UBS AG
Screenreader-optimierte Version für sehbehinderte und blinde Besucher Home | Accessibility | Zoom Version | Lokale Sitemap | Service Finder | eng deu fra ita | Suche
   
Wir über unsAnalysten & AktionäreMedienStellenbewerberUBS Geschäftsstellen
Geschäftsberichte 2006  
Jahresbericht Finanzbericht Handbuch
     
Einleitung
UBS
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Unsere Unternehmensgruppen
Industriebeteiligungen
Risikobewirtschaftung
Bilanzbewirtschaftung durch Treasury
Kapitalbewirtschaftung und UBS-Aktien
Corporate Governance
Corporate Responsibility
 

Corporate Responsibility
Corporate Responsibility

Corporate Responsibility ist ein wichtiger Teil unserer Kultur, Identität und Geschäftspraktiken.
Corporate Responsibility ist ein wichtiger Teil unserer Kultur,
Identität und Geschäftspraktiken.

Für uns als ein führender Finanzdienstleister steht die langfristige Wertschöpfung im Vordergrund. Wir erreichen dieses Ziel, indem wir unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen mit Mehrwert anbieten, eine Unternehmenskultur fördern, die hohen ethischen Standards genügt, und für unsere Aktionäre eine überdurchschnittliche und zugleich nachhaltige Rendite erwirtschaften. Wir sind fest davon überzeugt, dass nachhaltiges Wachstum und nachhaltige Investitionen eines Unternehmens auch davon abhängen, was es über die gesetzlichen und regulatorischen Mindestanforderungen hinaus leistet. Deshalb wollen wir ein Arbeitsumfeld schaffen, das auf Werten wie Chancengleichheit, Diversity und Meritokratie basiert. Wir haben darüber hinaus Massnahmen zum Schutz der Umwelt eingeführt, halten uns an hohe soziale Standards und unterstützen die Gemeinschaft, in der wir tätig sind. All unseren Aktivitäten liegt eine Aufsichtsstruktur zugrunde, die den führenden «Codes of Best Prac­tices» gerecht wird.

UN Global Compact

Als eines der ersten Unternehmen hat UBS im Jahr 2000 die «Global Compact»-Initiative der Vereinten Nationen unterzeichnet. Seither wurde der Global Compact erweitert und umfasst heute zehn Prinzipien, welche die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruption abdecken. Seine geografische Reichweite umspannt mittlerweile die ganze Welt: Ende 2006 hatten mehr als 2900 Unternehmen aus über 100 Ländern den Global Compact unterzeichnet. Diese Initiative bildet zwar eine wichtige Grundlage in Diskussionen mit der Öffentlichkeit über die Aufgabe von Wirtschaftsunternehmen in der Gesellschaft, doch zielt sie letztlich auf die Umsetzung konkreter Massnahmen ab. Von besonderer Bedeutung ist in dieser Hinsicht die «Who Cares Wins»-Initiative. Sie wurde im Juni 2004 von 20 Finanzinstituten lanciert und zeigt die Fortschritte auf, die verschiedene Unternehmen beim Einbezug von Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen in die traditionellen Anlageentscheidungen erzielt haben. UBS arbeitet an dieser Initiative seit ihrer Lan­cierung mit und beteiligt sich auch an anderen Projekten im Rahmen des Global Compact, so unter anderem an dessen Schweizer Netzwerk, welches 2006 gegründet wurde.

Menschenrechte

Im November 2006 hat UBS eine Erklärung betreffend grundlegender Menschenrechte eingeführt. Diese Erklärung legt den Mitarbeitern, Kunden und der Öffentlichkeit dar, dass wir der Einhaltung und Förderung der Menschenrechte in unserem Einflussbereich grosse Bedeutung beimessen.

UBS-Erklärung zu den Menschenrechten

Durch völkerrechtliche Grundsätze über die Menschenrechte wird Staaten die Pflicht auferlegt, die Menschenrechte ihrer Bürger weitestmöglich einzuhalten. Obwohl diese Grundsätze gegenüber dem Privat­sektor nicht direkt durchsetzbar sind, sind wir der Überzeugung, dass Privatunternehmen, wie UBS, die Regierungen bei der Umsetzung der Menschenrechte unterstützen können und sollen.

In diesem Sinne hat UBS eine Erklärung zu den Menschenrechten formuliert, welche darlegt, wie wir die Einhaltung der Menschenrechte innerhalb unseres Einflussbereichs fördern. Diese deckt sich mit unserer Unterstützung des UN Global Compact und seiner Prinzipien.

In welchem Masse wir zur Förderung und Einhaltung der Menschenrechte beitragen können, hängt von der Art der Beziehung zu unseren verschiedenen Stakeholder-Gruppen ab: Gegenüber unseren Mitarbeitern handeln wir im Einklang mit den Prinzipien, die den Menschenrechten zugrunde liegen. In unserer Zusammenarbeit mit Lieferanten sind unsere Einflussmöglichkeiten geringer; wir können jedoch über unsere vertraglichen Beziehungen auf sie einwirken. In den Beziehungen zu unseren Kunden ist unser Einfluss begrenzt.

Die nachstehenden Prinzipien fassen unsere Zielsetzungen zusammen. Durch die Integration dieser Grundsätze in unsere Geschäftspraktiken und in unsere interne Kommunikation wollen wir die Menschenrechte in der Unternehmenskultur von UBS verankern.

Mitarbeiter

Wir achten und fördern die Menschenrechtsstandards mittels unserer Personalweisungen und -praktiken.

Lieferanten

Wir sind bestrebt, die Geschäfts­praktiken wichtiger Lieferanten unter Berücksichtigung von Menschenrechtsstandards zu bewerten, und integrieren massgebliche Aspekte in unsere vertraglichen Beziehungen mit ihnen.

Kunden

Wir wollen die verantwortungsvolle Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen fördern, indem wir bei der Prüfung potenzieller Kunden und bei der Ausführung von Trans­aktionen Menschenrechtsstandards berücksichtigen.

Im Rahmen der Jahresberichterstattung von UBS informieren wir regelmässig über die Fortschritte, die wir bei der Umsetzung dieser Erklärung erzielt haben.

Diese Erklärung bedeutet natürlich nicht, dass UBS sich mit dem Thema Menschenrechte erst seit November 2006 befasst. Finanzinstitute berücksichtigen vielmehr seit Jahren Fragen im Zusammenhang mit Menschenrechten, haben hierfür aber oftmals unterschiedliche Bezeichnungen verwendet: zum Beispiel beinhalten Personal- und Diversity-Weisungen Themen wie Chancengleichheit sowie Antidis­kriminierung und befassen sich somit gleichermassen mit Menschenrechten wie Richtlinien zur Beschäftigung, Gesund­heit und Sicherheit der Mitarbeiter. Unsere Erklärung zu den Menschenrechten legt unseren Standpunkt dar und fasst die Hauptthemen in einem Dokument zusammen.

Arbeitsstandards

UBS verfügt über umfassende Personalweisungen und -praktiken, die die Pflichten eines verantwortlich handelnden ­Unternehmens erfüllen. Diese Weisungen und Praktiken werden regelmässig überprüft, um die Einhaltung der Arbeitsstandards zu gewährleisten.

Umwelt

UBS hat 1992 als eine der ersten Banken die Bankenerklärung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) unterzeichnet und sich damit verpflichtet, in die Geschäftstä­tigkeit angemessene Umweltmassnahmen zu integrieren. Unsere Anstrengungen für den Umweltschutz, die bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, entwickelten sich inzwischen zu einem umfassenden, globalen Umweltmanagementsystem, welches nach ISO 14001 zertifiziert ist und das Bankgeschäft sowie innerbetriebliche Abläufe abdeckt. Wir erachten eine ­effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung unseres Energiebedarfs wie auch die Massnahmen, die wir zur Senkung ­unserer CO2-Emissionen ergriffen haben, als wesentliche ­Aktivitäten eines verantwortungsbewussten Unternehmens. Im Februar 2006 haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, das 40% unter dem Stand von 2004 liegt.

Korruptionsbekämpfung

UBS beteiligt sich schon seit Langem an der Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Dazu setzt sie ihre internen Prozesse zur Bekämpfung der Geldwäscherei (AML-Prozess) effektiv, dynamisch und ­risikoorientiert um.

Unsere Corporate-Responsibility-Aktivitäten finden breite Anerkennung. Seit der Lancierung der Dow Jones Sustainability Indices (DJSI) im Jahr 1999 ist UBS Bestandteil dieser Indizes. Die DJSI verfolgen weltweit die Finanzperformance jener Unternehmen, die bezüglich Nachhaltigkeit eine führende Position einnehmen. UBS ist auch Bestandteil der ­Indexreihe FTSE4Good. Diese misst die Leistungen multi- na­tionaler Unternehmen in den Bereichen Nachhaltigkeit, ­Stakeholder-Relations sowie Unterstützung der Menschenrechte. Wir sind ebenfalls ein Mitglied des Climate Leadership Index (CLI) seit dessen Lancierung im Jahr 2004. Der CLI ­informiert Anleger darüber, welche FT500-Unternehmen am umfassendsten über ihre Klimawandel-Ansätze berichten. Als Grundlage für die Bewertung dienen die Antworten der einzelnen Unternehmen zum Fragebogen des Carbon Disclosure Projects (CDP).

Unser Corporate-Responsibility-Prozess

UBS hat seit 2001 ein Corporate Responsibility Committee (CRC). Dieser Verwaltungsratsausschuss evaluiert, wie UBS den sich verändernden Erwartungen ihrer Stakeholder-Gruppen bezüglich der Unternehmensführung begegnen soll. Kommt das CRC zum Schluss, dass zwischen diesen Erwartungen und unseren Tätigkeiten eine wesentliche Differenz besteht – und dass diese Abweichung entweder ein Risiko oder eine Chance darstellt –, kann das CRC der Konzern­leitung entsprechende Handlungsvorschläge unterbreiten.

Marco Suter, vollamtlicher Vizepräsident von UBS und Group Environmental Representative, hat den Vorsitz im Corporate Responsibility Committee. Zusätzlich gehören dem CRC zwei weitere Verwaltungsratsmitglieder und acht Vertreter der obersten Führungsebene unserer Geschäftseinheiten sowie diverser anderer Unternehmensfunktionen wie des Rechtsdienstes und der Kommunikation an. Der Ausschuss kommt zwei bis drei Mal pro Jahr zusammen.

Das CRC wird in seiner Tätigkeit von einer Arbeitsgruppe unterstützt, die sich aus 17 Fachexperten aus allen Unternehmensgruppen zusammensetzt. Die Arbeitsgruppe verfolgt relevante Entwicklungen, Trends und Themen betreffend verantwortungsvolle Unternehmensführung und stellt sicher, dass das CRC über diese informiert wird.

Weder das CRC noch die Arbeitsgruppe haben opera­tionelle Verantwortung für Corporate-Responsibility-Themen. Sie stellen vielmehr sicher, dass UBS in ihren Tätigkeiten den sich verändernden Erwartungen der Gesellschaft Rechnung trägt.

Corporate Responsibility in Policies und Richtlinien von UBS

Wir messen der verantwortungsvollen Unternehmensführung grosse Bedeutung bei. Dies zeigt sich unter anderem in den verschiedenen Unternehmensdokumenten, die das Verhalten aller UBS-Mitarbeiter weltweit regeln. Unsere Policies und Richtlinien, deren Einhaltung wir regelmässig überprüfen, bilden die Grundlage für unsere Geschäfts­tätigkeit.

In unseren Leitwerten – Vision und Werte – ist festgehalten, dass wir Teil der globalen Gemeinschaft sind und unsere soziale Verantwortung wahrnehmen. UBS und ihre Mitarbeiter verhalten sich vorbildlich, denn die Wahrung unserer Integrität ist entscheidend für den Erhalt unseres wichtigsten Werts: die gute Repu­tation von UBS.

Der Verhaltens- und Ethikkodex des UBS-Konzerns legt die für alle UBS-Mitarbeiter verbindlichen Grundsätze und Praktiken fest. Er fasst die allgemein gültigen Standards für Fairness, Ehrlichkeit und Integrität zusammen und bildet die Grundlage für sämtliche UBS-Policies.

Beschäftigung

UBS bietet allen Mitarbeitern gleiche Beschäftigungs- und Beförderungschancen. Niemand wird aufgrund von ethnischem Hintergrund, Geschlecht, Nationalität, Alter, körperlichen Fähigkeiten, sexueller Orientierung oder Religion diskriminiert.

«Whistleblowing-Schutz»

Mit dieser Policy will UBS ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, Handlungen, die gegen Gesetze, Bestimmungen oder Verhaltensregeln verstossen, den zuständigen Vertretern des oberen Managements zur Kenntnis zu bringen, ohne dass den Mitarbeitern daraus ein Nachteil entsteht.

Interessenkonflikte

UBS will eine faire Behandlung all ihrer Stakeholder-Gruppen gewährleisten, ist sich aber gleichzeitig be- wusst, dass Interessenkonflikte nicht immer zu vermeiden sind. Deshalb haben wir allgemeine Leitsätze erarbeitet, die die Erkennung und den richtigen Umgang mit dieser Thematik regeln. Ergänzt werden diese Leitsätze durch spezifische Policies für Situa­tionen, in denen es zu Interessenkon­flikten kommen könnte, wie Eigen­geschäfte oder das Anbieten bzw. Annehmen von Geschenken. Die Investment Bank von UBS hat zudem spezielle Policies für Interessenkonflikte im Zusammenhang mit ihrer Researchtätigkeit.

Bekämpfung von Geldwäscherei und von Bestechung von Amts­trägern

UBS hat sich der Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung verpflichtet. Dazu hat sie diverse Policies eingeführt sowie einen effizienten Rahmen für die Risikobewirtschaftung und eine eigene Einheit geschaffen, die UBS Group Money Laundering Prevention Unit. Die Bestechung von Amtsträgern soll durch adäquate interne Prozesse verhindert werden, die vorsehen, dass die Übertragung von Vermögenswerten durch UBS oder ihre Mitarbeiter an Amtsträger vorgängig bewilligt werden muss.

Mitgliedschaften und ­Vergabungen

Die Handhabung und einheitliche Behandlung von Mitgliedschaften und Vergabungen durch UBS und ihre Mitarbeiter weltweit ist in einer speziellen Policy geregelt. Diese hält fest, dass Vergabungen Beiträge à fonds perdu an Organisationen sind, deren Tätigkeiten (unter anderem) gemeinnützigen, karitativen und kulturellen Zwecken oder der Bildung dienen.

Informationssicherheit

UBS befolgt bezüglich Informations­sicherheit die höchsten Standards. Sie hält die Gesetze und regulatorischen Vorschriften in diesem Bereich ein und nimmt so ihre Pflicht gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Aktionären wahr.

Umweltmanagement

UBS ist bestrebt, Umweltaspekte in alle Geschäftsaktivitäten mit einzubeziehen. Im Rahmen ihrer Umweltpolitik hat sie die in der UNEP-Banken­erklärung festgelegten Praktiken in sämtlichen Bereichen des Bankgeschäfts und der innerbetrieblichen Abläufe umgesetzt.

Menschenrechte

Die UBS-Erklärung zu den Menschenrechten legt dar, wie wir die Einhaltung der Menschenrechte innerhalb unseres Einflussbereichs fördern.

CR-Sensibilisierung und Ausbildung

Es ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter die Anstrengungen, die UBS im Bereich der Corporate Responsibility unternimmt, und die diesbezüglichen Prozesse kennen. Hierzu stellen wir den Mitarbeitern über Intranet und Internet allgemeine ­Informationen bereit. Darüber hinaus haben wir 2006 nahezu 3000 Mitarbeiter aus allen Geschäftsbereichen direkt über Schulungen mit dem Thema Corporate Responsibility bei UBS vertraut gemacht.

Diese Schulungen reichten von kurzen Präsentationen, die insbesondere an Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter gehalten wurden, bis hin zu ausführlicheren Präsentationen und Workshops. In Global Wealth Management & Business Banking zum Beispiel ist ein Modul über Ethik sowie die unternehmerische und persönliche Verantwortung Bestandteil des Schulungsprogramms, das die Unternehmensgruppe ihren Führungskräften anbietet.

GRI

Auf www.ubs.com/corporateresponsibility finden Sie den Global Reporting Initiative Index (GRI-Index). Der GRI-Index bezieht sich auf die GRI 3 Richtlinien und die Finanzdienstleistungs-Sektor-Supplements, die zusammen ein frei­williges Reporting-Framework bilden und den Unternehmen als Leitfaden für ihre Nachhaltigkeits-Berichterstattung dienen.

Beitrag an die Gesellschaft – Bekämpfung der ­Geldwäscherei

Die umfassende und laufende Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung stellt einen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft dar. Die Wahrung der Integrität des Finanzsystems liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Wir nehmen diese Pflicht sehr ernst und versuchen, dieses System sowohl in seiner Gesamtheit als auch in Bezug auf unser eigenes operatives Geschäft zu schützen. Unsere Stakeholder erwarten von uns, dass wir bei der Entwicklung von Strategien und bei der Umsetzung wirksamer Massnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei eine Vorreiterrolle übernehmen. Geldwäscherei und Terrorismus stellen eine ­reale Bedrohung dar, und wir alle haben die Aufgabe, diese Bedrohung so wirksam wie möglich zu bekämpfen.

Die UBS Group Money Laundering Prevention Unit leitet alle Initiativen von UBS zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Sie unterstützt die Mitarbeiter hauptsächlich bei der Erkennung, Handhabung und Meldung von verdächtigen Aktivitäten, ohne dass unsere Kundenfreundlichkeit kompromittiert oder das normale Bankgeschäft behindert wird. Respekt und Schutz der Privatsphäre unserer Kunden behalten dabei höchste Priorität, ­bilden sie doch einen Grundstein der Philosophie von UBS, welche auch bei der Bekämpfung der Geldwäscherei bestmöglich umgesetzt wird.

Die wichtigste Grundlage zum Erreichen unserer Ziele ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns – zwischen den Kundenberatern, den Risikomanagern und den Kontrollstellen. Es ist für unsere Mitarbeiter von zentraler Bedeutung, die Kunden wirklich kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen – und schliesslich möglichen Ungereimtheiten nachzugehen. Um unsere Mitarbeiter in puncto «Know your Customer» (KYC) stets auf dem neuesten Stand zu halten und sie laufend über aktuelle Entwicklungen bezüglich verdächtiger Verhaltensweisen zu informieren, bilden wir sie regelmässig über Online-Schulungen und Seminare weiter. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden unter anderem zu uns kommen, weil sie Vertrauen in die Integrität von UBS haben.

Bei der Bekämpfung der Geldwäscherei verfolgen wir einen risikoorientierten Ansatz, der individuell auf unsere verschiedenen Geschäftsbereiche und ihre spezifischen Risiken abgestimmt wird. Wir legen einheitliche Kriterien fest, nach denen beurteilt wird, ob eine Geschäftsbeziehung mit ­höheren Risiken verbunden ist. Weiter verwenden wir modernste technische Hilfsmittel, um Transaktionsmuster oder ungewöhnliche Transaktionen zu identifizieren. 2006 wurde die Umstellung vom traditionellen «regelorientierten» Ansatz bei der Bekämpfung der Geldwäscherei hin zur «grundsatzorientierten» Regulierung (einschliesslich des so genannten «risikoorientierten» Ansatzes) fortgesetzt. Hierzu müssen wir unsere Richtlinien und Verfahren unter Einbezug der ­besonderen Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist, neu bewerten, das eigene, risikoorientierte Modell weiterent­wickeln und sicherstellen, dass in Zusammenarbeit mit externen ­Stakeholder-Gruppen weiter geprüft wird, welche weiteren Möglichkeiten zur Bekämpfung von Terrorismus und Geldwäscherei ergriffen werden können. Die risikoorientierten AML-Richtlinien wurden daher im Verlauf des letzten Jahres sowohl auf Stufe Konzern als auch auf Stufe Unternehmensgruppen überarbeitet. Damit bot sich die Gelegenheit, mittels einheitlicher Verfahren und Instrumente (zum Beispiel durch die Definition konsistenter Länderrisikostandards zur Identifikation sensitiver Länder) die AML- und KYC-Richt­linien und -verfahren zwischen den Unternehmensgruppen zu straffen und besser aufeinander abzustimmen. Wo sinnvoll, wurden Unterschiede zwischen den Unternehmensgruppen aber beibehalten.

Im vergangenen Jahr lancierten wir im Rahmen der Geldwäschereibekämpfung die Aufklärungskampagne «Look Again», um unsere Mitarbeiter mit einer einfachen und ­klaren Botschaft diesbezüglich zu sensibilisieren. Wir sind überzeugt, dass so sichergestellt wird, dass sich die Mitar­beiter weiterhin auf dieses wichtige Thema konzentrieren. Weiterhin werden wir unsere Anstrengungen fortsetzen, die Effizienz unserer bestehenden Transaktionsüberwachungssysteme, aber auch deren effiziente Nutzung zu ­verbessern.

Wir setzen uns auch weiterhin für rigorose Standards zur Bekämpfung von Geldwäscherei ein, die für die gesamte ­Finanzbranche gelten sollen. So war UBS beispielsweise im Jahr 2000 eine treibende Kraft bei der Gründung der Wolfsberg-Gruppe und bei der Veröffentlichung der globalen «Wolfsberg Anti-Money Laundering Principles». In den Folgejahren unterstützte UBS auch massgeblich die Ausarbeitung, Überwachung und Prüfung entsprechender Richt­linien, die Grundsätze für das Korrespondenzgeschäft und die Bemühungen der Gruppe zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Vor Kurzem haben wir bei der Entwicklung von AML-Richtlinien für Investmentfonds und das Investment- und Retail-Bankgeschäft, wie auch bei einer Erklärung gegen die Korruption, mitgearbeitet.

Als Mitglied der Wolfsberg-Gruppe führte UBS in Russland und China auf Wunsch der lokalen Bankaufsichtsbehörden Seminare durch, die sich mit der Bekämpfung von Geldwäscherei befassen. Im Rahmen der Wolfsberg-Gruppe organisiert UBS im Auftrag des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten auch häufig Seminare für Länder, die bei der Ausarbeitung ihrer Gesetzgebung zur Geldwäschereibekämpfung und gegen die Terrorismusfinanzierung noch am Anfang stehen.

Engagement in der Gemeinschaft

Unser «Community Affairs»-Programm gründet auf dem Verständnis, dass wir – nebst dem wirtschaftlichen Beitrag, den wir durch unsere Geschäftstätigkeit leisten – auch positiv zum sozialen und ökologischen Wohl der lokalen Gemeinschaft, in der wir tätig sind, beitragen wollen.

Der Fokus von «Community Affairs» liegt auf den Kern­themen Empowerment durch Bildung, Förderung der Gesellschaft und Umwelt und umfasst Spendenverdoppelungsprogramme, direkte Bargeldspenden an ausgewählte Organi- sationen, Freiwilligenarbeit von Mitarbeitern, Sachspenden, Katastrophenhilfe und / oder Partnerschaften mit lokal tätigen Vereinen. Weltweit arbeiten regionale Teams eng mit Mitarbeitern aller Stufen zusammen, um diese «Community Affairs»-Partnerschaften und -Programme weiter auszubauen.

2006 spendeten UBS und ihre Stiftungen insgesamt mehr als 38 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke. Durch eigene Spenden und freiwillige Einsätze engagieren sich die Mitarbeiter von UBS ebenfalls massgeblich für die Gemeinschaft. Je nach Region unterstützt UBS diesen Einsatz, indem sie ihnen für solche Aktivitäten pro Jahr bis zu zwei «freie» Arbeitstage gewährt. Im vergangenen Jahr haben mehr als 3800 Mitarbeiter über 50 000 Stunden freiwillige Arbeit ­geleistet.

Weiter hat UBS einige unabhängige Stiftungen und Vereine ins Leben gerufen, die ihr Geld für karitative Zwecke in der Schweiz einsetzen. Der Verein «UBS Mitarbeiter helfen» unterstützt behinderte und benachteiligte Menschen darin, ein aktives und unabhängiges Leben zu führen. UBS unterstützt dieses Engagement und verdoppelte die im 2006 gesammelten Spenden. Das Anliegen der «UBS Kulturstiftung» ist es, Kreativität zu fördern, Kontakte zwischen Kunstschaffenden und der Gesellschaft zu erleichtern und das Verständnis für die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu vertiefen. Die Stiftung unterstützt Kunst, Film, Literatur, Musik, Denkmalschutz, archäologische Projekte und geschichtliche und philosophische Studien in der Schweiz. Die «UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung» setzt sich für die Förderung des Gemeinwohls im weitesten Sinne ein. Dabei sollen gemeinnützige, wohltätige oder karitative Institutionen, Bestrebungen oder Projekte unterstützt werden.

Doch nicht nur UBS und ihre Mitarbeiter beteiligen sich an solchen Projekten. Wir bieten auch unseren Kunden die Möglichkeit, sich wohltätig zu engagieren. Die UBS Optimus Foundation investiert die Spenden unserer Kunden in verschiedene Programme und Hilfswerke, die sich insbesondere in den Bereichen «Kinder & Talente» sowie «Medizinische & biologische Forschung» engagieren. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit angesehenen Partnerorganisationen zusammen. Die Projekte werden von einem Expertenteam ausgewählt, das auch die Umsetzung sorgfältig überwacht. Die Verwaltungskosten der UBS Optimus Foundation werden gänzlich von UBS getragen. Dadurch fliessen die Beiträge unserer Kunden vollumfänglich in die Projekte. 2006 spendete die UBS Optimus Foundation über 9 Millionen Franken und unterstützte damit 53 Projekte in Afrika, Asien-Pazifik, Europa sowie Nord- und Lateinamerika.

Beispiele für unsere globalen Community-Affairs-Aktivitäten

In Grossbritannien arbeiten wir im Rahmen einer Partnerschaft seit mehr als zwölf Jahren mit der Ober­stufenschule Deptford Green im Südosten Londons zusammen. Durch diese Partnerschaft unterstützten wir die Einführung des ersten Mentoring-Programms von Erwachsenen für Schüler in Grossbritannien und ver- mittelten vielen Schülern in Deptford Green seither praktische Erfahrungen. Eine Studie der Charity-Organisation Roots & Wings hat aufgezeigt, dass Schüler, die von UBS-Mitarbeitern begleitet und gefördert wurden, mit einer 20% höheren Wahrscheinlichkeit Arbeit finden. Auch die 7000 Freiwil­ligen-Stunden, die UBS-Mitarbeiter allein in den letzten drei Jahren für die Schule geleistet haben, wirkt sich auf die Gemeinschaft als solche ausserordentlich positiv aus. Unsere Partnerschaft mit der Deptford Green School stiess landesweit auf Anerkennung und wurde 2006 mit dem UK Charity Award ausgezeichnet.

In der Schweiz unterstützen wir unter anderem das Lukashaus, eine Einrichtung für Menschen mit einer Behinderung. Das Lukashaus befindet sich in Grabs und bietet rund 50 behinderten Erwachsenen ein Zuhause und einen Arbeitsplatz. Auf dem Gelände der Institution entsteht die «LandschaftsSINNfonie», ein Landschaftsgarten mit Erlebnisstationen, an denen die fünf Sinne erfahren werden können. Im Herbst 2006 leisteten UBS-Mitarbeiter während vier Tagen einen freiwilligen Einsatz im Landschaftsgarten. Ge- meinsam mit den behinderten Bewohnern des Lukashauses bauten sie einen Weg, die «Schule des Gehens». Anhand einer Reihe von Übungen hilft der Pfad den Erwachsenen, die im Lukashaus leben und arbeiten, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und ihre kognitiven Fähig- keiten zu verbessern.

In der Region Asien-Pazifik unterstützt UBS den Education Development Fund (EDF) des thailändischen «Barter between Brothers»-Projekts im Nordosten des Landes, einer ländlichen Gegend, die häufig unter Dürreperioden leidet. Viele Schulkinder sind nach wie vor mangelernährt und deshalb in ihrem Wachstum behindert. Der EDF weiss um die Bedeutung einer ausreichenden Ernährung und um die Notwendigkeit, landwirtschaftliche Kenntnisse zu vermitteln, und unterrichtet daher die Schüler in der Aufzucht von Austernpilzen, Fröschen und Welsen. Die Schüler haben auch die Möglichkeit, ihre Erzeugnisse mit anderen Schulen auszutauschen. UBS hat ferner eine Reihe von Stipendien übernommen, sodass die Stipendiaten ihre Ausbildung bis zur Junior High School fortsetzen können. Im November 2006 unterstützten Mitarbeiter aus Tokio, Seoul, Hongkong, Bangkok und Singapur während zwei Tagen Schüler, ihre Lehrer und Familien bei einer Vielzahl von Aktivitäten.

In Nord- und Lateinamerika steht für uns die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Hierzu arbeiten wir an den wich­tigsten Standorten von UBS mit Grund- und weiterführenden Schulen des öffentlichen Schulsystems zusammen. In New York beispiels­weise hilft UBS dabei, in den Schulen ein lernfreundlicheres Klima zu schaffen. Wir unterstützen YMCA-Programme, in deren Rahmen Grundschüler nach dem Unterricht in Lesen und Schreiben gefördert werden. Ausserdem errichteten wir ein IT-Netzwerk, über das öffentliche Schulen verbunden sind. In Connecticut liegt unser Fokus auf der höheren Schulbildung, wie das Beispiel des neuen «UBS Student Success Center» am Norwalk Community College zeigt. In Chicago leisten wir Beiträge an die Projekte «Boys & Girls Club» und «After School Matters», die beide den Lehrplan des öffentlichen Schul­systems ergänzen. UBS-Mitarbeiter in den USA helfen darüber hinaus Schulen bei der Organisation von Exkursionen in Museen, beim Neuanstrich von Schulräumen und Schulhauswänden, beim Lesen und Unterrichten, durch Spenden von Unterrichtsmaterialien und sind in Aufsichtsorganen verschiedener Ausbildungsorganisationen tätig.

Socially Responsible Investments (SRI)

UBS verfügt über grosse Erfahrung bei der Integration ökologischer und sozialer Kriterien in ihre Research- und Be­ratungstätigkeit. Bei nachhaltigen Anlagen, so genannten Socially Responsible Investments (SRI) werden zusätzlich zu den finanziellen Überlegungen auch ökologische, soziale oder ethische Kriterien berücksichtigt.

SRI verwaltete Vermögen

Für das Jahr endend

Veränderung in %

Mrd. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.06

31.12.05

31.12.04

31.12.05

UBS

2 989

2 652

2 217

13

Socially Responsible Investments (SRI)

Positivselektion

F9

1,84

1,05

0,78

75

Engagement

F9

55,81

38,90

31,60

43

Negativselektion

F9

16,17

10,73

7,32

51

Total SRI verwaltete Vermögen

F9

73,82

50,68

39,70

46

Anteil an den insgesamt verwalteten Vermögen (%) 2

2,47

1,91

1,79

Performance der SRI-Fonds von UBS (in %)

Absolute Performance des Eco Performance 3

10,82

21,79

4,66

Relative Performance des Eco Perf. gegenüber MSCI 4

(0,41)

(5,72)

(1,30)

1  Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI Umweltleistungsindikatoren definiert im GRI Financial Services Sector Supplement. 2  Total Socially Responsible Investments (SRI) / verwaltete Vermögen von UBS. 3  Eco Performance = UBS (Lux) Equity Fund-Eco Performance B. 4 Leitindex MSCI World (r).

Positivselektion: Positivkriterien qualifizieren ein Unternehmen zur Aufnahme in einen Fonds oder ein Portfolio, wenn dessen Strategien, Prozesse und Produkte positive Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg, die Umwelt und die Gesellschaft haben. Engagement: Anleger nehmen den Dialog mit dem Verwaltungsrat oder dem Management einer Firma auf, um die unternehmerischen Aktivitäten hinsichtlich ökologischer, sozialer und ethischer Gesichtspunkte zu beeinflussen. Negativselektion: Bei der Anwendung von Negativkriterien wird in gewissen Bereichen aufgrund von ethischen, sozialen oder ökologischen Kriterien nicht investiert. Beispiele sind die Rüstungs- und die Tabakindustrie, das Glücksspiel oder Branchen, die stark umweltschädigende Auswirkungen haben.

Global Asset Management bietet privaten und institutionellen Kunden eine breite Palette an SRI an. In der Schweiz und in Japan wählen wir die Titel in jeder Branche gemäss ökologischen und sozialen Kriterien nach dem «Best in Class»-Prinzip aus. Das Angebot an SRI-Aktienprodukten umfasst einen globalen, einen europäischen und einen japanischen Fonds sowie einen Global-Innovators-Fonds. Letz­terer investiert hauptsächlich in kleine Unternehmen, die in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Mobilität, Wassermanagement, Ernährung und Gesundheit Produkte mit grossem Potenzial herstellen. Die SRI-Fonds be­dienen sich sowohl spezieller SRI- als auch herkömmlicher ­Researchplattformen, um ein Portfolio erstklassiger SRI-Titel zusammenzustellen. In den USA verwaltet Global Asset ­Management verschiedene Mandate institutioneller Kunden, die mittels «negativer» SRI-Kriterien bestimmte Firmen oder Sektoren ausschliessen. In Grossbritannien verfolgt Global Asset Management die Strategie, die Corporate-­Governance- und Corporate-Responsibility-Aktivitäten der Firmen, in die investiert wird, gezielt zu beeinflussen. Durch unsere offene Produktarchitektur ermöglichen wir es unseren Kunden zudem, in SRI-Produkte von Drittanbietern zu investieren.

Bei der Investment Bank verfügt UBS über ein Research- team, das Research in Bereichen mit zunehmenden oder schwindenden Risiken betreibt und Konferenzen über ak­tuelle Themen veranstaltet. Es beobachtet ferner die von ­externen SRI-Agenturen bereitgestellten Ratings und koordiniert das Research der Analysten zu aktuellen SRI-Themen. Bei der Frage, wie sich die Auswirkungen SRI-relevanter Themen auf den Aktienkurs von Unternehmen quantifi­zieren lassen, ist es kommentierend und beratend tätig. Institutionellen Kunden von UBS steht auf dem ResearchWeb der Bank eine ­Seite zu Socially Responsible Investments zur Verfügung. Die Investment Bank lancierte 2006 den UBS ­Diapason Global Biofuel Index, den weltweit ersten Biotreibstoff-Index, sowie den UBS World Emissions Index, den ersten Index für den globalen Markt für Emissionsrechte. Kunden können über indexgebundene Produkte der Investment Bank an der Wert­entwicklung dieser Indizes parti­zipieren.

Global Wealth Management & Business Banking legte in den vergangenen zwei Jahren den Schwerpunkt darauf, das Bewusstsein der Kundenberater für SRI-spezifische Fragen zu fördern. Die Geschäftsleitung lancierte 2006 eine Stra­tegie zur vollständigen Integration von SRI-Produkten ins UBS-Beratungserlebnis. Die Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Investment-Banking- und Asset-Management-Einheiten wurde verstärkt, und im Februar 2007 lancierten wir das UBS Climate Change Strategy Certificate, einen aktiv verwalteten Korb aus 20 bis 25 Titeln. Mit diesem Zertifikat haben Anleger Zugang zu innovativen Unternehmen, die ­Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels entwickeln. Zu den Anlagebereichen zählen Energieerzeugung (erneuerbare und sauberere Energie) und Energieeffizienz (in Gebäuden, von Transportmitteln sowie in Industrieprozessen und -produkten).

Umweltmanagement

Unser Engagement gegenüber der Umwelt unterstreichen wir mit unserem globalen Umweltmanagementsystem, das nach ISO 14001 zertifiziert ist und sowohl das Bankgeschäft wie auch die innerbetrieblichen Abläufe umfasst. Das Umweltmanagementsystem wurde 2005 von unserem Auditor SGS erfolgreich rezertifiziert, und das aktuelle Zertifikat ist noch bis 2008 gültig.

Wir sind weiterhin bestrebt, Umweltaspekte in alle unsere Geschäftsaktivitäten zu integrieren. Unsere Umweltpolitik basiert auf fünf Grundsätzen:

– Wir sind bestrebt, in all unseren Geschäftsfeldern Umwelt­risiken zu berücksichtigen, insbesondere im Kreditgeschäft, im Investment Banking, in der Beratung und im Research sowie bei unseren eigenen Anlagen.

– Wir wollen Chancen wahrnehmen, die sich auf den Finanzmärkten bezüglich umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen wie Socially Responsible Investments eröffnen.

– Wir suchen aktiv nach Möglichkeiten, die durch unsere internen Arbeitsabläufe entstehenden Belastungen von Luft, Boden und Wasser zu verringern. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion der Emission von Treibhaus­gasen. Überdies wollen wir die ökologischen Auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen unserer Lieferanten überprüfen.

– Wir stellen die effiziente Umsetzung unserer Umweltpolitik durch unser weltweit zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 – der internationalen Norm für Umweltmanagement – sicher.

– Wir investieren in Know-how und integrieren Umweltaspekte in unsere interne Kommunikation und Ausbildung.

Die Konzernleitung verabschiedet die Umweltpolitik von UBS und ernennt einen Group Environmental Representative, der die Leitlinien der Umweltstrategie von UBS bestimmt und umweltrelevante Themen gegenüber dem Corporate Responsibility Committee zur Sprache bringt. Die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Umweltpolitik liegt bei den Unternehmensgruppen.

Umweltleistung in Kennzahlen

Jedes Jahr halten wir anhand von Key Performance Indicators (KPI) unsere Umweltleistung im Detail fest, was uns einen jährlichen Vergleich ermöglicht. Diese KPIs basieren auf Reporting-Standards wie der Global Reporting Initiative (GRI) und umfassen spezifische Reportingkennzahlen für die Umweltleistung von Finanzinstituten.

Die unten stehenden Management-Indikatoren bieten ­einen Überblick über das Umweltmanagementsystem auf Stufe Konzern.

Umweltmanagement-Indikatoren

Für das Geschäftsjahr endend am

Veränderung in %

Personalbestand auf Vollzeitbasis (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.06

31.12.05

31.12.04

31.12.05

Mitarbeiter Finanzdienstleistungsgeschäft 2

78 140

69 569

67 407

12

In spezialisierten Umweltfachstellen 3

30

25

22

18

Umweltsensibilisierung

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

2 489

2 251

1 664

11

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

1 498

1 214

2 124

23

Fachausbildung mit Umweltbezug

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

977

1 010

602

(3)

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

1 758

2 066

1 932

(15)

Externe Umweltaudits 4

Auditierte Mitarbeiter

F6

30

147

11

(80)

Auditierungszeit (Tage)

F6

6

17

2

(67)

Interne Umweltaudits 5

Auditierte Mitarbeiter

F6

154

216

148

(29)

Auditierungszeit (Tage)

F6

44

39

29

13

1 Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI Umweltleistungsindikatoren definiert im GRI Financial Services Sector Supplement. 2 Die Mitarbeiterzahlen zeigen den Stand per 31. Dezember 2006. 3 2006: 25 UBS und 5 externe Mitarbeiter (auf Vollzeitbasis). 4 Die Audits wurden ausgeführt von SGS Société Générale de Surveillance SA. 2004 und 2006 wurden Überwachungsaudits und 2005 ein umfangreicheres Re-Zertifizierungsaudit durchgeführt. 5 Audits / Reviews von spezialisierten Umweltfachstellen. Die Umsetzung der Umweltrisiko-Weisungen wird zusätzlich von Group Internal Audit überprüft.

Umweltrisiken bei Geschäftstransaktionen

Für UBS ist es von zentraler Bedeutung, die mit ihren Geschäftstransaktionen verbundenen Umweltrisiken zu ermitteln, zu bewirtschaften und zu kontrollieren. So können beispielsweise der Cashflow oder die Vermögenswerte einer Gegenpartei durch Umweltaspekte wie ineffiziente Herstellungsverfahren oder Altlasten eines Gebäudes beeinträchtigt werden. Ein weiteres Beispiel ist das Haftungsrisiko, das entsteht, wenn die Bank eine Sicherheit in ihre eigenen Bücher übernimmt.

Investment Bank

Die Investment Bank verfügt über eine globale Umweltrisikopolitik, die weltweit für alle Transaktionen, Tätigkeiten und angebotenen Dienstleistungen gilt. Diese Umweltpolitik wird gestützt durch Standards für Umweltrisiken, die in die Due-Diligence- und Genehmigungsverfahren der Investment Bank integriert sind. Die Mitarbeiter der Investment Bank identifizieren in der ersten Due-Diligence-Phase potenzielle Umweltrisiken und melden der Environmental Risk Group der Unternehmensgruppe Risiken von wesentlicher Tragweite. Für bestimmte Sektoren und Produkte werden routinemässig Beurteilungen durch Anwälte und/oder externe Berater eingeholt. Die Environmental Risk Group arbeitet bei der Bewertung der Risiken, der Festlegung von Korrekturmassnahmen und der allfällig notwendigen Weiterführung der Due Diligence eng mit den betreffenden Geschäfts- und Kontrollfunktionen zusammen. Auf diese Weise kann das zuständige Senior Business Committee im Zuge seiner Überprüfung der Transaktion und/oder des Kunden das potenzielle Umweltrisiko in vollem Umfang berücksichtigen. 2006 wurden insgesamt 48 solcher interner Bewertungen durchgeführt.

Global Wealth Management & Business Banking

Global Wealth Management & Business Banking wendet ­seine Umweltrisikopolitik auf sein gesamtes Kreditgeschäft an. Damit wird vor allem sichergestellt, dass Portfolios, die bedeutende Umweltrisiken bergen, identifiziert und überwacht werden. Ausserdem ist das allgemeine Vorgehen für die Bewirtschaftung von Umweltrisiken im Kreditgeschäft festgehalten. Die ökologischen Beurteilungen sind in diese Prozesse integriert und werden jeweils auf das Kundensegment, die Grösse der Transaktion und das tatsächliche Risiko zugeschnitten. Die allgemeine Beurteilung des Umweltrisikos ist ein dreistufiges Verfahren. Die erste Prüfung nimmt der zuständige Kundenberater – gegebenenfalls mit Unterstützung einer spezialisierten Geschäftseinheit – vor. Dabei untersucht er die finanziellen Risiken, die mit Umwelt­aspekten wie Einhaltung der Umweltgesetze, Arbeitssicherheit, Altlasten oder Naturgefahren verbunden sind. Lassen sich Risiken nach der ersten Prüfung nicht ausschliessen, nimmt ein Credit Officer eine zweite Prüfung vor. Er beurteilt, ob die ermittelten Risiken transparent genug sind, um die Kreditentscheidung treffen zu können. Transaktionen, die ein erhöhtes Umweltrisiko mit sich bringen, werden einer dritten Prüfung – einer detaillierten Umweltrisikoprüfung – unterzogen. Diese Dienstleistung erbringt die Umweltrisikoeinheit der Unternehmensgruppe. 2006 wurden 25 solche detaillierten Bewertungen durchgeführt. Sind mit einer Transaktion substanzielle Umweltrisiken verbunden, kann die Bank auf verschiedene Arten vorgehen: Sie kann die Konditionen des Kreditvertrags anpassen, mit dem Kunden mögliche Korrekturmassnahmen erörtern oder die Transak­tion ganz ablehnen.

Global Asset Management

Die 2004 in Global Asset Management eingeführte formelle Umweltrisikomatrix, mit der potenzielle Reputations- und Umweltrisiken ihrer Anlagen beurteilt werden, wird jährlich auf ihre Anwendbarkeit und Vollständigkeit überprüft. Diese Matrix stellt einen Teil des Umweltmanagementsystems dieser Unternehmensgruppe dar.

Umwelt- und CO2-Fussabdruck

Wir beeinflussen die Umwelt auf vielfältige Weise: Für un­sere Geschäftstätigkeit benötigen wir Elektrizität, unsere Mit­arbeiter gehen auf Geschäftsreise, sie verbrauchen Papier und produzieren bei ihrer täglichen Arbeit Abfall. Zudem sind die Büros mit Heizungs- und Kühlungssystemen ausgestattet. Der sparsamere Umgang mit diesen Ressourcen kann unsere Betriebsmargen steigern und unsere ökologische Leistung verbessern. Durch zahlreiche Massnahmen stellen wir deshalb sicher, dass unser Unternehmen auch in ökologischer Hinsicht effizient geführt wird.

Jedes Jahr analysieren wir unsere Auswirkungen auf die Umwelt und unseren CO2-Fussabdruck. Die Grafik auf Seite 180 zeigt, wie sich unser Energieverbrauch, unser Geschäftsreiseverkehr, unser Papierverbrauch und unser Abfall in relativer Hinsicht auf die Umwelt und unseren CO2-Fussabdruck auswirken. Dabei wird unser Energieverbrauch auf die verschiedenen Erzeugungsquellen aufgeteilt, und es werden deren Auswirkungen auf die Umwelt und die CO2-Emis­sionen aufgezeigt. Die Ergebnisse veranschaulichen, dass der von uns gekaufte Energiemix unsere Auswirkungen auf die Umwelt und unseren CO2-Fussabdruck insgesamt stark beeinflusst.

2006 haben wir unser gesamtes CO2-Berichterstattungssystem überprüft, um unsere CO2-Emissionen von einer externen Stelle nach ISO 14064 – dem neuen internationalen Standard zur Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen – verifizieren zu lassen (siehe dazu die Verifizierungs-Erklärung unten). Die Überprüfung ergab, dass wir für unsere CO2-Emissionen in der Vergangenheit aufgrund von zu konservativen Annahmen einen zu hohen Wert auswiesen. Durch die Anwendung der neuesten internationalen Standards zur Umrechnung von Flugreisen und Stromverbrauch in CO2-Emissionen fielen unsere publizierten Emissionswerte wesentlich geringer aus.

Das anhaltende Wachstum von UBS führte 2006 zu einem deutlichen Anstieg beim Stromverbrauch (+ 6%) und bei ­Geschäftsreisen (+ 24%). Im Einklang mit unserer Klima­wandelstrategie haben wir beschlossen, diesen Trend durch den Zukauf von mehr erneuerbarer Energie und durch die Kompensation von geschäftsbedingten Flugreisen abzu­schwächen. Der Prozentanteil an erneuerbarer Energie, die wir beziehen, stieg von 23% im Jahr 2005 auf 34% im Jahr 2006. Zusammen mit dem Kauf von Kompensationen («Offsets», siehe Information zum Klimawandel auf Seite 176) werden wir dank dieses saubereren Energiemix unseren ­gesamten CO2-Fussabdruck gegenüber 2005 um 21% ­senken können (siehe CO2-Fussabdruck in der Tabelle auf Seite 182).

Herausforderung Klimawandel

Für UBS stellt der Klimawandel eine der bedeutsamsten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit dar. Der Klimawandel wird global weit reichende Auswirkungen auf Öko­systeme, Gesellschaften und Volkswirtschaften haben. Als Antwort auf neue Regulierungen sowie sich bietende Risiken und Chancen am Markt wird die Geschäftswelt innovative Strategien entwickeln. Wie geht UBS diese Herausforderung an?

Direkte Umweltbelastung reduzieren

Als Finanzinstitut ist unser direkter Einfluss auf den Klimawandel im Vergleich zu anderen Branchen zwar relativ gering. Ein effizientes und nachhaltiges Energiemanagement sowie die Reduktion des CO2-Aus­stosses sind für UBS jedoch ein wesentlicher Bestandteil ihrer unternehmerischen Verantwortung. So entschied die Konzernleitung im Februar 2006, die konzernweiten CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, das 40% unter dem Stand von 2004 liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die interne Energie­effizienz wann immer möglich ge- steigert, mehr erneuerbare Energie gekauft und Emissionen, wie diejenigen von Flugreisen, kompensiert werden.

Zur Erreichung dieses Ziels wurden ehrgeizige Programme lanciert. Als Sofortmassnahme wurde beschlossen, alle CO2-Emissionen, die 2006 als Folge unserer geschäftsbedingten Flugreisen entstanden sind (über 100 000 Tonnen CO2) und rund ein Viertel unserer gesamten CO2-Emissionen ausmachen, zu kompensieren. Die Kompensation dieser Emissionen bedeutet, dass wir unsere Emissionen von Flugreisen durch Investitionen in Projekte Dritter, die in gleichem Umfang zu einer Senkung der Treibhausgase beitragen, indirekt neutralisieren. Wir haben vier Projekte in Brasilien, Russland, Indien und China ausgewählt, die sich durch die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards und einen zusätzlichen ökologischen und sozialen Nutzen auszeichnen. Wir kauften Offsets von den folgenden Projekten: In Brasilien bauten lokale Farmerkooperativen in einer abgelegenen Region des Bundesstaates Rio Grande do Sul kleine Wasserkraftwerke, in Nordwest­russland ersetzte ein Holzproduzent Kohleboiler durch eine Biomasse-Heizanlage, die mit Holzabfällen aus der Umgebung betrieben wird, im indischen Andhra Pradesh gewinnt ein Zuckerrohrunternehmen aus seinen Abwässern Methan und nutzt es als Biokraftstoff zur Erzeugung sauberer Energie und in der chinesischen Provinz Shandong wurden 15 Windturbinen gebaut. Damit hat die von Kohlekraftwerken geprägte Region eine Quelle für sauberere Energie erhalten. Alle vier Projekte bringen zudem beachtliche soziale Vorteile wie die Schaffung lokaler Arbeitsplätze, Bildung, Gesundheit und Stärkung der ländlichen Regionen.

Parallel dazu setzten wir unsere Anstrengungen zur Verbesserung der internen Energieeffizienz fort und kauften zusätzlich erneuerbare Energie. Einige Beispiele für die im Jahr 2006 ergriffenen Massnahmen:

– UBS unterzeichnete eine neue Vereinbarung für den in Zürich gekauften Strom (rund 100 GWh pro Jahr), die festlegt, dass die gesamte Versorgung für unsere Gebäude an diesem Standort aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Seither stammen mehr als drei Viertel des gesamten Stromverbrauchs in der Schweiz aus erneuerbaren Energiequellen und aus Fernwärme.

– In Stamford, Connecticut, wo einer unserer wichtigsten Handelsräume und eines unserer weltweit grössten Gebäude liegen, werden die Vorteile eines umfangreichen Umbauprojekts erkennbar, in dessen Rahmen die Infrastruktur modernisiert und die Energieüberwachung optimiert wurde. 2006 nahm unser Stromverbrauch trotz des beachtlichen Geschäftswachstums und der höheren Nutzungsdichte um 5% ab. Die jährlichen Energieeinsparungen von schätzungsweise 2,3 GWh liessen die Kosten um über 270 000 US-Dollar und die CO2-Emissionen um 740 Tonnen sinken. Im Zuge dieser Massnahmen verringerte sich auch der Strombezug des Gebäudes aus dem lokalen Stromnetz, sodass sich die gestiegene Nachfrage in der Stadt Stamford etwas zurückbildete.

– In der Schweiz wurde auf allen Computern die neue Wake-on-LAN-Funktion eingeführt. Mit dieser Funktion können Computer am Ende des Arbeitstags ausgeschaltet und dann über das Netzwerk ferngestartet werden – beispielsweise um über Nacht ein Software-Upgrade zu installieren. 2006 wurde Wake-on-LAN in der Schweiz auf über 30 000 PCs und Notebooks installiert. Die damit verbundenen Stromeinsparungen dürften be