienoptionen aus Mitarbeiterbeteiligungsplänen. 3  Umfasst immaterielle Vermögenswerte in Höhe von mehr als 4% des Tier-1-Kapitals.

Kapitalkennzahlen

Die BIZ-Kapitalquoten stellen die anrechenbaren eigenen Mittel (Gesamtkapital und Tier-1-Kapital) den gesamten risikogewichteten Aktiven gegenüber.

Aufgrund des 9%igen Anstiegs der risikogewichteten Aktiven und des 19%igen Rückgangs des BIZ-Kernkapitals (Tier 1) ging die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von UBS um 3,1 Prozentpunkte auf 8,8% per Ende Dezember 2007 zurück (Ende 2006: 11,9%). Im gleichen Zeitraum sank die Gesamtkapitalquote von 14,7% auf 12,0%.

Einführung der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung «Basel II»

UBS erwartet, dass sich die Einführung der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung «Basel II» am 1. Januar 2008 insgesamt negativ auf ihre BIZ-Kernkapitalquote auswirken wird. Die Auswirkungen hängen von der weiteren Entwicklung ihres Geschäftsportfolios – insbesondere dem Profil ihres Kreditportfolios – ab. Die Prognose beruht auf einem direkten Vergleich zwischen den Kapitalkennzahlen gemäss den aktuellen Bestimmungen per Ende 2007 und den entsprechenden Kennzahlen am selben Stichtag unter Anwendung der Basel-II-Bestimmungen.

Insgesamt wird die Umsetzung von Basel II zu Eigenkapitalanforderungen führen, welche die zugrunde liegenden Risikopositionen genauer widerspiegeln: So wird bei der Bestimmung der risikogewichteten Aktiven nicht nur die Art der Gegenpartei, sondern auch das Gegenparteirating und die Art der Transaktion, einschliesslich Verbriefungen, betrachtet. 2008 wird zudem als Teil von Basel II eine neue Eigenkapitalanforderung für das operationelle Risiko eingeführt.

Des Weiteren wird im Rahmen von Basel II die Berechnung der anrechenbaren eigenen Mittel enger gefasst, indem vom Kern- und Gesamtkapital neue Positionen in Abzug gebracht werden. Dies wird niedrigere Kapitalkennzahlen zur Folge haben, gleichzeitig aber auch die Qualität des Kapitals, das dem Schutz vor bestehenden Risiken dient, eindeutig verbessern.

Die künftigen Kapitalkennzahlen werden unter anderem von folgenden Faktoren abhängen: der Entwicklung der Finanzmärkte und deren Auswirkungen auf die Gewinne und Verluste; den Bewertungen und Kapitalanforderungen für Marktrisiken; der Kreditqualität der Schuldner und Gegenparteien von UBS; den künftigen Emissionen von Kapitalinstrumenten und der Bewirtschaftung der eigenen Aktien; den Kapitalanforderungen für die operationellen Risiken sowie von den möglichen Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Eigenmittelunterlegung

Per

Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

31.12.07

31.12.06

31.12.05

BIZ-Kernkapital (Tier 1)

32 811

40 528

39 834

davon hybrides Kernkapital (Tier 1)

6 387

5 633

4 975

BIZ-Gesamtkapital (Tier 1 und 2)

44 507

50 364

43 808

BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) (%)

8,8

11,9

12,8

BIZ-Gesamtkapitalquote (%)

12,0

14,7

14,1

Bilanzaktiven

292 988

273 588

252 364

Ausserbilanz- und andere Positionen

37 200

48 444

37 010

Marktrisikopositionen 1

42 110

19 860

21 035

Total risikogewichtete Aktiven (BIZ)

372 298

341 892

310 409

1  Gegenwert der risikogewichteten Aktiven (BIZ) zur Eigenmittelunterlegung für das Marktrisiko.

Kreditratings

Trotz bedeutender Abschreibungen auf US-Subprime-Papieren gehört UBS AG weiterhin zu den kapitalkräftigsten Banken der Welt. Die Bank ist überzeugt, dass dies in den Augen ihrer Kunden und Aktionäre ein wesentliches Differenzierungsmerkmal darstellt.

Im November 2007 stufte Moody's Investors Service das Rating für die Finanzkraft (Bank Financial Strength Rating, BFSR) der UBS AG von «A–» auf «B+» herab und bestätigte das Rating von «Aaa» für vorrangige Schuldtitel und Einlagen. «Die Herabstufung des BFSR bringt die Meinung von Moody's zum Ausdruck, dass die Engagements von UBS am Subprime-Markt mit grossen Verlusten behaftet sind, was die Gewinnstabilität der Bank belastet. Ferner widerspiegelt die Herabstufung die Qualität des Risikomanagements von UBS, so wie wir es wahrnehmen», schrieb Moody's in einer Medienmitteilung zum Thema.

Ende Januar 2008 korrigierte Moody's Investors Service den Ausblick für das BFSR («B+») und für das Rating für vorrangige Schuldtitel und Einlagen («Aaa») der UBS AG von stabil auf negativ. «Die Korrektur des Ausblicks beruht auf der Ankündigung, dass UBS weitere Abschreibungen von rund 4 Milliarden US-Dollar tätigen wird – nicht nur auf Positionen mit Bezug zum US-Markt für Subprime-Hypotheken, sondern auch auf Positionen in verbrieften US-Wohnbauhypotheken, die 2007 zu einem Nettoverlust von rund 4,4 Milliarden Franken beigetragen haben.»

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2007 bestätigte Moody's im Februar 2008 die Ratings für UBS AG. Kommentar: «UBS verfügt nach wie vor über eine sehr starke Marktstellung in einer Vielzahl von Tätigkeitsbereichen. Sie ist weiterhin in der Lage, in verschiedenen Bereichen ausserhalb des betroffenen Fixed-Income-Segments solide Gewinne zu erzielen. Zudem weist die Bank weiterhin eine ausgezeichnete Liquiditätsposition und eine gute Aktivaqualität auf. Angesichts der geplanten Kapitalerhöhung um 13 Milliarden Franken sollte die Kapitalisierung innerhalb eines angemessenen Zeitraums wieder das frühere Niveau erreichen.»

Im Oktober 2007 senkte Standard& Poor's Ratings Services das langfristige Gegenparteirating für UBS AG von «AA+» auf «AA» und kommentierte: «Die Herabstufung reflektiert in erster Linie Bedenken über die Effektivität des Risikomanagements der Bank, das den Aufbau eines derart hohen Subprime-Bestands zuliess.»

Ende Januar 2008 korrigierte Standard & Poor's den Ausblick für UBS auf negativ. Begründung: «Der Ausblick wurde auf negativ korrigiert, da UBS mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert ist: der künftigen Erwirtschaftung von Erträgen vor dem Hintergrund des aktuellen Konjunktur- und Marktumfelds, ihrem grossen verbleibenden Subprime-Engagement sowie der strategischen Neupositionierung der Investment Bank.» Die Ratings reflektieren «die anhaltende Stärke von UBS, darunter das diversifizierte Geschäftsprofil, die hohe Liquidität sowie die robuste Kapitalisierung nach Abschluss der Massnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis».

Im Dezember 2007 stufte Fitch Ratings das langfristige Emittentenausfallrating (Issuer Default Ratings, IDR) für UBS AG von «AA+» auf «AA» sowie das individuelle Rating von UBS von «A / B» auf «B» herab: «Die zusätzlichen Abschreibungen, die UBS am 10. Dezember bekannt gab, übersteigen die früheren Prognosen des Konzerns deutlich und zeugen von anhaltenden Bewertungsproblemen in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld. Die Ratings für UBS AG reflektieren ihre herausragende Stellung im Private Banking und im Wealth Management, ihre diversifizierte Ertragsstruktur, ihre historisch konstante Rentabilität, ihre hohe Liquidität und ihre solide Kapitalisierung. Der Ausblick für die langfristigen IDRs bleibt negativ, da die künftige Gewinnsituation weiterhin schwer einzuschätzen ist und die Umgestaltung der Investment Bank des Konzerns ein neues Managementteam vor Herausforderungen stellen wird.»

Ende Januar bestätigte Fitch Ratings das langfristige IDR für UBS von «AA» bei einem negativen Ausblick sowie das individuelle Rating von «B».

Die langfristigen Kreditratings von UBS sind der unten stehenden Tabelle zu entnehmen. Jedes einzelne Rating gibt nur die Sicht der betreffenden Ratingagentur zum Zeitpunkt der Bewertung wieder. Erklärungen zur Bedeutung eines Ratings sind ausschliesslich bei der entsprechenden Agentur einzuholen. Ein Wertpapierrating stellt keine Empfehlung dar, ein Wertpapier zu kaufen, zu verkaufen oder zu halten. Generell sollte eine Einstufung unabhängig von anderen Ratings erfolgen. Kreditratings können jederzeit durch die Ratingagentur abgeändert, vorübergehend ausgesetzt oder vollständig zurückgezogen werden, falls es die Umstände nach Meinung der Agentur erfordern.

Langfristige Kreditratings

Per

31.12.07

31.12.06

31.12.05

Fitch, London

AA

AA+

AA+

Moody's, New York

Aaa

Aa2

Aa2

Standard & Poor's, New York

AA

AA+

AA+

Seite zuletzt geändert am: 21. April 2008, 14:38

Geprüfte Informationen gemäss IFRS 7 und IAS 1
Die Offenlegung der Risiken erfolgt nach International Financial Reporting Standard 7 (IFRS 7), Finanzinstrumente: Angaben, und die Offenlegung des Kapitalmanagements erfolgt gemäss International Accounting Standard 1 (IAS 1), Darstellung des Abschlusses, als Teil des Finanzberichts 2007, geprüft durch die unabhängige Revisionsstelle Ernst & Young AG, Basel. Diese Informationen (geprüfte Texte, Tabellen und Grafiken) sind im ganzen Bericht "Risiko- und Kapitalbewirtschaftung" in normaler Schriftart dargestellt und mittels Referenz in der Konzernrechnung und Jahresrechnung Stammhaus 2007 enthalten. Nicht geprüfte Inhalte sind kursiv dargestellt.

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