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Finanzanlagen
Finanzanlagen  Finanzanlagen von UBS dienen verschiedensten Zwecken. Mehrheitlich sind es Beteiligungstitel. Einige davon sind Ertrag getrieben
oder Teil einer strategischen Geschäftsinitiative. Andere, wie Mitgliedschaften bei Börsen und Clearingorganisationen, unterstützen
einen Geschäftsbereich von UBS. UBS beteiligt sich an eigenen Fonds, entweder als Starthilfe oder um sicherzustellen, dass
die Interessen von UBS mit denjenigen der Drittinvestoren übereinstimmen. UBS investiert auch in Schuldtitel.
Beteiligungstitel Viele Beteiligungstitel sind nicht kotiert und daher illiquid. Finanzanlagen in illiquiden Beteiligungspapieren sind anzahlmässig
beschränkt, sowohl bezüglich einzelner Märkte als auch im Total. Ihre Fair Values hängen in der Regel von unternehmensspezifischen
Gegebenheiten ab und die Korrelation einzelner Anlagen mit Aktienindizes variiert. Beteiligungstitel sind im Allgemeinen für
eine mittel- oder langfristige Haltedauer vorgesehen. Manchmal ist diese eingeschränkt durch eine minimale Haltefrist. Aus
diesen Gründen unterliegen sie nicht direkt den auf Handelsaktivitäten angewandten Marktrisikomessungen. Beteiligungstitel
werden separat kontrolliert. Der Kauf bedarf einer vorgängigen Genehmigung durch die Geschäftleitung und durch die Risikokontrolle.
Im Weiteren werden sie regelmässig überwacht und gemeldet.
Erfolgen solche Anlagen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit, unterliegen sie auch Standardkontrollen, einschliesslich
Portfolio- und Konzentrationslimiten. Die Anlagen, die von Global Asset Management als Startkapital und als Co-Investitionen
in von UBS verwalteten Fonds getätigt werden, unterliegen beispielsweise einer Portfoliolimite. Alle Anlagen müssen erklärt,
gerechtfertigt, im Rahmen der zugeteilten Kompetenzen genehmigt, und während ihrer gesamten Haltedauer überwacht und dem Senior
Management gemeldet werden.
Ein wesentlicher Teil der Beteiligungstitel entfiel in der Vergangenheit auf das Private-Equity-Geschäft. Diese Positionen
werden jedoch weiter reduziert.
Beteiligungstitel sind nicht unter VaR-Limiten erfasst, weder auf Stufe Konzern noch auf Stufe Unternehmensgruppe. Methoden
und Masse der Marktrisikokontrolle werden aber dort angewendet, wo es sinnvoll erscheint. VaR kann beispielsweise zusätzliche
Informationen zur Sensitivität von Anlagen in von UBS verwalteten Fonds liefern, wo die Aktiven und andere Positionen des
Fonds aus handelbaren Finanzinstrumenten bestehen. Obwohl einige Annahmen bei VaR – insbesondere der relativ kurze Zeithorizont
– nicht unbedingt repräsentativ für das Gesamtrisiko von Beteiligungstiteln sind, dienen die Ergebnisse der Geschäftleitung
und der Risikokontrolle als Information, oder als Auslöser für Massnahmen oder Überprüfungen.
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS) können Beteiligungstitel als zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen
eingestuft, als Finanzanlagen erfolgswirksam zum Fair Value bewertet oder als Investitionen in assoziierte Gesellschaften
ausgewiesen werden.
Zusammensetzung der Beteiligungstitel
Per 31. Dezember 2007 hielt UBS Beteiligungstitel im Wert von insgesamt 7690 Millionen Franken. Davon wurden 3583 Millionen
Franken als zur Veräusserung verfügbar, 2128 Millionen Franken als Fair Value und 1979 Millionen Franken als Investitionen
in assoziierte Gesellschaften ausgewiesen. Von zur Veräusserung verfügbaren Titeln entfallen 1865 Millionen Franken auf kotierte
Aktien. Diese Beteiligungstitel enthalten keine strukturierten Aktienprodukte.
Per 31. Dezember 2006 betrugen diese Beteiligungstitel 10 014 Millionen Franken. Davon wurden 8062 Millionen Franken als «zum
Verkauf» («Available-for-sale») eingestuft, 429 Millionen Franken als Fair-Value-Finanzanlagen bezeichnet, und 1523 Millionen
Franken sind Investitionen in assoziierte Gesellschaften. 5880 Millionen der «Available-for-sale»-Investitionen waren kotiert.
Die grösste Geschäftsbeteiligung von UBS ist ihre 1%-Beteiligung an der Bank of China. Diese wurde im Jahr 2005 eingegangen
als Teil einer wichtigen strategischen Initiative. Der Fair Value dieser Position belief sich am 31. Dezember 2007 auf insgesamt
1644 Millionen Franken, davon 1084 Millionen Franken als nicht realisierter Gewinn im Eigenkapital reflektiert. Per 31. Dezember
2006 betrug der Fair Value dieser Anlage 2055 Millionen Franken. Davon waren 1450 Millionen Franken als nicht-realisierter
Gewinn im Eigenkapital enthalten. Bank of China ist eine inländische chinesische Bank, kotiert im H-Aktienregister in Hongkong.
Der Fair Value der Beteiligung von UBS wird durch eine Bewertungsmethode (Level 2) ermittelt, welche auch die vertraglich
dokumentierte minimale Haltefrist zwischen UBS und Bank of China beinhaltet. Der Marktwert der Aktien wird in erster Linie
von der Performance der Bank beeinflusst, die wiederum teilweise von der chinesischen Wirtschaftsentwicklung abhängt. Die
täglichen Schwankungen der chinesischen oder Hongkonger Aktienindizes sollten jedoch keine langfristigen Auswirkungen auf
den Wert dieser Anlage haben. Die Wechselkursschwankungen zwischen dem Schweizer Franken und dem chinesischen Renminbi, auf
den die Aktiven und Passiven der Bank of China vorwiegend lauten, werden den Fair Value beeinflussen, zu dem die Beteiligung
in der Konzernrechnung von UBS verbucht ist.
Per 31. Dezember 2006 hielt UBS eine Beteiligung an Bank Julius Bär mit einem Fair Value von 3029 Millionen Franken. Diese
Beteiligung wurde beim Verkauf der Privatbanken und GAM im Jahr 2005 übernommen. Im Juni 2007 wurde sie verkauft.
Von den 2128 Millionen Franken, die als Fair Value verbucht wurden, beziehen sich 1788 Millionen Franken auf Mitarbeiterbeteiligungspläne
in der Form von Trusts. Sie stehen weitgehend Verpflichtungen zugunsten der Planteilnehmer gegenüber, welche auf der Passivseite
in den Übrigen Verpflichtungen enthalten sind. Per 31. Dezember 2006 betrug die entsprechende Position 1726 Millionen Franken.
Schuldtitel Diese Schuldtitel sind gemäss IFRS als zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen erfasst. Generell handelt es sich um Geldmarkt-
und Schuldpapiere. UBS hält sie primär aus statutarischen, aufsichtsrechtlichen oder Liquiditätsgründen. Sie beinhalten auch
notleidende Kredite, welche die Investment Bank als Teil einer genehmigten Geschäftstätigkeit am Sekundärmarkt erworben hat.
Die Risikokontrolle über als Finanzanlagen klassifizierte Schuldtitel («Available-for-sale») ist abhängig von der Natur der
Anlage und dem Grund für deren Kauf.
UBS Bank USA hält zudem liquide Schuldtitel, wie sie die Investment Bank auch in ihren Handelsbeständen führt (Wertpapiere
emittiert von Agenturen der US-Regierung). Sie unterliegen der Marktrisikokontrolle und werden für interne Risikokontrollzwecke
nicht als Finanzanlagen betrachtet.
Notleidende Kredite unterliegen spezifischen Limiten und Kontrollen, einschliesslich der vorgängigen Bewilligung durch Risikomanagement
und -kontrolle. Der Fair Value von notleidenden Krediten reagiert nicht besonders stark auf Zinsschwankungen. Er hängt vielmehr
von der Erwartung ab, wie viel vom jeweiligen Kredit realisiert werden kann.
Andere Schuldtitel bestehen in erster Linie aus Wertpapieren, die von OECD-Staaten und von Finanzinstituten hoher Bonität
emittiert wurden.
Wo relevant werden Schuldtitel auch in den Berichten zuhanden des Senior Managements über die konsolidierten Kreditrisiken
und den Berichten zuhanden der Eidgenössischen Bankenkommission über Klumpenrisiken erfasst.
Zusammensetzung der Schuldtitel
Per 31. Dezember 2007 bestanden die zur Veräusserung verfügbaren Schuldtitel aus Geldmarktpapieren im Wert von 349 Millionen
Franken und weiteren Schuldtiteln im Wert von 1034 Millionen Franken.
Per 31. Dezember 2006 waren die entsprechenden Positionen 354 Millionen Franken Geldmarktpapiere respektive 521 Millionen
Franken Schuldtitel.
Geprüfte Informationen gemäss IFRS 7 und IAS 1
Die Offenlegung der Risiken erfolgt nach International Financial Reporting Standard 7 (IFRS 7), Finanzinstrumente: Angaben, und die Offenlegung des Kapitalmanagements erfolgt gemäss International Accounting Standard 1 (IAS 1), Darstellung des Abschlusses, als Teil des Finanzberichts 2007, geprüft durch die unabhängige Revisionsstelle Ernst & Young AG, Basel. Diese Informationen (geprüfte Texte, Tabellen und Grafiken) sind im ganzen Bericht "Risiko- und Kapitalbewirtschaftung" in normaler Schriftart dargestellt und mittels Referenz in der Konzernrechnung und Jahresrechnung Stammhaus 2007 enthalten. Nicht geprüfte Inhalte sind kursiv dargestellt.
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