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Zinssensitive Risikopositionen 1 | |||||||
Zinssensitivität nach Zeitperioden per 31. Dezember 2006 | |||||||
Tausend CHF, Gewinn / (Verlust) pro Basispunkt Anstieg | Innerhalb 1 Monats | 1 bis 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Total | |
CHF | Handel | 183 | (256) | (377) | 202 | (116) | (364) |
übrige Bestände | (47) | (16) | (206) | (3 677) | (3 524) | (7 470) | |
USD | Handel | 13 | (202) | (716) | (602) | (1 663) | (3 170) |
übrige Bestände | 68 | 30 | (208) | (2 896) | (5 452) | (8 458) | |
EUR | Handel | (261) | 648 | (409) | (6 707) | 5 756 | (973) |
übrige Bestände | (16) | (5) | (31) | (359) | (333) | (744) | |
GBP | Handel | 123 | (93) | (272) | (194) | 141 | (295) |
übrige Bestände | 0 | (7) | (142) | (266) | 256 | (159) | |
JPY | Handel | 46 | 386 | (117) | (118) | 4 | 201 |
übrige Bestände | 1 | 1 | 2 | (7) | 0 | (3) | |
Übrige | Handel | 47 | 469 | (209) | (708) | (10) | (411) |
übrige Bestände | (3) | 1 | 1 | (1) | (4) | (6) | |
Zinssensitivität nach Zeitperioden per 31. Dezember 2005 | |||||||
Tausend CHF, Gewinn / (Verlust) pro Basispunkt Anstieg | Innerhalb 1 Monats | 1 bis 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Total | |
CHF | Handel | 167 | (526) | 120 | 213 | (322) | (349) |
übrige Bestände | (258) | (57) | (883) | (6 514) | (287) | (7 998) | |
USD | Handel | (306) | (103) | 122 | (3 238) | 3 329 | (196) |
übrige Bestände | 70 | (159) | (546) | (7 847) | 35 | (8 447) | |
EUR | Handel | 536 | (344) | (302) | (2 792) | 2 725 | (178) |
übrige Bestände | (2) | (33) | (18) | (271) | 1 174 | 850 | |
GBP | Handel | 169 | (653) | 131 | (310) | (9) | (672) |
übrige Bestände | (1) | (8) | (78) | (437) | 536 | 12 | |
JPY | Handel | 194 | 367 | (435) | 406 | (704) | (172) |
übrige Bestände | (0) | (0) | (3) | (4) | 0 | (7) | |
Übrige | Handel | 2 | (48) | 69 | (125) | (371) | (473) |
übrige Bestände | (3) | (1) | (0) | (1) | (3) | (8) | |
Das Kreditrisiko ist das Risiko eines Verlusts, der UBS entstehen kann, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Kreditrisiken bestehen sowohl bei klassischen Bankprodukten (beispielsweise bei Ausleihungen, festen Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen wie Akkreditiven) als auch bei Handelsprodukten (beispielsweise bei Derivatkontrakten wie Termingeschäften, Swaps und Optionen sowie bei Wertpapierpensions- [Repo und Reverse Repo]-Geschäften und Wertschriftenleihen). Einige dieser Produkte werden in der Konzernrechnung zu amortisierten Kosten, andere wiederum zum Fair Value erfasst. Bankprodukte werden im Allgemeinen zu amortisierten Kosten ausgewiesen. Ausleihungen, die UBS im Hinblick auf eine spätere Syndizierung oder Veräusserung über die Kassamärkte gewährt hat oder welche seit Juni 2006 zu wesentlichen Teilen abgesichert sind, werden hingegen zum Fair Value erfasst. Ausserbörsliche (OTC-) Derivate werden zum Fair Value ausgewiesen, während Wertpapierpensions- (Repo und Reverse Repo)-Geschäfte und Wertschriftenleihen zu amortisierten Kosten verbucht werden. Unabhängig von der rechnungslegungstechnischen Behandlung durchlaufen sämtliche Bank- und Handelsprodukte dieselben Kreditrisikosteuerungs- und Kontrollprozesse.
Der Group Chief Credit Officer (CCO), der dem Group CRO unterstellt ist, trägt die Gesamtverantwortung für die Ausgestaltung der Kreditrisikokontrolle des Konzerns. Die Unternehmensgruppen Global Wealth Management & Business Banking sowie die Investment Bank, die materielle Kreditrisiken eingehen, verfügen über unabhängige Kreditrisiko-Kontrolleinheiten (CRC-Einheiten). Diese stehen unter der Leitung von CCOs, welche funktional dem Group CCO unterstellt sind. Die CCOs der Unternehmensgruppen zeichnen für die Festlegung des Gegenpartei-Ratings, die Beurteilung von Kreditrisiken sowie die laufende Überwachung der Kreditengagements auf Gegenpartei-Ebene und auf Portfolio-Ebene verantwortlich. Die Kreditrisikokompetenzen, einschliesslich der Kompetenz zur Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie für Bewertungsanpassungen in Bezug auf gefährdete Forderungen, liegen beim Präsidium des Verwaltungsrates. Dieses delegiert diese Kompetenzen an die Konzernleitung und ad personam an den Group CCO sowie die CCOs und die Kreditverantwortlichen der Unternehmensgruppen.
Zum Zweck der Kreditrisikokontrolle wird das Kreditengagement für Bankprodukte zum Nennwert gemessen. Bei Handelsprodukten basiert die Messung des Kreditengagements auf dem Wiederbeschaffungswert der Kontrakte. Dabei werden Netting-Rahmenvereinbarungen mit einzelnen Gegenparteien berücksichtigt, sofern sie im Insolvenzfall als durchsetzbar gelten. Die potenziellen Wiederbeschaffungswerte der Kontrakte werden über ihre Laufzeit (oder über einen kürzeren Zeitraum, wenn UBS das Engagement, z. B. durch Kündigung oder Glattstellung von Sicherheiten, verringern oder auflösen kann) hochgerechnet, wobei die sich aus Marktentwicklungen und dem Verfall von Kontrakten ergebenden möglichen Veränderungen des Kreditengagements berücksichtigt werden. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzt UBS aktiv risikomindernde Massnahmen ein. Dazu gehören die Abtretung von Risiken sowie Risikobeteiligungen, die Absicherung durch Kreditderivate und die Besicherung in Form von Finanzsicherheiten (Barmittel oder marktgängige Wertschriften) oder anderen Vermögenswerten wie Immobilien, Garantien und anderen Unterstützungsleistungen von Drittparteien. Zum Zweck der internen Kreditrisikokontrolle werden risikomindernde Massnahmen je nach Produkt und Art der Risikominderung entweder in der Bestimmung des maximalen Risikos, das UBS einzugehen bereit ist, oder durch Anrechnung der risikoreduzierenden Wirkung im ausgewiesenen Kreditengagement berücksichtigt.
Die in der nachfolgenden Tabelle als Kreditrisiko für Bankprodukte ausgewiesenen Beträge basieren auf der Sicht der Rechnungslegung und umfassen gewisse Positionen, die zu internen Zwecken nicht als Kreditrisiken eingestuft werden. Dies beinhaltet insbesondere von UBS gegen negative Wiederbeschaffungswerte von Derivaten verrechnete Barsicherheiten. Kreditrisikomindernde Massnahmen werden nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem Vermögenswerte zu Buchhaltungszwecken ausgebucht werden können, wie dies in Anmerkung 1a4) erläutert wird. Die Berechnung der in der Tabelle für Handelsprodukte aufgeführten Beträge beruht auf den Regelungen zur Ermittlung des regulatorischen Eigenkapitals (im Einklang mit der Tabelle in Teil e). Dabei ist anzumerken, dass im Kontext der Eigenkapitalanforderungen das Netting positiver und negativer Wiederbeschaffungswerte von Derivaten nur für Gegenparteien zulässig ist, mit denen UBS Netting-Rahmenvereinbarungen abgeschlossen hat, die im Insolvenzfall durchsetzbar sind. Netting zu Buchhaltungszwecken ist hingegen nicht erlaubt, es sei denn, die Zahlungen werden netto abgewickelt, wovon nicht generell ausgegangen werden kann. Nähere Angaben dazu finden sich in Anmerkung 23. Die Eigenkapitalbehandlung von Wertschriftenleihen sowie Wertpapierpensions- (Repo und Reverse Repo)-Geschäften basiert auf dem positiven Nettowert aller Barmittel oder Wertschriften, die UBS bei der Gegenpartei hinterlegt hat. Diese Werte sind in der Tabelle in Teil e) unter Forderungen gegenüber Banken und andere gedeckte Ausleihungen enthalten. Sie machen nur einen kleinen Prozentsatz der in der Bilanz erfassten Beträge aus, welchen der volle Transaktionswert zugrunde liegt. Nähere Angaben finden sich in Anmerkung 11. Die in der Tabelle für Handelsprodukte aufgeführten Beträge beinhalten keine Schätzungen des potenziellen zukünftigen Risikos, wie es in der internen Kreditrisikosicht erfasst ist.
UBS bewirtschaftet und kontrolliert Konzentrationen von Kreditrisiken, wo immer diese identifiziert werden; insbesondere gilt dies für einzelne Gegenparteien und Gegenparteigruppen, Branchen und Länder. Konzentrationen von Kreditrisiken entstehen, wenn Kunden in ähnlichen Bereichen tätig oder in derselben Region ansässig sind oder gemeinsame wirtschaftliche Merkmale aufweisen, so dass ihre Fähigkeit, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, bei Änderungen wirtschaftlicher, politischer oder anderer Bedingungen in gleicher Weise beeinflusst würde. UBS limitiert ihr Kreditengagement sowohl gegenüber Gegenparteien als auch gegenüber Gruppen von Gegenparteien.
Das Kreditportfolio von UBS ist breit gefächert und weist bezüglich Kundenart, Branche, geografischer Verteilung und Höhe der Engagements grosse Unterschiede auf. Limiten finden in vielfältiger Form Anwendung, unter anderem basierend auf Nominalwerten, statistischen Messgrössen und szenariobasierten Stressverlusten. Sie werden je nach Bedarf auf Portfolio- oder Branchenebene eingesetzt, um Konzentrationen von Kreditrisiken oder Bereiche mit erhöhten Risiken einzuschränken oder die Wachstumsrate eines Portfolios zu kontrollieren. Stressverlustlimiten finden auf Risikopositionen in all jenen Ländern Anwendung, die nicht über ein erstklassiges Rating verfügen.
Das aggregierte Risiko aller Portfolios wird mittels einer intern entwickelten statistischen Methode ermittelt, die einen Hinweis auf das Portfoliorisiko und dessen Veränderung im Laufe der Zeit liefert. Stressverlust-Modelle werden auf alle bedeutenden Portfolios angewendet, um die Auswirkungen von Schwankungen der Ausfallraten und Vermögenswerte unter Berücksichtigung der bestehenden Risikokonzentrationen in jedem Portfolio zu bewerten. Diese Modelle beinhalten auch Analysen des länder- und branchenspezifischen Risikobeitrags.
Das Kreditportfolio des Konzerns in Höhe von 364 Milliarden Franken ist über die Branchen hinweg breit diversifiziert, und es liegen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken vor. 153 Milliarden Franken (42% des Gesamtengagements) setzen sich aus Krediten an Tausende von Privathaushalten (vornehmlich in der Schweiz) zusammen und sind mehrheitlich durch Hypotheken, Finanzsicherheiten oder andere Vermögenswerte gedeckt. Das kreditrisikorelevante Engagement gegenüber Banken und Finanzinstituten beläuft sich auf 138 Milliarden Franken (38% des Gesamtengagements). Dies beinhaltet auch Barsicherheiten, welche UBS gegen negative Wiederbeschaffungswerte von Derivaten oder anderen Positionen hinterlegt hat, die aus Risikokontrollsicht allerdings nicht als Ausleihungen gelten, sondern bei der Messung des Kreditrisikos bei den zugrunde liegenden Produkten berücksichtigt werden. Das Engagement gegenüber Banken beinhaltet auch Geldmarktanlagen bei Finanzinstituten mit hohem Rating. Unter Ausklammerung der Finanzinstitute beläuft sich das grösste auf Branchenebene aggregierte Kreditengagement auf 25 Milliarden Franken (7% des Gesamtengagements) und bezieht sich auf den Dienstleistungssektor.
Gefährdete Forderungen
UBS stuft eine Forderung als gefährdet («impaired») ein, wenn sie für diese Forderung mit einem Verlust rechnet, weil der Schuldner seinen vertraglichen Verpflichtungen (wie Zins- und Kapitalrückzahlungen oder anderen fälligen Zahlungen, beispielsweise im Zusammenhang mit einem Derivat oder einer Bürgschaft) voraussichtlich nicht nachkommen kann und verfügbare Sicherheiten bereits verwertet wurden. Zu amortisierten Kosten erfasste Forderungen werden als notleidend («non-performing») klassifiziert, wenn Zinsen, Kapitalrückzahlungen oder Kommissionen mehr als 90 Tage ausstehen und es an eindeutigen Hinweisen darauf fehlt, dass sie durch spätere Zahlungen oder die Verwertung von Sicherheiten eingebracht werden können, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder wenn Forderungen eines Schuldners zu Vorzugskonditionen restrukturiert wurden.
Wie die Wertminderung in der Konzernrechnung berücksichtigt wird, hängt von der rechnungslegungstechnischen Behandlung der Forderung ab. Für Produkte, deren Verbuchung zu amortisierten Kosten erfolgt sowie für Forderungen aus Ausserbilanzgeschäften, wird für die Wertminderung eine Wertberichtigung vorgenommen, respektive eine Rückstellung gebildet, die in der Erfolgsrechnung als «Wertberichtigung für Kreditrisiken» ausgewiesen wird. Es werden Wertberichtigungen vorgenommen und Rückstellungen gebildet, so dass die Buchwerte gefährdeter Forderungen dem Grundsatz von IAS 39 entsprechen. Für Produkte, die zum Fair Value verbucht werden, wird die Wertminderung durch eine Bonitätsbewertungsreserve abgebildet, die in der Erfolgsrechnung dem «Erfolg Handelsgeschäft» belastet wird.
Für Produkte, die zu amortisierten Kosten verbucht werden, werden Portfolios von Forderungen, die ähnliche Kreditrisikomerkmale aufweisen, von UBS zudem auf die Notwendigkeit einer kollektiven Wertberichtigung auf Portfoliobasis gemäss IAS 39 hin untersucht. Für ein Portfolio werden kollektive Wertberichtigungen gebildet, wenn objektive Hinweise darauf bestehen, dass es gefährdete Forderungen enthält, sich diese aber im Einzelnen noch nicht ermitteln lassen.
In Anmerkung 1 a10) wird auf die für Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditverluste angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze näher eingegangen. Informationen über die Höhe von Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditverluste sowie von gefährdeten und notleidenden Krediten können den Anmerkungen 10b, 10c und 10d entnommen werden. Zu beachten ist, dass die Wertberichtigungen und Rückstellungen für Wertminderungen auf Portfoliobasis in der Tabelle auf der vorhergehenden Seite und in den Anmerkungen 10a und 10b im Total der Wertberichtigungen und Rückstellungen enthalten sind. Portfolios, die für die kollektive Wertberichtigungen auf Portfoliobasis für Kreditrisiken gebildet wurden, sind in den Gesamtbeträgen der gefährdeten Forderungen von Anmerkung 10c) dagegen nicht mit eingeschlossen.
Das Eintreten von Kreditverlusten unterliegt bezüglich Ausmass und Zeitpunkt grösseren Schwankungen und die entstehenden Verluste beziehen sich in der Regel auf Geschäfte, die in früheren Rechnungslegungsperioden eingegangen wurden. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass künftige Kreditverluste bereits im aktuellen Portfolio implizit vorhanden sind, und um ein risikogerechtes Pricing zu unterstützen, verwendet UBS für Managementzwecke bei zu amortisierten Kosten erfassten Produkten das Konzept des «erwarteten Verlusts». Der erwartete Verlust ist ein auf statistischen Methoden basierendes Konzept, welches eingesetzt wird, um die durchschnittlichen jährlichen Kosten zu schätzen, die anfallen, weil Positionen des aktuellen Portfolios als ausfallgefährdet eingestuft werden. Der erwartete Verlust wird von der Kreditausfallwahrscheinlichkeit (basierend auf dem Gegenpartei-Rating), vom gegenwärtigen und zukünftig zu erwartenden Engagement mit einer Gegenpartei und von der zu erwartenden Höhe des Verlusts im Falle, dass der Kredit notleidend wird, abgeleitet. Anmerkung 2a enthält zwei Tabellen: Die erste Tabelle zeigt für jede Unternehmensgruppe die Wertberichtigungen für Kreditrisiken, wie sie in der Finanzrechnung verbucht wurden; die zweite Tabelle zeigt die für die einzelnen Unternehmensgruppen ausgewiesenen «abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten». Diese entsprechen dem erwarteten Verlust aus Kreditrisiken für das Portfolio der jeweiligen Unternehmensgruppe, zuzüglich der Differenz zwischen den Wertberichtigungen für Kreditrisiken und dem erwarteten Verlust aus Kreditrisiken, amortisiert über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Differenz zwischen diesen abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten und den auf Konzernebene für die Finanzberichterstattung ausgewiesenen Wertberichtigungen für Kreditrisiken wird dem Corporate Center zugeordnet.
Aufgliederung Kreditrisiko1 | ||
Die Beträge sind für alle Produkttypen brutto vor Wertberichtigungen und Rückstellungen ausgewiesen. | ||
Mio. CHF | 31.12.06 | 31.12.05 |
Bankprodukte | ||
Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen 2 | 364 110 | 314 482 |
Eventualverpflichtungen (brutto, vor Unterbeteiligungen) 3 | 17 908 | 16 566 |
Nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen (brutto, vor Unterbeteiligungen) 3 | 97 287 | 72 905 |
Handelsprodukte4 | ||
Positive Wiederbeschaffungswerte von Derivaten (vor Besicherung, aber nach Netting) 5 | 110 732 | 86 950 |
Securities-Borrowing- und -Lending- sowie Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte 6, 7 | 47 870 | 40 765 |
Wertberichtigungen und Rückstellungen8 | (1 332) | (1 776) |
Total Kreditrisiko nach Wertberichtigungen und Rückstellungen | 636 575 | 529 892 |
Ziel der Liquiditätsbewirtschaftung von UBS ist es, so weit als möglich sicherzustellen, dass sowohl unter normalen Umständen als auch unter Stressbedingungen ausreichend Liquidität für die rechtzeitige Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen vorhanden ist, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine nachhaltige Schädigung der Geschäftsfranchise zu riskieren. Die zum Corporate Center gehörende Treasury-Abteilung ist für die Liquiditätskontrolle verantwortlich, während die Einheit CCT der Investment Bank für das Tagesgeschäft zuständig ist. Die Liquidität wird zentral gesteuert. Der integrierte Ansatz umfasst eine Schätzung der wesentlichen, bekannten und zu erwartenden Cashflows und der verfügbaren erstklassigen Sicherheiten, welche allenfalls zur Deckung einer zusätzlichen Finanzierung verwendet werden könnten. Anhand dieses Ansatzes wird unsere tägliche Liquiditätsposition sorgfältig überwacht und kontrolliert zudem werden auf der Grundlage unterschiedlicher Szenarien regelmässig Liquiditätsstresstests durchgeführt. Es werden sowohl Szenarien unter normalen Marktbedingungen als auch unter Stressbedingungen analysiert. Dazu zählt neben allgemeinen Marktkrisen auch die Möglichkeit, dass unser Zugang zu den Märkten durch ein Stressereignis, das Teile des Geschäfts von UBS betrifft, beeinträchtigt oder im schlimmsten Fall das Rating von UBS massiv herabgestuft werden könnte.
In der Tabelle auf der nächsten Seite wird die vertraglich festgelegte Fälligkeitsstruktur der Aktiven und Passiven, die den Ausgangspunkt für die Liquiditätsanalyse bildet, per 31. Dezember 2006 aufgezeigt.
Fälligkeitsstruktur der Aktiven und Passiven | |||||||
Mrd. CHF | Auf Sicht | Kündbar 1 | Fällig innert 3 Monaten | Fällig innert 3 bis 12 Monaten | Fällig innert 1 bis 5 Jahren | Fällig nach 5 Jahren | Total |
Aktiven | |||||||
Flüssige Mittel | 3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,5 |
Forderungen gegenüber Banken | 27,2 | 0,0 | 19,5 | 1,2 | 2,3 | 0,2 | 50,4 |
Barhinterlagen für geborgte Wertschriften | 0,0 | 239,6 | 102,7 | 9,3 | 0,0 | 0,0 | 351,6 |
Reverse-Repurchase-Geschäfte | 0,0 | 67,1 | 278,5 | 49,2 | 10,9 | 0,1 | 405,8 |
Handelsbestände 2 | 627,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 627,0 |
Als Sicherheit verpfändete Handelsbestände 2 | 251,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 251,5 |
Positive Wiederbeschaffungswerte 2 | 328,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 328,4 |
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value | 5,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 5,9 |
Kundenausleihungen | 42,9 | 44,7 | 89,0 | 32,2 | 79,5 | 24,2 | 312,5 |
Finanzanlagen, zur Veräusserung verfügbar | 8,1 | 0,0 | 0,3 | 0,1 | 0,2 | 0,2 | 8,9 |
Rechnungsabgrenzungen | 10,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 10,4 |
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,5 | 1,5 |
Liegenschaften und übrige Sachanlagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,9 | 6,9 |
Goodwill und andere immaterielle Anlagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 14,8 | 14,8 |
Übrige Aktiven | 17,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 17,4 |
Total per 31.12.06 | 1 322,3 | 351,4 | 490,0 | 92,0 | 92,9 | 47,9 | 2 396,5 |
Total per 31.12.05 | 1 084,2 | 289,8 | 452,6 | 98,2 | 87,9 | 45,6 | 2 058,3 |
Passiven | |||||||
Verpflichtungen gegenüber Banken | 41,4 | 4,4 | 151,9 | 5,2 | 0,3 | 0,5 | 203,7 |
Barhinterlagen für ausgeliehene Wertschriften | 0,0 | 55,5 | 7,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 63,1 |
Repurchase-Geschäfte | 0,0 | 30,9 | 425,1 | 81,8 | 7,7 | 0,0 | 545,5 |
Verpflichtungen aus Handelsbeständen 2 | 204,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 204,8 |
Negative Wiederbeschaffungswerte 2 | 332,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 332,5 |
Finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value | 0,0 | 0,0 | 7,8 | 28,0 | 79,2 | 30,7 | 145,7 |
Verpflichtungen gegenüber Kunden | 157,0 | 130,2 | 268,5 | 13,7 | 1,0 | 0,2 | 570,6 |
Rechnungsabgrenzungen | 21,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 21,5 |
Ausgegebene Schuldtitel | 0,0 | 0,0 | 101,1 | 21,9 | 9,3 | 57,9 | 190,1 |
Übrige Verpflichtungen | 29,6 | 33,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 63,2 |
Total per 31.12.06 | 786,8 | 254,6 | 962,0 | 150,6 | 97,5 | 89,3 | 2 340,7 |
Total per 31.12.05 | 732,7 | 244,7 | 791,5 | 90,1 | 74,8 | 72,9 | 2 006,7 |
Die Überwachung der Eigenmittelausstattung von UBS beruht unter anderem auf den Richtlinien und Kapitalquoten des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BIZ-Richtlinien/-Kapitalquoten). Die BIZ-Kapitalquoten stellen die anrechenbaren eigenen Mittel (Gesamtkapital und Tier-1-Kapital) den gesamten risikogewichteten Aktiven (RWAs) gegenüber.
UBS überwacht und veröffentlicht ihre Kapitalquoten nach den BIZ-Richtlinien, doch werden zur Berechnung des aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Eigenkapitals letztlich die Vorschriften der schweizerischen Aufsichtsbehörde, der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), herangezogen. Die Anwendung dieser Vorschriften ergibt gesamthaft höhere RWAs als jene der BIZ-Richtlinien. Die gemäss EBK-Bestimmungen errechneten Kapitalquoten von UBS liegen daher unter den nach den BIZ-Richtlinien errechneten Werten.
Die Eigenkapitalanforderungen von UBS basieren auf ihrer Konzernrechnung, die gemäss IFRS erstellt wird. Es werden Anpassungen vorgenommen, um unter IFRS konsolidierte Gesellschaften, die nicht im Banken-, Finanz- oder Immobilienbereich tätig sind, auszuklammern. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Verbriefungsgesellschaften, kollektive Kapitalanlagen und Industriebeteiligungen (einschliesslich Motor-Columbus im Jahr 2005). Im Einklang mit den BIZ-Empfehlungen und gemäss Vorschriften der EBK werden auch der Gewinn und die Reserven, die auf IFRS-Basis erfasst werden, angepasst. Dies betrifft in erster Linie die im Rahmen der Fair-Value-Option verbuchten Gewinne und Verluste sowie die unrealisierten Gewinne auf zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen.
Anrechenbare eigene Mittel nach BIZ
Die anrechenbaren eigenen Mittel nach BIZ lassen sich in zwei Teile aufgliedern. Das BIZ-Kernkapital (Tier-1-Kapital) setzt sich zusammen aus Aktienkapital, Kapitalreserven, Gewinnreserven einschliesslich Gewinn des laufenden Jahres, nicht in der Erfolgsrechnung berücksichtigte Währungsumrechnungsdifferenzen und hybrides Tier-1-Kapital (Teil des den Minderheitsanteilen zurechenbaren Eigenkapitals) abzüglich erwartete aufgelaufene Dividende, Nettolongpositionen in eigenen Aktien und Goodwill. Das BIZ-Ergänzungskapital (Tier-2-Kapital) umfasst nachrangige langfristige Verpflichtungen. Ausserdem werden für bestimmte Risiken im Bankenbuch gegenüber anderen Finanzinstituten Abzüge vom Kapital vorgenommen. Das Tier-1-Kapital muss mindestens 4% betragen, während die gesamten anrechenbaren Mittel sich auf mindestens 8% der RWAs belaufen müssen.
Risikogewichtete Aktiven (RWAs) nach BIZ
Die RWAs umfassen drei Elemente: das Kreditrisiko, das Marktrisiko und die übrigen Risiken. Diese Komponenten werden nachfolgend beschrieben.
Die Komponente Kreditrisiko beinhaltet Bilanz- und Ausserbilanzforderungen, die gemäss den nachstehend erläuterten regulatorischen Formeln errechnet und je nach Gegenpartei und Sicherheit gewichtet werden. Die mit den geringsten Risiken behafteten Forderungen, wie jene gegenüber Regierungen in OECD-Ländern und durch Bareinlagen gedeckte Forderungen, werden mit 0% gewichtet, was bedeutet, dass für das Halten dieser Aktiven keine eigenen Mittel benötigt werden. Die mit den höchsten Risiken verbundenen Forderungen hingegen, zu denen ungedeckte, Firmen- oder Privatkunden gewährte Ausleihungen gehören, werden mit 100% gewichtet, d. h., diese Positionen müssen mit eigenen Mitteln in Höhe von 8% unterlegt sein.
Nicht zu Handelszwecken gehaltene Wertschriften werden zu den Forderungen gezählt. Der Betrag entspricht den Nettopositionen an Papieren der jeweiligen Emittenten, unter die sowohl physisch gehaltene Bestände als auch andere Positionen wie Optionen fallen. UBS-Investitionen in unter IFRS konsolidierte Industriebeteiligungen (inklusive Motor-Columbus im Jahr 2005) werden im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen als Wertschriftenposition behandelt, die nicht zu Handelszwecken gehalten wird.
Forderungen aus Derivatkontrakten umfassen zwei Komponenten: die gegenwärtigen positiven Wiederbeschaffungswerte sowie die Sicherheitsmargen (Add-ons), um das potenzielle zukünftige Risiko wiederzugeben. Wo UBS eine Netting-Rahmenvereinbarung eingegangen ist, die nach den EBK Vorschriften als im Insolvenzfall rechtlich durchsetzbar gilt, können positive und negative Wiederbeschaffungswerte mit derselben Gegenpartei miteinander verrechnet werden. In der Tabelle auf der nächsten Seite sind daher die unter Bilanzengagements aufgeführten Positionen der RWAs für Derivatkontrakte (positive Wiederbeschaffungswerte) niedriger als die in der Bilanz angegebenen positiven Wiederbeschaffungswerte. Die Add-ons-Komponente der RWAs ist in der Tabelle bei den Ausserbilanzrisiken unter Termin- und Swapkontrakte und Gekaufte Optionen angegeben.
Forderungen aus Eventualverpflichtungen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden auf der Grundlage von Prozentsätzen des Nominalwerts, die von der Aufsichtsbehörde festgelegt wurden, in ihr Kreditäquivalent umgerechnet.
Eigene Mittel werden auch zur Abdeckung des Marktrisikos benötigt, das sich aus allen Devisen-, Energie-, Metall- und Rohstoffpositionen sowie aus allen zu Handelszwecken gehaltenen Positionen in Zinsinstrumenten und Aktien, welche die regulatorische Definition des Handelsbuchs erfüllen, ergibt, einschliesslich der mit einzelnen Aktien und gehandelten Schuldpapieren wie Anleihen verbundenen Risiken. Für die meisten Marktrisikopositionen ermittelt UBS die erforderliche Eigenkapitalunterlegung auf der Grundlage ihres internen, von der EBK bewilligten VaR-Modells siehe Abschnitt b)(i). Für eine sehr geringe Anzahl kleiner Positionen errechnet sie die zur Unterlegung des Marktrisikos erforderlichen Eigenmittel aufgrund der durch die Aufsichtsbehörde definierten Standardmethode. Im Gegensatz zu den Berechnungen für das Kreditrisiko oder die Übrigen Aktiven führen diese Berechnungen direkt zum Eigenmittelbedarf und nicht zu einem RWA-Gegenwert. Zur Ermittlung der Gesamtkapitalquote wird der gesamte Eigenmittelbedarf für Marktrisikopositionen in einen RWA-Gegenwert umgerechnet (in der nachstehenden Tabelle unter Marktrisikopositionen aufgeführt), sodass die erforderlichen Eigenmittel 8% des RWA-Gegenwerts betragen. Somit werden die erforderlichen eigenen Mittel zur Abdeckung des Marktrisikos mit einem Faktor von 12,5 multipliziert.
Die übrigen Risiken setzen sich aus anderen Aktiven zusammen, zu denen insbesondere Liegenschaften und Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte zählen (in der Tabelle auf der nächsten Seite unter Übrige Aktiven erfasst). Sie stellen für UBS zwar kein Kredit- oder Marktrisiko dar, bergen jedoch ein Abschreibungs- und Wertminderungsrisiko und bedürfen daher der Eigenmittelunterlegung gemäss den regulatorischen Vorschriften.
Risikogewichtete Aktiven (BIZ) | ||||
Mio. CHF | Risiken 31.12.06 | Risikogewichteter Betrag 31.12.06 | Risiken 31.12.05 | Risikogewichteter Betrag 31.12.05 |
Bilanzrisiken | ||||
Forderungen gegenüber Banken und andere gedeckte Ausleihungen 1 | 452 821 | 10 438 | 665 932 | 6 991 |
Wertschriften-Nettopositionen 2 | 10 262 | 8 447 | 8 079 | 6 849 |
Positive Wiederbeschaffungswerte 3 | 110 732 | 24 161 | 86 950 | 20 546 |
Ausleihungen nach Abzug von Wertberichtigungen und andere gedeckte Ausleihungen 1 | 887 694 | 206 359 | 540 051 | 196 091 |
Rechnungsabgrenzungen | 9 302 | 4 920 | 9 081 | 4 815 |
Liegenschaften und übrige Sachanlagen | 8 436 | 8 436 | 7 957 | 7 957 |
Übrige Aktiven | 15 976 | 10 827 | 13 292 | 9 115 |
Ausserbilanzrisiken | ||||
Eventualverpflichtungen | 17 908 | 7 842 | 16 595 | 7 474 |
Unwiderrufliche Kreditzusagen | 98 439 | 23 592 | 73 220 | 18 487 |
Termin- und Swapkontrakte 4 | 31 522 982 | 16 599 | 22 365 432 | 10 738 |
Gekaufte Optionen 4 | 1 913 971 | 411 | 1 629 260 | 311 |
Marktrisikopositionen5 | 19 860 | 21 035 | ||
Total risikogewichtete Aktiven | 341 892 | 310 409 | ||
BIZ-Eigenkapitalquoten | ||||
Kapital in Mio. CHF 31.12.06 | Kennzahl in % 31.12.06 | Kapital in Mio. CHF 31.12.05 | Kennzahl in % 31.12.05 | |
Tier-1-Kapital | 40 528 | 11,9 | 39 834 | 12,8 |
davon: hybrides Tier-1-Kapital | 5 633 | 1,6 | 4 975 | 1,6 |
Tier-2-Kapital | 9 836 | 2,9 | 3 974 | 1,3 |
Total (Tier 1 und 2) | 50 364 | 14,7 | 43 808 | 14,1 |
Das Tier-1-Kapital beinhaltet Preferred Securities im Umfang von 5633 Millionen Franken (3300 Millionen US-Dollar und 1000 Millionen Euro) am 31. Dezember 2006 und 4975 Millionen Franken (2600 Millionen US-Dollar und 1000 Millionen Euro) am 31. Dezember 2005.
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