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John A. Fraser | Chairman und CEO Global Asset Management |
Als einer der weltweit führenden Vermögensverwalter bietet Global Asset Management Privatkunden, Institutionellen und Firmen direkt und über Finanzintermediäre Lösungen in den Bereichen traditionelle und alternative Anlagen sowie Immobilien an.
Managementrechnung | ||
Für das Geschäftsjahr endend am oder per | ||
Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben) | 31.12.06 | 31.12.05 |
Total Geschäftsertrag | 3 220 | 2 487 |
Total Geschäftsaufwand | 1 828 | 1 430 |
Ergebnis vor Steuern | 1 392 | 1 057 |
Neugelder – Institutional (Mrd. CHF) | 29,8 | 21,3 |
davon: Geldmarktfonds – Institutional (Mrd. CHF) | 11,0 | (3,0) |
Verwaltete Vermögen – Institutional (Mrd. CHF) | 519 | 441 |
davon: Geldmarktfonds – Institutional (Mrd. CHF) | 28 | 16 |
Neugelder – Wholesale Intermediary (Mrd. CHF) | 7,4 | 28,2 |
davon: Geldmarktfonds – Wholesale Intermediary (Mrd. CHF) | (2,5) | (9,7) |
Verwaltete Vermögen – Wholesale Intermediary (Mrd. CHF) | 347 | 324 |
davon: Geldmarktfonds – Wholesale Intermediary (Mrd. CHF) | 59 | 62 |
Personalbestand (auf Vollzeitbasis) | 3 436 | 2 861 |
Unser globales Asset Management stellt für Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden direkt sowie über Finanzintermediäre Investment-Management-Lösungen bereit. Wir wollen für unsere Kunden eine überdurchschnittliche Anlageperformance erzielen. Dazu tätigen wir über alle wichtigen Anlagekategorien hinweg Investments und verfolgen verschiedene Ansätze. Unsere Stärke beruht auf unserer global integrierten Organisations- und Prozessstruktur sowie der Qualität unseres Kundenservice.
Wir bieten über unsere globale Struktur eine breite Palette von innovativen Anlageprodukten und -dienstleistungen an. Unser Ansatz verbindet das Know-how unserer Anlageexperten mit hoch entwickelten Risikomanagementprozessen und -systemen. So sind wir in der Lage, unseren Kunden bedürfnisgerechte Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
Am 31. Dezember 2006 verwalteten wir Vermögen von 866 Milliarden Franken. Damit sind wir einer der grössten institutionellen Asset Manager der Welt, der zweitgrösste Fondsmanager Europas und der grösste Fondsanbieter der Schweiz.
Unser Geschäft ist nach unseren Anlagebereichen, Dienstleistungen, Regionen und Supportfunktionen organisiert. Zu den Anlagebereichen gehören Aktien, Zinsprodukte, alternative und quantitative Anlagen, Global Real Estate, Global Investment Solutions und Infrastructure.
Der Anlagebereich Aktien umfasst unterschiedliche Anlagestile und Kompetenzen, die den verschiedensten Risiko-Rendite-Anforderungen der Kunden gerecht werden. Zu den Stilen gehören aktiv verwaltete Core-Portfolios sowie wachstumsorientierte, quantitative und passive Strategien.
Der Bereich Zinsprodukte bietet ein breites Spektrum an globalen und lokalen marktorientierten Anlagestrategien.
Die Basis unserer aktiv verwalteten Strategien für Aktien und Zinsprodukte bildet unser eigenes Fundamentalresearch. Für dieses ist unser Team von nahezu 150 Aktien- und Kreditanalysten weltweit zuständig, das jährlich mehr als 1700 Unternehmen analysiert. Unsere quantitativen Strategien stützen sich auf interne Modelle. Alle Portfolios setzen unsere hoch entwickelten internen Instrumente und Prozesse zum Risikomanagement ein.
Der Bereich alternative und quantitative Anlagen umfasst zwei Hauptgeschäftszweige – ein Multi-Manager-Segment (oder Funds of Hedge Funds) und ein Single-Manager-Segment. Im Multi-Manager-Segment werden Portfolios aus Hedge Funds zusammengestellt, die von Dritten verwaltet werden. Diese ermöglichen unseren Kunden ein Engagement, das über verschiedene Strategien diversifiziert ist. Für das Single-Manager-Segment ist O'Connor, einer der bedeutendsten Hedge-Fund-Spezialisten mit globaler Reichweite, zuständig.
Im Bereich global Real Estate investieren wir weltweit in börsengehandelte Immobilientitel sowie in Immobilienanlagen in Europa, Japan und den USA. Dabei verwalten wir aktiv Büro-, Industrie- und Einzelhandelsimmobilien sowie Mehrfamilienhäuser, Hotels und landwirtschaftliche Objekte.
Unser Team im Bereich übergreifende Anlagelösungen ist für die Asset Allocation sowie das Währungs- und Risikomanagement zuständig. Es verwaltet eine breite Palette von inländischen, regionalen und globalen ausgewogenen Portfolios, Währungsmandaten, strukturierten Portfolios und Absolute-Return-Strategien. Ziel ist die Zusammenstellung von Portfolios, die das Risiko in drei dynamischen Dimensionen steuern: Markt-, Währungs- Titelauswahl. Ausserdem stellt das Team für unsere Portfolio-Manager Instrumente für das Risikomanagement und den Portfolio-Aufbau bereit.
Im Jahr 2006 bauten wir ein Vermögensverwaltungsgeschäft im Bereich Infrastructure auf, das sowohl börsenkotierte Infrastrukturtitel als auch Direktanlagen generieren und verwalten wird, sobald es vollständig operativ ist. Infrastrukturanlagen umfassen beispielsweise gebührenpflichtige Strassen, Flughäfen, Versorgung, Wasseranlagen, Elektrizitätswerke, Gasleitungen, Brennstofflager, Sendetürme, Schulen sowie Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen.
Überdies erbringt eine spezielle Fondsverwaltungseinheit professionelle Dienstleistungen für Anlagefonds, die sich an institutionelle und an Retailkunden richten, sowie für Hedge Funds.
Im Jahr 2006 gründeten wir innerhalb von Global Asset Management Dillon Read Capital Management (DRCM), die neue auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwaltungseinheit von UBS. Das Kerngeschäft von DRCM wurde in den vergangenen acht Jahren von den Sparten Principal Finance and Credit Arbitrage und Commercial Real Estate, die zuvor Teil des Bereichs Fixed Income, Rates and Currencies der Investment Bank waren, aufgebaut. DRCM legte im November 2006 den ersten eigenen Fonds für externe Investoren auf.
Unsere wichtigsten Büros befinden sich in Basel, Chicago, Frankfurt, Grand Cayman, Hartford, Hongkong, London, Luxemburg, New York, Rio de Janeiro, Sydney, Tokio, Toronto und Zürich. Global Asset Management beschäftigt knapp 3500 Mitarbeiter in 23 Ländern.
Wir weisen unsere Erträge und Key Performance Indicators gemäss unseren zwei wichtigsten Kundensegmenten aus: Institutional Asset Management und Wholesale Intermediary.
Wichtige neue Akquisitionen und Geschäftsübertragungen
Im Januar 2005 unterzeichneten wir mit Siemens eine Vereinbarung, durch die UBS eine Mehrheitsbeteiligung (51%) am Immobilienfondsgeschäft der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH erwarb. Die Transaktion wurde im April 2005 abgeschlossen, und die akquirierte Einheit ist jetzt Teil unseres europäischen Immobiliengeschäfts.
Im April 2005 genehmigte die China Securities Regulatory Commission ein Joint Venture zwischen UBS und der State Development Investment Corporation (SDIC) zur Bildung einer Fondsgesellschaft. Das neue Unternehmen wurde im Juni 2005 gegründet und ist unter dem Namen UBS SDIC Fund Management Co. Ltd (UBS SDIC) tätig. Das Joint Venture basiert auf dem 49%-Anteil, den UBS an der China Dragon Fund Management Co. Ltd (China Dragon) mit Sitz in Shenzhen erwarb. Es ist das erste Mal, dass ein ausländisches Unternehmen die Bewilligung erhielt, die Höchstbeteiligung von neu 49% an einer chinesischen Fondsgesellschaft zu erwerben. Der erste Fonds wurde im April 2006 erfolgreich aufgelegt.
Am 30. Juni 2005 gab UBS die Gründung von Dillon Read Capital Management bekannt. Die Einheit nahm am 5. Juni 2006 ihre Tätigkeit auf. Zu ihren wichtigsten Handelsstandorten gehören London, New York, Singapur und Tokio. Bis November 2006 verwaltete DRCM ausschliesslich UBS-Gelder. Dann wurde der erste Fonds für externe Investoren aufgelegt.
Am 1. Dezember 2006 wurde die Akquisition der Banco Pactual durch UBS abgeschlossen. Die Übernahme ist für unsere Wachstumsstrategie, in Schwellenmärkte zu expandieren, von zentraler Bedeutung. Die in UBS Pactual Asset Management umbenannte Einheit mit verwalteten Vermögen von rund 24 Milliarden Franken per 31. Dezember 2006 ist derzeit der sechstgrösste Vermögensverwalter des Landes.
Ende Januar 2007 unterzeichneten wir eine Vereinbarung zur Übernahme des Fondsverwaltungsgeschäfts von Standard Chartered in Indien. Die Transaktion sieht eine 100-prozentige Beteiligung an Standard Chartered Asset Management Company Private Ltd sowie an Standard Chartered Trustee Company Private Ltd vor, die als Verwalter bzw. Treuhänder für das Anlagefondsgeschäft von Standard Chartered fungieren. Die Transaktion unterliegt noch der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden und einer Preisanpassung, die von den verwalteten Vermögen bei Abschluss der Transaktion abhängt.
Im Segment der aktiven Anlagen messen wir uns mit verschiedenen internationalen Unternehmen wie Fidelity Investments, AllianceBernstein Investments, BlackRock Merrill Lynch Investment Managers und Goldman Sachs. Zu unseren Wettbewerbern gehören aber auch regionale und lokale Anbieter sowie Vermögensverwalter, die auf eine bestimmte Anlagekategorie ausgerichtet sind. Bei den Immobilien- und alternativen Anlagen sind unsere Konkurrenten in der Regel viel stärker spezialisiert und meist regional oder lokal tätig.
Wir verbinden Anlage-Know-how und modernstes Risikomanagement mit der klaren Zielsetzung, unseren Kunden geeignete Anlagelösungen zu bieten. Unsere umfassenden Anlagedienstleistungen erbringen wir über unser integriertes Vertriebsmodell, das sich auf die Regionen Nord- und Südamerika, Asien / Pazifik sowie Europa, Nahost und Afrika erstreckt.
Institutional Asset Management (institutionelle Kunden)
Wir verfügen weltweit über einen vielfältigen Kundenstamm im institutionellen Bereich. Dazu gehören:
– privatwirtschaftliche und staatliche Pensionskassen
– öffentliche und private Stiftungen, örtliche Gebietskörperschaften und wohltätige Organisationen
– Versicherungsgesellschaften
– Regierungen und Zentralbanken sowie
– supranationale Organisationen.
In beratungsorientierten Märkten wie den USA und Grossbritannien konzentrieren wir uns auf den Aufbau und die Pflege solider Beziehungen zu den wichtigsten Beratern von Unternehmen und staatlichen Pensionskassen. Wir setzen aber auch Ressourcen ein, um direkt bei den Kunden neues Anlagevolumen zu generieren.
Wholesale Intermediary (Finanzintermediäre)
Global Asset Management bietet rund 500 Anlagefonds, börsengehandelte Indexfonds und ähnliche Instrumente aller Anlagekategorien in verschiedenen Ländern, Regionen und Branchen an.
Unsere wichtigsten Vertriebskanäle sind Finanzintermediäre und ausgewählte Partner, unter anderem die Unternehmensgruppe Global Wealth Management & Business Banking.
Bei unseren Vermögensverwaltungsprodukten und -dienstleistungen handelt es sich um Einzel- und zusammengefasste Mandate, Beratungsmandate sowie zahlreiche registrierte Anlagefonds.
Das Anlageumfeld hat sich verändert: Das Risikomanagement hat an Bedeutung gewonnen und der Schwerpunkt hat sich vom Vermögensaufbau und von der Marktvolatilität stärker auf die Ertragsgenerierung verlagert. Deshalb entwickeln wir verschiedene innovative Anlagelösungen, um den Anforderungen der Wholesale- und institutionellen Kunden gerecht zu werden. Dazu zählen wertsteigernde Dienstleistungen wie Produkte, die eine absolute Rendite anstreben, und «Dynamic Alpha»-Lösungen. Ferner kombinieren wir traditionelle, alternative und Immobilienanlagen und Dienstleistungen in einem Produkt.
Die Nachfrage nach Outsourcing und Verwaltungsdienstleistungen dürfte steigen. Davon sollte UBS profitieren, indem sie verschiedene professionelle Dienstleistungen anbietet, die von der Errichtung von Fonds bis hin zu einer umfassenden Unterstützung bei Reporting und Vertrieb reichen.
Die Performance einiger «Core»-Aktienstrategien ist nicht optimal, doch ist dies weitgehend auf europäische, japanische und globale Aktienportfolios beschränkt. Andere regionale und inländische sowie Emerging-Markets-Strategien und unsere expandierenden, auf Wachstum ausgerichteten Aktienstrategien halten sich weiterhin gut. Ausserdem zielte der Ausbau unseres Geschäfts in den letzten Jahren darauf ab, die Abhängigkeit von einer einzelnen Anlagestrategie oder von einem einzelnen Markt zu verringern. Folglich konnten die Schwierigkeiten bei den betreffenden «Core»-Aktienstrategien durch das starke Wachstum in den Bereichen alternative Anlagen, Immobilien, festverzinsliche Instrumente und Multi-Asset-Strategien mehr als kompensiert werden.
Die Aktienmärkte stiegen nach einer vollständigen Erholung von einer Korrektur im zweiten Quartal auch 2006 weiter an. Dies bedeutet einen anhaltenden Aufwärtstrend seit vier Jahren. Zu dieser Entwicklung trug die M&A-Aktivität bei, die ein Rekordniveau erreichte. Die «Global Equity»-Strategie blieb hinter ihrer Benchmark zurück. Dies war in erster Linie auf die Untergewichtung und die Titelauswahl in den Sektoren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Versorgung zurückzuführen, die sich erfreulich entwickelten. Auch die ungünstige Selektion bei den Industriewerten und eine Übergewichtung des schwachen Gesundheitssektors schmälerten die Performance. Dies konnte teilweise durch einen positiven Beitrag des Software- und Dienstleistungssektors sowie – in geringerem Masse – der Finanzwerte und der Basiskonsumgütertitel ausgeglichen werden.
Regional betrachtet fiel die Performance der Aktienstrategie unterschiedlich aus. Das «US Large Cap»- und das europäische Aktienportfolio (inklusive Grossbritannien) schnitten 2006 schlechter ab als ihre jeweilige Benchmark. Das «US Large Cap»-Aktienportfolio verzeichnete primär aufgrund der Untergewichtung von Immobilienwerten und der Übergewichtung von global diversifizierten Banken eine leicht unterdurchschnittliche Performance. Die US-130 / 30-Long-Short-Aktienstrategie entwickelte sich überdurchschnittlich, denn die Einbussen aus der Branchenauswahl wurden durch die gute Titelselektion mehr als wettgemacht. Auf das europäische Aktienportfolio (inklusive Grossbritannien) wirkte sich die Untergewichtung von zyklischen Werten, die weiterhin den europäischen Markt anführten, negativ aus. Einen negativen Effekt hatte auch die Übergewichtung von Large Caps, die in relativen Zahlen von Small und Mid Caps übertroffen wurden.
Im Jahr 2006 erzielten unsere auf Wachstum ausgerichteten Aktienstrategien gute absolute Renditen. Die «US Large Cap Growth»- und die «US Small Cap Growth»-Strategie konnten jedoch 2006 nicht mit ihrer jeweiligen Benchmark mithalten, was in erster Linie am negativen Beitrag der Titelselektion im Informationstechnologie- und Gesundheitssektor lag. Die «US Mid Cap Growth»-Strategie übertraf ihre Benchmark 2006 und setzte somit ihre langfristige Outperformance fort. Positiv auf die Performance der Mid-Cap-Strategie wirkte sich in erster Linie die Aktienauswahl in den Sektoren Informationstechnologie und Energie aus.
Abgesehen von der Rally im dritten Quartal tendierten die Anleiherenditen in den reifen Volkswirtschaften den Grossteil des Jahres 2006 aufwärts. Das robuste Wirtschaftswachstum gab den Zentralbanken Spielraum, die geldpolitischen Zügel zu straffen. Dabei erwies sich das unterschiedliche Ausmass der offiziellen Zinserhöhungen als entscheidend für die Entwicklung der relativen Renditen an den Anleihemärkten. Insbesondere europäische Anleihen gerieten unter Druck, sodass ihre Performance hinter jener des japanischen und des kanadischen Markts zurückblieb. Die Nachfrage nach renditestärkeren Anlagen führte zu einer kräftigen Performance riskanterer Segmente wie Emerging-Markets-Anleihen und strukturierte Kredite. Unsere Fixed-Income-Strategien profitierten zu einem Zeitpunkt steigender Renditen von ihrer Zinskurvenpositionierung und erzielten grösstenteils eine bessere Performance als ihre jeweilige Benchmark. Dies galt insbesondere für länderspezifische Fixed-Income-Portfolios, denen auch eine effiziente Sektor- und Titelauswahl zugute kam. Nicht gut schnitten globale Strategien ab, deren Mehrwert aus dem Zinsmanagement durch die aktiven Währungspositionen neutralisiert wurde.
Die Asset Allocation hatte das ganze Jahr hindurch grundsätzlich einen günstigen Effekt auf ausgewogene Strategien. Besonders positiv auf die Performance wirkten sich die Übergewichtung von Aktien und die Untergewichtung von Festzinsprodukten aus. Die Performanceziele der Absolute-Return-Strategien wurden weitgehend erreicht.
Portfolios, die mit unserer reinen Währungsstrategie verwaltet wurden, erzielten gute Ergebnisse. Ansonsten entwickelte sich die Währungsstrategie im Berichtsjahr praktisch neutral. Besonders positiv schlugen unsere Übergewichtung der schwedischen Krone, des thailändischen Baht und des Schweizer Frankens sowie unsere Untergewichtung des neuseeländischen Dollars zu Buche. Unsere Positionen in Euro und britischen Pfund schmälerten die Performance.
Alternative und quantitative Anlagen verzeichneten 2006 mit durchwegs positiven Renditen im Verlauf des Jahres eine starke Performance. Die wichtigsten Multi-Strategie- und eigenen Hedge Funds von O'Connor erzielten eine sehr gute Wertentwicklung mit attraktiven Volatilitäts-, Korrelations- und Liquiditätseigenschaften. Im Multi-Manager-Bereich generierten unsere wichtigsten breit angelegten Multi-Manager-Fonds im Jahresverlauf ebenfalls konsistent positive Erträge. Der Anstieg der verwalteten Vermögen von 29% deutet darauf hin, dass wir Marktanteile hinzugewinnen. Unser grösseres Produktangebot und unser breiterer Kundenstamm führten zu einer Diversifizierung unserer Ertragsbasis.
Die globale Palette unserer Immobilienprodukte wurde 2006 mit der erfolgreichen Auflegung zusätzlicher privater Immobilienfonds in Europa und den USA erneut erweitert. Unser bestehendes Wertpapierangebot bauten wir durch die Auflegung eines europäischen und globalen Immobilienfonds für institutionelle Investoren sowie die Lancierung europäischer und asiatischer Immobilienzertifikate für private Anleger aus. Die Renditezahlen unserer britischen und US-amerikanischen privaten Immobilienfonds sind nach wie vor solide. Sie spiegeln die ausgezeichnete absolute Performance wider, die globale Immobilienprodukte 2006 erzielten und damit ihre jeweilige Benchmark in den meisten Fällen übertrafen.
Unsere Branche wird immer komplexer und die Kundenbedürfnisse ändern sich. Die wichtigsten Branchentrends unterscheiden sich je nach Standort, Strategie und Kundensegment. Zu den Haupttrends gehört unseres Erachtens die anhaltende Verlagerung im Vorsorgesektor von Leistungsprimat- auf Beitragsprimatpläne – wenngleich der Wechsel in jedem Land unterschiedlich schnell verläuft. Der Zugang zu Wholesale-Vertriebskanälen wird immer wichtiger. Da sich die Babyboomer allmählich dem Pensionsalter nähern, verlagert sich der Schwerpunkt von Vermögensaufbau auf Ertragserwirtschaftung und Kapitalschutz. Dies eröffnet attraktive neue Chancen. Anleger versuchen zunehmend, ihre Kern- und Basisportfolios zu standardisieren, und dehnen ihre Investitionen auf aktiv verwaltete Bereiche oder Satelliten aus. Besonders gefragt sind alternative Anlagen und Immobilien. Auch das Wachstumspotenzial der Schwellenländer beurteilen wir weiterhin optimistisch.
Wir wollen unsere Anlagestrategien weiter diversifizieren, das Angebot an alternativen und Immobilienanlagen ausbauen und uns auf Produkte mit hohem Mehrwert konzentrieren. Äusserst innovative Produkte wie «Dynamic Alpha» und «Absolute Return» werden für den Vermögens- und den Neugeldzuwachs ausschlaggebend sein. Die Investitionen in die Bereiche Global Real Estate in Europa, Infrastructure und in unsere auf Wachstum ausgerichtete Aktienstrategie sind ebenfalls Beispiele für die weitere Diversifikation unserer Geschäftsaktivitäten.
Parallel dazu möchten wir den Vertrieb durch unsere eigenen Kanäle und durch Dritte stärken. Die Akquisition der Banco Pactual in Brasilien und unsere vor kurzem angekündigte Übernahme des Fondsverwaltungsgeschäfts von Standard Chartered in Indien sind für die Wachstumsstrategie in Schwellenländern von zentraler Bedeutung. Unser Joint Venture in China (UBS SDIC) birgt ebenfalls Wachstumspotenzial. Ausserdem möchten wir über die restrukturierte Beijing Securities ein Vermögensverwaltungsgeschäft mit Direktmandaten aufbauen. Auch auf den Gebieten Global Real Estate und Infrastructure werden Möglichkeiten evaluiert. Wir prüfen Optionen für den Eintritt in weitere Schwellenmärkte wie Indien und Südkorea, um diese langfristigen Wachstumschancen nutzen zu können.
Für die Nachhaltigkeit unserer Aktivitäten sind auch ein solides Risikomanagement und Compliance unabdingbar. Wir messen der Bewirtschaftung des operationellen Risikos weiterhin sehr hohe Bedeutung bei. Wir konzentrieren uns auch künftig auf die effektive Umsetzung unserer Strategie, um sicherzustellen, dass wir mit unseren Initiativen Gewinnwachstum erzielen.
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