UBS AG
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Geschäftsbericht 2007  
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Risikobewirtschaftung
Bilanz- und Kapitalbewirtschaftung durch Treasury
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Kreditrisiko
Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, der entstehen kann, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber UBS nicht nachkommt. Auslöser können gegenparteispezifische Faktoren wie Geschäfts- oder Managementprobleme oder auch Störungen des Erfüllungsprozesses sein, wenn beispielsweise UBS bei Devisentransaktionen zwar ihren Verpflichtungen nachgekommen ist, doch die Gegenpartei die Gegenleistung nicht erbringt (Erfüllungsrisiko).

Kreditrisikoquellen

Kreditrisiken bestehen sowohl bei klassischen Bankprodukten (Ausleihungen, feste Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen wie Akkreditive) als auch bei Handelsprodukten (Derivatkontrakte wie Termingeschäfte, Swaps und Optionen sowie Wertpapierpensions[Repurchase- und Reverse-Repurchase]-Geschäfte und Wertschriftenleihen). Auf diese Produkte werden grundsätzlich einheitliche Risikokontrollprozesse angewandt, obwohl sie rechnungslegungstechnisch unterschiedlich behandelt werden. So können sie je nach Art des Instruments und – in einzelnen Fällen – der damit verbundenen Risiken zu amortisierten Kosten oder zum Fair Value ausgewiesen werden.

Viele Geschäftsaktivitäten von Global Wealth Management & Business Banking und der Investment Bank beinhalten Kreditrisiken. Global Wealth Management & Business Banking bietet Privat- und Firmenkunden in der Schweiz und Wealth-Management-Kunden weltweit eine Vielzahl von Kreditprodukten an, deren Kreditrisiken zumeist gut durch Finanzsicherheiten oder andere Vermögenswerte abgesichert sind. Die Investment Bank stellt für Firmen- und institutionelle Kunden, Intermediäre sowie auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter eine abgerundete Palette von Kredit- und Kapitalmarktinstrumenten über alle Produktklassen hinweg bereit. Zudem arbeitet sie im Handelsgeschäft und bei der Risikobewirtschaftung mit anderen professionellen Gegenparteien zusammen.

Organisation und Führungsstruktur der Kreditrisikokontrolle

Eine wirksame Kreditrisikokontrolle ist für die Sicherheit und Solidität von UBS unabdingbar. Die Kreditrisikokontrolle basiert auf Risikomanagement- und kontrollgrundsätzen, die durch Kreditweisungen ergänzt werden und beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Elemente. UBS hat Prozesse für die Identifikation, Beurteilung, nötigenfalls vorgängige Genehmigung, laufende Überwachung und Berichterstattung der Risiken etabliert. UBS misst und begrenzt die Kreditrisiken einzelner Gegenparteien bzw. Gegenparteigruppen und beurteilt die Qualität und Diversifikation von Portfolios und Teilportfolios. Dabei steht die Kontrolle von Risikokonzentrationen im Vordergrund.

Der Group Chief Credit Officer (Group CCO), der an den Group Chief Risk Officer (CRO) rapportiert, trägt die Verantwortung für Implementierung und Unterhalt dieses Risikokontrollsystems. Unterstützt wird er durch unabhängige Kreditrisikokontroll-Einheiten (CRC-Einheiten) in den Unternehmensgruppen, die ihm funktional unterstellt sind und das Kreditrisiko laufend überwachen und kontrollieren. Deren Verantwortlichkeiten beinhalten die Beurteilung der Kreditwürdigkeit einzelner Gegenparteien und der Angemessenheit und Wirksamkeit von Wertpapier- und Kreditabsicherungen sowie die Beurteilung des Kreditrisikos von Portfolios, Teilportfolios und anderen Aggregationen, einschliesslich des Länderrisikos.

Die Kreditrisikokompetenzen liegen beim Präsidium des Verwaltungsrates. Dieses delegiert diese Kompetenzen an die Konzernleitung und genehmigt weitergehende Delegationen durch die Konzernleitung ad personam an den Group CCO und die CCOs der Unternehmensgruppen. Von dort erfolgt die Weiterdelegation an Kreditverantwortliche der Unternehmensgruppen. Der Umfang der an einzelne Personen delegierten Kreditkompetenzen hängt von der fachlichen Qualifikation und Erfahrung der mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiter, von der Bonität der Gegenpartei und von den jeweils gestellten Sicherheiten ab. In ihren Verantwortungsbereich fallen alle Aspekte der Genehmigung des Kreditrisikos, einschliesslich des Erfüllungsrisikos, sowie die Festlegung von Wertberichtigungen, Rückstellungen und Bewertungsanpassungen für gefährdete Forderungen.

Kontrolle des Kreditrisikos

Limiten und Kontrollen

Oberstes Ziel der quantitativen Kontrollen ist es, übermässige Kreditrisikokonzentrationen soweit als möglich zu vermeiden. Konzentrationen von Kreditrisiken entstehen, wenn Kunden in ähnlichen Bereichen tätig oder in derselben Region ansässig sind oder gemeinsame wirtschaftliche Merkmale aufweisen, sodass ihre Fähigkeit, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, bei Änderungen wirtschaftlicher, politischer oder anderer Bedingungen in ähnlicher Weise beeinflusst würde. Wo auch immer UBS Risikokonzentrationen erkennt, beispielsweise in einem bestimmten Sektor oder Land, legt sie Limiten für das Engagement auf Portfolio- und Teilportfolioebene sowie gegenüber Gegenparteien und Gegenparteigruppen fest.

Auf Ebene der Gegenparteien und Gruppen von Gegenparteien bestimmen Kreditverantwortliche Limiten für alle Arten von Positionen in Bank- und Handelsprodukten. Diese Limiten gelten nicht nur für die ausstehenden Beträge und Wiederbeschaffungswerte vertraglicher Verpflichtungen, sondern auch für Eventualverpflichtungen und die künftige Entwicklung von Positionen in Handelsprodukten. Kreditengagements müssen durch die zuständigen Stellen genehmigt werden und die geltenden Limiten berücksichtigen.

UBS wendet Limiten sehr unterschiedlicher Form auf (Teil-)Portfolio- wie auch auf Branchenebene an, wenn sie der Ansicht ist, dass Risikokonzentrationen oder Engagements in Bereichen mit erhöhten Risiken einzuschränken sind oder die Wachstumsrate eines Portfolios kontrolliert werden muss. Insbesondere für Portfolios mit erhöhtem Risiko, wie das Leveraged-Loans-Portfolio der Investment Bank, werden Stressszenarien eingesetzt, um die Auswirkungen von Schwankungen der Ausfallraten und Vermögenswerte unter Berücksichtigung der bestehenden Risikokonzentrationen zu bewerten. Stressverlustlimiten finden auf Portfolios Anwendung, wenn dies für nötig erachtet wird. Dazu gehören auch Limiten für Risikopositionen in Ländern ohne erstklassiges Rating.

Bei der Festlegung dieser Kontrollen, einschliesslich der entsprechenden Kompetenzen und Genehmigungsverfahren, wird zwischen Engagements, die voraussichtlich bis zur Fälligkeit gehalten werden («Take and Hold»-Engagements), und solchen mit kurzer Haltedauer unterschieden, bei denen ein Verkauf oder eine Risikoabtretung vorgesehen ist («temporäre Engagements»). Ein temporäres Engagement ist beispielsweise ein Konsortialkredit, bei dem ein Grossteil des ursprünglich zugesagten Betrags auf andere Finanzinstitute oder Anleger verteilt wird. Bei der Beurteilung aller Kreditpositionen kommt der Kreditqualität und dem von der Gegenpartei über die gesamte Laufzeit der Verpflichtung erzielbaren Cashflow eine zentrale Bedeutung zu. Bei temporären Engagements spielen auch die Marktliquidität und das Vertriebspotenzial eine massgebliche Rolle im Genehmigungsprozess.

Risikominderung

Auf die Mehrzahl der Kreditportfolios von UBS werden risikomindernde Massnahmen angewandt, in der Regel durch Besicherung des Kredits in Form von Finanzsicherheiten (Barmittel oder marktgängige Wertschriften) oder anderen Vermögenswerten, durch die Abtretung von Risiken oder den Kauf von Kreditabsicherungsinstrumenten.

Die Besicherung von Krediten ist die häufigste Form der Risikominderung. Bei der Quantifizierung des risikomindernden Effekts erhaltener Sicherheiten werden klar definierte Bewertungsstandards angewandt. Bei Ausleihungen an vermögende Privatkunden («Lombardkredite») besteht UBS auf der Verpfändung von Wertschriften oder Barmit- teln. Die Investment Bank verlangt bei einem Grossteil ihrer «Over-the-counter»/(OTC)-Derivat- und Wertschriftenfinanzierungsgeschäfte (Wertschriftenleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte) Finanzsicherheiten in Form marktgängiger Wertschriften. Bei jeder Entgegennahme von Finanzsicherheiten setzt UBS deren Belehnungswert grundsätzlich durch Anwendung von Abschlägen fest, deren Höhe sich nach der Qualität, Liquidität, Volatilität und, in gewissen Fällen, Komplexität der einzelnen Instrumente richtet. Die Kreditengagements und Sicherheiten werden laufend überwacht. Fällt der Marktwert der Sicherheiten relativ zur Höhe des Engagements unter ein vordefiniertes Niveau, erfolgt eine Nachforderung an Sicherheiten oder es kommt zur Verwertung. Bedeutende Konzentrationen von Sicherheiten innerhalb einzelner Kundenportfolios und über alle Kundenportfolios hinweg werden wo nötig ebenfalls überwacht und können den auf bestimmten Sicherheiten vorgenommenen Abschlag beeinflussen. Bei der Finanzierung von Liegenschaften erhält UBS zur Sicherung ihrer Forderung ein Immobilienpfandrecht. Dabei gelangen auf einer entsprechenden UBS-Weisung basierende Belehnungssätze zur Anwendung, und es wird überprüft, ob das Darlehen aus den Einnahmen des Schuldners oder des Objektes bedient werden kann.

Die Bank wickelt Geschäfte mit ausserbörslichen (OTC-) Derivaten nahezu ausschliesslich im Rahmen bilateraler Rahmenvereinbarungen ab, die in der Regel bei Zahlungsunfähigkeit der Gegenpartei die Glattstellung und Verrechnung (Netting) aller Transaktionen vorsehen. UBS ist auch bilaterale Deckungsvereinbarungen mit Marktteilnehmern eingegangen, gemäss welchen jede Partei aufgefordert werden kann, Sicherheiten in Form von Barmitteln oder marktgängigen Wertschriften zu leisten, falls das Risiko ein festgelegtes Niveau übersteigt. Das OTC-Derivate-Geschäft mit Gegenparteien, die ein schlechteres Rating aufweisen, wird in der Regel im Rahmen einseitiger Deckungsvereinbarungen abgewickelt, bei denen die Gegenpartei Sicherheiten bereitstellt. Bei solchen Vereinbarungen akzeptiert UBS nur Barmittel oder sehr liquide Vermögenswerte als Sicherheiten. Netting- und Deckungsvereinbarungen werden nach festgelegten Kriterien abgeschlossen. Dazu gehört auch die Überprüfung, dass Verträge im Insolvenzfall in der lokalen Gerichtsbarkeit rechtlich durchsetzbar sind.

Im Rahmen ihrer aktiven Bewirtschaftung des Kreditrisikos setzt UBS auch Kreditabsicherungen in Form von Risikoabtretungen, Verbriefungen und Käufen von Kreditabsicherungsinstrumenten ein, um Konzentrationen in einzelnen Namen, Sektoren oder bestimmten Portfolios zu verringern. Diese Kreditabsicherungen erfolgen grösstenteils durch die Übertragung des zugrunde liegenden Kreditrisikos an erstklassige Gegenparteien. Dafür setzt UBS auf eine einzelne Gegenpartei lautende Credit Default Swaps ein, die auf der Grundlage von bilateralen Netting-Rahmenvereinbarungen und im Allgemeinen auch von Deckungsvereinbarungen abgeschlossen werden. UBS benützt auch syn- thetische Anlageinstrumente (Credit-Linked Notes) zur Zusammenfassung von Kreditrisiken, um diese auf externe Investoren zu übertragen. Bei der internen Risikoberichterstattung werden sowohl das Bruttoengagement vor der Absicherung als auch das Nettoengagement berücksichtigt. Die risikomindernde Wirkung von Kreditabsicherungen wird nur dann in den Kreditrisikomassen berücksichtigt, wenn diese auch bei einer künftigen Erhöhung des Engagements zu einem hohen Konfidenzniveau wirksam sind und Schutz vor einer Vielzahl von Kreditereignissen, wie Zahlungsversäumnis, -verweigerung und -aufschub, Konkurs und Insolvenz sowie Restrukturierung bieten. Proxy Hedges (Kreditschutz mittels eines anderen, aber korrelierten Titels) sowie Index- oder Makro-Hedges werden nicht berücksichtigt.

Die Wirksamkeit der von einer Gegenpartei erworbenen Kreditabsicherung hängt von der Fähigkeit der Gegenpartei ab, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das Engagement gegenüber Anbietern von Kreditabsicherungen wird als Teil des gesamten Kreditengagements überwacht. Besteht eine wesentliche Korrelation zwischen der Gegenpartei und der die Absicherung erbringenden Partei (sogenanntes «wrong-way risk»), werden die entsprechenden Kreditabsicherungen in den Kreditrisikomassen nicht berücksichtigt.

Berichterstattung

Die transparente und objektive Offenlegung der Risiken bildet einen wesentlichen Bestandteil der Kreditrisikokontrolle.

Die Kreditrisikokontroll-Einheiten in den Unternehmensgruppen sind für die Risikoberichterstattung an das Management der Unternehmensgruppen verantwortlich. Diese beinhaltet sowohl die aus allen Produkten und Aktivitäten resultierenden Gegenparteirisiken als auch Portfoliorisiken. Zudem liefern sie Informationen an eine zentrale Einheit, die dem Group CCO unterstellt ist und auf Gegenpartei- und Portfolioebene konsolidierte Berichte sowie Berichte zum Länderrisiko erstellt. Diese Berichte werden den obersten Führungsgremien, einschliesslich der Konzernleitung, dem Präsidium des Verwaltungsrates, dem Verwaltungsrat sowie gegebenenfalls auch den Aufsichtsbehörden, vorgelegt.

Messung des Kreditrisikos

Der Kreditrisikomessung kommt im Rahmen der Kreditrisikokontrolle eine zentrale Bedeutung zu. Die Messung des Kreditrisikos eines vollständig beanspruchten Kredits ist relativ einfach. Die Schätzung des Kreditrisikos eines Handelsprodukts, dessen Wert infolge von veränderten Marktvariablen und Ausschüttungen im Zeitverlauf schwanken kann, ist hingegen komplexer und erfordert den Einsatz von Modellen. Bei der Beurteilung der Portfoliorisiken müssen überdies die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen, die gegebenenfalls daraus resultierende Verlustquote und die Ausfallkorrelationen zwischen den Gegenparteien geschätzt werden.

UBS hat Instrumente entwickelt, welche die Quantifizierung des mit einzelnen Gegenparteien verbundenen Kreditrisikos unterstützen und die auf den drei allgemein anerkannten Parametern Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote und Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls basieren. Auch bei der Berechnung der Portfoliorisiko-Masse – erwarteter Verlust, statistischer Verlust und Stressverlust – gelangen Modelle zum Einsatz.

Modelle werden in der Regel durch spezialisierte Einheiten innerhalb der Unternehmensgruppen entwickelt. Im Einklang mit den UBS-internen Corporate-Governance-Standards und den Anforderungen der neuen Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) erfolgt die Entwicklung und Anpassung der Modelle gemäss global einheitlichen Standards. Die Modelle und ihre Komponenten werden vor der Einführung einer unabhängigen Prüfung durch ein Expertenteam im Corporate Center unterzogen. Nach der Modelleinführung sind die jeweiligen modellverantwortlichen Personen in den Unternehmensgruppen für die Überwachung der Leistungsfähigkeit der Modelle zuständig. Die Modelle haben sich an anerkannten Messstandards zu orientieren, um Konsistenz und eine aussagekräftige Aggregation der Kreditrisiken über alle Geschäftseinheiten hinweg sicherzustellen.

Kreditrisikoparameter

Die Messung und Kontrolle des gegenparteispezifischen Kreditrisikos erfolgt auf der Grundlage der folgenden drei Parameter:

– Die «Kreditausfallwahrscheinlichkeit» ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde oder eine Gegenpartei den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diese Wahrscheinlichkeit wird mit Hilfe von Ratingverfahren beurteilt, die auf die verschiedenen Gegenparteikategorien zugeschnitten sind. Sie werden überdies auf die UBS Masterscale abgestimmt, die 15 Ratingklassen umfasst. Damit wird gewährleistet, dass die Ausfallwahrscheinlichkeiten aller Gegenparteien konsistent quantifiziert werden. Ratings werden indes nicht nur zur Kreditrisikomessung herangezogen – sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Kreditrisikokompetenzen;

– die voraussichtliche Wiedereinbringungsrate («Recovery Rate») notleidender Forderungen, die von der Art der Gegenpartei und von risikomindernden Faktoren oder Besicherungen (wie einem Wertpapier oder einer Garantie) abhängt und aus der die «Verlustquote» ermittelt wird;

– das jeweils aktuelle UBS-Engagement gegenüber dieser Gegenpartei und dessen mögliche Entwicklung in der Zukunft, aus der das potenzielle «Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls» («Exposure at Default») abgeleitet wird. Bei Handelsprodukten, wie OTC-Derivaten, ist das Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls keine feststehende Zahl – es muss durch Modellierung potenzieller Szenarien errechnet werden. Bei der Aufrechnung der Engagements einzelner Gegenparteien gegen die ent- sprechenden Kreditlimiten verwendet UBS das unter der Annahme eines hohen Konfidenzniveaus berechnete «wahrscheinliche Maximalengagement» während der ganzen Laufzeit der ausstehenden Verpflichtungen. Werden hingegen bei der Messung des Portfoliorisikos Engagements gegenüber verschiedenen Gegenparteien aggregiert, wird das zukünftig erwartete Engagement gegenüber jeder Gegenpartei über einen gegebenen Zeitraum (in der Regel ein Jahr) herangezogen, das auf der Grundlage desselben Modells ermittelt wurde.

Diese Parameter bilden die Basis der meisten internen Kreditrisiko-Messgrössen. Ihnen kommt auch bei der Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals gemäss dem Advanced Internal Rating Based Approach der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) zentrale Bedeutung zu. Diese trat am 1. Januar 2008 in Kraft und gelangte ab diesem Zeitpunkt innerhalb von UBS zur Anwendung.

Erwarteter Verlust

Kreditverluste sind als inhärente Kosten des Kreditgeschäfts zu erwarten. Sie unterliegen bezüglich Ausmass und Zeitpunkt allerdings grösseren Schwankungen. Zudem beziehen sich die in einer bestimmten Rechnungslegungsperiode entstehenden Verluste in der Regel auf Geschäfte, die in früheren Rechnungslegungsperioden abgeschlossen wurden. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass künftige Kreditverluste bereits im aktuellen Portfolio implizit vorhanden sind, verwendet UBS das Konzept des «erwarteten Verlusts».

Der erwartete Verlust ist ein auf statistischen Methoden basierendes Konzept zur Schätzung der durchschnittlichen jährlichen Kosten, die voraussichtlich anfallen werden, weil Positionen des aktuellen Portfolios als ausfallgefährdet eingestuft werden. Der erwartete Verlust für einen bestimmten Kredit ergibt sich aus den drei oben erwähnten Komponenten – der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote und dem Kreditengagement zum Zeitpunkt des Ausfalls. Die für die einzelnen Gegenparteien ermittelten erwarteten Verluste werden aggregiert, um die erwarteten Kreditrisikokosten für das gesamte Portfolio zu berechnen.

Die Quantifizierung des Kreditrisikos erfolgt in allen Portfolios auf der Grundlage des erwarteten Verlusts. Dieser fliesst in die Bewertung oder Preisgestaltung von Produkten ein und beeinflusst die Kreditrisikokosten, die der Geschäftseinheit im Rahmen der Managementrechnung belastet werden. Diese weichen von den Wertberichtigungen für Kreditrisiken gemäss International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Darüber hinaus bildet der erwartete Verlust die Basis für die Berechnung des statistischen Verlusts und des Stressverlusts des Portfolios.

Statistischer Verlust

Bei der Schätzung des grössten möglichen Portfolioverlusts über ein Jahr und zu einem vorgegebenen Konfidenzniveau verwendet UBS ein statistisches «Credit Value-at-Risk»-Modell. Die Form der modellierten Verlustverteilung wird durch systematische Ausfallkorrelationen zwischen Gegenparteien desselben Segments oder aus verschiedenen Segmenten bestimmt. Die Ergebnisse dieser Analyse liefern einen Hinweis auf das Portfoliorisiko und dessen Entwicklung im Zeitverlauf. Zudem bilden sie einen wichtigen Bestandteil unserer Earnings-at-Risk- und Capital-at-Risk-Messgrössen.

Stressverlust

Der Stressverlust ist eine szenariobasierte Messgrösse, die das statistische Modell ergänzt. Er quantifiziert den Verlust, der sich bei Eintreten verschiedener extremer, aber plausibler Szenarien ergeben könnte. Bei diesen Szenarien wird davon ausgegangen, dass einer oder mehrere der drei Haupt-kreditrisikoparameter sich nach einem für das gewählte Szenario typischen Muster erheblich verschlechtern. Stresstests werden auf periodischer und wo nötig auf Ad-hoc-Basis durchgeführt, um ungünstige Portfoliokonstellationen – insbesondere Risikokonzentrationen – aufzudecken. Alle Szenarioergebnisse werden überwacht. Zudem finden auf gewisse Portfolios und Segmente Stressverlustlimiten Anwendung.

Zusammensetzung des Kreditrisikos (Konzern)

Die Kreditrisiko-Messgrössen variieren je nach Zweck, zu dem die Engagements aggregiert werden – sei es für die Rechnungslegung nach IFRS, die Bestimmung der regulatorischen Eigenmittelunterlegung oder die UBS-interne Managementsicht, d. h. die Art der Bewirtschaftung des Portfoliokreditrisikos. Die Tabelle auf der gegenüberliegenden Seite beinhaltet das Kreditengagement nach IFRS und zeigt, welche Anpassungen mit Blick auf die interne Risikokontroll-Sicht («Bruttokreditengagement») vorgenommen wurden. Das in der Tabelle aufgeführte Bruttokreditengagement ist weitgehend auf die Eigenmittelunterlegungssicht abgestimmt; nicht darin enthalten ist jedoch das potenzielle zukünftige Engagement aus Handelsprodukten. Dieses stellt eine zusätzliche Komponente sowohl der internen als auch der Eigenmittelunterlegungssicht dar, wie nachfolgend dargelegt wird.

Die in der Tabelle aufgeführten Engagements berücksichtigen im Allgemeinen keine erhaltenen Sicherheiten oder anderen risikomindernden Massnahmen, wie Hedging und Risikoabtretungen. Die interne und die IFRS-Sicht des Bruttogeprüft 21kreditengagements weichen in den folgenden Hauptpunkten voneinander ab:

– Im Ausleihungsgeschäft werden Barsicherheiten, die UBS im Zusammenhang mit negativen Wiederbeschaffungswerten von Derivaten und anderen Positionen hinterlegt hat, nicht als Kreditengagement betrachtet, sondern sind in der Beurteilung des Gegenparteirisikos der zugrunde liegenden Positionen berücksichtigt. Andererseits betrachtet UBS in der internen Risikokontrollsicht gewisse Finanzierungen, die aus rechtlichen Gründen über Wertpapierpensions( Repurchase- / Reverse-Repurchase)-ähnliche Transaktionen abgewickelt und nach IFRS als solche ausgewiesen werden, als Ausleihungen.

– Das nach IFRS ausgewiesene Derivatengagement entspricht der Summe aller positiven Wiederbeschaffungswerte, die nur dann mit den negativen Wiederbeschaffungswerten von Zahlungen derselben Gegenpartei verrechnet werden, falls den Zahlungen eine Netto-Abwicklung zugrunde liegt. Intern verrechnet UBS dagegen positive und negative Wiederbeschaffungswerte von Transaktionen mit derselben Gegenpartei, wenn das Geschäft im Rahmen einer bilateralen Rahmenvereinbarung abwickelt wird, die bei Zahlungsunfähigkeit der Gegenpartei die Glattstellung und Verrechnung (Netting) aller Transaktionen vorsieht und als im Insolvenzfall rechtlich durchsetzbar gilt.

– Nach IFRS werden Wertpapierleih- sowie Wertpapierpensions- Geschäfte in der Bilanz vollumfänglich als Forderung gegenüber der Gegenpartei ausgewiesen. Dabei wird die Gegenforderung, die der Gegenpartei bei der Rückgabe von Barmitteln oder Wertschriften im Rahmen derselben Transaktion entsteht, nicht berücksichtigt. Zu internen Risikokontrollzwecken hingegen bewertet UBS die Forderung bzw. Gegenforderung einer Gegenpartei bei jeder Transaktion auf Nettobasis und nimmt weitere Verrechnungen zwischen Transaktionen vor, sofern eine solche Verrechnung als im Insolvenzfall rechtlich durchsetzbar gilt.

Zu beachten ist auch, dass unter den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) die Möglichkeiten zur Verrechnung gegenläufiger Forderungen aus Wiederbeschaffungswerten von Derivaten, Wertpapierleih- und Wertpapierpensions-[ Repurchase- / Reverse-Repurchase]-geschäften weiter gehen als unter IFRS. Die von UBS ausgewiesenen Bilanzkennzahlen für diese Transaktionen sind daher nicht mit jenen Kennzahlen vergleichbar, die von Firmen publiziert werden, die nach US GAAP berichten.

Kreditengagement

31.12.2007

31.12.2006

Werte1 nach IFRS2

Anpassungen: Sicht Bilanz / Eigenmittelunterlegung

Bewertungs- und andere Anpassungen

Werte 1 nach IFRS 2

Mio. CHF

Maximales Risiko aus Kredit- engagements

Anpassungen Konsolidie- rungskreis

Anpassungen Kapitalsicht

Bruttokredit- engagement 3

Maximales Risiko aus Kredit- engagements

Bruttokredit- engagement 3

Flüssige Mittel

18 793

(1)

0

(2,358)

16,434

3 495

1 311

Forderungen gegenüber Banken

60 907

(293)

(1,928)

(32,383)

26,303

50 426

25 810

Kundenausleihungen

335 864

(136)

(3,910)

(50,984)

280,834

297 842

274 830

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value

4 116

0

0

50

4,166

2 252

2 348

Eventualforderungen

20 824

0

0

(384)

20,440

17 908

17 654

Nicht beanspruchte unwiderrufliche Kreditzusagen

83 980

51

846

(3,906)

80,971

97 287

83 428

Ausleihungsgeschäft

524 484

(379)

(4,992)

(89,965)

429,148

469 210

405 381

Derivate 4

428 217

3,171

(39)

(292,371)

138,978

292 975

110 732

Geborgte und ausgeliehene Wertschriften 5

207 063

0

0

(184,060)

23,003

351 590

37 851

Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte

376 928

0

0

(372,937)

3,991

405 834

10 019

Handelsproduke

1 012 208

3,171

(39)

(849,368)

165,972

1 050 399

158 602

Total am Ende des Geschäftsjahres

1,536,692

2,792

(5,031)

(939,333)

595,120

1 519 609

563 983

Abzüglich: Wertberichtigungen, Rückstellungen und Anpassungen von Kreditbewertungen

(1 978)

(1 477)

Abzüglich Wertberichtigungen

593 142

562 506

1 Diese Beträge gelten als die bestmögliche Darstellung des maximalen Risikos aus Kreditengagements gemäss IFRS auf Bruttobasis und berücksichtigen keine erhaltenen Sicherheiten oder andere Kreditrisikoabsicherungen und beinhalten nur Verrechnungen in Übereinstimmung mit IFRS. 2 International Financial Reporting Standards (IFRS) 3 Das Bruttokreditengagement ist eine interne Darstellung des Kreditrisikos. 4 Positive Wiederbeschaffungswerte nach Verrechnung gemäss IFRS oder der internen Darstellung. 5 Barhinterlagen für geborgte Wertschriften.

Wie im Abschnitt «Kreditrisikomessung» dargelegt, misst UBS sowohl das Kreditengagement gegenüber einzelnen Gegenparteien und Gruppen von Gegenparteien (wobei sie generell Limiten anwendet) als auch das Risiko über alle Gegenparteien hinweg auf verschiedenen Portfolio- und Teilportfolioebenen. In diesen Berechnungen berücksichtigt UBS auch die längerfristige potenzielle Entwicklung der Wiederbeschaffungswerte von Handelsprodukten, da Änderungen in Marktrisikofaktoren, geleistete Zwischenzahlungen und eine nahende Fälligkeit das längerfristige Risikoprofil massgeblich beeinflussen können. Diese möglichen Entwicklungen sind nicht in der unten stehenden Tabelle berücksichtigt, welche nur die aktuellen Engagements darstellt.

Das in der Tabelle auf Seite 21 ausgewiesene Kreditengagement schliesst zudem die Beteiligung von UBS an der vom Schweizer Bankengesetz vorgeschriebenen Einlagenversicherung aus. Dieses verlangt von den Schweizer Banken und Effektenhändlern, dass sie im Falle einer Insolvenz eines anderen Schweizer Bankinstituts oder Effektenhändlers für privilegierte Kundenguthaben gemeinsam einen Garantiebetrag von bis zu 4 Milliarden Franken bereitstellen. Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) hat den Anteil von UBS an der Einlagenversicherung für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2008 auf 846 Millionen Franken festgelegt.

Bruttokreditengagement nach UBS-internem Rating

Mio. CHF

Ausleihungsgeschäft

Handelsprodukte

Total Bruttokreditengagement

Internes Rating von UBS

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

0–1

30 540

5 265

42 852

34 148

73 392

39 413

2–3

164 476

135 149

98 454

95 449

262 930

230 598

4–5

113 955

119 926

15 210

19 973

129 165

139 899

6–8

76 601

94 278

7 566

8 084

84 167

102 362

9–12

38 875

44 711

915

760

39 790

45 471

Total 0–12 (abzüglich überfälliger Forderungen)

424 447

399 329

164 997

158 414

589 444

557 743

Gefährdete Forderungen

2 433

2 682

975

188

3 408

2 870

Überfällig aber nicht gefährdet

2 268

3 370

2 268

3 370

Total

429 148

405 381

165 972

158 602

595 120

563 983

Das Bruttokreditengagement belief sich am 31. Dezember 2007 auf insgesamt 595,1 Milliarden Franken, was gegenüber Ende 2006 einen Anstieg von 31,1 Milliarden Franken darstellt. Nahezu die Hälfte dieses Anstiegs war auf höhere Forderungen gegenüber Zentralbanken zurückzuführen; die Liquiditätsreserven von UBS lagen zum Jahresende demnach höher. Die Zunahme des Engagements im Ausleihungsgeschäft ist vollumfänglich dem Ausbau des Geschäfts mit besicherten Krediten von Global Wealth Management & Business Banking zuzuschreiben.

Im Lichte ihrer Engagements im Bereich des US-Hypothekenmarktes und im Rahmen ihrer allgemeinen Bilanz- und regulatorischen Kapitalbewirtschaftung nutzte die Investment Bank aktiv ihre Möglichkeiten zur Reduktion des Kreditrisikos.

Die Qualität der in den UBS-Kreditportfolios erfassten nicht gefährdeten Kredite (brutto) verbesserte sich im Jahresverlauf: Der Anteil der Investment-Grade-Engagements (interne Ratings 0 bis 5) erhöhte sich von 73,5% im Jahr 2006 auf 79,0%.

Der unten stehenden Tabelle ist das Bruttokreditengagement (d. h. ohne Kreditabsicherungen, Sicherheiten oder andere risikomindernde Faktoren) nach Unternehmensgruppe zu entnehmen.

Bruttokreditengagement nach Unternehmensgruppen

Global Wealth Management & Business Banking

Investment Bank

Übrige 1

UBS 1

Mio. CHF

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

31.12.07

31.12.06

Flüssige Mittel

9 992

900

6 441

410

1

1

16 434

1 311

Forderungen gegenüber Banken

8 236

6 245

17 532

18 966

535

599

26 303

25 810

Kundenausleihungen

240 643

222 775

39 725

51 951

466

104

280 834

274 830

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value

0

0

4 166

2 348

0

0

4 166

2 348

Eventualforderungen

15 929

13 138

4 500

4 516

11

0

20 440

17 654

Nicht beanspruchte unwiderrufliche Kreditzusagen

2 081

2 064

78 890

81 364

0

0

80 971

83 428

Ausleihungsgeschäft

276 881

245 122

151 254

159 555

1 013

704

429 148

405 381

Derivate

2 735

1 273

136 149

109 437

94

22

138 978

110 732

Geborgte und ausgeliehene Wertschriften

63

307

22 940

37 544

0

0

23 003

37 851

Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte

162

234

3 829

9 785

0

0

3 991

10 019

Handelsprodukte

2 960

1 814

162 918

156 766

94

22

165 972

158 602

Total Bruttokreditengagement

279 841

246 936

314 172

316 321

1 107

726

595 120

563 983

Abzüglich Wertberichtigungen

278 873

245 705

313 162

316 075

1 107

726

593 142

562 506

1 Umfasst Global Asset Management, Corporate Center und Industriebeteiligungen.

Die Ausleihungen entsprechen mit 311 Milliarden Franken (Forderungen gegenüber Banken 26 Milliarden Franken, Kundenausleihungen 281 Milliarden Franken und finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value 4 Milliarden Franken) dem grössten Teil des Bruttokreditengagements. Sie entsprechen 52% des Bruttokreditengagements und 73% des gesamten Ausleihungsgeschäfts. Innerhalb des Ausleihungsgeschäfts sind 249 Milliarden Franken (80%) dem Bereich Global Wealth Management & Business Banking zuzuordnen. Das Engagement in Handelsprodukten fällt im Wesentlichen bei der Investment Bank an. In den folgenden Abschnitten sind weitere Details zu den Portfolios der Unternehmensgruppen, wie die Verteilungen nach Produkten, Industrien und Ratings dargestellt.

Das Portfolio der durch Wertschriften besicherten Ausleihungen an vermögende Privatkunden (Lombardkredite) weist keine wesentlichen Risikokonzentrationen auf. Dies gilt sowohl für die hinterlegten Sicherheiten als auch für die Gegenparteien selbst.

Das Portfolio von Liegenschaftenfinanzierungen ist diversifiziert, und Gegenparteilimiten stellen sicher, dass keine übermässige Risikokonzentration entsteht.

Das aus Kreditabsicherungsinstrumenten – gewöhnlich Kreditderivaten – resultierende Risiko gegenüber der Derivat-Gegenpartei (in der Regel ein erstklassiges Finanzinstitut) wird durch entsprechende Kreditlimiten für die Gegenpartei begrenzt. Andernfalls wird das Engagement finanziell abgesichert, beispielsweise über eine synthetische Verbriefung.

Zusammensetzung des Kreditrisikos (Unternehmensgruppen)

Global Wealth Management & Business Banking

Das Bruttokreditengagement aus dem Ausleihungsgeschäft von Global Wealth Management & Business Banking belief sich am 31. Dezember 2007 auf 277 Milliarden Franken. Damit stieg es gegenüber dem Vorjahr um 32 Milliarden Franken oder 13%. Sowohl der Umfang als auch der Anteil der Investment-Grade-Kredite am gesamten Portfolio erhöhte sich gegenüber 2006. Die Verteilung des Engagements nach UBS-internem Rating und Verlustquoten-Klasse ist aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich. Dieser zufolge entfällt ein Grossteil des Engagements auf Produkte der niedrigsten Verlustquoten-Klasse; ein Indikator, dass sich die Qualität dieses Portfolios kontinuierlich verbessert hat.

Die Bruttoausleihungen von Global Wealth Management & Business Banking (Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen) beliefen sich am 31. Dezem- ber 2007 auf 249 Milliarden Franken. Davon waren 142 Milliarden Franken (57%) durch Immobilien und 78 Milliarden Franken (31%) durch marktgängige Wertschriften besichert. Die oben stehende Grafik zeigt die breite Diversifizierung dieses Immobilienengagements: 38% der Bruttoausleihungen sind durch Einfamilienhäuser und Eigen- tumswohnungen besichert, die seit jeher ein niedriges Risikoprofil aufweisen. 11% der hypothekarisch gedeckten Ausleihungen entfallen auf Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen. Darlehen und andere Kredite an Privatkunden, die nicht durch Hypotheken besichert sind, beliefen sich auf 99 Milliarden Franken. Diese Ausleihungen wurden vorwiegend gegen Verpfändung von marktgängigen Wertschriften gewährt. Das Volumen der besicherten Kredite an Privatkunden stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 Milliarden Franken oder 24%. Die steigende Nachfrage nach solchen Krediten ist – wie bereits 2006 – auf das anhaltend tiefe Zinsumfeld zurückzuführen.

Die gute Qualität des Ausleihungsgeschäfts von Global Wealth Management & Business Banking ist aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich. Diese beinhaltet die Summen der neu als «gefährdet und notleidend» eingestuften Kredite und der damit verbundenen Wertberichtigungen im Verhältnis zum gesamten Bruttokreditengagement, jeweils zum Jahresende der letzten vier Jahre betrachtet. Trotz einer jährlichen Zunahme des Bruttokreditengagement, sind die Summen der neu als «gefährdet und notleidend» eingestuften Kredite und der Wertberichtigungen und Rückstellungen gesunken. Der Grossteil der neu als «gefährdet» eingestuften Engagements ist durch Hypotheken oder andere Sicherheiten gedeckt, so dass die Summe der neuen Wertberichtigungen verhältnismässig geringer ist als jene der neu als «gefährdet» eingestuften Engagements.

Die Ausleihungen in der Schweiz (ohne Hypotheken) im Bereich Business Banking entsprachen mit 22 Milliarden Franken 8% des gesamten Kreditengagements von Global Wealth Management & Business Banking aus dem Ausleihungsgeschäft. Sie verteilen sich breit über die verschiedenen Branchen, wobei das Engagement gegenüber Banken und Finanzinstituten, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung, am grössten ist.

Wealth Management & Business Banking: Entwicklung des gefährdeten Kreditportfolios

Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

2007

2006

2005

2004

Total Bruttoausleihungen am Ende des Geschäftsjahres

248 878

229 021

217 327

180 718

Neue gefährdete Kredite

323

345

532

537

Neue Wertberichtigungen und Rückstellungen

91

128

138

239

Neue gefährdete Kredite in % der Total Bruttoausleihungen

0,13

0,15

0,24

0,30

Neue Wertberichtigungen und Rückstellungen in % der Total Bruttoausleihungen

0,04

0,06

0,06

0,13

Global Wealth Management & Business Banking: Verteilung des Bruttoausleihungsgeschäfts nach UBS-internem Rating und Verlustquoten-Klasse

Kreditengagement (brutto)

Verlustquoten-Klasse

Gewichtete durchschnittliche Verlustquote bei Ausfall (%)

Per 31.12.07 Mio. CHF

0–25%

26–50%

51–75%

76–100%

0

1 498

104

1 393

1

33

1

9 741

4

9 696

41

40

2

52 237

48 881

3 110

246

20

3

47 473

40 476

5 083

570

1 344

21

4

25 163

21 643

2 986

534

18

5

58 957

53 665

3 650

1 639

3

17

6

29 307

25 222

3 851

222

12

19

7

19 210

16 599

1 977

613

21

20

8

17 192

11 723

4 502

962

5

24

9

9 019

6 883

840

237

1 059

27

10

2 192

1 805

266

119

2

23

11

1 689

1 468

194

27

22

12

1 349

1 305

29

15

20

Total nicht gefährdet

275 027

229 778

37 577

5 226

2 446

21

Investment-Grade

195 069

164 773

25 918

3 031

1 347

Sub-Investment-Grade

79 958

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