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Clive Standish | UBS Group Chief Financial Officer und Head des Corporate Center |
Das Corporate Center wies 2006 einen Vorsteuerverlust von 1083 Millionen Franken aus, verglichen mit einem Vorsteuergewinn von 3856 Millionen Franken 2005. Diese Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist dem Verkauf von Private Banks & GAM Ende 2005 zuzuschreiben. Die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Corporate Center verzeichneten einen Vorsteuerverlust von 1087 Millionen Franken, gegenüber einem Verlust von 708 Millionen im Jahr 2005.
Managementrechnung | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am oder per | Veränderung in % | |||
Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben) | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Geschäftsertrag | 294 | 455 | 112 | (35) |
Wertberichtigungen für Kreditrisiken 1 | (61) | 232 | 286 | |
Total Geschäftsertrag | 233 | 687 | 398 | (66) |
Barkomponente | 1 133 | 1 059 | 728 | 7 |
Aktienkomponente 2 | 131 | 108 | 68 | 21 |
Total Personalaufwand | 1 264 | 1 167 | 796 | 8 |
Sachaufwand | 1 242 | 1 084 | 1 077 | 15 |
Dienstleistungen von / (an) andere(n) Geschäftseinheiten | (1 978) | (1 730) | (1 509) | (14) |
Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen | 783 | 857 | 794 | (9) |
Abschreibungen auf Goodwill | 0 | 0 | 1 | |
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen | 9 | 17 | 17 | (47) |
Total Geschäftsaufwand3 | 1 320 | 1 395 | 1 176 | (5) |
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | (1 087) | (708) | (778) | (54) |
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern | 4 | 4 564 | 396 | (100) |
Ergebnis vor Steuern | (1 083) | 3 856 | (382) | |
Zusätzliche Informationen | ||||
Risikogewichtete Aktiven gemäss BIZ | 8 969 | 8 143 | 9 841 | 10 |
Personalbestand (auf Vollzeitbasis) | 4 771 | 3 922 | 5 202 | 22 |
Personalbestand ohne ITI (auf Vollzeitbasis) | 1 716 | 1 370 | 2 848 | 25 |
Personalbestand ITI (auf Vollzeitbasis) | 3 055 | 2 552 | 2 354 | 20 |
Ergebnis
Die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Corporate Center wiesen für das Gesamtjahr 2006 einen Vorsteuerverlust von 1087 Millionen Franken aus (Vorjahr: Verlust von 708 Millionen Franken). Für den Anstieg verantwortlich war hauptsächlich ein um 454 Millionen niedrigerer Geschäftsertrag. Der Hauptgrund für diesen Rückgang waren die im Jahr 2006 vorgenommenen Wertberichtigungen für Kreditrisiken. Im Gegensatz dazu konnten 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst werden. Zudem schlugen im Berichtsjahr nicht vollständig wirksame Cashflow-Absicherungen negativ zu Buche.
Geschäftsertrag
Der Geschäftsertrag sank von 687 Millionen Franken 2005 auf 233 Millionen Franken 2006. Grund dafür waren die Wertberichtigungen
für Kreditrisiken. Im Gegensatz dazu konnten 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst werden. Überdies sank der
Ertrag aus den Treasury-Aktivitäten.
Die beim Corporate Center verbuchten Kreditrisikokosten entsprechen der Differenz zwischen den abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten, die den Geschäftseinheiten belastet werden, und den in der Konzernrechnung verbuchten effektiven Wertberichtigungen für Kreditrisiken oder Auflösungen von Wertberichtigungen für Kreditrisiken. 2006 lösten wir Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von 156 Millionen Franken auf, verglichen mit 375 Millionen Franken 2005. Die abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten im Betrag von 217 Millionen Franken, die den Geschäftseinheiten 2006 belastet wurden, überstiegen die aufgelösten Wertberichtigungen für die Kreditrisiken von UBS. Die Differenz von 61 Millionen Franken wurde als Wertberichtigung für Kreditrisiken im Corporate Center verbucht. Im Vergleich dazu wurden 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken von 232 Millionen Franken aufgelöst.
2006 nahm der Ertrag hauptsächlich aufgrund niedrigerer Immobiliengewinne und von Cashflow-Absicherungsverlusten (2005 resultierten Absicherungsgewinne) von 455 Millionen Franken 2005 um 161 Millionen Franken auf 294 Millionen Franken ab. Der Rückgang wurde durch Gewinne aus Devisenoptionsgeschäften leicht abgefedert.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand bildete sich von 1395 Millionen Franken 2005 um 75 Millionen Franken auf 1320 Millionen Franken 2006
zurück. Der Personalaufwand stieg um 8% von 1167 Millionen Franken 2005 auf 1264 Millionen Franken 2006. Gründe dafür sind
hauptsächlich der höhere ITI-Personalbestand als Folge des verstärkten Bedarfs an ITI-Leistungen sowie die Rekrutierung neuer
Mitarbeiter zur Bewältigung der erhöhten Komplexität regulatorischer Anforderungen. Der Personalaufwand stieg bedingt durch
die höheren leistungsabhängigen Vergütungen und den gestiegenen Aufwand für die Aktienkomponente, da der Kurs der UBS-Aktie
höher notierte als 2005. Im gleichen Zeitraum nahm der Sachaufwand um 15% von 1084 Millionen Franken auf 1242 Millionen Franken
zu. ITI verzeichnete höhere Kosten für Miete, IT-Unterhalt und Telekommunikation, bedingt durch die Erhöhung des Personalbestands.
Die Kostensteigerung ist auch auf Rückstellungen für untervermietete Bürofläche in den USA zurückzuführen, die zu einem geringen
Teil dem Corporate Center belastet wurden. Das Corporate Center erbrachte 2006 für andere Geschäftseinheiten Dienstleistungen
im Betrag von 1978 Millionen Franken (2005: 1730 Millionen Franken). Darin kommen die geschäftsbedingten Kostensteigerungen
im Zusammenhang mit der IT-Infrastruktur von UBS zum Ausdruck. Die Abschreibungen auf Liegenschaften und übrige Sachanlagen
sanken um 74 Millionen Franken oder 9% auf 783 Millionen Franken. Dies liegt daran, dass einige Softwarekomponenten nun vollständig
abgeschrieben sind. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen sanken 2006 gegenüber dem Vorjahr um 8 Millionen Franken auf
9 Millionen Franken.
IT-Infrastruktur
Die IT-Infrastrukturkosten gemessen am durchschnittlichen Personalbestand im Finanzdienstleistungsgeschäft beliefen sich im Jahr 2006 auf 28 072 Franken und damit 1341 Franken mehr als die 26 731 Franken im Vorjahr. Darin kommt die Unterstützung der Geschäftseinheiten bei ihren Wachstumsplänen zum Ausdruck. Das Ergebnis wurde teilweise durch Kosteneinsparungen im Rahmen der zentralen Bewirtschaftung unserer IT-Infrastruktur kompensiert.
Ergebnis
Die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Corporate Center wiesen für das Gesamtjahr 2005 einen Verlust von 708 Millionen Franken aus (2004: Verlust von 778 Millionen Franken). Diese Verbesserung ist auf eine Ertragssteigerung um 343 Millionen Franken zurückzuführen.
Private Banks & GAM (aufgegebene Geschäftsbereiche)
Der Verkauf von Private Banks & GAM an Julius Bär wurde am 2. Dezember 2005 abgeschlossen. Der Veräusserungsgewinn und der
im Jahr vor Abschluss der Transaktion erzielte Geschäftsertrag sind unter den aufgegebenen Geschäftsbereichen als Vorsteuergewinn
von 4564 Millionen Franken ausgewiesen.
Geschäftsertrag
2005 erhöhte sich der Geschäftsertrag von 398 Millionen Franken 2004 auf 687 Millionen Franken. Grund dafür waren höhere Erträge,
die indes durch niedrigere Auflösungen von Wertberichtigungen für Kreditrisiken teilweise kompensiert wurden.
2005 beliefen sich die Erträge aus Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf 375 Millionen Franken. Der Ertrag aus abgegrenzten erwarteten Kreditrisiken, der in den Geschäftseinheiten verbucht wurde, belief sich auf 143 Millionen Franken. Die Differenz von 232 Millionen Franken wurde dem Corporate Center als Ertrag aus Wertberichtigungen für Kreditrisiken zugeordnet.
2004 beliefen sich die Erträge aus Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf 241 Millionen Franken. Da den Geschäftseinheiten abgegrenzte erwartete Kreditrisikokosten von 45 Millionen Franken belastet wurden, belief sich der Ertrag aus Wertberichtigungen für Kreditrisiken, welcher dem Corporate Center zugeordnet wurde, auf 286 Millionen Franken.
Der Ertrag nahm 2005 hauptsächlich aufgrund der Diversifikation der Kapitalbasis in US-Dollar von 343 Millionen Franken 2004 auf 455 Millionen Franken zu. Auch die weiter gestiegene durchschnittliche Kapitalbasis und der Effekt aus einem vorteilhaften Timing bei Cashflow-Absicherungen wirkten sich positiv auf den Erfolg aus Treasury-Aktivitäten aus.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand belief sich 2005 auf insgesamt 1395 Millionen Franken. Dies stellt gegenüber den 1176 Millionen Franken
des Vorjahres eine Erhöhung um 219 Millionen Franken dar. Der Personalaufwand stieg um 47% auf 1167 Millionen Franken (2004:
796 Millionen Franken). Dies liegt vornehmlich in der fortgesetzten Integration der IT-Infrastruktur von UBS in die Einheit
ITI, aber auch in Neurekrutierungen und Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen begründet. Im gleichen Zeitraum nahm
der Sachaufwand um 1% von 1077 Millionen Franken auf 1084 Millionen Franken zu. Niedrigere Kosten für die Miete und den Unterhalt
von IT-Ausrüstung innerhalb von ITI sowie die Auflösung von Steuerabgrenzungen wurden durch Kosten für die Umsetzung neuer
Rechnungslegungsstandards und regulatorischer Anforderungen neutralisiert. Überdies liessen die Markeninitiative und die Liegenschaften
der Bank den Aufwand ansteigen. Das Corporate Center erbrachte 2005 für andere Geschäftseinheiten Dienstleistungen im Betrag
von 1730 Millionen Franken (2004: 1509 Millionen Franken). Darin kommt die fortgesetzte Integration der IT-Infrastruktur von
UBS in die Einheit ITI zum Ausdruck. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen beliefen sich 2005, wie bereits im vorhergehenden
Jahr, auf 17 Millionen Franken.
IT-Infrastruktur
Die IT-Infrastrukturkosten gemessen am durchschnittlichen Personalbestand im Finanzdienstleistungsgeschäft im Jahr 2005 betrugen 26 731 Franken und damit 1600 Franken weniger als die 28 331 Franken im Vorjahr. Dies ist der zentralen Bewirtschaftung unserer IT-Infrastruktur zu verdanken.
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