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Für das Geschäftsjahr endend am oder per | Veränderung in % | |||
Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben) | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Fortzuführende Geschäftsbereiche | ||||
Zinsertrag | 87 401 | 59 286 | 39 228 | 47 |
Zinsaufwand | (80 880) | (49 758) | (27 484) | 63 |
Erfolg Zinsengeschäft | 6 521 | 9 528 | 11 744 | (32) |
Wertberichtigungen für Kreditrisiken | 156 | 375 | 241 | (58) |
Zinserfolg nach Wertberichtigungen für Kreditrisiken | 6 677 | 9 903 | 11 985 | (33) |
Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 25 881 | 21 436 | 18 506 | 21 |
Erfolg Handelsgeschäft | 13 318 | 7 996 | 4 902 | 67 |
Übriger Erfolg | 1 295 | 561 | 578 | 131 |
Total Geschäftsertrag | 47 171 | 39 896 | 35 971 | 18 |
Barkomponenten | 21 282 | 18 275 | 16 310 | 16 |
Aktienkomponenten 2 | 2 187 | 1 628 | 1 396 | 34 |
Total Personalaufwand | 23 469 | 19 903 | 17 706 | 18 |
Sachaufwand | 7 929 | 6 448 | 6 387 | 23 |
Dienstleistungen von / (an) andere(n) Geschäftseinheiten | (9) | (14) | (20) | 36 |
Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen | 1 245 | 1 240 | 1 262 | 0 |
Abschreibungen auf Goodwill | 0 | 0 | 646 | |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen | 148 | 127 | 168 | 17 |
Total Geschäftsaufwand | 32 782 | 27 704 | 26 149 | 18 |
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 14 389 | 12 192 | 9 822 | 18 |
Steueraufwand | 2 751 | 2 296 | 2 104 | 20 |
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 11 638 | 9 896 | 7 718 | 18 |
Aufgegebene Geschäftsbereiche | ||||
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern | 4 | 4 564 | 396 3 | (100) |
Steueraufwand | 0 | 489 | 97 | (100) |
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 4 | 4 075 | 299 | (100) |
Ergebnis | 11 642 | 13 971 | 8 017 | (17) |
Den Minderheitsanteilen zurechenbares Ergebnis | 389 | 454 | 361 | (14) |
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 389 | 454 | 361 | (14) |
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0 | 0 | 0 | |
Den UBS-Aktionären zurechenbares Ergebnis | 11 253 | 13 517 | 7 656 | (17) |
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 11 249 | 9 442 | 7 357 | 19 |
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 4 | 4 075 | 299 | (100) |
Zusätzliche Informationen | ||||
Personalbestand (auf Vollzeitbasis) | 78 140 | 69 569 | 67 407 | 12 |
Auf Basis der fortzuführenden Geschäftsbereiche war 2006 für UBS erneut ein Rekordjahr. Alle Einheiten wiesen ein höheres Ergebnis aus als im Vorjahr. Das den UBS-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis belief sich 2006 auf 11 253 Millionen Franken. Der Beitrag der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug 4 Millionen Franken. 2005 hatte sich dieser Beitrag wegen des Verkaufs von Private Banks & GAM auf 4075 Millionen Franken belaufen. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen kletterte auf einen Rekordstand von 11 249 Millionen Franken. Dies entspricht gegenüber den 9442 Millionen Franken von 2005 einer Zunahme um 19%. Grund für diese Entwicklung war eine Ertragssteigerung um 19% auf 47 015 Millionen Franken. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich, was an den höheren Marktbewertungen und den kräftigen Neugeldzuflüssen in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft lag. Die Courtageeinnahmen zogen dank reger Kundenaktivitäten an. Auch die Einnahmen aus dem Corporate-Finance- und dem Emissionsgeschäft stiegen. Zum einen war dies auf die günstigen Bedingungen an den Kapitalmärkten zurückzuführen. Zum anderen profitierten wir von unseren Anstrengungen zur Steigerung des Marktanteils in Schlüsselsektoren wie den Large-Cap-Deals, den Emerging Markets und dem Technologiesektor sowie als Partner von Finanzsponsoren. Vom gesamten Geschäftsertrag entfallen nun 55% auf den Ertrag aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft. Der Erfolg aus Handelstätigkeit erreichte ebenfalls einen Rekordstand. Die Hauptgründe dafür waren höhere Gewinne aus Aktienderivaten, dem Prime Brokerage und dem Eigenhandel mit Aktien. Die Ergebnisse im Bereich festverzinsliche Produkte stiegen, da das Marktumfeld positiv war und sich die Performance in den Sparten Derivate, Mortgage-Backed Securities und Commodities verbesserte. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg aufgrund des weltweit wachsenden Kreditgeschäfts mit wohlhabenden Privatkunden auf den höchsten je erreichten Wert. Darin kommen auch die höheren Spreads auf Einlagen in US-Dollar, Euro und Schweizer Franken sowie das erhöhte Volumen bei den Schweizer Hypotheken zum Ausdruck. Wealth Management US profitierte vom Anstieg der Einlagenvolumen und der Spreads. Ausserdem lösten wir 2006 weitere Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf, wenn auch in geringerem Umfang als im Vorjahr.
Im Zuge unserer Expansionsstrategie nahm der Aufwand weiter zu. 2006 stieg er gegenüber dem Vorjahresniveau um 18% oder 5078 Millionen Franken. Der Personalaufwand erhöhte sich um 18%. In dieser Entwicklung widerspiegelt sich die unternehmensweite Zunahme des Personalbestands um 12%. Die leistungsabhängigen Vergütungen stiegen infolge der höheren Erträge. Die Zahlungen für Boni und andere leistungsabhängige Vergütungen machten 2006 53% des Personalaufwands aus, während es 2005 noch 50% gewesen waren. Im Jahr 2006 fiel die durchschnittliche leistungsabhängige Vergütung pro Mitarbeiter um 16% höher aus als 2005.
Der Sachaufwand war 23% höher als 2005. Der Aufwand für Rückstellungen erhöhte sich in erster Linie aufgrund des Vergleichs mit der Sumitomo Corporation sowie eines langfristigen Büromietvertrags in New Jersey. Während unser Bedarf an Büroflächen in New Jersey geringer war als erwartet, bauten wir unsere Präsenz in anderen Regionen aus. Infolgedessen nahm der Mietaufwand insgesamt zu. Mit den weltweit höheren Aktivitäten und Geschäftsvolumen stiegen die Ausgaben für IT-Outsourcing, Kommunikation und Reisen. Die Investitionen in Wachstumsinitiativen führten zu höheren Auslagen für IT- und strategische Projekte, insbesondere bei der Investment Bank.
Da die Einnahmen stärker stiegen als die Kosten, war das Aufwand-Ertrags-Verhältnis mit 69,7% so niedrig wie noch nie.
Geschäftsertrag
Der Geschäftsertrag stieg gegenüber 2005 (39 896 Millionen Franken) um 18% auf 47 171 Millionen Franken. Dies ist der höchste je erreichte Wert.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 9528 Millionen Franken im Jahr 2005 auf 6521 Millionen Franken 2006. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm von 7996 Millionen Franken 2005 auf 13 318 Millionen Franken 2006 zu.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft umfasst neben Erträgen aus dem Zinsdifferenzgeschäft (Ausleihungen und Einlagen) auch den Erfolg aus Handelstätigkeiten (beispielsweise Coupon- und Dividendenerträge). Diese Komponente schwankt je nach Zusammensetzung des Handelsportfolios von einer Berichtsperiode zur nächsten. Zur besseren Erklärung der Veränderungen beim Erfolg aus dem Zinsen- und Handelsgeschäft wird die Gesamtsumme nicht nach Ertragsart aufgeschlüsselt, sondern nach der Geschäftstätigkeit, mit welcher der Ertrag generiert wurde.
Der Erfolg aus Handelstätigkeit belief sich 2006 auf 13 119 Millionen Franken und nahm somit gegenüber 2005 (11 419 Millionen Franken) um 15% oder 1700 Millionen Franken zu. Die Erträge aus dem Aktienhandel lagen 2006 bei 4759 Millionen Franken und damit 21% oder 831 Millionen Franken über dem Ergebnis 2005 (3928 Millionen Franken). Im letzten Jahr legte der Derivathandel vor allem in der asiatisch-pazifischen Region und in den USA im Zuge einer steigenden Nachfrage deutlich zu. Das weltweite Wachstum unseres Prime-Brokerage-Geschäfts setzte sich fort, da wir die Kundenbasis erneut erweitern konnten. Auch mit dem Eigenhandel erzielten wir höhere Ergebnisse. Teilweise neutralisiert wurde diese erfreuliche Entwicklung durch niedrigere Erträge aus Cash Equities. Im Handel mit festverzinslichen Produkten stiegen die Erträge von 5741 Millionen Franken 2005 um 8% oder 463 Millionen Franken auf 6204 Millionen Franken 2006. Im Zinsengeschäft legten wir deutlich zu. Wegen höherer Kundenaktivitäten und günstiger Marktbedingungen expandierten der Energiehandel und die Mortgage-Backed Securities. Dies wurde teilweise durch niedrigere Erträge im Derivatgeschäft kompensiert, die auf eine rückläufige Kundenaktivität zurückzuführen waren. Das Metallgeschäft profitierte von der hohen Marktaktivität. Dem Edelmetallsegment kam der Goldpreisanstieg zugute. Die Erträge der Sparte Credit Fixed Income zogen gegenüber 2005 leicht an. Wir verbuchten einen Verlust in Höhe von 245 Millionen Franken im Zusammenhang mit Credit Default Swaps (CDSs), die zur Absicherung bestehender Kreditengagements eingesetzt wurden, während wir im Jahr zuvor einen Gewinn von 103 Millionen Franken erfasst hatten. Die Erträge aus dem Devisengeschäft (1745 Millionen Franken) legten 2006 gegenüber dem Vorjahresniveau (1458 Millionen Franken) zu. Die Erträge aus dem Devisenhandel stiegen dank höherer Volumen.
Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft nahm um 9% von 5355 Millionen Franken 2005 auf 5829 Millionen Franken 2006 zu, gestützt auf eine Zunahme besicherter Kredite an vermögende Privatkunden weltweit. Zudem kommen darin die höheren Spreads auf Einlagen in US-Dollar, Euro und Schweizer Franken sowie das erhöhte Hypothenvolumen für Schweizer Kunden zum Ausdruck. Das amerikanische Wealth-Management-Geschäft steigerte die Kundeneinlagen und profitierte von grösseren Spreads darauf. Diesen positiven Faktoren standen jedoch geringere Erträge aus dem Schweizer Recovery-Portfolio gegenüber, das um 0,7 Milliarden Franken niedriger war als Ende 2005.
Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten belief sich 2006 auf 891 Millionen Franken. Dies sind 141 Millionen Franken oder 19% mehr als im Vorjahr (750 Millionen Franken). Der Zinsertrag stieg aufgrund einer höheren konsolidierten Kapitalbasis, was teilweise durch niedrigere Zinsspreads ausgeglichen wurde. Gegenüber dem Vorjahr profitierte der Ertrag von gestiegenen Bewertungen zu Marktpreisen bei US-Dollar-Devisenoptionen, die eingesetzt wurden, um das Währungsrisiko künftiger Gewinne abzusichern. Nach einer Zunahme 2005 verlor der US-Dollar 2006 gegenüber dem Schweizer Franken an Wert. 2005 waren die Erträge aus Treasury-Aktivitäten durch die buchhalterische Behandlung von Zinsswaps beeinträchtigt worden, da diese Absicherungen nicht vollständig wirksam gewesen waren.
2006 lösten wir Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 156 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 375 Millionen Franken 2005. Dieses Ergebnis ist auf die anhaltend vorteilhaften Bedingungen an den Kreditmärkten zurückzuführen. Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb trotz einer leichten Abkühlung in den USA robust. Die Kreditspreads waren in fast allen wichtigen Industrie- und Schwellenländern weiterhin sehr eng, konnte der Unternehmenssektor doch dank einer soliden Steigerung der Cashflows Schulden abbauen und Liquidität bilden. Das anhaltend positive makroökonomische Umfeld in den wichtigsten Schwellenländern erlaubte uns die Auflösung kollektiver Wertberichtigungen für Länderrisiken in Höhe von 48 Millionen Franken.
Global Wealth Management & Business Banking löste 2006 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 109 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 223 Millionen Franken 2005. Die Zahl der neuen Kreditausfälle war erneut niedrig. Gründe hierfür waren das günstige Kreditumfeld in der Schweiz, wo sich die Zahl der Firmenkonkurse 2006 weiter zurückbildete, sowie unsere Massnahmen der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Qualität unseres Kreditportfolios. Die Bewirtschaftung unseres Portfolios gefährdeter Forderungen, das weiterhin schrumpft, wirkte sich ebenfalls vorteilhaft aus.
Die Investment Bank löste 2006 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 47 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 152 Millionen Franken 2005. Dieses erfreuliche Resultat beruht auf Wiedereingängen, die durch die Sanierung des Portfolios gefährdeter Forderungen möglich wurden, und auf dem Ausbleiben neuer Kreditausfälle im Jahr 2006.
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Erfolg Zinsengeschäft | 6 521 | 9 528 | 11 744 | (32) |
Erfolg Handelsgeschäft | 13 318 | 7 996 | 4 902 | 67 |
Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft | 19 839 | 17 524 | 16 646 | 13 |
Aufteilung nach Geschäftsart | ||||
Aktiengeschäft | 4 759 | 3 928 | 3 098 | 21 |
Zinsengeschäft | 6 204 | 5 741 | 6 264 | 8 |
Devisengeschäft | 1 745 | 1 458 | 1 467 | 20 |
Übriges | 411 | 292 | 203 | 41 |
Erfolg aus Handelstätigkeit | 13 119 | 11 419 | 11 032 | 15 |
Erfolg aus Zinsdifferenzgeschäft | 5 829 | 5 355 | 5 070 | 9 |
Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten | 891 | 750 | 544 | 19 |
Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft | 19 839 | 17 524 | 16 646 | 13 |
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 21 436 Millionen Franken 2005 um 21% auf 25 881 Millionen Franken im Jahr 2006. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere die vermögensabhängigen Erträge bei, ebenso die Gebühren im Anlagefonds-, Emissions- und Corporate-Finance-Geschäft und die Netto-Courtageeinnahmen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft stiegen von 2857 Millionen Franken 2005 um 24% auf 3538 Millionen Franken 2006 und erreichten damit einen neuen Höchstwert. Die Erträge aus dem Aktienemissionsgeschäft erhöhten sich um 493 Millionen Franken oder 37% auf 1834 Millionen Franken. Alle Regionen und insbesondere Asien legten zu. Mit ein Grund hierfür war unsere Rolle als Joint Coordinator und Bookrunner beim Börsengang der Bank of China im zweiten Quartal 2006. Die Erträge im Anleihenemissionsgeschäft erhöhten sich um 12% oder 188 Millionen Franken auf 1704 Millionen Franken. Verantwortlich für diese Zunahme waren die guten Marktbedingungen und unsere verbesserte Wettbewerbsposition in der Leveraged-Finance-Sparte. Im Corporate-Finance-Geschäft kletterten die Gebühreneinnahmen von 1460 Millionen Franken 2005 um 27% auf 1852 Millionen Franken 2006. Die Bruttoerträge aus dem Beratungsgeschäft zogen 2006 an. Die Kunden nutzten die strategischen Chancen, welche die regen Fusions- und Übernahmeaktivitäten boten. Ein weiterer Grund für die Zunahme war unsere wachsende Kundenbasis in diesem Bereich. Die Netto-Courtageeinnahmen betrugen 2006 6149 Millionen Franken. Dies bedeutet gegenüber den 5087 Millionen Franken 2005 ein Plus von 1062 Millionen Franken oder 21%. In diesem Ergebnis spiegeln sich die günstigeren Marktbedingungen, welche die Zuversicht institutioneller und privater Kunden insbesondere in der ersten Jahreshälfte sowie Ende 2006 stützten. Die höheren Einnahmen im Bereich börsengehandelter Derivate waren namentlich dem Kauf des globalen Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO zu verdanken. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft erreichten 2006 mit 5858 Millionen Franken einen neuen Höchststand. Die Steigerung um 23% gegenüber den 4750 Millionen Franken im Vorjahr erklärt sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Erträge in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft. Diese Bereiche profitierten von einem hohen Neugeldzufluss und vorteilhaften Marktbedingungen. Die Treuhandkommissionen waren 2006 mit 252 Millionen Franken geringfügig höher als 2005 (212 Millionen Franken), da die zugrunde liegende Vermögensbasis grösser war. Die Depotgebühren fielen 2006 mit 1266 Millionen Franken um 8% höher aus als 2005 (1176 Millionen Franken). Dies war auf die umfangreicheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Nachdem die Vermögensverwaltungsgebühren 2005 noch 5310 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2006 mit 6622 Millionen Franken um 25% höher. Diese Steigerung erklärt sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die infolge höherer Marktbewertungen und kräftiger Neugeldzuflüsse zunahmen, sowie in geringerem Masse durch höhere performanceabhängige Erträge. Versicherungsspezifische und übrige Gebühren stiegen 2006 aufgrund höherer Kommissionen aus versicherungsbezogenen Produkten um 21% auf 449 Millionen Franken. Die Kommissionen und Gebühren aus dem Kreditgeschäft sanken 2006 um 12% auf 269 Millionen Franken (2005: 306 Millionen Franken), da die Geschäftsvolumen und der Ertrag aus Ausleihungen zurückgingen.
Der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft betrug 2006 1064 Millionen Franken. Die Zunahme um 4% gegenüber dem Vorjahresniveau (1027 Millionen Franken) ist in erster Linie der Entwicklung bei den Aktienderivaten und höheren Kreditkartengebühren zuzuschreiben.
Der Übrige Erfolg wuchs gegenüber 2005 (561 Millionen Franken) um 131% auf 1295 Millionen Franken. Hauptgrund hierfür waren Gewinne auf unseren Sitzen an der New York Stock Exchange, die im Zuge des Börsengangs im März 2006 in Aktien umgetauscht wurden. Ferner verkauften wir unsere Beteiligungen an der London Stock Exchange, an Babcock & Brown und an der EBS Group.
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Global Wealth Management & Business Banking | 109 | 223 | 94 | (51) |
Investment Bank | 47 | 152 | 147 | (69) |
UBS | 156 | 375 | 241 | (58) |
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Aktienemissionsgeschäft | 1 834 | 1 341 | 1 417 | 37 |
Anleihenemissionsgeschäft | 1 704 | 1 516 | 1 114 | 12 |
Emissionsgeschäft | 3 538 | 2 857 | 2 531 | 24 |
Corporate Finance | 1 852 | 1 460 | 1 078 | 27 |
Courtagen | 8 053 | 6 718 | 5 794 | 20 |
Erträge aus Fonds | 5 858 | 4 750 | 3 948 | 23 |
Treuhandkommissionen | 252 | 212 | 197 | 19 |
Depotgebühren | 1 266 | 1 176 | 1 143 | 8 |
Vermögensverwaltungsgebühren | 6 622 | 5 310 | 4 488 | 25 |
Versicherungsspezifische Gebühren und übrige Gebühren | 449 | 372 | 343 | 21 |
Total Kommissionsertrag aus Wertschriftenhandel und Vermögensverwaltung | 27 890 | 22 855 | 19 522 | 22 |
Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft | 269 | 306 | 264 | (12) |
Kommissionsertrag aus übrigem Dienstleistungsgeschäft | 1 064 | 1 027 | 977 | 4 |
Total Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 29 223 | 24 188 | 20 763 | 21 |
Courtagen, bezahlt | 1 904 | 1 631 | 1 387 | 17 |
Übriges | 1 438 | 1 121 | 870 | 28 |
Total Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 3 342 | 2 752 | 2 257 | 21 |
Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 25 881 | 21 436 | 18 506 | 21 |
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 27 704 Millionen Franken 2005 um 18% auf 32 782 Millionen Franken 2006.
Der Personalaufwand stieg von 19 903 Millionen Franken im Vorjahr um 3566 Millionen Franken oder 18% auf 23 469 Millionen Franken. Der Anstieg war auf die leistungsabhängigen Vergütungen zurückzuführen, die als Folge des guten Geschäftsgangs in allen Bereichen höher ausfielen. Der variable Teil des Personalaufwands wird auf Jahresbasis berechnet, und die definitiven leistungsabhängigen Vergütungen werden jeweils im vierten Quartal fixiert. Der Saläraufwand stieg 2006 aufgrund der jährlichen Lohnerhöhungen und des Personalbestands, der im Zuge der stetigen Expansion unserer Geschäftsaktivitäten um 12% aufgestockt wurde. Die Aktienkomponente nahm 2006 um 34% oder 559 Millionen Franken auf 2187 Millionen Franken zu (2005: 1628 Millionen Franken). Hauptgründe dafür sind die höheren Aktienzuteilungen im Jahr 2006 und der infolge des Kursanstiegs der UBS-Aktie höhere Fair Value der Optionen. Die Ausgaben für externe Vertragspartner lagen mit 822 Millionen Franken um 1 Million Franken tiefer als 2005. Die Sozialleistungen erhöhten sich 2006 aufgrund gestiegener Saläre und Bonuszahlungen um 9% auf 1374 Millionen Franken (2005: 1256 Millionen Franken). Ebenfalls aufgrund gestiegener Saläre sowie infolge des grösseren Personalbestands nahmen die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen 2006 um 13% oder 90 Millionen Franken auf 802 Millionen Franken zu. Der übrige Personalaufwand stieg 2006 gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund des grösseren Personalbestands um 174 Millionen Franken auf 1564 Millionen Franken.
Der Sachaufwand nahm um 1481 Millionen Franken von 6448 Millionen Franken 2005 auf 7929 Millionen Franken 2006 zu. Ursache dafür waren verschiedene Rückstellungen, insbesondere jene für den Vergleich mit der Sumitomo Corporation sowie für einen langfristigen Büromietvertrag in New Jersey. Die Beratungshonorare nahmen aufgrund von Projekten zur Förderung unserer Wachstumsstrategie zu. IT- und sonstige Outsourcingkosten, der Aufwand für Marketing und Public Relations sowie die Auslagen für Marktdaten-Services zogen im Einklang mit dem höheren Geschäftsvolumen an. Der grössere Personalbestand führte zu einem Anstieg von Mietkosten und Reisespesen.
Die Abschreibungen verharrten 2006 mit 1245 Millionen Franken praktisch auf dem Vorjahresniveau (1240 Millionen Franken). Höhere Abschreibungen auf Immobilien wurden teilweise durch rückläufige IT-Abschreibungen ausgeglichen.
Weder 2006 noch 2005 wurde Goodwill abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahresniveau (127 Millionen Franken) um 17% auf 148 Millionen Franken. Grund dafür waren die 2006 getätigten Akquisitionen.
Für das Geschäftsjahr endend am | |||
in % | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 1 |
Global Wealth Management & Business Banking | 20 | 19 | 18 |
Wealth Management International & Switzerland | 19 | 18 | 18 |
Wealth Management US | 42 | 40 | 37 |
Business Banking Switzerland | 20 | 17 | 19 |
Global Asset Management | 24 | 24 | 21 |
Investment Bank | 31 | 29 | 30 |
Der Steueraufwand für 2006 belief sich auf 2751 Millionen Franken. Dies entspricht einem effektiven Steuersatz von 19,1%, verglichen mit 18,8% 2005. Im Gesamtjahr 2006 und insbesondere im vierten Quartal wurde der Steuersatz positiv beeinflusst, da wir Wertberichtigungen für latente Steuerforderungen auflösten. Letzteres war dank besserer Gewinnprognosen bestimmter Konzerngesellschaften und Niederlassungen möglich. Ein Steuersatz für 2007 von rund 22% ist unserer Ansicht nach eine realistische Prognose.
Steuersätze der Unternehmensgruppen
Die indikativen Steuersätze der Unternehmensgruppen und Geschäftseinheiten werden jährlich berechnet und beruhen auf den Ergebnissen und gesetzlichen Steuersätzen des laufenden Geschäftsjahres. Diese Sätze sind Schätzwerte, die auf der Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf die bereinigten Jahresergebnisse an den Standorten beruhen, an denen die Unternehmensgruppen tätig sind. Diese Steuersätze geben deshalb einen Hinweis auf den Steueraufwand jeder Unternehmensgruppe für die Geschäftstätigkeit 2006, und zwar für jede Einheit einzeln berechnet. Steuerverluste vergangener Jahre können allerdings nicht verrechnet werden.
Zu Vergleichszwecken werden die indikativen Steuersätze für 2004 vor Goodwill dargestellt. Der Steuersatz vor Goodwill zeigt auf, wie hoch der Steuersatz ausgefallen wäre, wenn die Abschreibungen auf Goodwill zu Bilanzierungszwecken nicht belastet worden wären. Er ist definiert als die Summe des Steueraufwands für das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Goodwill an jedem Standort, berechnet auf der oben genannten Basis, geteilt durch das gesamte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Goodwill auf Konzernebene. Die Steuersätze nach Goodwill sind höher als diejenigen vor Goodwill, weil in einigen Steuerhoheiten die steuerliche Abzugsfähigkeit der Abschreibungskosten begrenzt ist.
Es ist zu beachten, dass diese Steuersätze nicht zwangsläufig auf zukünftige Steuersätze der Unternehmensgruppen oder der gesamten UBS schliessen lassen.
Für das Jahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 |
Wealth Management International & Switzerland | 5 203 | 4 161 | 3 396 | 25 |
Wealth Management US | 582 | 312 | 29 | 87 |
Business Banking Switzerland | 2 356 | 2 189 | 2 013 | 8 |
Global Wealth Management & Business Banking | 8 141 | 6 662 | 5 438 | 22 |
Global Asset Management | 1 392 | 1 057 | 552 | 32 |
Investment Bank | 5 943 | 5 181 | 4 610 | 15 |
Corporate Center | (1 087) | (708) | (778) | (54) |
Finanzdienstleistungsgeschäft | 14 389 | 12 192 | 9 822 | 18 |
Der Fair Value der 2006 zugeteilten Aktien belief sich auf 1858 Millionen Franken. Der Zuwachs von 477 Millionen Franken oder 35% gegenüber den 1381 Millionen Franken 2005 war in erster Linie auf die gestiegenen leistungsabhängigen Vergütungen und den höheren Anteil der Bonuszahlungen zurückzuführen, die in gesperrten Aktien erfolgten.
Der Fair Value der zugeteilten Optionen belief sich per 31. Dezember 2006 auf 564 Millionen Franken. Die Zunahme um 202 Millionen Franken oder 56% gegenüber den 362 Millionen Franken von 2005 erklärt sich durch den höheren Fair Value pro Option, der in erster Linie eine Folge des höheren Kurses der UBS-Aktie ist.
Der grösste Teil der aktienbasierten Vergütungen erfolgt im ersten Quartal des Jahres. Die Zuteilungen in den übrigen Quartalen erfolgen hauptsächlich im Rahmen des Equity-Plus-Programms, das vorsieht, einem Mitarbeiter für jede freiwillig erworbene UBS-Aktie Aktienoptionen zu gewähren.
Diese Beträge werden nach Abzug verfallener Zuteilungen über den gesamten Dienstzeitraum, der in der Regel der Sperrperiode entspricht, als Kompensationsaufwand erfasst. Die meisten von UBS zugeteilten Aktien und Optionen können während einer Frist von drei Jahren in Tranchen ausgeübt werden.
UBS vereinigt globale Grösse und Wachstumsfokussierung auf einzigartige Weise. Jede der Unternehmensgruppen von UBS nimmt auf ihrem Gebiet eine starke Marktstellung innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche ein, und für jedes dieser Gebiete wird ein bedeutend rascheres Wachstum erwartet als langfristig für die Gesamtwirtschaft.
In unserem Aktionärsbrief vom 13. Februar äusserten wir die Vermutung, dass die Anleger kurzfristig und gegen Ende des Konjunkturzyklus sensibler auf enttäuschende politische oder wirtschaftliche Entwicklungen reagieren könnten. Deshalb bleibe erstklassige Risikokontrolle für uns zentral. Die jüngsten Marktentwicklungen scheinen nun diese erhöhte Sensitivität zu bestätigen. Für UBS hat das Jahr 2007 dennoch gut begonnen die zu erwartenden M&A-Transaktionen sind vielversprechend, die Anleger zuversichtlich und dementsprechend aktiv. Mit einer globalen, ausgewogenen Präsenz in Nord- und Lateinamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum sind die Bausteine unserer Wachstumsstrategie solide verankert. Im vergangenen Jahr haben wir eine konzentrierte Anzahl von Akquisitionen getätigt und stark in organisches Wachstum investiert. 2007 richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Integration der neuen Geschäftsaktivitäten und erwarten, dass sich daraus erste greifbare Vorteile für unsere Kunden und Aktionäre ergeben werden.
Das den UBS-Aktionären zurechenbare Ergebnis belief sich 2005 auf 13 517 Millionen Franken. Davon stammten 4075 Millionen Franken aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen, zu denen die Einheit Private Banks & GAM zählte. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug 9442 Millionen Franken. Gegenüber den 7357 Millionen Franken von 2004 entspricht dies einem Wachstum von 28%. Diese Steigerung war den Erträgen zu verdanken, die in nahezu allen Geschäftsfeldern zunahmen und deutlich rascher wuchsen als die Kosten. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich, was an den höheren Marktbewertungen und den kräftigen Neugeldzuflüssen in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft lag. Einen markanten Zuwachs verzeichneten auch die Erträge aus dem Emissions- und Corporate-FinanceGeschäft sowie die Courtagen. Der Erfolg aus Handelstätigkeit profitierte vor allem in der zweiten Hälfte 2005 von vermehrten Marktchancen. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg aufgrund des weltweit wachsenden Kreditgeschäfts mit wohlhabenden Privatkunden. Überdies fiel die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken so hoch aus wie nie zuvor. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber 2004 um 12%. Die leistungsabhängigen Vergütungen stiegen infolge des guten Geschäftsgangs, und der Personalbestand nahm zu. Die Zahlungen für Boni und andere leistungsabhängige Vergütungen machten 2005 50% des Personalaufwands aus, während es 2004 noch 49% gewesen waren. Der Sachaufwand war lediglich 1% höher als 2004. Das erfreuliche Ertragswachstum und der Wegfall von Goodwill-Abschreibungen ab 2005 beeinflussten das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (70,1%) 2005 positiv.
Geschäftsertrag
Der Geschäftsertrag stieg von 35 971 Millionen Franken 2004 um 11% auf 39 896 Millionen Franken 2005.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 11 744 Millionen Franken im Jahr 2004 auf 9528 Millionen Franken 2005. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm von 4902 Millionen Franken 2004 auf 7996 Millionen Franken 2005 zu.
Der Erfolg aus Handelstätigkeit belief sich 2005 auf 11 419 Millionen Franken und nahm somit gegenüber 2004 (11 032 Millionen Franken) um 4% oder 387 Millionen Franken zu. Die Erträge aus dem Aktiengeschäft lagen 2005 bei 3928 Millionen Franken und damit 27% oder 830 Millionen Franken über dem Ergebnis 2004 (3098 Millionen Franken). Teilweise neutralisiert wurde diese erfreuliche Entwicklung durch niedrigere Erträge im Aktiengeschäft. Im Handel mit festverzinslichen Produkten gingen die Erträge von 6264 Millionen Franken 2004 um 8% oder 523 Millionen Franken auf 5741 Millionen Franken 2005 zurück. Grund hierfür war die rückläu?ge Entwicklung in den Sparten Credit Fixed Income und Fixed Income. Die kräftigeren Erträge aus dem Zinsengeschäft sowie den Bereichen Principal Finance und Gewerbeimmobilien konnten dies nur bedingt wettmachen. In der Sparte Credit Fixed Income gingen die Erträge im strukturierten Kreditgeschäft markant zurück. Die Erträge im Zinsengeschäft stiegen namentlich dank der strukturierten Libor-Derivate, der Zinsen in Europa und des Energiehandels in den USA. Wir verbuchten einen Ertrag in Höhe von 103 Millionen Franken im Zusammenhang mit Credit Default Swaps (CDSs), die zur Absicherung von bestehenden Kreditengagements eingesetzt wurden, während wir im Jahr zuvor einen Verlust von 62 Millionen Franken erfasst hatten. Die Erträge aus dem Devisengeschäft blieben 2005 mit 1458 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau (2004: 1467 Millionen Franken). Während das Derivatgeschäft unter historisch niedrigen Volatilitätsniveaus litt, stiegen die Erträge aus dem Devisenhandel aufgrund höherer Volumen.
Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft nahm aufgrund vermehrter Kredite der UBS Bank USA an vermögende US-Kunden von 5070 Millionen Franken 2004 um 6% auf 5355 Millionen Franken 2005 zu. Das Schweizer Hypothekargeschäft und das Geschäft mit besicherten Krediten von Wealth Management wuchsen 2005 ebenfalls. Einen positiven Einfluss auf die Erträge hatten auch die höheren Zinssätze für Kundenverpflichtungen sowie der Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken, der die Erträge von auf US-Dollar lautenden Kontokorrentkonten stützte. Diesen positiven Faktoren standen jedoch geringere Erträge aus dem Schweizer Recovery-Portfolio gegenüber, das um 1,1 Milliarden Franken niedriger war als 2004.
Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten belief sich 2005 auf 750 Millionen Franken. Dies sind 206 Millionen Franken oder 38% mehr als 2004 (544 Millionen Franken). Der Anstieg war durch die Diversifizierung unserer Kapitalbasis in andere Währungen als den Schweizer Franken bedingt, welche die Währungszusammensetzung unserer risikogewichteten Aktiven widerspiegelt. Auch die höhere Eigenkapitalbasis und der Effekt aus einem vorteilhaften Timing bei Cash?ow-Absicherungen wirkten sich positiv auf den Erfolg aus Treasury-Aktivitäten aus.
2005 lösten wir Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 375 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 241 Millionen Franken 2004. Auflösungen von Länderrückstellungen in Höhe von 118 Millionen Franken widerspiegeln das allgemein positive makroökonomische Umfeld in wichtigen Schwellenländern.
Global Wealth Management & Business Banking löste 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 223 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 94 Millionen Franken 2004. Die Zahl der neuen Kreditausfälle war wiederum niedrig. Grund dafür waren das günstige Kreditumfeld und entsprechend rückläu?ge Firmenkonkurse in der Schweiz sowie unsere Massnahmen der vorhergehenden Jahre zur Verbesserung der Qualität unseres Kreditportfolios. Ausserdem führte die erfolgreiche Bewirtschaftung des Portfolios der gefährdeten Kredite zu höheren Wiedereingängen als erwartet.
Die Investment Bank löste 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 152 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 147 Millionen Franken 2004. Dieses einmal mehr erfreuliche Resultat beruht auf minimalen neuen Kreditausfällen und hohen Wiedereingängen. Gefährdete Vermögenswerte konnten zu besseren Bedingungen verkauft werden als erwartet.
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 18 506 Millionen Franken 2004 um 16% auf 21 436 Millionen Franken im Jahr 2005. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft stiegen von 2531 Millionen Franken 2004 um 13% auf 2857 Millionen Franken 2005. Dank deutlich besserer Marktbedingungen und unserer stärkeren Wettbewerbsposition erzielte das Anleihenemissionsgeschäft ein Ertragswachstum. Dies wurde jedoch durch einen Ertragsrückgang im Emissionsgeschäft des Bereichs Aktien teilweise neutralisiert. Im Fixed Income beliefen sich die Erträge aus dem Emissionsgeschäft 2005 auf 1516 Millionen Franken, was gegenüber den 1114 Millionen Franken 2004 einer Zunahme um 36% entspricht. Dies wurde jedoch durch einen Ertragsrückgang um 5% auf 1341 Millionen Franken im Emissionsgeschäft des Bereichs Aktien teilweise ausgeglichen. Im Corporate-Finance-Geschäft kletterten die Gebühreneinnahmen von 1078 Millionen Franken 2004 um 35% auf 1460 Millionen Franken 2005. Die Bruttoerträge aus dem Beratungsgeschäft stiegen 2005 im Zuge der anhaltend starken Dynamik im M&A-Geschäft und unserer wachsenden Kundenbasis in diesem Bereich deutlich. Die Netto-Courtageeinnahmen betrugen 2005 5087 Millionen Franken. Dies bedeutet gegenüber den 4407 Millionen Franken 2004 ein Plus von 680 Millionen Franken oder 15%. In diesem Ergebnis spiegeln sich günstigere Marktbedingungen, welche die Zuversicht institutioneller und privater Kunden insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2005 stützten. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft beliefen sich 2005 auf 4750 Millionen Franken. Die Steigerung um 20% gegenüber den 3948 Millionen Franken im Jahr 2004 erklärt sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Erträge in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft. Diese Bereiche profitierten 2005 von einem hohen Neugeldzufluss und vorteilhaften Marktbedingungen. Die Treuhandkommissionen lagen 2005 mit 212 Millionen Franken höher als 2004 (197 Millionen Franken), da wir mehr Mandate betreuten. Die Depotgebühren fielen 2005 mit 1176 Millionen Franken um 3% höher aus als 2004 (1143 Millionen Franken). Dies war allein auf die umfangreicheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Nachdem die Vermögensverwaltungsgebühren 2004 noch 4488 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2005 mit 5310 Millionen Franken um 18% höher. Diese Steigerung erklärt sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die aufgrund der höheren Marktbewertungen und kräftiger Neugeldzuflüsse zunahmen. Versicherungsspezifische und übrige Gebühren stiegen 2005 aufgrund höherer Kommissionen aus versicherungsbezogenen Produkten um 8% auf 372 Millionen Franken. Die Kommissionen und Gebühren aus dem Kreditgeschäft stiegen 2005 dank günstigerer Marktverhältnisse und folglich höherer Volumen um 16% auf 306 Millionen Franken (2004: 264 Millionen Franken).
Der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft betrug 2005 1027 Millionen Franken (2004: 977 Millionen Franken). Die Verbesserung um 5% war hauptsächlich den in der Schweiz angebotenen Aktienderivaten zuzuschreiben.
Der Übrige Erfolg sank von 578 Millionen Franken 2004 um 3% auf 561 Millionen Franken 2005, insbesondere da der Nettogewinn aus der Veräusserung von assoziierten und Tochtergesellschaften sowie aus Immobilienanlagen niedriger ausfiel. Der höhere Nettogewinn aus dem Verkauf von zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen glich dies jedoch teilweise wieder aus.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 26 149 Millionen Franken 2004 um 6% auf 27 704 Millionen Franken 2005.
Der Personalaufwand stieg von 17 706 Millionen Franken 2004 um 12% oder 2197 Millionen Franken auf 19 903 Millionen Franken 2005. Der Anstieg war auf die leistungsabhängigen Vergütungen zurückzuführen, die als Folge des guten Geschäftsgangs in allen Bereichen höher ausfielen. Der Saläraufwand stieg 2005 aufgrund der jährlichen Lohnerhöhungen und des Personalbestands (ohne Private Banks & GAM), der im Zuge der stetigen Expansion unserer Geschäftsaktivitäten um 6% aufgestockt worden war. Die Aktienkomponente nahm 2005 um 17% oder 232 Millionen Franken auf 1628 Millionen Franken zu (2004: 1396 Millionen Franken). Verantwortlich dafür waren der gegenüber 2004 gestiegene Aktienkurs und der höhere Anteil der in Form von Aktien erfolgten Bonuszahlungen, wobei der niedrigere Aufwand aus Optionszuteilungen dies teilweise kompensierte. Die Ausgaben für externe Vertragspartner wuchsen von 567 Millionen Franken 2004 um 45% auf 823 Millionen Franken 2005. Der Anstieg war vor allem durch die Integration ehemaliger Mitarbeiter von Perot in unsere zentrale ITI-Einheit begründet. Ausserdem griff namentlich die Investment Bank vermehrt auf solche Partner zurück, um das höhere Geschäftsvolumen zu bewältigen. Die Sozialleistungen erhöhten sich 2005 um 23% auf 1256 Millionen Franken (2004: 1024 Millionen Franken). Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen stiegen von 651 Millionen Franken 2004 um 9% oder 61 Millionen Franken auf insgesamt 712 Millionen Franken 2005. Der übrige Personalaufwand stieg vor allem aufgrund des höheren Personalbestands von 1365 Millionen Franken 2004 auf 1390 Millionen Franken 2005. Der Wegfall der Retention Payments bei Wealth Management US und geringere Abfindungsentschädigungen schwächten diese Entwicklung etwas ab.
Der Sachaufwand stieg um 61 Millionen Franken von 6387 Millionen Franken 2004 auf 6448 Millionen Franken 2005. Ursache dafür waren die Reise- und Repräsentationsspesen sowie die Administrationskosten, die wegen des höheren Personalbestands und der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zunahmen. Die Marketingkosten erhöhten sich infolge laufender Investitionen in unsere Marke. Die Rückstellungen dagegen fielen niedriger aus als 2004 (als die US-Notenbank UBS im Zusammenhang mit dem Handel von US-Dollarnoten eine zivilrechtliche Busse auferlegt hatte). Auch die IT-Auslagerungskosten, die Beratungshonorare sowie die Miet- und Unterhaltskosten für Sachanlagen waren rückläufig.
Die Abschreibungen sanken von 1262 Millionen Franken 2004 um 2% auf 1240 Millionen Franken 2005, den tiefsten je erreichten Stand. Zu begründen war dies mit niedrigeren IT-Abschreibungen, die aber teilweise durch höhere Abschreibungen auf Immobilien kompensiert wurden.
Da Goodwill seit Anfang 2005 aufgrund neuer Rechnungslegungsstandards nicht mehr abgeschrieben werden kann, erübrigten sich Goodwill-Abschreibungen für 2005. 2004 hatten sich die Goodwill-Abschreibungen auf 646 Millionen Franken belaufen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen fielen von 168 Millionen Franken 2004 um 24% auf 127 Millionen Franken 2005, weil die im Zusammenhang mit den Mitarbeitern von Wealth Management US verbuchte Position in Goodwill umklassiert wurde.
Der Steueraufwand für 2005 belief sich auf 2296 Millionen Franken. Dies entspricht einem effektiven Steuersatz von 18,8% verglichen mit 21,4% 2004. Positiv wirkten sich 2005 das Wegfallen der Goodwill-Abschreibungen und der erfolgreiche Abschluss von Steuerrevisionen im dritten und vierten Quartal aus.
Der Fair Value der 2005 zugeteilten Aktien belief sich auf 1381 Millionen Franken. Der Zuwachs von 25% gegenüber den 1109 Millionen Franken von 2004 war in erster Linie auf den höheren Anteil der Bonuszahlungen zurückzuführen, die in gesperrten Aktien erfolgten.
Der Fair Value der zugeteilten Optionen belief sich per 31. Dezember 2005 auf 362 Millionen Franken. Der Rückgang um 29% gegenüber den 508 Millionen Franken von 2004 erklärt sich in erster Linie durch eine Änderung des Bewertungsmodells, die zu einem niedrigeren Fair Value pro Option führte, sowie durch die geringere Anzahl zugeteilter Optionen.
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