Bestimmte Risikofaktoren unter anderem jene, die in der Folge beschrieben werden können die Umsetzung unserer Geschäftsstrategien
und direkt unsere Erträge beeinträchtigen. Infolgedessen waren und sind die Erträge und das Ergebnis von Jahr zu Jahr Schwankungen
unterworfen. Die Ertrags- und Gewinnzahlen für einen bestimmten Zeitraum liefern daher keinen Hinweis auf nachhaltige Resultate.
In unserer Branche hängt die Performance vom Wirtschaftsklima ab eine ungünstige Entwicklung kann unsere Geschäftsaktivitäten
beeinträchtigen
Der Finanzdienstleistungsbranche geht es gut, wenn die Wirtschaft wächst, die Märkte von hoher Liquidität und Dynamik geprägt
sind und die Anlegerstimmung positiv ist. Eine Konjunkturabkühlung, Inflation oder eine schwere Finanzkrise könnten unsere
Erträge beeinträchtigen. Wir wären ausserstande, unsere gesamte Kostenstruktur unmittelbar an die resultierende Verschlechterung
der Markt- oder Geschäftsbedingungen anzupassen. Mögliche Auslöser einer Marktschwäche sind geopolitische Ereignisse, Veränderungen der Geld- oder Fiskalpolitik, die Entwicklung
von Ungleichgewichten in der Handelsbilanz, Naturkatastrophen, Pandemien, öffentliche Unruhen, Krieg oder Terrorismus. Da
die Finanzmärkte global und eng miteinander verbunden sind, können auch lokale und regionale Ereignisse Folgen haben, die
weit über die eigentliche Quelle hinausreichen. Ein Einbruch der Schwellenmärkte, die auf makroökonomische und geopolitische
Ereignisse besonders heftig reagieren, könnte eine regionale oder globale Krise nach sich ziehen. Auch die Insolvenz eines
wichtigen Marktteilnehmers könnte eine solche Systemkrise auslösen. Da wir unsere Präsenz und Geschäftstätigkeit in den Schwellenländern
ausbauen, könnten wir solchen Risiken künftig stärker ausgesetzt sein. Negative und extreme Entwicklungen dieser Art könnten unsere Geschäfte in verschiedener Hinsicht beeinträchtigen: Allgemein geringere Geschäftsaktivitäten und Marktvolumen belasten die Gebühren, Kommissionen und Margenerträge aus dem
Market Making und aus Kundentransaktionen und -aktivitäten. Eine Marktschwäche könnte das Volumen und die Bewertungen der
Kundenvermögen und somit unsere vermögens- und performanceabhängigen Erträge verringern. Eine niedrigere Marktliquidität könnte die Handels- und Arbitragegelegenheiten einschränken oder unsere Fähigkeit zur Risikobewirtschaftung
behindern, was wiederum die Einkünfte aus dem Handelsgeschäft und die performanceabhängigen Erträge belasten würde. Die Vermögenswerte, die wir auf eigene Rechnung als Anlagen oder Handelspositionen halten, könnten von Wertminderungen betroffen
sein. Die Wertminderungen und Ausfälle bei Kreditengagements sowie bei Handelspositionen und Anlagen könnten zunehmen. Durch einen
sinkenden Wert von Sicherheiten könnten zusätzliche Verluste entstehen. Wenn einzelne Länder die grenzüberschreitenden Zahlungen einschränken oder sonstige Devisenbewirtschaftungsmassnahmen
oder Kapitalverkehrskontrollen auferlegen, könnten wir Verluste aus Ausfällen von Gegenparteien erleiden, keinen Zugang zu
unseren eigenen Vermögenswerten haben oder in der Risikobewirtschaftung behindert bzw. davon abgehalten werden.
Wir könnten beim Ermitteln und
Ergreifen von Wettbewerbschancen
scheitern
Die Finanzdienstleistungsbranche ist
geprägt von intensivem Wettbewerb,
ständiger Innovation, starker und
manchmal fragmentierter Regulierung
sowie anhaltender Konsolidierung.
Wir sind in den lokalen Märkten
und einzelnen Geschäftssparten dem
Wettbewerb ausgesetzt und konkurrieren
mit globalen Finanzinstituten,
die in Bezug auf ihre Grösse und ihr
Angebot mit UBS vergleichbar sind.
Die Eintrittsbarrieren einzelner Märkte
werden durch neue Technologien
überwunden. Wir rechnen mit einer
Fortsetzung dieser Trends und einem
zunehmenden Konkurrenzdruck.
Unsere Wettbewerbskraft und unsere
Marktposition könnten geschwächt
werden, wenn wir Markttrends und
-entwicklungen nicht ermitteln
können, darauf nicht mit der Erarbeitung
und Umsetzung angemessener
Geschäftsstrategien reagieren oder
wenn es uns nicht gelingt, hierfür
qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren
und an das Unternehmen zu binden.
Unsere Prozesse zur Risikobewirtschaftung
und -überwachung könnten
uns nicht ausnahmslos vor Verlusten
schützen
Risiken bilden einen wesentlichen Teil
des Finanzdienstleistungsgeschäfts.
Unsere Erträge beruhen in bedeutendem
Masse auf dem Market
Making und dem Eigenhandel an den
Kassa- und Derivatemärkten. Kredite
sind ein integrierender Bestandteil
einer Vielzahl unserer Geschäfte mit
Privatkunden sowie unserer Investment-
Banking-Aktivitäten. Zinssätze,
Aktien- und Wechselkurse sowie andere
Marktentwicklungen können sich
negativ auf unsere Erträge auswirken.
Bestimmte Verluste aus Aktivitäten,
die mit Risiken verbunden sind, lassen
sich nicht vermeiden. Für den langfristigen
Erfolg müssen wir aber die
Risiken, die wir eingehen, mit den
Renditen ausgleichen, die wir generieren.
Dazu müssen wir unsere Risiken
sorgfältig ermitteln, beurteilen,
bewirtschaften und überwachen
nicht nur in Bezug auf normale,
sondern auch in Bezug auf extremere
Marktbedingungen. In solchen
Stresssituationen können Risikokonzentrationen
zu massiven Verlusten
führen. Unser Ansatz sowie unsere
Instrumente und Prozesse zur Bewirtschaftung
und Überwachung von
Markt- und Kreditrisiken, einschliesslich
Länderrisiken, werden im entsprechenden
Kapitel des Handbuchs
2006 / 2007 erläutert. Künftig könnten
wir Verluste erleiden, wenn:
es uns nicht gelingt, die Risiken
in unserem Portfolio, namentlich
Risikokonzentrationen und
miteinander korrelierende Risiken,
vollständig zu ermitteln.
sich unsere Beurteilung der
ermittelten Risiken oder unsere
Reaktion auf negative Trends als
unangemessen oder falsch erweist.
sich auf den Märkten Entwicklungen
ergeben, deren Geschwindigkeit,
Richtung, Ausmass oder
Korrelation unerwartet sind und
unsere Fähigkeit zur Risikobewirtschaftung
im entsprechenden
Umfeld eingeschränkt ist.
Dritte, mit denen wir ein Kreditengagement
eingegangen sind
Risikofaktoren
oder deren Wertschriften wir auf
eigene Rechnung oder als Sicherheit
halten, durch unerwartete
Ereignisse schweren Schaden
nehmen und wir unter Ausfällen
und Wertminderungen leiden, die
das in unserer Risikobeurteilung
erwartete Niveau übersteigen.
sich die Sicherheiten und anderen
Deckungen unserer Gegenparteien
zum Zeitpunkt des Ausfalls für die
Deckung ihrer Verpflichtungen als
ungenügend erweisen.
In unserem Wealth- und Asset-
Management-Geschäft bewirtschaften
wir zudem Risiken im Namen unserer
Kunden. Auch die Performance
dieser Aktivitäten könnte durch die
genannten Faktoren in Mitleidenschaft
gezogen werden. Wenn unsere
Kunden Verluste erleiden oder unsere
Performance nicht an jene unserer
Konkurrenten heranreicht, könnte dies
zu niedrigeren Gebührenerträgen
und rückläufigen verwalteten Vermögen
oder zur Auflösung von Mandaten
führen.
Liquiditätsbewirtschaftung und
Finanzierung sind für unsere laufende
Performance von grösster Bedeutung
Wir decken einen wesentlichen Teil
unseres Finanzierungsbedarfs über
kurzfristig unbesicherte Finanzierungsquellen,
unter anderem über Grosseinlagen
und Kundendepositengelder
sowie über die reguläre Emission von
Geldmarktpapieren. Das Volumen
dieser Finanzierungsquellen ist
grösstenteils stabil. Sollte sich die
Situation ändern, müssten wir unter
Umständen Vermögenswerte
insbesondere aus unserem Handelsportfolio
liquidieren, um fällig
werdenden Verpflichtungen oder der
Auszahlung gekündigter Guthaben
nachzukommen. Wir könnten uns
gezwungen sehen, die Vermögenswerte
mit Abschlägen zu verkaufen,
die unserer Rentabilität und unserer
Marktstellung schaden würden.
Eine Verschlechterung unserer Bonität
könnte unsere Kreditkosten negativ
beeinflussen insbesondere jene
für unbesicherte Mittel, die wir an den
Wholesale-Märkten beschaffen.
Des Weiteren könnte eine Bonitätsverschlechterung
unseren Zugang
zu den Kapitalmärkten behindern.
Sie könnte uns auch dazu zwingen,
zusätzliche Barzahlungen zu leisten
oder Sicherheiten zu hinterlegen,
oder zur vorzeitigen Kündigung
von Verträgen mit «Rating Trigger»-
Klausel führen.
Unser Ansatz zur Liquiditätsbewirtschaftung
und Finanzierung wird im
entsprechenden Kapitel des Handbuchs
2006 / 2007 erläutert.
Operationelle Risiken könnten unser
Geschäft beeinträchtigen
Unsere Geschäftseinheiten müssen in
der Lage sein, eine grosse Anzahl
komplexer Transaktionen auf zahlreichen
und unterschiedlichen
Märkten in verschiedenen Währungen
und unter Berücksichtigung unterschiedlicher
gesetzlicher und regulatorischer
Bestimmungen abzuwickeln.
Unsere Systeme und Prozesse zur
Bewirtschaftung und Überwachung
des operationellen Risikos sollen
gewährleisten, dass die mit unserer
Geschäftstätigkeit verbundenen
Risiken angemessen überwacht
werden. Dazu zählen Risiken aus
Prozessfehlern, unterlassener Ausführung,
Betrug, Systemausfällen
und Versagen des Sicherheits- oder
Schutzdispositivs. Die diesbezüglichen
Systeme und Prozesse werden im
entsprechenden Kapitel des Handbuchs
2006 / 2007 unter «Operationelles
Risiko» erläutert. Wenn unser
internes Kontrollsystem versagt
oder nicht in der Lage ist, solche
Risiken zu erkennen und zu bewältigen,
kann es zu Störungen bei
der Geschäftsabwicklung kommen,
die möglicherweise Verluste nach
sich ziehen.
Aus der Geschäftstätigkeit könnten
Rechtsansprüche erwachsen
Im Rahmen des normalen Geschäftsgangs
sind wir in verschiedene Klagen,
Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren
involviert sowohl in der
Schweiz als auch in anderen Ländern,
in denen wir tätig sind, etwa in den
USA. Dadurch können wir grossen
finanziellen Schäden und Prozesskosten,
Unterlassungsansprüchen
sowie straf- und zivilrechtlichen
Massnahmen ausgesetzt sein.
Andere Risiken, die sich aus
unserer globalen Präsenz ergeben
Wir erwirtschaften Erträge und
verfügen über Aktiven und Passiven
in vielen verschiedenen Währungen,
sind in über 50 Ländern vertreten und
müssen zahlreiche unterschiedliche
gesetzliche, steuerliche und regulatorische
Vorschriften befolgen. Veränderungen
der lokalen Steuer-,
Gesetzes- oder regulatorischen Bestimmungen
können zur Folge haben,
dass unsere Kunden ihre Geschäfte
nicht mehr mit uns abwickeln können
oder wollen. Ausserdem können sie
die Umsetzung unserer Strategien und
unseres Geschäftsmodells in Frage
stellen.
Unsere Rechnungslegung erfolgt in
Schweizer Franken, ein bedeutender
Teil unserer Aktiven und Passiven,
Erträge und Aufwände lautet jedoch
auf andere Währungen. Daher können
sich Wechselkursschwankungen
insbesondere zwischen dem Schweizer
Franken und dem US-Dollar auf die
ausgewiesenen Erträge auswirken,
denn die US-Dollar-Erträge machen
den wesentlichen Teil der Nicht-
Schweizer-Franken-Erträge aus. Unser
Ansatz zur Bewirtschaftung dieses
Währungsrisikos wird im entsprechenden
Kapitel des Handbuchs
2006 / 2007 erläutert. |