Erfolgsrechnung
Nach einem Gewinn von 6558 Millionen Franken resultierte für das Stammhaus UBS AG infolge eines Gewinneinbruchs um 10 809
Millionen Franken ein Verlust von 4251 Millionen Franken.
Der Beteiligungsertrag nahm infolge höherer Gewinnausschüttungen auf 2592 Millionen Franken gegenüber 1910 Millionen Franken
im Vorjahr zu. Die Verluste aus dem amerikanischen Hypothekenmarkt hatten einen massgeblichen Einfluss auf die Erfolgsrechnungspositionen
Abschreibungen, Rückstellungen und Handelserfolg.
Die Zunahme der Abschreibungen von 1352 Millionen Franken im Jahr 2006 auf 8660 Millionen Franken im Jahr 2007 ist hauptsächlich
auf Wertberichtigungen von Tochtergesellschaften in den USA zurückzuführen.
Für Gesellschaften welche eine Unterkapitalisierung haben wurden im 2007 Rückstellungen von 2688 Millionen Franken gebildet.
Der Handelserfolg verzeichnete eine Abnahme von 9467 Millionen Franken 2006 auf 2767 Millionen Franken im 2007 und spiegelt
hauptsächlich Verluste im Fixed Income Geschäft wider. Die Zunahme beim ausserordentlichen Ertrag und die Abnahme beim ausserordentlichen
Aufwand sind auf Seite 139 erläutert.
Bilanz
Die Aktiven des Stammhauses beliefen sich am 31. Dezember 2007 auf 1598 Milliarden Franken. Dies entspricht einem geringfügigen
Anstieg gegenüber den 1586 Milliarden Franken vom 31. Dezember 2006. Der Anstieg der Aktiven um 12 Milliarden Franken war
auf 88 Milliarden Franken höhere Interbankausleihungen (inkl. Kredite und Collateral Trading) und Barmittel von 6 Milliarden
Franken zurückzuführen. Diese Zunahmen wurden jedoch fast gänzlich durch einen Rückgang bei den Forderungen gegenüber Kunden-
und Hypothekarforderungen (54 Milliarden Franken), der positiven Wiederbeschaffungswerte von derivativen Finanzinstrumenten
(14 Milliarden Franken), der Geldmarktpapiere (13 Milliarden Franken) und der Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
(6 Milliarden Franken) aus einer Teilabschreibung bei einer US-Tochtergesellschaft neutralisiert.
Interbankausleihungen
Die Forderungen gegenüber Banken auf Sicht stiegen um 39 Milliarden Franken. Dies war teilweise auf den höheren Kapitalbedarf
der Bank-Tochtergesellschaften in der Region Europa, Nahost und Afrika sowie einer Zunahme der Forderungen gegenüber nicht
UBS-nahen Banken in derselben Region und in geringerem Masse in Nord- und Lateinamerika zurückzuführen. Im Jahr 2007 gingen
die Forderungen gegenüber Banken auf Zeit um 5 Milliarden Franken zurück. Zudem nahm das Collateral Trading zwischen Banken
aufgrund des Handels mit UBS-Tochtergesellschaften, insbesondere in den beiden Regionen Europa, Nahost und Afrika und Asien
/ Pazifik, sowie mit externen Kunden um 54 Milliarden Franken beinahe auf dasselbe Niveau zu.
Kundenausleihungen
Der Rückgang der Forderungen gegenüber Kunden um 42 Milliarden Franken war dem geringeren Kapitalbedarf der UBS-Tochtergesellschaften
zuzuschreiben, der vorwiegend durch die erneute Integration der Positionen von Dillon Read Capital Management bedingt war,
die nicht mehr vom Stammhaus finanziert werden. Ausserdem nahmen die hypothekenbesicherten Kredite aufgrund der Abkühlung
am US-Hypothekenmarkt und der Auflösung bestimmter «Legacy»-Positionen in den USA, die von Dillon Read Capital Management
aufgebaut wurden, um 12 Milliarden Franken ab.