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Bilanz und Ausserbilanzgeschäfte
Bilanz und Ausserbilanzgeschäfte  Die Aktiven von UBS beliefen sich am 31. Dezember 2006 auf 2396,5 Milliarden Franken, verglichen mit 2058,3 Milliarden Franken
am 31. Dezember 2005. Für diese Zunahme waren hauptsächlich die Handelsbestände (plus 225 Milliarden Franken), die Barhinterlagen
für geborgte Wertschriften sowie Reverse-Repurchase-Geschäfte (plus 65 Milliarden Franken) und die Kundenausleihungen (plus
33 Milliarden Franken) verantwortlich. Gleichzeitig nahmen die positiven und die negativen Wiederbeschaffungswerte jeweils
um
5 Milliarden Franken ab. Die Währungsschwankungen gegenüber dem Schweizer Franken (hauptsächlich der Wertverlust des US-Dollars
um 7%) neutralisierten diese positiven Effekte teilweise. Die Passiven nahmen ebenfalls zu aufgrund höherer Bestände bei
den Verbindlichkeiten (plus 241 Milliarden Franken), den Verpflichtungen aus hinterlegten Vermögenswerten (plus 70 Milliarden
Franken) und den Verpflichtungen aus Handelsbeständen (plus 16 Milliarden Franken). Forderungen und Verpflichtungen
Forderungen
Die Barmittel beliefen sich am 31. Dezember 2006 auf 3,5 Milliarden Franken und gingen damit gegenüber dem Vorjahr um 1,9
Milliarden Franken zurück. Die Abnahme ist primär gesunkenen Sichtguthaben bei Zentralbanken zuzuschreiben. Die Forderungen
gegenüber Banken erhöhten sich per 31. Dezember 2006 um 16,8 Milliarden Franken auf 50,4 Milliarden Franken. Dies ist grösstenteils
auf die Integration des Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO und auf höhere Ausleihungen der Einheit Cash and Collateral
Trading zurückzuführen. Die Zunahme wurde durch niedrigere Kontokorrentbestände in den Industriebeteiligungen infolge des
Verkaufs von Motor-Columbus anfangs 2006 teilweise ausgeglichen. Die Kundenausleihungen beliefen sich zum 31. Dezember 2006
auf 312,5 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Zuwachs um 32,6 Milliarden Franken dar. Dafür verantwortlich
waren hauptsächlich das höhere Hypothekarvolumen in der Schweiz und die – vornehmlich in den internationalen Wealth-Management-Einheiten
– gestiegenen besicherten Ausleihungen (Lombardgeschäft). Zudem nahmen die besicherten Ausleihungen der Investment Bank an
Prime-Brokerage-Kunden erheblich zu. Hinzu kam die Integration des Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO, welche aber
weniger ins Gewicht fiel. Der Zuwachs wurde zum Teil durch niedrigere besicherte Ausleihungen an US-amerikanische Hypothekarinstitute
ausgeglichen.
Verpflichtungen
Die Verpflichtungen gegenüber Banken stiegen hauptsächlich infolge höherer Termineinlagen um 79,4 Milliarden Franken. Die
Verlagerung von Repurchase-Geschäften durch unbesicherte Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Vermögenswerte
von Dillon Read Capital Management (DRCM) sowie das allgemeine Wachstum von UBS bewirkten Schwankungen in der Einheit Cash
and Collateral Trading der Investment Bank. Ein weiterer Grund für diesen Zuwachs war zudem die Integration des Futures- und
Optionsgeschäfts von ABN AMRO. Die ausgegebenen Schuldtitel (einschliesslich finanzieller Verpflichtungen zum Fair Value)
nahmen gegenüber dem Vorjahr um 57,7 Milliarden Franken auf 335,8 Milliarden Franken am 31. Dezember 2006 zu. Bei der Emission
von Geldmarktpapieren wurde ein Plus von 16,9 Milliarden Franken verzeichnet, hauptsächlich in Europa und den USA. Die langfristigen
Verbindlichkeiten (einschliesslich finanzieller Verpflichtungen zum Fair Value) erhöhten sich um 40,9 Milliarden Franken auf
216,3 Milliarden Franken. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden stiegen um 103,7 Milliarden Franken. Dafür verantwortlich waren hauptsächlich die steigenden
Einlagen unserer Privatkunden im Wealth Management rund um den Globus und der Schweiz im Retailgeschäft. Das Wachstum im Prime
Brokerage und im Geschäft mit börsengehandelten Derivaten der Investment Bank ist auf die Integration des Futures- und Optionsgeschäfts
von ABN AMRO zurückzuführen.
Repurchase- sowie Securities-Borrowing- / -Lending-Geschäfte
2006 erhöhten sich die Barhinterlagen für geborgte Wertschriften und Reverse-Repurchase-Geschäfte um 65 Milliarden Franken
oder 9% auf 757 Milliarden Franken, während die Summe der ausgeliehenen Wertschriften und der Repurchase-Transaktionen um
70 Milliarden Franken oder 13% auf 609 Milliarden Franken zunahm. Dieser Anstieg ist in erster Linie dem sogenannten Matched
Book (einem Repo-Portfolio aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit gleichen Laufzeiten und gleichem Wert, deren Risiken
sich somit grundsätzlich gegenseitig aufheben) und den Securities-Borrowing-Aktivitäten der Equities-Einheit zuzuschreiben.
Die Zunahme beim Securities Lending und Repurchase-Geschäft diente im Wesentlichen zur Finanzierung höherer Handelsbestände.
Handelsbestände
Die Handelsbestände erhöhten sich um 225 Milliarden Franken von 654 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005 auf 879 Milliarden
Franken zum 31. Dezember 2006. Die Zuwächse erfolgten bei den Schuldinstrumenten (plus 124 Milliarden Franken), namentlich
bei den forderungsbesicherten Wertpapieren im Geschäft mit Asset-Backed Securities und weiteren verbrieften Produkten, sowie
bei Regierungsanleihen (innerhalb des Zinsengeschäfts). Die Aktiven der Einheit Cash and Collateral Trading für die Bank erhöhten
sich und wurden grösstenteils an die Zentralbanken verpfändet. Die Beteiligungstitel (Aktien) verzeichneten eine Zunahme um
52 Milliarden Franken. Dies ist in erster Linie dem Derivatgeschäft vor dem Hintergrund steigender Aktienmärkte zuzuschreiben.
Der Bestand an Geldmarktpapieren unserer Einheit Fixed Income, Rates and Currencies stieg um 29 Milliarden Franken. Die handelbaren
Kredite legten vornehmlich im Verbriefungsgeschäft um 11 Milliarden Franken zu, und die Edelmetalle stiegen um 8 Milliarden
Franken. Im gleichen Zeitraum nahmen die Verpflichtungen aus Handelsbeständen um 16 Milliarden Franken auf 205 Milliarden
Franken zu.
Wiederbeschaffungswerte
2006 nahmen die positiven und die negativen Wiederbeschaffungswerte um je 5 Milliarden Franken auf 328 Milliarden Franken
bzw. 333 Milliarden Franken ab. Dies resultierte aus den Zunahmen im Derivathandel des integrierten Futures- und Optionsgeschäfts
von ABN AMRO sowie den Wechselkursschwankungen wichtiger Währungen, die leicht schwächer ausfielen als die durch Zinsschwankungen
bedingte Abnahme der Wiederbeschaffungswerte.
Übrige Aktiven / Passiven
Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften sanken um 48% auf 1,5 Milliarden Franken am 31. Dezember 2006. Dieser Rückgang
geht in erster Linie auf den Verkauf der Beteiligung von UBS an Motor-Columbus zurück. Die Liegenschaften und übrigen Sachanlagen
nahmen hauptsächlich infolge von Abschreibungen um 27% auf 6,9 Milliarden Franken ab. Diese Entwicklung wurde teilweise durch
neue Investitionen ausgeglichen. Der Goodwill und andere immaterielle Anlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10%
auf 14,8 Milliarden Franken. Dafür verantwortlich war der Erwerb verschiedener Geschäfte im Verlauf des Jahres 2006. Dagegen
reduzierte sich der Bestand aufgrund der negativen Währungsentwicklung sowie des Verkaufs von Motor-Columbus.
Eigenkapital
Das den UBS-Aktionären zurechenbare Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Milliarden Franken auf 49,7 Milliarden
Franken am 31. Dezember 2006. Dieser Zuwachs widerspiegelt das zurechenbare Konzernergebnis von 12,3 Milliarden Franken, das
durch Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe bis zu einem gewissen Grad vermindert wurde.
Das den Minderheitsanteilen zurechenbare Eigenkapital sank um 20% von 7,6 Milliarden Franken Ende 2005 auf 6,1 Milliarden
Franken am 31. Dezember 2006, was in erster Linie der Neuemission von Preferred Securities und der Veräusserung von Motor-Columbus
zuzuschreiben war.
Vertragliche VerpflichtungenDie nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die vertraglichen Verpflichtungen am 31. Dezember 2006. Sämtliche Verträge
mit Ausnahme der Abnahmeverpflichtungen (Verträge, in denen wir uns zum Kauf einer bestimmten Menge Güter und Dienstleistungen
verpflichtet haben) sind entweder in der Bilanz als Verbindlichkeiten erfasst oder – wenn es sich um Operating-Leasing-Verträge
handelt – in Anmerkung 27 im Anhang zur Konzernrechnung aufgeführt.
Folgende in der Bilanz erfassten Verbindlichkeiten sind in der Tabelle nicht enthalten, da wir diese Verpflichtungen nicht
als vertraglich betrachten: Rückstellungen, laufende und latente Steuerverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungsplänen,
Abwicklungs- und Clearingkonten sowie Verpflichtungen gegenüber Banken und Kunden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern während der obligatorischen Kündigungsfrist sind in den Kaufverpflichtungen in
der Tabelle nicht enthalten. UBS muss den Mitarbeitern während dieser Zeit das vertraglich vereinbarte Salär zahlen.
UBS ist feste Verpflichtungen für den Erwerb von Unternehmen eingegangen. Die entsprechenden Bedingungen sind in Anmerkung
37 – Unternehmenszusammenschlüsse im Anhang zur Konzernrechnung aufgeführt.
Vertragliche Verpflichtungen | | Zahlungsfälligkeiten nach Dauer | Mio. CHF | Weniger als 1 Jahr | 1–3 Jahre | 3–5 Jahre | Mehr als 5 Jahre | Langfristige Verbindlichkeiten | 37 086 | 52 263 | 32 435 | 84 421 | Verbindlichkeiten aus Kapitalleasing | 154 | 324 | 115 | 0 | Verpflichtungen aus Operating Leasing | 1 003 | 1 919 | 1 561 | 4 280 | Abnahmeverpflichtungen | 712 | 528 | 279 | 103 | Andere langfristige Verpflichtungen | 419 | 2 079 | 39 | 1 775 | Total | 39 374 | 57 113 | 34 429 | 90 579 |
AusserbilanzgeschäfteIm Rahmen des normalen Geschäftsgangs schliesst UBS Vereinbarungen ab, die sich nach IFRS weder in der Bilanz niederschlagen
noch auf die Erfolgsrechnung auswirken. Diese Vereinbarungen werden ausserhalb der Bilanz geführt, solange UBS keine Verpflichtung
oder ein Anspruch auf einen spezifischen Vermögenswert daraus entsteht. Sobald eine Verpflichtung besteht, wird diese in der
Bilanz erfasst und der daraus resultierende Verlust in der Erfolgsrechnung verbucht. Der in der Bilanz erfasste Betrag entspricht
indes oftmals nicht dem gesamten möglichen Verlust, der aus solchen Vereinbarungen entstehen kann.
Die auf Seite 67 aufgeführten Vereinbarungen entsprechen grösstenteils entweder einem Kundenbedürfnis oder bieten Anlagemöglichkeiten
über Unternehmen, die nicht von UBS beherrscht werden. Die Bedeutung solcher Vereinbarungen im Hinblick auf Liquidität, Kapitalressourcen
oder Markt- und Kreditrisikosicherheiten der Bank ist äusserst gering. Für UBS stellen solche Vereinbarungen weder eine wichtige
Ertragsquelle dar noch entstanden ihr daraus nennenswerte Kosten, was auch in Zukunft nicht der Fall sein dürfte. Die folgenden
Abschnitte enthalten Informationen über drei verschiedene Bereiche von Ausserbilanzgeschäften sowie über daraus per 31. Dezember
2006 möglicherweise resultierende Verbindlichkeiten.
Garantien
Im Rahmen unserer normalen Geschäftstätigkeit geben wir verschiedene Arten von Garantien für unsere Kunden aus. Bei diesen
Garantien handelt es sich, mit Ausnahme von erhaltenen Prämien, um Ausserbilanzgeschäfte, es sei denn eine Rückstellung ist
zur Deckung möglicher Verluste notwendig. Die aus den Garantien erwachsende Maximalforderung unterliegt dem Kreditrisiko und
wird in Anmerkung 26 im Anhang zur Konzernrechnung offengelegt. Am 31. Dezember 2006 lag der ausgewiesene Betrag leicht über
dem Wert des Vorjahres. Die Gebührenerträge aus der Begebung von Garantien bilden keinen wesentlichen Bestandteil des Gesamtertrags.
Die aus Garantien entstandenen Verluste und Einkünfte aus erhaltenen Provisionen waren in den letzten drei Jahren unbedeutend.
Zurückbehaltene Anteile
UBS unterstützt die Gründung von Special Purpose Entities (SPEs). Diese Gesellschaften dienen der Verbriefung erworbener Wohnbau-
und Geschäftshypotheken und ähnlicher Verpflichtungen. Überdies verbriefen wir finanzielle Verbindlichkeiten von Kunden im
Rahmen von Transaktionen über SPEs, die besicherte Schuldtitel emittieren. Bei einer typischen Verbriefungstransaktion dieser
Art übertragen wir gegen materielle Eigentumsrechte in Form von Wertschriften Vermögenswerte an einen Trust oder ein Unternehmen.
Die Eigentumsrechte werden in der Regel kurz nach der Verbriefung an Drittparteien veräussert. Wir bieten diesen SPEs keine
Garantien oder sonstigen Kreditsicherheiten. Sobald Risiken und Chancen aus solchen Vermögenswerten auf eine Drittpartei übergehen,
werden sie nicht mehr in unserer konsolidierten Jahresrechnung ausgewiesen. Weitere Angaben zu den Verbriefungsaktivitäten
von UBS finden sich in Anmerkung 42.2 im Anhang zur Konzernrechnung.
Im Eigenkapital verbuchte derivative Instrumente
Wir verfügen über keine Derivatkontrakte auf eigene Aktien, die als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesen werden. Mit Ausnahme
physisch zu erfüllender geschriebener Put-Optionen auf UBS-Aktien (siehe Anmerkung 1 im Anhang zur Konzernrechnung) werden
an die UBS-Aktie gebundene Derivatkontrakte als derivative Instrumente verbucht und in der Bilanz zum Fair Value unter Positive
bzw. Negative Wiederbeschaffungswerte erfasst.
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