UBS AG
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Kapitalbewirtschaftung
Kapitalbewirtschaftung

Wir wollen nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre schaffen, bei anhaltend starker Kapitalisierung und soliden Ratings.
Wir wollen nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre schaffen,
bei anhaltend starker Kapitalisierung und soliden Ratings.

UBS verfolgt eine aktive, zielgerichtete Kapitalbewirtschaftung. Unsere Absicht ist es, gute Ratings und solide Kapitalkennzahlen aufrechtzuerhalten (siehe Kapitel «Kapitalkraft»), um unsere Position als einer der bestkapitalisierten Finanzdienstleister der Welt zu stärken. Dank unserer starken Kapitalisierung können wir in das Wachstum unserer Geschäfte investieren, indem wir organisch wachsen oder Akquisi­tionen tätigen. Bieten sich keine Gelegenheiten, um in das Wachstum zu investieren, schütten wir Kapital an unsere ­Aktionäre aus.

Bei der Bewirtschaftung unseres Kapitals prüfen wir sowohl den Eigenkapitalbedarf (Mindestkapitalbetrag zur Abdeckung unserer Risiken gemäss den aufsichtsrechtlichen Anforderungen) als auch unsere verfügbaren anrechenbaren eigenen Mittel (unser Kapital berechnet nach den Kriterien der Aufsichtsbehörden) und prognostizieren deren künftige Entwicklung. Eigenmittel, die wir nicht für unser Wachstum oder unsere Geschäftstätigkeiten benötigen, erstatten wir durch Dividendenzahlungen und Aktienrückkaufsprogram­me an unsere Aktionäre zurück. Dadurch und mit den von uns emittierten, dem Eigenkapital zurechenbaren Kapital­marktinstrumenten können wir die Kapitalkennzahlen be­einflussen. Durch aktive Bewirtschaftung sind wir so in der Lage, die solide Kapitalisierung sowie die Kreditratings ­aufrechtzuerhalten und weiterhin nachhaltigen Wert für die Aktionäre zu schaffen.

Eigenkapitalanforderungen

Das nach der Bankengesetzgebung von uns verlangte Eigenkapital bemisst sich nach unseren risikogewichteten Aktiven – den Bilanz-, Ausserbilanz- und Marktrisikopositionen, die nach den Kriterien unserer massgebenden Aufsichtsbehörde, der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), berechnet und risikogewichtet werden. Die Gegenparteienrisiken werden je nach der Art des Instruments (und gegebenenfalls der Sicherheit) berechnet und gemäss der Art der Gegen­partei risikogewichtet. Marktrisikopositionen werden in der Regel anhand eines Value-at-Risk-Modells (VaR) ermittelt. Weitere Einzelheiten zu diesen Berechnungen sind der Anmerkung 29 im Anhang zur Konzernrechnung zu entnehmen. Unser Eigenkapitalbedarf resultiert mehrheitlich aus Bilanzaktiven. Ausserbilanzpositionen machten 14% und Marktrisikopositionen 6% der gesamten risikogewichteten Aktiven und folglich des Gesamtkapitalbedarfs aus.

Das zur Abdeckung dieser Risiken verfügbare Kapital – die anrechenbaren eigenen Mittel – besteht aus zwei Elemen­ten: dem Kernkapital (Tier 1), das primär dem Eigenkapital mit bestimmten aufsichtsrechtlichen Anpassungen entspricht, und dem Ergänzungskapital (Tier 2), das aus langfristigen nachrangigen Schuldpapieren besteht. Das Kernkapital muss sich auf mindestens 4% und das Gesamtkapital (Kern- und Ergänzungskapital) auf mindestens 8% der risiko­gewichteten Aktiven belaufen.

Unsere veröffentlichten risikogewichteten Aktiven und Kapitalkennzahlen werden gemäss Basler Eigenkapitalvereinbarung (BIZ-Richtlinien) ermittelt. Die Berechnung des ­Eigenkapitalbedarfs von UBS gemäss den Bestimmungen der EBK weicht in gewissen Punkten von der Berechnung ­gemäss Basler Eigenkapitalvereinbarung (BIZ-Richtlinien) ab. Die wichtigsten Unterschiede sind die folgenden:

– Im Gegensatz zur BIZ, die eine Risikogewichtung von maximal 100% einsetzt, wendet die EBK für bestimmte Vermögenswerte (z.B. Immobilien, Sachanlagen, immaterielle Anlagen und nicht dem Handelsbuch zugeordnete Beteiligungstitel) Risikogewichtungen von über 100% an.

– Im Gegensatz zu den BIZ-Richtlinien, die für Ausleihungen an OECD-Banken eine Risikogewichtung von 20% vor­sehen, schreibt die EBK eine solche von 25% bis 75% vor (je nach Laufzeit).

Als Folge der Unterschiede bei den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen fallen die risikogewichteten Aktiven von UBS höher und die Kapitalquoten (Gesamt- und Kernkapital) ­tiefer aus, wenn die Berechnung gemäss den Vorschriften der EBK anstatt der BIZ-Richtlinien erfolgt. Das Gesamt- und das Kernkapital von UBS überstiegen zu jeder Zeit deutlich die von der BIZ und der EBK festgelegten Minimalanforderungen.

Kapitalkennzahlen

Per 31. Dezember 2006 beliefen sich die risikogewichteten Aktiven auf 341,9 Milliarden Franken, gegenüber 310,4 Milliarden Franken im Vorjahr. Diese Zunahme von 10% ist zu rund 75% auf die Aktivitäten unserer Investment Bank (einschliesslich Akquisitionen im Jahr 2006) zurückzuführen. Der Rest ist dem Kreditgeschäft von Global Wealth Management & Business Banking zuzuschreiben. Per 31. Dezember 2006 belief sich das BIZ-Kernkapital auf 40,5 Milliarden Franken, gegenüber 39,8 Milliarden Franken im Vorjahr. Darin spiegelt sich ein hoher Betriebsgewinn im Jahr 2006 wider, der teilweise durch verschiedene Akquisitionen im Berichtsjahr, einen negativen Währungseffekt und höhere Dividendenabgrenzungen vermindert wurde. Aufgrund des 10%igen Anstiegs der risikogewichteten Aktiven (RWA) und der 2%igen Zunahme des BIZ-Kernkapitals ging unsere BIZ-Kernkapi­talquote um 0,9 Prozentpunkte von 12,8% am ­31. Dezember 2005 auf 11,9% per Ende 2006 zurück. Die BIZ-Gesamtkapitalquote lag per 31. Dezember 2006 bei 14,7%, gegenüber 14,1% im Vorjahr. Dies ist auf die Aus­gabe von zusätzlichem nachrangigem Ergänzungskapital (nachrangige Schuldpapiere) im Jahr 2006 zurückzuführen.

Einzelheiten zur Ausgabe von Kapitalmarktinstrumenten durch UBS im Jahr 2006, einschliesslich Vorzugsaktien (Preferred Securities) und nachrangiger Schuldpapiere, sind dem Abschnitt «Kapitalstruktur» des Kapitels «Corporate Governance» zu entnehmen.

Einführung der Neuen Basler Eigenkapital­vereinbarung «Basel II»

Wir erwarten, dass sich die Einführung der Neuen Basler ­Eigenkapitalvereinbarung «Basel II» am 1. Januar 2008 insgesamt leicht negativ auf unsere BIZ-Kernkapitalquote auswirken wird. Die Auswirkungen hängen von der weiteren Entwicklung unseres Geschäftsportfolios – insbesondere dem Profil unseres Kreditportfolios – ab. Unsere Prognose beruht auf einem direkten Vergleich zwischen unserem Kapitalbedarf gemäss den aktuellen Bestimmungen per 31. Dezember 2006 und dem entsprechenden Bedarf zum selben Stichtag, aber unter Anwendung der Basel-II-Bestimmungen, der mit den IT-Systemen und -Prozessen ermittelt wurde, die wir ab Inkrafttreten von «Basel II» einsetzen werden.

Eigenmittelunterlegung

Per

Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

31.12.06

31.12.05

31.12.04

BIZ-Kernkapital (Tier 1)

40 528

39 834

31 320

davon hybrides Kernkapital (Tier 1) 1

5 633

4 975

2 963

BIZ-Gesamtkapital

50 364

43 808

36 135

BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) (%)

11,9

12,8

11,8

BIZ-Gesamtkapitalquote (%)

14,7

14,1

13,6

Bilanzaktiven

273 588

252 364

218 476

Ausserbilanz- und andere Positionen

48 444

37 010

28 205

Marktrisikopositionen 2

19 860

21 035

18 151

Total risikogewichtete Aktiven (BIZ)

341 892

310 409

264 832

1 Vorzugsaktien?2 Gegenwert der risikogewichteten Aktiven (BIZ) zur Eigenmittelunterlegung für das Marktrisiko.

Kapitalkraft

UBS gehört zu den kapitalkräftigsten Banken der Welt. Wir sind überzeugt, dass dies in den Augen unserer Kun-den und Aktionäre ein wesentliches Differenzierungsmerkmal darstellt.

Im März 2006 bestätigte Moody's das langfristige Kreditrating von Aa2, das Kurzfristrating von Prime-1 sowie das Rating B+ für die Finanzkraft von UBS. Die Agentur kommentierte diesen Entscheid damit, dass die Ratings der UBS AG die Führungsposition des Konzerns in den meisten seiner Kern-geschäfte, seine Fähigkeit, vorhersehbare und steigende Gewinne zu erzielen, seine verbesserte Kosten­kontrolle, seine sehr tiefe Risikoneigung und eine solide wirtschaftliche Position und Kapitalbasis reflektierten.

Im Juni 2006 bestätigte Standard & Poor's ihr Rating AA+ für die lang­fristigen sowie ihr Rating A-1+ für die kurzfristigen Verbindlichkeiten von UBS. Kommentar: «Die Ratings der schweizerischen UBS AG zeigen die starke Marktstellung der Bank in einer Vielzahl von Tätigkeitsbereichen auf, welche die hohe Rentabilität sowie die solide Kapitalausstattung und Liqui-dität fördert. UBS verfügt in ihren aus-gewählten Märkten über eine führende Position. Die Bank ist der weltweit grösste Anbieter im Wealth-Management-Geschäft, zählt zu den führenden Vermögensverwaltern und Investmentbanken der Welt und ist die grösste Geschäftsbank in der Schweiz. Zu ihren Hauptstärken zählen die hohen Cash-flows und Renditen sowie der geringe Eigenmittelbedarf ihres Asset-Gathering-Geschäfts.»

Im Oktober 2006 bestätigte die Rating-agentur Fitch Ratings die Bewertungen AA+ / F1+ / A/B: «Die Ratings von UBS reflektieren ihre herausragende Stel-lung im Private Banking und im Wealth Management, ihre diversi­fizierte Ertragsstruktur, ihre konstant hohe Rentabilität, eine vorsichtige Risiko­politik und ihre solide Kapitalisierung. Finanzierung und Liquidität gehören weiterhin zu den besonderen Stärken. UBS ist nach wie vor eine der besser kapitalisierten globalen Banken.»

Die langfristigen Kreditratings von UBS sind der unten stehenden Tabelle zu entnehmen. Jedes einzelne Rating gibt nur die Sicht der betreffenden Ratingagentur zum Zeitpunkt der Bewertung wieder. Erklärungen zur Bedeutung eines Ratings sind ausschliesslich bei der entsprechenden Agentur einzu­holen. Ein Wertpapierrating stellt keine Empfehlung dar, ein Wertpapier zu kaufen, zu verkaufen oder zu halten. Generell sollte eine Einstufung unab-hängig von anderen Ratings erfolgen. Kreditratings können jederzeit durch die Ratingagentur abgeändert, vor-übergehend ausgesetzt oder vollständig zurückgezogen werden, falls es die Umstände nach Meinung der Agentur erfordern.

Langfristige Kreditratings

Per

31.12.06

31.12.05

31.12.04

Fitch, London

AA+

AA+

AA+

Moody's, New York

Aa2

Aa2

Aa2

Standard & Poor's, New York

AA+

AA+

AA+

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