UBS AG
Screenreader-optimierte Version für sehbehinderte und blinde Besucher Home | Accessibility | Zoom Version | Lokale Sitemap | Service Finder | eng deu fra ita | Suche
   
Geschäftsbericht 2007  
Strat., Geschäftserg., Mitarb. & Nachh. Risiko- & Kap.-bew. Corp.Gov. & Saläre Konzern- & Jahresrechn. Jahresbericht
     
Risikobewirtschaftung
Bilanz- und Kapitalbewirtschaftung durch Treasury
Mehr über UBS
 

Kreditrisiko
Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, der entstehen kann, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber UBS nicht nachkommt. Auslöser können gegenparteispezifische Faktoren wie Geschäfts- oder Managementprobleme oder auch Störungen des Erfüllungsprozesses sein, wenn beispielsweise UBS bei Devisentransaktionen zwar ihren Verpflichtungen nachgekommen ist, doch die Gegenpartei die Gegenleistung nicht erbringt (Erfüllungsrisiko).

Kreditrisikoquellen

Kreditrisiken bestehen sowohl bei klassischen Bankprodukten (Ausleihungen, feste Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen wie Akkreditive) als auch bei Handelsprodukten (Derivatkontrakte wie Termingeschäfte, Swaps und Optionen sowie Wertpapierpensions[Repurchase- und Reverse-Repurchase]-Geschäfte und Wertschriftenleihen). Auf diese Produkte werden grundsätzlich einheitliche Risikokontrollprozesse angewandt, obwohl sie rechnungslegungstechnisch unterschiedlich behandelt werden. So können sie je nach Art des Instruments und – in einzelnen Fällen – der damit verbundenen Risiken zu amortisierten Kosten oder zum Fair Value ausgewiesen werden.

Viele Geschäftsaktivitäten von Global Wealth Management & Business Banking und der Investment Bank beinhalten Kreditrisiken. Global Wealth Management & Business Banking bietet Privat- und Firmenkunden in der Schweiz und Wealth-Management-Kunden weltweit eine Vielzahl von Kreditprodukten an, deren Kreditrisiken zumeist gut durch Finanzsicherheiten oder andere Vermögenswerte abgesichert sind. Die Investment Bank stellt für Firmen- und institutionelle Kunden, Intermediäre sowie auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter eine abgerundete Palette von Kredit- und Kapitalmarktinstrumenten über alle Produktklassen hinweg bereit. Zudem arbeitet sie im Handelsgeschäft und bei der Risikobewirtschaftung mit anderen professionellen Gegenparteien zusammen.

Organisation und Führungsstruktur der Kreditrisikokontrolle

Eine wirksame Kreditrisikokontrolle ist für die Sicherheit und Solidität von UBS unabdingbar. Die Kreditrisikokontrolle basiert auf Risikomanagement- und kontrollgrundsätzen, die durch Kreditweisungen ergänzt werden und beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Elemente. UBS hat Prozesse für die Identifikation, Beurteilung, nötigenfalls vorgängige Genehmigung, laufende Überwachung und Berichterstattung der Risiken etabliert. UBS misst und begrenzt die Kreditrisiken einzelner Gegenparteien bzw. Gegenparteigruppen und beurteilt die Qualität und Diversifikation von Portfolios und Teilportfolios. Dabei steht die Kontrolle von Risikokonzentrationen im Vordergrund.

Der Group Chief Credit Officer (Group CCO), der an den Group Chief Risk Officer (CRO) rapportiert, trägt die Verantwortung für Implementierung und Unterhalt dieses Risikokontrollsystems. Unterstützt wird er durch unabhängige Kreditrisikokontroll-Einheiten (CRC-Einheiten) in den Unternehmensgruppen, die ihm funktional unterstellt sind und das Kreditrisiko laufend überwachen und kontrollieren. Deren Verantwortlichkeiten beinhalten die Beurteilung der Kreditwürdigkeit einzelner Gegenparteien und der Angemessenheit und Wirksamkeit von Wertpapier- und Kreditabsicherungen sowie die Beurteilung des Kreditrisikos von Portfolios, Teilportfolios und anderen Aggregationen, einschliesslich des Länderrisikos.

Die Kreditrisikokompetenzen liegen beim Präsidium des Verwaltungsrates. Dieses delegiert diese Kompetenzen an die Konzernleitung und genehmigt weitergehende Delegationen durch die Konzernleitung ad personam an den Group CCO und die CCOs der Unternehmensgruppen. Von dort erfolgt die Weiterdelegation an Kreditverantwortliche der Unternehmensgruppen. Der Umfang der an einzelne Personen delegierten Kreditkompetenzen hängt von der fachlichen Qualifikation und Erfahrung der mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiter, von der Bonität der Gegenpartei und von den jeweils gestellten Sicherheiten ab. In ihren Verantwortungsbereich fallen alle Aspekte der Genehmigung des Kreditrisikos, einschliesslich des Erfüllungsrisikos, sowie die Festlegung von Wertberichtigungen, Rückstellungen und Bewertungsanpassungen für gefährdete Forderungen.

Kontrolle des Kreditrisikos

Limiten und Kontrollen

Oberstes Ziel der quantitativen Kontrollen ist es, übermässige Kreditrisikokonzentrationen soweit als möglich zu vermeiden. Konzentrationen von Kreditrisiken entstehen, wenn Kunden in ähnlichen Bereichen tätig oder in derselben Region ansässig sind oder gemeinsame wirtschaftliche Merkmale aufweisen, sodass ihre Fähigkeit, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, bei Änderungen wirtschaftlicher, politischer oder anderer Bedingungen in ähnlicher Weise beeinflusst würde. Wo auch immer UBS Risikokonzentrationen erkennt, beispielsweise in einem bestimmten Sektor oder Land, legt sie Limiten für das Engagement auf Portfolio- und Teilportfolioebene sowie gegenüber Gegenparteien und Gegenparteigruppen fest.

Auf Ebene der Gegenparteien und Gruppen von Gegenparteien bestimmen Kreditverantwortliche Limiten für alle Arten von Positionen in Bank- und Handelsprodukten. Diese Limiten gelten nicht nur für die ausstehenden Beträge und Wiederbeschaffungswerte vertraglicher Verpflichtungen, sondern auch für Eventualverpflichtungen und die künftige Entwicklung von Positionen in Handelsprodukten. Kreditengagements müssen durch die zuständigen Stellen genehmigt werden und die geltenden Limiten berücksichtigen.

UBS wendet Limiten sehr unterschiedlicher Form auf (Teil-)Portfolio- wie auch auf Branchenebene an, wenn sie der Ansicht ist, dass Risikokonzentrationen oder Engagements in Bereichen mit erhöhten Risiken einzuschränken sind oder die Wachstumsrate eines Portfolios kontrolliert werden muss. Insbesondere für Portfolios mit erhöhtem Risiko, wie das Leveraged-Loans-Portfolio der Investment Bank, werden Stressszenarien eingesetzt, um die Auswirkungen von Schwankungen der Ausfallraten und Vermögenswerte unter Berücksichtigung der bestehenden Risikokonzentrationen zu bewerten. Stressverlustlimiten finden auf Portfolios Anwendung, wenn dies für nötig erachtet wird. Dazu gehören auch Limiten für Risikopositionen in Ländern ohne erstklassiges Rating.

Bei der Festlegung dieser Kontrollen, einschliesslich der entsprechenden Kompetenzen und Genehmigungsverfahren, wird zwischen Engagements, die voraussichtlich bis zur Fälligkeit gehalten werden («Take and Hold»-Engagements), und solchen mit kurzer Haltedauer unterschieden, bei denen ein Verkauf oder eine Risikoabtretung vorgesehen ist («temporäre Engagements»). Ein temporäres Engagement ist beispielsweise ein Konsortialkredit, bei dem ein Grossteil des ursprünglich zugesagten Betrags auf andere Finanzinstitute oder Anleger verteilt wird. Bei der Beurteilung aller Kreditpositionen kommt der Kreditqualität und dem von der Gegenpartei über die gesamte Laufzeit der Verpflichtung erzielbaren Cashflow eine zentrale Bedeutung zu. Bei temporären Engagements spielen auch die Marktliquidität und das Vertriebspotenzial eine massgebliche Rolle im Genehmigungsprozess.

Risikominderung

Auf die Mehrzahl der Kreditportfolios von UBS werden risikomindernde Massnahmen angewandt, in der Regel durch Besicherung des Kredits in Form von Finanzsicherheiten (Barmittel oder marktgängige Wertschriften) oder anderen Vermögenswerten, durch die Abtretung von Risiken oder den Kauf von Kreditabsicherungsinstrumenten.

Die Besicherung von Krediten ist die häufigste Form der Risikominderung. Bei der Quantifizierung des risikomindernden Effekts erhaltener Sicherheiten werden klar definierte Bewertungsstandards angewandt. Bei Ausleihungen an vermögende Privatkunden («Lombardkredite») besteht UBS auf der Verpfändung von Wertschriften oder Barmit- teln. Die Investment Bank verlangt bei einem Grossteil ihrer «Over-the-counter»/(OTC)-Derivat- und Wertschriftenfinanzierungsgeschäfte (Wertschriftenleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte) Finanzsicherheiten in Form marktgängiger Wertschriften. Bei jeder Entgegennahme von Finanzsicherheiten setzt UBS deren Belehnungswert grundsätzlich durch Anwendung von Abschlägen fest, deren Höhe sich nach der Qualität, Liquidität, Volatilität und, in gewissen Fällen, Komplexität der einzelnen Instrumente richtet. Die Kreditengagements und Sicherheiten werden laufend überwacht. Fällt der Marktwert der Sicherheiten relativ zur Höhe des Engagements unter ein vordefiniertes Niveau, erfolgt eine Nachforderung an Sicherheiten oder es kommt zur Verwertung. Bedeutende Konzentrationen von Sicherheiten innerhalb einzelner Kundenportfolios und über alle Kundenportfolios hinweg werden wo nötig ebenfalls überwacht und können den auf bestimmten Sicherheiten vorgenommenen Abschlag beeinflussen. Bei der Finanzierung von Liegenschaften erhält UBS zur Sicherung ihrer Forderung ein Immobilienpfandrecht. Dabei gelangen auf einer entsprechenden UBS-Weisung basierende Belehnungssätze zur Anwendung, und es wird überprüft, ob das Darlehen aus den Einnahmen des Schuldners oder des Objektes bedient werden kann.

Die Bank wickelt Geschäfte mit ausserbörslichen (OTC-) Derivaten nahezu ausschliesslich im Rahmen bilateraler Rahmenvereinbarungen ab, die in der Regel bei Zahlungsunfähigkeit der Gegenpartei die Glattstellung und Verrechnung (Netting) aller Transaktionen vorsehen. UBS ist auch bilaterale Deckungsvereinbarungen mit Marktteilnehmern eingegangen, gemäss welchen jede Partei aufgefordert werden kann, Sicherheiten in Form von Barmitteln oder marktgängigen Wertschriften zu leisten, falls das Risiko ein festgelegtes Niveau übersteigt. Das OTC-Derivate-Geschäft mit Gegenparteien, die ein schlechteres Rating aufweisen, wird in der Regel im Rahmen einseitiger Deckungsvereinbarungen abgewickelt, bei denen die Gegenpartei Sicherheiten bereitstellt. Bei solchen Vereinbarungen akzeptiert UBS nur Barmittel oder sehr liquide Vermögenswerte als Sicherheiten. Netting- und Deckungsvereinbarungen werden nach festgelegten Kriterien abgeschlossen. Dazu gehört auch die Überprüfung, dass Verträge im Insolvenzfall in der lokalen Gerichtsbarkeit rechtlich durchsetzbar sind.

Im Rahmen ihrer aktiven Bewirtschaftung des Kreditrisikos setzt UBS auch Kreditabsicherungen in Form von Risikoabtretungen, Verbriefungen und Käufen von Kreditabsicherungsinstrumenten ein, um Konzentrationen in einzelnen Namen, Sektoren oder bestimmten Portfolios zu verringern. Diese Kreditabsicherungen erfolgen grösstenteils durch die Übertragung des zugrunde liegenden Kreditrisikos an erstklassige Gegenparteien. Dafür setzt UBS auf eine einzelne Gegenpartei lautende Credit Default Swaps ein, die auf der Grundlage von bilateralen Netting-Rahmenvereinbarungen und im Allgemeinen auch von Deckungsvereinbarungen abgeschlossen werden. UBS benützt auch syn- thetische Anlageinstrumente (Credit-Linked Notes) zur Zusammenfassung von Kreditrisiken, um diese auf externe Investoren zu übertragen. Bei der internen Risikoberichterstattung werden sowohl das Bruttoengagement vor der Absicherung als auch das Nettoengagement berücksichtigt. Die risikomindernde Wirkung von Kreditabsicherungen wird nur dann in den Kreditrisikomassen berücksichtigt, wenn diese auch bei einer künftigen Erhöhung des Engagements zu einem hohen Konfidenzniveau wirksam sind und Schutz vor einer Vielzahl von Kreditereignissen, wie Zahlungsversäumnis, -verweigerung und -aufschub, Konkurs und Insolvenz sowie Restrukturierung bieten. Proxy Hedges (Kreditschutz mittels eines anderen, aber korrelierten Titels) sowie Index- oder Makro-Hedges werden nicht berücksichtigt.

Die Wirksamkeit der von einer Gegenpartei erworbenen Kreditabsicherung hängt von der Fähigkeit der Gegenpartei ab, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das Engagement gegenüber Anbietern von Kreditabsicherungen wird als Teil des gesamten Kreditengagements überwacht. Besteht eine wesentliche Korrelation zwischen der Gegenpartei und der die Absicherung erbringenden Partei (sogenanntes «wrong-way risk»), werden die entsprechenden Kreditabsicherungen in den Kreditrisikomassen nicht berücksichtigt.

Berichterstattung

Die transparente und objektive Offenlegung der Risiken bildet einen wesentlichen Bestandteil der Kreditrisikokontrolle.

Die Kreditrisikokontroll-Einheiten in den Unternehmensgruppen sind für die Risikoberichterstattung an das Management der Unternehmensgruppen verantwortlich. Diese beinhaltet sowohl die aus allen Produkten und Aktivitäten resultierenden Gegenparteirisiken als auch Portfoliorisiken. Zudem liefern sie Informationen an eine zentrale Einheit, die dem Group CCO unterstellt ist und auf Gegenpartei- und Portfolioebene konsolidierte Berichte sowie Berichte zum Länderrisiko erstellt. Diese Berichte werden den obersten Führungsgremien, einschliesslich der Konzernleitung, dem Präsidium des Verwaltungsrates, dem Verwaltungsrat sowie gegebenenfalls auch den Aufsichtsbehörden, vorgelegt.

Messung des Kreditrisikos

Der Kreditrisikomessung kommt im Rahmen der Kreditrisikokontrolle eine zentrale Bedeutung zu. Die Messung des Kreditrisikos eines vollständig beanspruchten Kredits ist relativ einfach. Die Schätzung des Kreditrisikos eines Handelsprodukts, dessen Wert infolge von veränderten Marktvariablen und Ausschüttungen im Zeitverlauf schwanken kann, ist hingegen komplexer und erfordert den Einsatz von Modellen. Bei der Beurteilung der Portfoliorisiken müssen überdies die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen, die gegebenenfalls daraus resultierende Verlustquote und die Ausfallkorrelationen zwischen den Gegenparteien geschätzt werden.

UBS hat Instrumente entwickelt, welche die Quantifizierung des mit einzelnen Gegenparteien verbundenen Kreditrisikos unterstützen und die auf den drei allgemein anerkannten Parametern Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote und Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls basieren. Auch bei der Berechnung der Portfoliorisiko-Masse – erwarteter Verlust, statistischer Verlust und Stressverlust – gelangen Modelle zum Einsatz.

Modelle werden in der Regel durch spezialisierte Einheiten innerhalb der Unternehmensgruppen entwickelt. Im Einklang mit den UBS-internen Corporate-Governance-Standards und den Anforderungen der neuen Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) erfolgt die Entwicklung und Anpassung der Modelle gemäss global einheitlichen Standards. Die Modelle und ihre Komponenten werden vor der Einführung einer unabhängigen Prüfung durch ein Expertenteam im Corporate Center unterzogen. Nach der Modelleinführung sind die jeweiligen modellverantwortlichen Personen in den Unternehmensgruppen für die Überwachung der Leistungsfähigkeit der Modelle zuständig. Die Modelle haben sich an anerkannten Messstandards zu orientieren, um Konsistenz und eine aussagekräftige Aggregation der Kreditrisiken über alle Geschäftseinheiten hinweg sicherzustellen.

Kreditrisikoparameter

Die Messung und Kontrolle des gegenparteispezifischen Kreditrisikos erfolgt auf der Grundlage der folgenden drei Parameter:

– Die «Kreditausfallwahrscheinlichkeit» ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde oder eine Gegenpartei den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diese Wahrscheinlichkeit wird mit Hilfe von Ratingverfahren beurteilt, die auf die verschiedenen Gegenparteikategorien zugeschnitten sind. Sie werden überdies auf die UBS Masterscale abgestimmt, die 15 Ratingklassen umfasst. Damit wird gewährleistet, dass die Ausfallwahrscheinlichkeiten aller Gegenparteien konsistent quantifiziert werden. Ratings werden indes nicht nur zur Kreditrisikomessung herangezogen – sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Kreditrisikokompetenzen;

– die voraussichtliche Wiedereinbringungsrate («Recovery Rate») notleidender Forderungen, die von der Art der Gegenpartei und von risikomindernden Faktoren oder Besicherungen (wie einem Wertpapier oder einer Garantie) abhängt und aus der die «Verlustquote» ermittelt wird;

– das jeweils aktuelle UBS-Engagement gegenüber dieser Gegenpartei und dessen mögliche Entwicklung in der Zukunft, aus der das potenzielle «Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls» («Exposure at Default») abgeleitet wird. Bei Handelsprodukten, wie OTC-Derivaten, ist das Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls keine feststehende Zahl – es muss durch Modellierung potenzieller Szenarien errechnet werden. Bei der Aufrechnung der Engagements einzelner Gegenparteien gegen die ent- sprechenden Kreditlimiten verwendet UBS das unter der Annahme eines hohen Konfidenzniveaus berechnete «wahrscheinliche Maximalengagement» während der ganzen Laufzeit der ausstehenden Verpflichtungen. Werden hingegen bei der Messung des Portfoliorisikos Engagements gegenüber verschiedenen Gegenparteien aggregiert, wird das zukünftig erwartete Engagement gegenüber jeder Gegenpartei über einen gegebenen Zeitraum (in der Regel ein Jahr) herangezogen, das auf der Grundlage desselben Modells ermittelt wurde.

Diese Parameter bilden die Basis der meisten internen Kreditrisiko-Messgrössen. Ihnen kommt auch bei der Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals gemäss dem Advanced Internal Rating Based Approach der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) zentrale Bedeutung zu. Diese trat am 1. Januar 2008 in Kraft und gelangte ab diesem Zeitpunkt innerhalb von UBS zur Anwendung.

Erwarteter Verlust

Kreditverluste sind als inhärente Kosten des Kreditgeschäfts zu erwarten. Sie unterliegen bezüglich Ausmass und Zeitpunkt allerdings grösseren Schwankungen. Zudem beziehen sich die in einer bestimmten Rechnungslegungsperiode entstehenden Verluste in der Regel auf Geschäfte, die in früheren Rechnungslegungsperioden abgeschlossen wurden. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass künftige Kreditverluste bereits im aktuellen Portfolio implizit vorhanden sind, verwendet UBS das Konzept des «erwarteten Verlusts».

Der erwartete Verlust ist ein auf statistischen Methoden basierendes Konzept zur Schätzung der durchschnittlichen jährlichen Kosten, die voraussichtlich anfallen werden, weil Positionen des aktuellen Portfolios als ausfallgefährdet eingestuft werden. Der erwartete Verlust für einen bestimmten Kredit ergibt sich aus den drei oben erwähnten Komponenten – der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote und dem Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls. Die für die einzelnen Gegenparteien ermittelten erwarteten Verluste werden aggregiert, um die erwarteten Kreditrisikokosten für das gesamte Portfolio zu berechnen.

Die Quantifizierung des Kreditrisikos erfolgt in allen Portfolios auf der Grundlage des erwarteten Verlusts. Dieser fliesst in die Bewertung oder Preisgestaltung von Produkten ein und beeinflusst die Kreditrisikokosten, die der Geschäftseinheit im Rahmen der Managementrechnung belastet werden. Diese weichen von den Wertberichtigungen für Kreditrisiken gemäss International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Darüber hinaus bildet der erwartete Verlust die Basis für die Berechnung des statistischen Verlusts und des Stressverlusts des Portfolios.

Statistischer Verlust

Bei der Schätzung des grössten möglichen Portfolioverlusts über ein Jahr und zu einem vorgegebenen Konfidenzniveau verwendet UBS ein statistisches «Credit Value-at-Risk»-Modell. Die Form der modellierten Verlustverteilung wird durch systematische Ausfallkorrelationen zwischen Gegenparteien desselben Segments oder aus verschiedenen Segmenten bestimmt. Die Ergebnisse dieser Analyse liefern einen Hinweis auf das Portfoliorisiko und dessen Entwicklung im Zeitverlauf. Zudem bilden sie einen wichtigen Bestandteil unserer Earnings-at-Risk- und Capital-at-Risk-Messgrössen.

Stressverlust

Der Stressverlust ist eine szenariobasierte Messgrösse, die das statistische Modell ergänzt. Er quantifiziert den Verlust, der sich bei Eintreten verschiedener extremer, aber plausibler Szenarien ergeben könnte. Bei diesen Szenarien wird davon ausgegangen, dass einer oder mehrere der drei Haupt-kreditrisikoparameter sich nach einem für das gewählte Szenario typischen Muster erheblich verschlechtern. Stresstests werden auf periodischer und wo nötig auf Ad-hoc-Basis durchgeführt, um ungünstige Portfoliokonstellationen – insbesondere Risikokonzentrationen – aufzudecken. Alle Szenarioergebnisse werden überwacht. Zudem finden auf gewisse Portfolios und Segmente Stressverlustlimiten Anwendung.

Zusammensetzung des Kreditrisikos (Konzern)

Die Kreditrisiko-Messgrössen variieren je nach Zweck, zu dem die Engagements aggregiert werden – sei es für die Rechnungslegung nach IFRS, die Bestimmung der regulatorischen Eigenmittelunterlegung oder die UBS-interne Managementsicht, d. h. die Art der Bewirtschaftung des Portfoliokreditrisikos. Die Tabelle auf der gegenüberliegenden Seite beinhaltet das Kreditengagement nach IFRS und zeigt, welche Anpassungen mit Blick auf die interne Risikokontroll-Sicht («Bruttokreditengagement») vorgenommen wurden. Das in der Tabelle aufgeführte Bruttokreditengagement ist weitgehend auf die Eigenmittelunterlegungssicht abgestimmt; nicht darin enthalten ist jedoch das potenzielle zukünftige Engagement aus Handelsprodukten. Dieses stellt eine zusätzliche Komponente sowohl der internen als auch der Eigenmittelunterlegungssicht dar, wie nachfolgend dargelegt wird.

Die in der Tabelle aufgeführten Engagements berücksichtigen im Allgemeinen keine erhaltenen Sicherheiten oder anderen risikomindernden Massnahmen, wie Hedging und Risikoabtretungen. Die interne und die IFRS-Sicht des Bruttogeprüft 21kreditengagements weichen in den folgenden Hauptpunkten voneinander ab:

– Im Ausleihungsgeschäft werden Barsicherheiten, die UBS im Zusammenhang mit negativen Wiederbeschaffungswerten von Derivaten und anderen Positionen hinterlegt hat, nicht als Kreditengagement betrachtet, sondern sind in der Beurteilung des Gegenparteirisikos der zugrunde liegenden Positionen berücksichtigt. Andererseits betrachtet UBS in der internen Risikokontrollsicht gewisse Finanzierungen, die aus rechtlichen Gründen über Wertpapierpensions( Repurchase- / Reverse-Repurchase)-ähnliche Transaktionen abgewickelt und nach IFRS als solche ausgewiesen werden, als Ausleihungen.

– Das nach IFRS ausgewiesene Derivatengagement entspricht der Summe aller positiven Wiederbeschaffungswerte, die nur dann mit den negativen Wiederbeschaffungswerten von Zahlungen derselben Gegenpartei verrechnet werden, falls den Zahlungen eine Netto-Abwicklung zugrunde liegt. Intern verrechnet UBS dagegen positive und negative Wiederbeschaffungswerte von Transaktionen mit derselben Gegenpartei, wenn das Geschäft im Rahmen einer bilateralen Rahmenvereinbarung abwickelt wird, die bei Zahlungsunfähigkeit der Gegenpartei die Glattstellung und Verrechnung (Netting) aller Transaktionen vorsieht und als im Insolvenzfall rechtlich durchsetzbar gilt.

– Nach IFRS werden Wertpapierleih- sowie Wertpapierpensions- Geschäfte in der Bilanz vollumfänglich als Forderung gegenüber der Gegenpartei ausgewiesen. Dabei wird die Gegenforderung, die der Gegenpartei bei der Rückgabe von Barmitteln oder Wertschriften im Rahmen derselben Transaktion entsteht, nicht berücksichtigt. Zu internen Risikokontrollzwecken hingegen bewertet UBS die Forderung bzw. Gegenforderung einer Gegenpartei bei jeder Transaktion auf Nettobasis und nimmt weitere Verrechnungen zwischen Transaktionen vor, sofern eine solche Verrechnung als im Insolvenzfall rechtlich durchsetzbar gilt.

Zu beachten ist auch, dass unter den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) die Möglichkeiten zur Verrechnung gegenläufiger Forderungen aus Wiederbeschaffungswerten von Derivaten, Wertpapierleih- und Wertpapierpensions-[ Repurchase- / Reverse-Repurchase]-geschäften weiter gehen als unter IFRS. Die von UBS ausgewiesenen Bilanzkennzahlen für diese Transaktionen sind daher nicht mit jenen Kennzahlen vergleichbar, die von Firmen publiziert werden, die nach US GAAP berichten.

Kreditengagement

31.12.2007

31.12.2006

Werte1 nach IFRS2

Anpassungen: Sicht Bilanz / Eigenmittelunterlegung

Bewertungs- und andere Anpassungen

Werte 1 nach IFRS 2

Mio. CHF

Maximales Risiko aus Kredit- engagements

Anpassungen Konsolidie- rungskreis

Anpassungen Kapitalsicht

Bruttokredit- engagement 3

Maximales Risiko aus Kredit- engagements

Bruttokredit- engagement 3

Flüssige Mittel

18 793

(1)

0

(2,358)

16,434

3 495

1 311

Forderungen gegenüber Banken

60 907

(293)

(1,928)

(32,383)

26,303

50 426

25 810

Kundenausleihungen

335 864

(136)

(3,910)

(50,984)

280,834

297 842

274 830

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value

4 116

0

0

50

4,166

2 252

2 348

Eventualforderungen

20 824

0

0

(384)

20,440

17 908

17 654

Nicht beanspruchte unwiderrufliche Kreditzusagen

83 980

51

846

(3,906)

80,971

97 287

83 428

Ausleihungsgeschäft

524 484

(379)

(4,992)

(89,965)

429,148

469 210

405 381

Derivate 4

428 217

3,171

(39)

(292,371)

138,978

292 975

110 732

Geborgte und ausgeliehene Wertschriften 5

207 063

0

0

(184,060)

23,003

351 590

37 851

Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte

376 928

0

0

(372,937)

3,991

405 834

10 019

Handelsproduke

1 012 208

3,171

(39)

(849,368)

165,972

1 050 399

158 602

Total am Ende des Geschäftsjahres

1,536,692

2,792

(5,031)

(939,333)

595,120

1 519 609

563 983

Abzüglich: Wertberichtigungen, Rückstellungen und Anpassungen von Kreditbewertungen

(1 978)

(1 477)

Abzüglich Wertberichtigungen

593 142

562 506

1 Diese Beträge gelten als die bestmögliche Darstellung des maximalen Risikos aus Kreditengagements gemäss IFRS auf Bruttobasis und berücksichtigen keine erhaltenen Sicherheiten oder andere Kreditrisikoabsicherungen und beinhalten nur Verrechnungen in Übereinstimmung mit IFRS. 2 International Financial Reporting Standards (IFRS) 3 Das Bruttokreditengagement ist eine interne Darstellung des Kreditrisikos. 4 Positive Wiederbeschaffungswerte nach Verrechnung gemäss IFRS oder der internen Darstellung. 5 Barhinterlagen für geborgte Wertschriften.

Wie im Abschnitt «Kreditrisikomessung» dargelegt, misst UBS sowohl das Kreditengagement gegenüber einzelnen Gegenparteien und Gruppen von Gegenparteien (wobei sie generell Limiten anwendet) als auch das Risiko über alle Gegenparteien hinweg auf verschiedenen Portfolio- und Teilportfolioebenen. In diesen Berechnungen berücksichtigt UBS auch die längerfristige potenzielle Entwicklung der Wiederbeschaffungswerte von Handelsprodukten, da Änderungen in Marktrisikofaktoren, geleistete Zwischenzahlungen und eine nahende Fälligkeit das längerfristige Risikoprofil massgeblich beeinflussen können. Diese möglichen Entwicklungen sind nicht in der unten stehenden Tabelle berücksichtigt, welche nur die aktuellen Engagements darstellt.

Das in der Tabelle auf Seite 21 ausgewiesene Kreditengagement schliesst zudem die Beteiligung von UBS an der vom Schweizer Bankengesetz vorgeschriebenen Einlagenversicherung aus. Dieses verlangt von den Schweizer Banken und Effektenhändlern, dass sie im Falle einer Insolvenz eines anderen Schweizer Bankinstituts oder Effektenhändlers für privilegierte Kundenguthaben gemeinsam einen Garantiebetrag von bis zu 4 Milliarden Franken bereitstellen. Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) hat den Anteil von UBS an der Einlagenversicherung für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2008 auf 846 Millionen Franken festgelegt.

Bruttokreditengagement nach UBS-internem Rating

Mio. CHF

Ausleihungsgeschäft

Handelsprodukte

Total Bruttokreditengagement

Internes Rating von UBS

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

0–1

30 540

5 265

42 852

34 148

73 392

39 413

2–3

164 476

135 149

98 454

95 449

262 930

230 598

4–5

113 955

119 926

15 210

19 973

129 165

139 899

6–8

76 601

94 278

7 566

8 084

84 167

102 362

9–12

38 875

44 711

915

760

39 790

45 471

Total 0–12 (abzüglich überfälliger Forderungen)

424 447

399 329

164 997

158 414

589 444

557 743

Gefährdete Forderungen

2 433

2 682

975

188

3 408

2 870

Überfällig aber nicht gefährdet

2 268

3 370

2 268

3 370

Total

429 148

405 381

165 972

158 602

595 120

563 983

Das Bruttokreditengagement belief sich am 31. Dezember 2007 auf insgesamt 595,1 Milliarden Franken, was gegenüber Ende 2006 einen Anstieg von 31,1 Milliarden Franken darstellt. Nahezu die Hälfte dieses Anstiegs war auf höhere Forderungen gegenüber Zentralbanken zurückzuführen; die Liquiditätsreserven von UBS lagen zum Jahresende demnach höher. Die Zunahme des Engagements im Ausleihungsgeschäft ist vollumfänglich dem Ausbau des Geschäfts mit besicherten Krediten von Global Wealth Management & Business Banking zuzuschreiben.

Im Lichte ihrer Engagements im Bereich des US-Hypothekenmarktes und im Rahmen ihrer allgemeinen Bilanz- und regulatorischen Kapitalbewirtschaftung nutzte die Investment Bank aktiv ihre Möglichkeiten zur Reduktion des Kreditrisikos.

Die Qualität der in den UBS-Kreditportfolios erfassten nicht gefährdeten Kredite (brutto) verbesserte sich im Jahresverlauf: Der Anteil der Investment-Grade-Engagements (interne Ratings 0 bis 5) erhöhte sich von 73,5% im Jahr 2006 auf 79,0%.

Der unten stehenden Tabelle ist das Bruttokreditengagement (d. h. ohne Kreditabsicherungen, Sicherheiten oder andere risikomindernde Faktoren) nach Unternehmensgruppe zu entnehmen.

Bruttokreditengagement nach Unternehmensgruppen

Global Wealth Management & Business Banking

Investment Bank

Übrige 1

UBS 1

Mio. CHF

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

Flüssige Mittel

9 992

900

6 441

410

1

1

16 434

1 311

Forderungen gegenüber Banken

8 236

6 245

17 532

18 966

535

599

26 303

25 810

Kundenausleihungen

240 643

222 775

39 725

51 951

466

104

280 834

274 830

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value

0

0

4 166

2 348

0

0

4 166

2 348

Eventualforderungen

15 929

13 138

4 500

4 516

11

0

20 440

17 654

Nicht beanspruchte unwiderrufliche Kreditzusagen

2 081

2 064

78 890

81 364

0

0

80 971

83 428

Ausleihungsgeschäft

276 881

245 122

151 254

159 555

1 013

704

429 148

405 381

Derivate

2 735

1 273

136 149

109 437

94

22

138 978

110 732

Geborgte und ausgeliehene Wertschriften

63

307

22 940

37 544

0

0

23 003

37 851

Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte

162

234

3 829

9 785

0

0

3 991

10 019

Handelsprodukte

2 960

1 814

162 918

156 766

94

22

165 972

158 602

Total Bruttokreditengagement

279 841

246 936

314 172

316 321

1 107

726

595 120

563 983

Abzüglich Wertberichtigungen

278 873

245 705

313 162

316 075

1 107

726

593 142

562 506

1 Umfasst Global Asset Management, Corporate Center und Industriebeteiligungen.

Die Ausleihungen entsprechen mit 311 Milliarden Franken (Forderungen gegenüber Banken 26 Milliarden Franken, Kundenausleihungen 281 Milliarden Franken und finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value 4 Milliarden Franken) dem grössten Teil des Bruttokreditengagements. Sie entsprechen 52% des Bruttokreditengagements und 73% des gesamten Ausleihungsgeschäfts. Innerhalb des Ausleihungsgeschäfts sind 249 Milliarden Franken (80%) dem Bereich Global Wealth Management & Business Banking zuzuordnen. Das Engagement in Handelsprodukten fällt im Wesentlichen bei der Investment Bank an. In den folgenden Abschnitten sind weitere Details zu den Portfolios der Unternehmensgruppen, wie die Verteilungen nach Produkten, Industrien und Ratings dargestellt.

Das Portfolio der durch Wertschriften besicherten Ausleihungen an vermögende Privatkunden (Lombardkredite) weist keine wesentlichen Risikokonzentrationen auf. Dies gilt sowohl für die hinterlegten Sicherheiten als auch für die Gegenparteien selbst.

Das Portfolio von Liegenschaftenfinanzierungen ist diversifiziert, und Gegenparteilimiten stellen sicher, dass keine übermässige Risikokonzentration entsteht.

Das aus Kreditabsicherungsinstrumenten – gewöhnlich Kreditderivaten – resultierende Risiko gegenüber der Derivat-Gegenpartei (in der Regel ein erstklassiges Finanzinstitut) wird durch entsprechende Kreditlimiten für die Gegenpartei begrenzt. Andernfalls wird das Engagement finanziell abgesichert, beispielsweise über eine synthetische Verbriefung.

Zusammensetzung des Kreditrisikos (Unternehmensgruppen)

Global Wealth Management & Business Banking

Das Bruttokreditengagement aus dem Ausleihungsgeschäft von Global Wealth Management & Business Banking belief sich am 31. Dezember 2007 auf 277 Milliarden Franken. Damit stieg es gegenüber dem Vorjahr um 32 Milliarden Franken oder 13%. Sowohl der Umfang als auch der Anteil der Investment-Grade-Kredite am gesamten Portfolio erhöhte sich gegenüber 2006. Die Verteilung des Engagements nach UBS-internem Rating und Verlustquoten-Klasse ist aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich. Dieser zufolge entfällt ein Grossteil des Engagements auf Produkte der niedrigsten Verlustquoten-Klasse; ein Indikator, dass sich die Qualität dieses Portfolios kontinuierlich verbessert hat.

Die Bruttoausleihungen von Global Wealth Management & Business Banking (Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen) beliefen sich am 31. Dezem- ber 2007 auf 249 Milliarden Franken. Davon waren 142 Milliarden Franken (57%) durch Immobilien und 78 Milliarden Franken (31%) durch marktgängige Wertschriften besichert. Die oben stehende Grafik zeigt die breite Diversifizierung dieses Immobilienengagements: 38% der Bruttoausleihungen sind durch Einfamilienhäuser und Eigen- tumswohnungen besichert, die seit jeher ein niedriges Risikoprofil aufweisen. 11% der hypothekarisch gedeckten Ausleihungen entfallen auf Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen. Darlehen und andere Kredite an Privatkunden, die nicht durch Hypotheken besichert sind, beliefen sich auf 99 Milliarden Franken. Diese Ausleihungen wurden vorwiegend gegen Verpfändung von marktgängigen Wertschriften gewährt. Das Volumen der besicherten Kredite an Privatkunden stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 Milliarden Franken oder 24%. Die steigende Nachfrage nach solchen Krediten ist – wie bereits 2006 – auf das anhaltend tiefe Zinsumfeld zurückzuführen.

Die gute Qualität des Ausleihungsgeschäfts von Global Wealth Management & Business Banking ist aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich. Diese beinhaltet die Summen der neu als «gefährdet und notleidend» eingestuften Kredite und der damit verbundenen Wertberichtigungen im Verhältnis zum gesamten Bruttokreditengagement, jeweils zum Jahresende der letzten vier Jahre betrachtet. Trotz einer jährlichen Zunahme des Bruttokreditengagement, sind die Summen der neu als «gefährdet und notleidend» eingestuften Kredite und der Wertberichtigungen und Rückstellungen gesunken. Der Grossteil der neu als «gefährdet» eingestuften Engagements ist durch Hypotheken oder andere Sicherheiten gedeckt, so dass die Summe der neuen Wertberichtigungen verhältnismässig geringer ist als jene der neu als «gefährdet» eingestuften Engagements.

Die Ausleihungen in der Schweiz (ohne Hypotheken) im Bereich Business Banking entsprachen mit 22 Milliarden Franken 8% des gesamten Kreditengagements von Global Wealth Management & Business Banking aus dem Ausleihungsgeschäft. Sie verteilen sich breit über die verschiedenen Branchen, wobei das Engagement gegenüber Banken und Finanzinstituten, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung, am grössten ist.

Wealth Management & Business Banking: Entwicklung des gefährdeten Kreditportfolios

Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

2007

2006

2005

2004

Total Bruttoausleihungen am Ende des Geschäftsjahres

248 878

229 021

217 327

180 718

Neue gefährdete Kredite

323

345

532

537

Neue Wertberichtigungen und Rückstellungen

91

128

138

239

Neue gefährdete Kredite in % der Total Bruttoausleihungen

0,13

0,15

0,24

0,30

Neue Wertberichtigungen und Rückstellungen in % der Total Bruttoausleihungen

0,04

0,06

0,06

0,13

Global Wealth Management & Business Banking: Verteilung des Bruttoausleihungsgeschäfts nach UBS-internem Rating und Verlustquoten-Klasse

Kreditengagement (brutto)

Verlustquoten-Klasse

Gewichtete durchschnittliche Verlustquote bei Ausfall (%)

Per 31.12.07 Mio. CHF

0–25%

26–50%

51–75%

76–100%

0

1 498

104

1 393

1

33

1

9 741

4

9 696

41

40

2

52 237

48 881

3 110

246

20

3

47 473

40 476

5 083

570

1 344

21

4

25 163

21 643

2 986

534

18

5

58 957

53 665

3 650

1 639

3

17

6

29 307

25 222

3 851

222

12

19

7

19 210

16 599

1 977

613

21

20

8

17 192

11 723

4 502

962

5

24

9

9 019

6 883

840

237

1 059

27

10

2 192

1 805

266

119

2

23

11

1 689

1 468

194

27

22

12

1 349

1 305

29

15

20

Total nicht gefährdet

275 027

229 778

37 577

5 226

2 446

21

Investment-Grade

195 069

164 773

25 918

3 031

1 347

Sub-Investment-Grade

79 958

65 005

11 659

2 195

1 099

Gefährdet und notleidend1

1 854

Total Ausleihungsgeschäft

276 881

229 778

37 577

5 226

2 446

1  Beinhaltet Ausserbilanzposten in Höhe von 34 Mio. CHF.

Investment Bank

Der grösste Teil des Bruttokreditengagements der Investment Bank entfällt auf Gegenparteien mit Investment-Grade-Rating (interne Ratingklassen 0 bis 5). Dies gilt sowohl für traditionelle Bankprodukte (69%) als auch für Handelsprodukte (94%). Die Gegenparteien sind hauptsächlich Banken und Finanzinstitute, multinationale Unternehmen und souveräne Staaten.

Kreditengagements aus Bankprodukten

Am 31. Dezember 2007 belief sich das Bruttokreditengagement aus Bankprodukten der Investment Bank auf 151,3 Milliarden Franken oder 100,7 Milliarden Franken netto nach Abzug der Kreditabsicherungen. 31,3 Milliarden Franken des Nettobetrags entfielen auf temporäre Engagements, 69,4 Milliarden Franken auf «Take and Hold»-Positionen. Die unten stehende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Bruttokreditengagements der Investment Bank aus dem Ausleihungsgeschäft, die Absicherungen und andere risikomindernde Massnahmen sowie das Nettokreditengagement aus dem Ausleihungsgeschäft als Ganzes und jenes des «Take and Hold»-Portfolios. Im Vergleich zum 31. Dezember 2006 ging das Nettokreditengagement in «Take and Hold»-Positionen aufgrund der aktiven Risikoreduktion, der Bilanzbewirtschaftung und der Bewirtschaftung der risikogewichteten Aktiven um ein Drittel zurück.

Wie unter «Risikominderung» beschrieben, hat die Investment Bank umfassende Massnahmen zur Absicherung des Kreditrisikos eingeleitet. Am 31. Dezember 2007 waren Kreditengagements aus dem Ausleihungsgeschäft über einen Betrag von 50 Milliarden Franken mittels Kreditderivaten abgesichert.

Um die Auswirkungen der Kreditabsicherung und anderer risikomindernder Massnahmen zu veranschaulichen, werden die Kreditengagements nach Gegenparteirating-Klassen vor und nach Kreditabsicherung dargestellt (siehe Grafik auf Seite 25).

Zudem zeigt die neben stehende Tabelle die Verteilung des «Take and Hold»-Nettokreditengagements der Investment Bank aus dem Ausleihungsgeschäft nach Kreditabsicherung, aufgeteilt in UBS-interne Rating- sowie Verlustquoten-Klassen. In der Verlustquoten-Klasse 26–50%, auf welche die meisten besicherten vorrangigen und unbesicherten Forderungen entfallen, besteht eine Konzentration. Das Engagement im Sub-Investment-Grade-Bereich – das um insgesamt 16 Milliarden Franken (49%) reduziert wurde – verringerte sich primär in der Verlustquoten-Klasse 0–25%, da das Engagement gegenüber US-amerikanischen Hypothekarinstituten abgebaut wurde. Am Ende des Jahres hielt UBS keine Kreditrisiko-Positionen gegenüber im Subprime-Sektor tätigen Hypothekarinstituten. An anderer Stelle in diesem Abschnitt dargestellte Verteilungen der Kreditengagements beziehen sich ausschliesslich auf Brutto- oder Nettoengagements ohne Berücksichtigung erwarteter Wiedereinbringungsraten.

Die Nettokreditengagements aus dem Ausleihungsgeschäft (nach Kreditabsicherung) sind branchenmässig nach wie vor breit diversifiziert. Per 31. Dezember 2007 war UBS gegenüber regulierten Banken (22%) und Finanzinstituten (21%) am stärksten engagiert.

Investment Bank: Kreditengagement aus dem Ausleihungsgeschäft

Mio. CHF

31.12.07

31.12.06

Investment-
Grade
Sub-
Investment-
Grade
Gefährdet
und
notleidend
TotalInvestment-
Grade
Sub-
Investment-
Grade
Gefährdet
und
notleidend
Total
Kreditengagement, brutto103 84846 755651151 25498 80160 503251159 555
Transferierte Risiken12 901(2 864)(37)

2 576(2 551)(25)

Abzüglich: spezifische Wertberichtigungen
und Rückstellungen für Kreditrisiken
00(126)(126)00(101)(101)
Kreditengagement, netto106 74943 891488151 128101 37757 952125159 454
Abzüglich: erworbene Kreditabsicherung
(Credit Default Swaps, Credit-Linked Notes)2
(43 012)(7 391)(29)(50 432)(28 245)(4 410)(1)(32 656)
Kreditengagement nach Berücksichtigung
von Kreditabsicherungen, netto
63 73736 500459100 69673 13253 542124126 798
Abzüglich: temporäre Kreditengagements(11 091)(20 160)(30)(31 281)(6 833)(21 354)

(28 187)
«Take and Hold»-Kreditengagement,
netto
52 64616 34042969 41566 29932 18812498 611

1  Transferierte Risiken umfassen garantieähnliche Risikobeteiligungen. Sie werden hier als Reduktion der Forderung beim Kreditnehmer und entsprechende Forderungserhöhung bei der risikotragenden Bank ausgewiesen. 2 Nominalbetrag der erworbenen Risikoabsicherung auf dem Nettokreditengagement schliesst Credit Default Swaps (CDSs) sowie die durch Ausgabe von Credit-Linked Notes (CLNs) erworbene Risikoabsicherung mit ein.

Investment Bank: Verteilung des «Take and Hold»-Nettokreditengagements aus dem Ausleihungsgeschäft nach UBS-internem Rating und Verlustquoten-Klasse

Per 31.12. 07 Mio. CHF

Kreditengagement1

Verlustquoten-Klasse

Gewichtete durchschnittliche Verlustquote bei Ausfall (%)

0–25%

26–50%

51–75%

76–100%

0 und 1

9 388

27

8 632

617

112

50

2

19 309

2 396

15 382

534

997

44

3

11 894

384

9 606

919

985

48

4

8 059

588

6 083

968

420

45

5

3 996

1 004

1 686

1 140

166

44

6

1 995

262

1 223

425

85

45

7

2 184

142

1 630

379

33

46

8

2 383

214

1 128

771

270

51

9

3 659

887

2 254

514

4

36

10

2 865

1 173

1 138

457

97

35

11

2 579

1 256

871

380

72

31

12

675

509

117

29

20

20

Total nicht gefährdet

68 986

8 842

49 750

7 133

3 261

43

Investment Grade

52 646

4 399

41 389

4 178

2 680

44

Sub-Investment Grade

16 340

4 443

8 361

2 955

581

39

Gefährdet und notleidend

429

360

54

15

0

12

Total «Take and Hold»- Kreditengagement, netto

69 415

9 202

49 804

7 148

3 261

43

1  «Take and Hold»-Kreditengagement, netto.

Erfüllungsrisiko («Settlement Risk»)

Ein Erfüllungsrisiko entsteht bei Transaktionen mit gegenseitigen Zahlungs- oder Lieferverpflichtungen, wenn UBS ihren Lieferverpflichtungen nachkommen muss, ohne sicherstellen zu können, dass die Gegenleistung erbracht wurde. Die Marktvolumina haben im Jahresvergleich erneut zugenommen. UBS hat indes durch den Einsatz von multilateralen und bilateralen Vereinbarungen die Transaktionsvolumina erhöht, ohne dass das Erfüllungsrisiko im gleichen Verhältnis gestiegen ist. Im vierten Quartal 2007 wurden Erfüllungsrisiken in Höhe von 78% des Bruttovolumens durch derartige Vereinbarungen eliminiert.

Der grösste Teil des Erfüllungsrisikos entsteht durch Devisentransaktionen. Die Mitgliedschaft von UBS bei «Continuous Linked Settlement» (CLS), einer Clearingstelle, die eine Abwicklung von Devisengeschäften nach dem Prinzip «Lieferung gegen Zahlung» ermöglicht, hat dazu beigetragen, das Erfüllungsrisiko der Bank im Zusammenhang mit Devisentransaktionen im Verhältnis zu ihrem Geschäftsvolumen markant zu verringern. 2007 hat das Volumen der über CLS abgewickelten Transaktionen weiter zugenommen, wenngleich der prozentuale Anteil am gesamten Bruttovolumen von 55% im Vorjahresquartal auf 51% im vierten Quartal 2007 gefallen ist. 71% des CLS-Volumens von UBS entfielen auf Transaktionen mit anderen CLS-Mitgliedern, der verbleibende Teil auf sogenannte Drittmitglieder, die ihre entsprechenden Transaktionen über CLS-Mitglieder abwickeln. Während die Zahl der CLS-Mitglieder 2007 relativ stabil blieb, ist jene der Drittmitglieder, mit denen UBS Geschäfte tätigt, erneut stark gestiegen.

Die Risikominderung mit anderen Mitteln, insbesondere mit «Konto-Konto-Abwicklung» und Zahlungs-Netting, stieg im vierten Quartal 2007 auf 27% des Bruttovolumen gegenüber 23% im Jahr zuvor.

Nicht eliminieren lässt sich mit CLS und anderen Mitteln allerdings das Kreditrisiko von Devisentransaktionen, das durch Wechselkursschwankungen vor der Erfüllung entsteht. Dieses sogenannte «Pre-Settlement»-Risiko von Devisentransaktionen wird aber als Teil des gesamten Kreditrisikos aus OTC-Derivaten gemessen und überwacht.

Länderrisiko

UBS ordnet allen Ländern, in denen sie Engagements eingeht, Ratings zu. Die Länderratings drücken die Wahrscheinlichkeit einer Krisensituation in einem Land aus, welche die Forderungen von UBS gefährden könnte. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten und die Zuordnung der internen Ratings zu den Bewertungen der wichtigsten Rating-Agenturen sind mit jenen der Gegenparteirating-Klassen identisch (wie unter «Kreditausfallwahrscheinlichkeit» beschrieben). Im Fall des Länderratings umfassen die drei schlechtesten Rating-Klassen (12–14) gefährdete und notleidende Engagements.

Bei allen Ländern der Ratingklasse drei und darunter wird das Engagement von UBS durch Länderrisikoplafonds begrenzt, die vom Präsidium des Verwaltungsrates oder einer durch Delegation bestimmten Stelle festgelegt werden. Die Länderrisikoplafonds gelten für sämtliche Engagements gegenüber einem Kunden, einer Gegenpartei oder einem Wertschriftenemittenten in dem jeweiligen Land und für alle Finanzanlagen in diesem Land. Die Messgrössen für das Länderrisiko der Bank berücksichtigen sowohl grenzüberschreitende Transaktionen und Anlagen als auch lokale Geschäfte der Niederlassungen und Tochtergesellschaften von UBS in Ländern mit einem materiellen Länderrisiko. Bei der Festlegung eines Länderrisikoplafonds wird auch dem Goodwill Rechnung getragen, der UBS aus Akquisitionen erwächst. Kredite, Transaktionen mit Handelsprodukten und Wertpapierpositionen, die ein Länderrisiko beinhalten, können nur bewilligt werden, wenn sie innerhalb des Länderrisikoplafonds Platz finden, selbst wenn das Engagement gegenüber dem Kunden aus Gegenparteirisiko-Sicht akzeptabel wäre. Unter den Ländern, für die ein Risikoplafond festgelegt wurde, gelten jene Länder, die noch kein reifes Stadium an wirtschaftlicher, finanzieller, institutioneller, politischer und sozialer Entwicklung erreicht haben oder ein deutliches Potenzial für wirtschaftliche oder politische Instabilität aufweisen, als Schwellenländer («Emerging Markets»). Die in diesem Abschnitt dargestellten Daten über Länderrisiken beziehen sich ausschliesslich auf Schwellenländer.

Der Ausfall vertraglich geschuldeter Forderungen aufgrund einer Häufung von Insolvenzen («Systemrisiko») oder als Folge genereller Einschränkungen des Kapitalverkehrs durch Behörden («Transferrisiko») ist die häufigste Konsequenz einer Länderkrise. In ihren internen Verfahren zur Messung und Überwachung des Länderrisikos berücksichtigt UBS jedoch zusätzlich die möglichen finanziellen Auswirkungen von Markteinbrüchen vor, während und nach einer Krisensituation. Dies beinhaltet starke Kurseinbrüche an den inländischen Kapitalmärkten, Marktwertverluste aller in einem Land befindlichen Vermögenswerte, eine längerfristige Abwertung der Währung und potenzielle Einfrierung von Fremdwährungsbeständen.

Die möglichen finanziellen Auswirkungen schwerwiegender Marktkrisen in den Schwellenmärkten werden mit Hilfe von Stresstests ermittelt. Dies beinhaltet einerseits die Identifizierung der Länder, die einer Krisensituation ausgesetzt sein könnten, und andererseits die Ermittlung des potenziellen Verlusts, basierend auf internen Schätzungen der Wiedereinbringungsraten in Abhängigkeit von der Art der Transaktion und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für das betreffende Land.

Die Liquiditätssituation von UBS könnte durch Beschränkungen oder weitgehende Unterbindungen grenzüberschreitender Kapitalflüsse beeinträchtigt werden. Derartige Massnahmen würden verhindern, dass ein Liquiditätsüberschuss in einem Land verwendet werden kann, um einen Mangel in einem anderen Land auszugleichen. Ein derartiges Risiko folgt im Allgemeinen nicht aus bestehenden oder vorhersehbaren rechtlichen Restriktionen in bestimmten Ländern, sondern ist die Folge unerwarteter wirtschaftlicher Stresssituationen oder staatlicher Ausfälle, die eine Regierung dazu veranlassen könnten, den Kapitalverkehr über die Landesgrenzen hinaus zu begrenzen oder zu verbieten. UBS berücksichtigt den potenziellen Einfluss möglicher Transferrisiko-Ereignisse auf ihre Liquiditätssituation für alle Länder mit einer gemäss dem internen UBS-Länder-Rating ermittelten Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit von 5% oder mehr.

Länderengagements

Die Länderengagements von UBS in den Emerging Markets beliefen sich am 31. Dezember 2007 auf 41,3 Milliarden Franken gegenüber 30,6 Milliarden Franken am 31. Dezember 2006. Davon entfielen 30,9 Milliarden Franken oder 75% auf Länder mit Investment-Grade-Rating. Die Zunahme von 10,6 Milliarden Franken für das gesamte Engagement in den Emerging Markets beruht zu einem grossen Teil auf den UBS-Aktivitäten in Asien.

Die unten stehende Grafik zeigt die Länderengagements von UBS in den Emerging Markets (ohne temporäre Engagements) am 31. Dezember 2007 nach den wichtigsten Länderratingklassen. Die Tabelle auf der gegenüberliegenden Seite veranschaulicht die Länderengagements in den Emerging Markets nach den wichtigsten geografischen Regionen und Produktkategorien am 31. Dezember 2007 im Vergleich zum 31. Dezember 2006. Die temporären Engagements aus dem Kreditgeschäft in diesen Ländern werden in der Tabelle separat dargestellt.

Engagement in den Emerging Markets nach Region und Produktkategorie

Mio. CHF

Total

Ausleihungsgeschäft

Handelsprodukte

Finanzanlagen

Handelbare Vermögenswerte

Per

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

Emerging Markets Europa

5 439

4 663

1 590

1 476

1 071

1 110

151

104

2 627

1 973

Emerging Markets Asien

22 039

15 904

5 653

4 266

6 210

3 401

2 123

1 325

8 053

6 912

Emerging Markets Amerika

8 778

7 282

1 486

1 024

2 288

2 267

150

132

4 854

3 859

Nahost / Afrika

5 007

2 768

2 414

1 145

1 603

892

0

19

990

712

Total

41 263

30 617

11 143

7 911

11 172

7 670

2 424

1 580

16 524

13 456

Temporäre Kreditengagements 1

3 049

2 160

1  Temporäre Kreditengagements entstehen aus Underwritings, die nur kurzfristig eingegangen und umgehend syndiziert, verkauft oder abgesichert werden. Sie sind weder im Zwischentotal pro Region noch im Gesamttotal enthalten.

Am 31. Dezember 2007 hielt UBS Nettoengagements im Gesamtwert von 911 Millionen Franken in 29 Ländern mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 5% oder mehr. Davon entfielen 556 Millionen Franken auf Länder mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 8% oder mehr. Nur 81 Millionen Franken betrafen Länder in der gefährdeten oder notleidenden Kategorie, die eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 13% und mehr aufweisen und in denen Devisentransfer-Beschränkungen sehr wahrscheinlich oder bereits erfolgt sind. Dieser Betrag stellt weniger als 0,2% des UBS Gesamtengagements in Schwellenländern dar; das entsprechende Risiko ist nicht materiell.

Wertminderung und Zahlungsausfall – gefährdete und notleidende Forderungen

UBS gliedert die gefährdeten und notleidenden Forderungen in verschiedene Klassen.

Eine zu amortisierten Kosten erfasste Ausleihung wird als «überfällig» erachtet, wenn eine wesentliche Zahlung ausgeblieben ist. Sie wird als «notleidend» («non-performing») klassifiziert, wenn Zinsen, Kapitalrückzahlungen oder Kommissionen mehr als 90 Tage ausstehen und es an eindeutigen Hinweisen darauf fehlt, dass sie durch spätere Zahlungen oder die Verwertung von Sicherheiten eingebracht werden können, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder wenn Zahlungsverpflichtungen eines Schuldners zu Vorzugskonditionen restrukturiert wurden.

Unabhängig von ihrer rechnungslegungstechnischen Behandlung wird jede Forderung als gefährdet eingestuft, falls UBS für diese Forderung mit einem Verlust rechnet, weil der Schuldner seinen vertraglichen Verpflichtungen voraussichtlich nicht nachkommen kann und verfügbare Sicherheiten bereits verwertet wurden. Unter Verpflichtungen werden in diesem Zusammenhang Zins- und Kapitalrückzahlungen sowie andere fällige Zahlungen verstanden, beispielsweise im Zusammenhang mit einem OTC-Derivat oder einer Bürgschaft.

Wie eine Wertminderung in der Konzernrechnung berücksichtigt wird, hängt von der rechnungslegungstechnischen Behandlung der Forderung ab. Für Produkte, deren Verbuchung zu amortisierten Kosten erfolgt, wird für die Wertminderung eine Rückstellung gebildet oder eine Wertberichtigung vorgenommen, die in der Erfolgsrechnung als «Wertberichtigung für Kreditrisiken» ausgewiesen wird. Für Produkte, die zum Fair Value verbucht werden, wird die Wertminderung als Kreditbewertungsanpassung abgebildet, die in der Erfolgsrechnung dem «Erfolg Handelsgeschäft» belastet wird.

UBS verfügt über Richtlinien und Prozesse, die sicherstellen, dass gefährdete Forderungen gemäss IFRS in konsistenter und korrekter Weise bewertet werden. Dies ist insbesondere für jene gefährdeten Forderungen wichtig, für die keine Markt- oder Erfahrungswerte im Hinblick auf den möglichen Liquidationserlös verfügbar sind. Für Kreditprodukte, die zu amortisierten Kosten erfasst werden, und für solche, die zum Fair Value ausgewiesen werden, kommen im Falle eines Impairment bei der Bewertung und Sanierung dieselben Prozesse und Kontrollen zur Anwendung. Jeder Fall wird einzeln beurteilt und die Sanierungsstrategie sowie die Schätzung der zukünftig erzielbaren Zahlungseingänge werden von der unabhängigen Kreditrisikokontroll-Einheit bewilligt.

Portfolios von Forderungen, die ähnliche Kreditrisikomerkmale aufweisen und zu amortisierten Kosten verbucht werden, beurteilt UBS zudem auf die Notwendigkeit einer kollektiven Wertberichtigung. Für ein Portfolio werden kollektive Wertberichtigungen gebildet, wenn objektive Hinweise darauf bestehen, dass es gefährdete Forderungen enthält, sich diese aber im Einzelnen noch nicht ermitteln lassen.

Die Ermittlung einer kollektiven Wertberichtigung erfolgt je nach Art der zugrunde liegenden Verpflichtungen auf unterschiedliche Weise. Im Privatkundengeschäft, in dem verzögerte Zahlungen häufig vorkommen, prüft UBS einzelne Positionen im Hinblick auf eine Wertminderung in der Regel erst dann, wenn die Zahlung eine bestimmte Zeit in Verzug war. Um der Zeitverzögerung zwischen dem Ereignis, das zu einer Wertminderung führt und seiner Identifikation Rechnung zu tragen, werden kollektive Wertberichtigungen auf der Grundlage des erwarteten Verlustes vorgenommen, gemessen über die durchschnittliche Zeitdauer zwischen dem Ereignis und der Identifikation der einzelnen Wertminderung. Derartige kollektive Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf Portfoliobasis sind für das Firmenkunden- und Investment-Bank-Geschäft nicht erforderlich, da die Gegenparteien und Kreditengagements laufend überwacht und Ereignisse, die zu einer Wertminderung führen, frühzeitig erkannt werden.

Darüber hinaus prüft UBS für alle Portfolios vierteljährlich – bei Bedarf auch auf ad-hoc-Basis –, ob etwaige unvorhergesehene Ereignisse stattgefunden haben, die möglicherweise Wertminderungen zur Folge haben, die einzeln nicht sofort erkannt werden können. Solche Ereignisse können Stresssituationen wie eine Naturkatastrophe oder eine Länderkrise oder aber die Folge von strukturellen Veränderungen, beispielsweise des rechtlichen oder regulatorischen Umfeldes, sein. Um festzustellen, ob eine ereignisbedingte Wertminderung auf Portfoliobasis besteht, prüft UBS regelmässig eine Anzahl globaler Wirtschaftsfaktoren für die am stärksten gefährdeten Länder. In Einzelfällen prüft sie den Einfluss spezifischer Ereignisse seit der letzten Beurteilung, die zu Wertminderungen führen können. Auch in diesem Fall sind die Parameter für den erwarteten Verlust der betreffenden Teilportfolios der Ausgangspunkt für die Bestimmung der kollektiven Wertberichtigung. Diese wird bei Bedarf angepasst, um der Schwere des betreffenden Ereignisses Rechnung zu tragen.

Überfällige, aber nicht gefährdete Ausleihungen

Die Tabelle auf der nächsten Seite vermittelt einen nach Alter gegliederten Überblick über die überfälligen, jedoch nicht gefährdeten Ausleihungen. Diese werden trotz ausgebliebener Zahlung nicht als gefährdet eingestuft, weil die Bank damit rechnet, den gesamten vertraglich geschuldeten Betrag oder den Gegenwert einzubringen.

Gegenüber dem 31. Dezember 2006 wurde der Bestand an überfälligen Ausleihungen um 1,1 Milliarden Franken reduziert. Dies ist in erster Linie den verbesserten Prozessen zur Identifikation und Abwicklung überfälliger Kredite zuzuschreiben.

Gefährdete Kredite, Wertberichtigungen und Rückstellungen

Wie aus der Tabelle auf Seite 30 ersichtlich, gingen die Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken per 31. Dezember 2007 um 12,6% auf 1164 Millionen Franken zurück. Am 31. Dezember 2006 hatten sie 1332 Millionen Franken betragen. Weitere Angaben zur Entwicklung der Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken im Berichtsjahr sind in Anmerkung 9b im Anhang zur Konzernrechnung 2007 zu finden. Portfolios von Forderungen, die ähnliche Kreditrisikomerkmale aufweisen, werden gemäss Internationalem Rechnungslegungsstandard (IAS) 39 auf die Notwendigkeit einer Wertberichtigung auf Portfoliobasis untersucht. Am 31. Dezember 2007 beliefen sich die Wertberichtigungen und Rückstellungen für kollektive Wertminderungen auf 34 Millionen Franken.

Das Bruttovolumen der gefährdeten Kredite nahm von 2628 Millionen Franken am 31. Dezember 2006 auf 2392 Millionen Franken am 31. Dezember 2007 ab.

Der Anteil der gefährdeten Kredite an den gesamten Ausleihungen (beides Bruttowerte) verbesserte sich von 0,8% am 31. Dezember 2006 auf 0,6% am 31. Dezember 2007.

In der Schweiz werden Kredite in der Regel erst nach Abschluss eines Konkursverfahrens, nach dem Verkauf der zugrunde liegenden Vermögenswerte oder nach einem formellen Forderungsverzicht abgeschrieben. Im Gegensatz dazu werden in den USA notleidende Kredite generell viel früher ganz oder teilweise abgeschrieben, wodurch der Bestand an solchen Krediten und entsprechenden Wertberichtigungen geringer ist. Eine Folge der Schweizer Abschreibungspraxis für UBS ist, dass Wiedereingänge von Beträgen, die in früheren Rechnungslegungsperioden abgeschrieben wurden, im Allgemeinen niedrig ausfallen und dass die ausstehenden gefährdeten Kredite tendenziell einen höheren Anteil der Bruttoausleihungen ausmachen als bei den US-Konkurrenzinstituten.

2006 bzw. 2007 wurden Kredite oder ausstehende Forderungen im Buchwert von 126 Millionen Franken bzw. 48 Millionen Franken aus dem Portfolio der gefährdeten Forderungen in das Portfolio der ordnungsgemäss bedienten Forderungen übertragen. Dafür gab es zwei Gründe: Entweder wurden die Forderungsbedingungen neu ausgehandelt und entsprechen nun jenen, die für Kreditnehmer dieser Bonitätskategorie und diese Kreditart marktüblich sind, oder die finanzielle Lage des Kreditnehmers verbesserte sich so weit, dass er überfällige Beträge zurückzahlen kann und Kapitalbetrag und Zinsen als unter den ursprünglich vereinbarten vertraglichen Bedingungen vollständig einbringbar gelten.

Für gefährdete Kredite erhaltene Sicherheiten bestehen in den meisten Fällen aus Immobilien. UBS verfolgt die Politik, Liegenschaften aus Zwangsverwertungen so rasch wie möglich zu veräussern. Der Buchwert der in der Bilanz unter Übrige Aktiven verbuchten Liegenschaften aus Zwangsverwertungen belief sich per Ende 2006 bzw. 2007 auf 248 Millionen Franken bzw. 122 Millionen Franken.

UBS ist bestrebt, Sicherheiten in Form von finanziellen Vermögenswerten so rasch wie möglich zu Preisen zu liquidieren, die als fair erachtet werden. Dies bedingt unter Umständen, dass sie die Vermögenswerte, wenn die jeweilige Rechtslage dies zulässt, aufkauft und während der Dauer der ordentlichen Liquidation in ihren eigenen Büchern hält.

Überfällige, aber nicht gefährdete Ausleihungen

Mio. CHF

31.12.07

31.12.06

1–10 Tage

515

942

11–30 Tage

1 381

410

31–60 Tage

74

544

61–90 Tage

36

463

> 90 Tage

262

1 011

Total

2 268

3 370

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

Mio. CHF

Global Wealth Management & Business Banking

Investment Bank 1

Übrige 2

UBS 1

Per

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

Forderungen gegenüber Banken

8 237

6 245

52 164

43 612

507

506

60 908

50 363

Kundenausleihungen

240 641

222 776

95 760

76 188

466

104

336 867

299 068

Total Ausleihungen, brutto

248 878

229 021

147 924

119 800

973

610

397 775 3

349 431 3

Wertberichtigungen für Kreditrisiken

(908)

(1 159)

(123)

(97)

0

0

(1 031)

(1 256)

Total Ausleihungen, netto

247 970

227 862

147 801

119 703

973

610

396 744 3

348 175 3

Gefährdete Kredite, brutto

1 820

2 507

572

121

0

0

2 392

2 628

Geschätzter Erlös aus Verwertung der Sicherheiten für gefährdete Kredite

(740)

(1 034)

(364)

(25)

0

0

(1 104)

(1 059)

Gefährdete Kredite nach Sicherheiten

1 080

1 473

208

96

0

0

1 288

1 569

Zugewiesene Wertberichtigungen für gefährdete Kredite

874

1 121

123

97

0

0

997

1 218

Andere Wertberichtigungen und Rückstellungen

94

110

73

4

0

0

167

114

Total Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

968

1 231

196

101

0

0

1 164

1 332

davon: kollektive Portfoliowertberichtigungen und Rückstellungen

34

38

0

0

0

0

34

38

Kennzahlen

Wertberichtigungen und Rückstellungen in % der Total Ausleihungen, brutto

0,4

0,5

0,1

0,1

0,0

0,0

0,3

0,4

Gefährdete Kredite in % der Total Ausleihungen, brutto

0,7

1,1

0,4

0,1

0,0

0,0

0,6

0,8

Zugewiesene Wertberichtigungen in % gefährdeter Kredite, brutto

48,0

44,7

21,5

80,2

N/A

N/A

41,7

46,3

Zugewiesene Wertberichtigungen in % gefährdeter Kredite nach Sicherheiten

80,9

76,1

59,1

101,0

N/A

N/A

77,4

77,6

1  Diese Zahlen widerspiegeln die Werte nach IFRS und für 31.12.06 die Prime-Brokerage-Reklassifizierung, wie in Anmerkung 1 im Anhang zur Konzernrechnung erklärt. 2  Umfasst Global Asset Management und Corporate Center. 3  Ohne 27 Mio. CHF und 93 Mio. CHF Bruttoausleihungen von Industriebeteiligungen für die Geschäftsjahre endend am 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006.

Gefährdete Vermögenswerte nach Finanzinstrument

Mio. CHF

Gefährdetes Engagement

Geschätzter Verwertungserlös der Sicherheiten

Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen und Kreditbewertungsanpassungen

Gefährdetes Engagement, netto

Gefährdete Kredite

2 392

(1 104)

(997)

291

Gefährdete Eventualforderungen

41

0

(33)

8

Notleidende Derivatkontrakte

905

0

(814)

91

Notleidende Wertschriftenfinanzierungsgeschäfte

70

0

(70)

0

Total 31.12.07

3 408

(1 104)

(1 914)

390

Total 31.12.06

2 870

(1 059)

(1 399)

412

Gefährdete Vermögenswerte und seit Eintritt der Gefährdung verstrichene Zeit 1

Seit Eintritt der Gefährdung verstrichene Zeit

Mio. CHF

0–90 Tage

91–180 Tage

181 Tage–1 Jahr

1 Jahr–3 Jahre

> 3 Jahre

Total

Schweiz

135

41

89

326

1 306

1 897

Übriges Europa

33

11

2

22

80

148

Nordamerika / Karibik

1 221

4

17

1

35

1 278

Lateinamerika

12

22

0

14

3

51

Asien / Pazifik

0

5

0

1

12

18

Nahost / Afrika

0

0

0

0

16

16

Total per 31.12.07

1 401

83

108

364

1 452

3 408

Zugewiesene Wertberichtigungen, Rückstellungen und Kreditbewertungsanpassungen

(813)

(26)

(40)

(154)

(881)

(1 914)

Buchwert

588

57

68

210

571

1 494

Geschätzter Erlös aus Verwertung der Sicherheiten

(436)

(26)

(55)

(146)

(441)

(1 104)

Gefährdete Vermögenswerte (netto)

152

31

13

64

130

390

1  Gefährdete Vermögenswerte beinhalten notleidende Ausleihungen, Derivatkontrakte, Transaktionen zur Wertschriftenfinanzierung, Eventualforderungen sowie Ausserbilanzverpflichtungen.

Die Tabelle auf Seite 32 zeigt das Portfolio gefährdeter Vermögenswerte per 31. Dezember 2007, nach geografischer Region und Alter gegliedert. Dieses Portfolio umfasst neben gefährdeten Krediten auch gefährdete ausserbilanzielle Forderungen, notleidende Derivatkontrakte und Wertpapierpensionsgeschäfte, die den gleichen Sanierungs- und Wiedereinbringungsverfahren unterliegen.

Die unter Nordamerika / Karibik in der Kategorie 0–90 Tage aufgeführten 1221 Millionen Franken gefährdeter Forderungen sind auf die jüngsten Verwerfungen am US-amerikanischen Hypothekenmarkt zurückzuführen. Der Betrag lässt sich im Wesentlichen durch zwei Engagements erklären: Einerseits eine Forderung gegenüber einem Monoline-Versicherer, von dem UBS eine Kreditabsicherung in Form von Credit Default Swaps erworben hat. Diese beziehen sich vorwiegend auf Schuldverschreibungen (Collateralized Debt Obligations), die durch forderungsbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities) des US-Hypothekenmarktes gedeckt sind. Im vierten Quartal 2007 wurde auf dieses Engagement eine Kreditbewertungsanpassung von 90% gebildet. Das zweite Engagement ist ein Kredit an eine im «Alt-A»-Segment tätige Hypothekenbank, bei welchem der geschätzte Liquidationserlös der Sicherheiten nur geringfügig unterhalb des ausstehenden Kreditengagements liegt.

1,5 Milliarden Franken, oder 42% des Gesamtportfolios von 3,4 Milliarden Franken, entfallen auf Forderungen, die seit mehr als drei Jahren ausstehend sind.

Nach Abzug von spezifischen Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen von 1,9 Milliarden Franken und der geschätzten Erlöse aus der Verwertung von Sicherheiten (vorwiegend Schweizer Immobilien) im Umfang von 1,1 Milliarden Franken beliefen sich die gefährdeten Vermögenswerte per Ende 2006 auf netto 0,4 Milliarden Franken.

Wertberichtigungen für Kreditrisiken

UBS erstellt ihre Konzernrechnung nach IFRS. Gemäss diesen Rechnungslegungsnormen entsprechen die in der Erfolgsrechnung in jeder Periode ausgewiesenen Wertberichtigungen für Kreditrisiken den Nettowertberichtigungen und direkten Abschreibungen abzüglich der in der Berichtsperiode erfolgten Wiedereingänge, das heisst den effektiv entstandenen Kreditverlusten. In der internen Managementberichterstattung weist UBS hingegen die Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf der Basis des erwarteten Verlusts aus, der im Abschnitt «Messung des Kreditrisikos» erläutert wird. Um den Unternehmensgruppen die Verantwortung für die effektiv eingetretenen Verluste zu übertragen, wird ihnen zusätzlich zum erwarteten Verlust die Differenz zwischen den effektiven Kreditverlusten und dem erwarteten Kreditverlust, jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren amortisiert, belastet oder gutgeschrieben. Die Differenz zwischen dem Betrag, der in der Managementrechnung den Unternehmensgruppen belastet wurde («Abgegrenzte erwartete Kreditrisikokosten»), und den in der Konzernrechnung erfassten Wertberichtigungen für Kreditrisiken wird dem Corporate Center zugewiesen.

Ab dem ersten Quartal 2008 wird UBS im Rahmen der Einführung der neuen Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) in ihrer Managementrechnung vom Konzept der abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten abrücken und die abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten nicht mehr in ihren Quartalsberichten ausweisen. Als Messgrösse wird dem erwarteten Verlust bei der allgemeinen Kreditrisikokontrolle allerdings nach wie vor eine zentrale Bedeutung zukommen.

Im Folgenden werden nur die nach IFRS verbuchten Wertberichtigungen für Kreditrisiken erörtert.

2007 nahm UBS Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 238 Millionen Franken vor, verglichen mit aufgelösten Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 156 Millionen Franken im Jahr 2006.

Die Investment Bank verbuchte 2007 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 266 Millionen Franken, verglichen mit aufgelösten Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 47 Millionen Franken im Jahr 2006. Dies ist hauptsächlich durch Bewertungsanpassungen von 131 Millionen Franken im vierten Quartal 2007 bedingt, mit denen der Spreadausweitung (und nicht Wertberichtigungen für Kreditrisiken) von US-Geschäftshypotheken Rechnung getragen wurde, die zu amortisierten Kosten verbucht sowie verbrieft oder unter ihrem Buchwert verkauft worden waren.

Global Wealth Management & Business Banking löste 2007 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 28 Millionen Franken auf, verglichen mit 109 Millionen Franken im Jahr 2006. Dass netto weniger Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst wurden, ist auf den kontinuierlichen Abbau der gefährdeten Kredite und entsprechenden Wertberichtigungen zurückzuführen. Die sanierungsbedingten Wiedereingänge vermögen mittlerweile den laufenden Bedarf an neuen Wertberichtigungen nicht mehr zu decken. Die Verwerfungen an den US-Immobilienmärkten hatten keinen Einfluss auf die Zahlen von Global Wealth Management & Business Banking.

Ratingsystem und Schätzung der Kreditrisikoparameter

Kreditausfallwahrscheinlichkeit

UBS beurteilt die Ausfallwahrscheinlichkeit einzelner Gegenparteien mit Hilfe von Ratingverfahren, die auf die verschiedenen Gegenparteisegmente zugeschnitten sind. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten sind in einer gemeinsamen Ratingskala, der «Masterscale» (siehe unten), zusammengefasst. Diese teilt die Kunden in 15 Ratingklassen ein, wobei sich zwei dieser Klassen auf gefährdete oder notleidende Forderungen beziehen. Die Masterscale von UBS zeigt nicht nur eine ordinale Rangfolge der Gegenparteien. Vielmehr korrespondiert mit jeder Ratingklasse ein Spektrum von zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Um eine einheitliche Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten zu gewährleisten, müssen alle Ratingverfahren auf die gemeinsame Masterscale abgestimmt werden. Folglich werden die Kunden einer anderen Ratingklasse zugewiesen, sobald die Einschätzung ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit ändert. Die Leistungsfähigkeit der Ratingverfahren und ihre statistische Prognosefähigkeit hinsichtlich künftiger Zahlungsausfälle werden regelmässig überprüft. Nötigenfalls werden Modellparameter angepasst.

UBS nutzt externe Ratings, soweit verfügbar, zur Überprüfung ihrer internen Ausfallrisikobeurteilungen. Die in der Tabelle aufgeführten Ratingkategorien der wichtigsten Ratingagenturen werden den internen Ratingklassen von UBS zugeordnet. Als Massstab dienen dabei die in den einzelnen Ratingkategorien der Agenturen über einen langfristigen Zeitraum beobachteten durchschnittlichen 1-Jahres-Ausfallraten. Die Anzahl der beobachteten Ausfälle für jede Ratingklasse schwankt von einem Jahr zum nächsten und insbesondere im Verlauf eines Konjunkturzyklus. UBS geht daher nicht davon aus, dass die tatsächliche Anzahl von Ausfällen in einem bestimmten Ratingband zu jedem gegebenen Zeitraum dem von den Ratingagenturen ermittelten Durchschnitt entspricht. UBS verfolgt die über einen langfristigen Zeitraum beobachteten durchschnittlichen Ausfallraten von externen Ratingklassen. Wird festgestellt, dass sich diese langfristigen Durchschnitte wesentlich und dauerhaft verändert haben, wird ihre Zuordnung an die Masterscale angepasst.

Überleitung der internen Rating-Skala von UBS zu den externen Ratings

Rating von UBS

Beschreibung

Rating von Moody's Investor Services

Rating von Standard & Poor's

0 und 1

Investment Grade

Aaa

AAA

2

Aa1 bis Aa3

AA+ bis AA–

3

A1 bis A3

A+ bis A–

4

Baa1 bis Baa2

BBB+ bis BBB

5

Baa3

BBB–

6

Sub-Investment Grade

Ba1

BB+

7

Ba2

BB

8

Ba3

BB–

9

B1

B+

10

B2

B

11

B3

B–

12

Caa bis C

CCC bis C

13

Gefährdet und notleidend

D

D

14

D

D

Die Ratingverfahren der Investment Bank unterscheiden sich je nach Segment. Gegenwärtig umfassen die breit gefassten Segmente Banken, Länder, Unternehmen, Fonds, Hedge Funds, Gewerbeimmobilien und einige spezialisiertere Geschäftszweige. Diese Verfahren verfolgen einen gemeinsamen Ansatz: Die Auswahl und Kombination relevanter Kriterien (Finanzkennzahlen und qualitative Faktoren) beruht auf einer strukturierten Analyse durch Kreditexperten, welche die einzelnen Segmente bestens kennen, unterstützt durch statistische Modelle, falls entsprechende Daten vorhanden sind.

Das Schweizer Portfolio beinhaltet Engagements gegenüber grossen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU); entsprechend variieren die angewandten Ratingverfahren. Bei Segmenten, für die genügend Ausfalldaten verfügbar sind, basiert die Entwicklung von Ratingverfahren hauptsächlich auf statistischen Modellen. Diese «Score Cards» bestehen gewöhnlich aus 8–12 Kriterien, die sowohl Finanzkennzahlen als auch Verhaltens- und andere qualitative Faktoren umfassen, die sich in der Vergangenheit als Ausfallindikatoren bewährt haben sowie von Kreditverantwortlichen anerkannt und einfach zu berechnen sind. Auf mit geringeren Risiken behaftete Segmente, die eine niedrige Ausfallrate aufweisen, wird ein expertenbasierter Ansatz angewandt, auf den in ähnlicher Form auch die Investment Bank zurückgreift. Im Geschäft mit Schweizer Gewerbeimmobilien und im Lombardkreditgeschäft, das zum Retail-Segment gehört, wird die Ausfallwahrscheinlichkeit aus einer Simulation potenzieller Veränderungen des Marktwertes der Sicherheit und der Wahrscheinlichkeit, dass der Wert der Sicherheit den Kreditbetrag unterschreitet, abgeleitet.

Die für den Schweizerischen Wohnbauhypothekenmarkt erwartete Ausfallrate basiert auf den in der Vergangenheit erlittenen Ausfällen und Verlusten. Dabei kommt dem Belehnungssatz – dem Betrag der ausstehenden Verpflichtung in Prozenten des Marktwertes der Sicherheit – eine zentrale Bedeutung zu.

Verlustquote

Die Verlustquote entspricht dem Verlust, den UBS für eine bestimmte Forderung im Falle eines Ausfalls erwartet. Sie wird in Prozenten des jeweiligen Engagements ausgedrückt und hängt in der Regel von der Gegenpartei, der Art und dem Rang der Forderung, den verfügbaren Sicherheiten und anderen risikomindernden Faktoren ab. Die Schätzung der Verlustquote berücksichtigt den Verlust des Kapitalbetrags, der Zinsen und anderer geschuldeter Beträge (einschliesslich Sanierungskosten) sowie die während des Sanierungsprozesses anfallenden Kosten.

In der Investment Bank, in der Ausfallereignisse selten sind, basieren die Schätzungen der Verlustquote auf einer Expertenbeurteilung der Risikofaktoren (Länder, Branchen, rechtliche Struktur, Sicherheit und Rang). Zusätzlich werden, wo verfügbar, interne Verlustdaten und externe Erfahrungswerte als empirische Grundlage herangezogen. Im Schweizer Portfolio variiert die Verlustquote je nach Gegenpartei und Sicherheit und wird auf der Basis interner Verlustdaten statistisch geschätzt. Beim Wohnbauhypotheken-Portfolio erfolgt eine zusätzliche Differenzierung mittels statistischer Simulationsmethoden, die auf dem Belehnungssatz basieren.

Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls

Das Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls («Exposure at Default») entspricht dem geschätzten Erwartungswert des ausstehenden Forderungsbetrags in diesem Moment.

Für ausstehende Kredite entspricht das Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls dem beanspruchten Betrag oder dem Nennwert. Bei Kreditzusagen oder Eventualverpflichtungen werden bereits beanspruchte Beträge sowie der Betrag berücksichtigt, der bis zum Zeitpunkt eines möglichen Ausfalls voraussichtlich in Anspruch genommen worden sein wird. Diese Berechnung basiert auf einem «Kreditumrechnungsfaktor», einem festen Prozentsatz pro Produktart. Dieser leitet sich aus historischen Erfahrungswerten ab, die bezüglich Beanspruchung von Kreditzusagen durch Gegenpar- teien im Jahr vor ihrem Zahlungsausfall gemacht wurden.

Bei den Handelsprodukten gestaltet sich die Bestimmung des Kreditengagements zum Zeitpunkt des Ausfalls komplexer, da der aktuelle Wert eines Kontrakts oder eines Portfolios von Kontrakten im Zeitverlauf erheblich schwanken und zum Zeitpunkt eines künftigen Zahlungsausfalls deutlich über oder unter dem aktuellen Wert liegen kann. Bei Wertpapierpensions (Repo- und Reverse-Repo)-Geschäften sowie Wertschriftenleihen wird ermittelt, wie hoch der UBS zustehende oder von ihr geschuldete Nettobetrag wäre, wenn sie unter Berücksichtigung von ungünstigen Marktbedingungen warten müsste, bis sämtliche Transaktionen glattgestellt sind (sogenanntes «Close Out Exposure»). Für die Bestimmung des Exposure at Default ausserbörslicher Derivate modelliert UBS die wahrscheinliche Entwicklung des Wiederbeschaffungswertes der Transaktionsportfolios aller Gegenparteien während der gesamten Laufzeit aller Transaktionen («potenzielles Kreditengagement»). Dabei werden alle anwendbaren, rechtlich durchsetzbaren Netting-Vereinbarungen berücksichtigt.

Die Messung des Kreditengagements zum Zeitpunkt des Ausfalls erfolgt bei allen Handelsprodukten auf Basis derselben Monte-Carlo-Simulation. Dabei werden für alle relevanten Risikofaktoren, wie Zinsen und Wechselkurse, potenzielle Marktbewegungen auf der Basis der geschätzten Korrelationen zwischen den Risikofaktoren simuliert. So wird sichergestellt, dass das Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls für alle Handelsprodukte auf Gegenpartei- und Portfolioebene für das jeweilige Szenario einheitlich geschätzt wird. Nach dem Zufallsprinzip simulierte Risikofaktoren fliessen anschliessend in produktspezifische Bewertungsmodelle ein, mit denen Bewertungspfade erstellt werden. Dabei werden die Auswirkungen der nahenden Fälligkeit von Kontrakten und von Veränderungen des Marktwerts von Sicherheiten, einschliesslich der Möglichkeit der Einforderung zusätzlicher Sicherheiten, berücksichtigt.

Aus der ermittelten Verteilung künftiger Bewertungspfade können verschiedene Risikomessgrössen abgeleitet werden. Alle Messgrössen für das Portfoliorisiko basieren auf dem erwarteten künftigen Engagement. Im Gegensatz dazu begrenzt UBS die Engagements gegenüber einzelnen Gegenparteien unter Berücksichtigung des wahrscheinlichen Worst-Case-Engagements über die gesamte Laufzeit aller Transaktionen. Daher decken die entsprechenden Gegenparteilimiten das «wahrscheinliche Maximalengagement» ab, welches durch dieselben Simulationen mit einem hohen Konfidenzniveau generiert wurde.

Besteht eine wesentliche Korrelation zwischen Faktoren, welche die Kreditqualität einer Gegenpartei beeinflussen, und den Faktoren, welche die Entwicklung des künftigen Engagements aus Handelsprodukten beeinflussen – «wrong-way risk» –, so ist eine separate Behandlung erforderlich. In diesen Fällen wird das wahrscheinliche Kreditengagement, das mittels eines diese Korrelation einbeziehenden Risikomodells berechnet wurde, dem Ergebnis des Standardmodells vorgezogen. Portfolios, die naturgemäss solche Risiken aufweisen – beispielsweise Hedge Funds –, unterliegen besonderen Prozessen zur Kontrolle dieser «wrong-way»-Risiken.

Seite zuletzt geändert am: 21. April 2008, 14:38

Geprüfte Informationen gemäss IFRS 7 und IAS 1
Die Offenlegung der Risiken erfolgt nach International Financial Reporting Standard 7 (IFRS 7), Finanzinstrumente: Angaben, und die Offenlegung des Kapitalmanagements erfolgt gemäss International Accounting Standard 1 (IAS 1), Darstellung des Abschlusses, als Teil des Finanzberichts 2007, geprüft durch die unabhängige Revisionsstelle Ernst & Young AG, Basel. Diese Informationen (geprüfte Texte, Tabellen und Grafiken) sind im ganzen Bericht "Risiko- und Kapitalbewirtschaftung" in normaler Schriftart dargestellt und mittels Referenz in der Konzernrechnung und Jahresrechnung Stammhaus 2007 enthalten. Nicht geprüfte Inhalte sind kursiv dargestellt.

¯¯¯¯

Wichtiger rechtlicher Hinweis - bitte lesen Sie diese Bedingungen, bevor Sie fortfahren.

Die auf dieser Website angebotenen Produkte und Dienstleistungen sind Personen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht zugänglich. Benutzer mit Domizil in anderen Staaten beachten bitte die geltenden Verkaufsbeschränkungen für die entsprechenden Dienstleistungen.

© UBS 1998-2008. Alle Rechte vorbehalten.

Privacy Policy