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Performancemessung und -analyse
Performancemessung und -analyse  Das Geschäftsergebnis von UBS wird im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) dargestellt. Bei
den Kommentaren und Analysen zum Geschäftsgang stehen die fortzuführenden Geschäftsbereiche im Zentrum. Da die nicht weitergeführten
Aktivitäten für die Unternehmensführung keine Bedeutung mehr haben, sind sie unserer Ansicht nach für den künftigen möglichen
Geschäftsgang unerheblich. Entsprechend bleiben sie in unseren geschäftsrelevanten Entscheidungen unberücksichtigt. Dies erleichtert
den Vergleich mit den Ergebnissen unserer Konkurrenten und die Einschätzung unseres zukünftigen Wachstumspotenzials.
In den letzten drei Jahren wirkten sich zwei nicht weitergeführte Aktivitäten massgeblich auf die konsolidierte Konzernrechnung
aus:
– Verkauf der Einheit Private Banks & GAM an Julius Bär im vierten Quartal 2005. Der Gewinn aus dem Verkauf der Einheit, welche
die Privatbanken Banco di Lugano, Ehinger & Armand von Ernst und Ferrier Lullin sowie die auf das Asset Management spezialisierte
GAM umfasste, belief sich auf 3705 Millionen Franken nach Steuern (4095 Millionen Franken vor Steuern). Nach Abschluss der
Transaktion hält UBS eine Beteiligung von 20,7% an der neuen Julius Bär.
– Am 23. März 2006 verkaufte UBS ihre Aktienbeteiligung von 55,6% an Motor-Columbus an ein Konsortium schweizerischer Atel-Minderheitsaktionäre,
die EOS Holding und Atel sowie die französische Elektrizitätsgesellschaft Electricité de France (EDF). Der Verkaufspreis betrug
rund 1295 Millionen Franken, was einen Verkaufsgewinn nach Steuern von 387 Millionen Franken ergab.
Bis und mit 2005 stellte UBS Kommentare und Analysen auf bereinigter Basis bereit, bei denen auch die Abschreibungen auf Goodwill
und andere erworbene immaterielle Anlagen nicht berücksichtigt wurden. Der Anfang 2005 eingeführte Standard IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse verlangt keine Abschreibungen auf Goodwill mehr, was den weitaus grössten Effekt auf unsere Ergebnisse hatte. Die in diesem
Finanzbericht enthaltenen Kommentare zu 2004 verstehen sich einschliesslich Goodwill-Abschreibungen.
Saisonale Faktoren
Unsere Hauptaktivitäten unterliegen keinen bedeutenden saisonalen Faktoren. Eine Ausnahme bildet die Unternehmensgruppe Investment
Bank, deren Ertrag der saisonalen Entwicklung der allgemeinen Finanzmarktaktivitäten und dem Transaktionsfluss im Investment
Banking unterworfen ist.
Daher werden bei der Quartalsberichterstattung die jeweiligen Ergebnisse der Investment Bank mit den im selben Vorjahreszeitraum
erzielten Resultaten verglichen. Auch bei Analysen über die Auswirkungen des Ergebnisses der Investment Bank auf die Konzernrechnung
vergleichen wir das Quartalsergebnis mit dem Vorjahresquartal. Die Marktrisiko- und die Bilanzpositionen der Investment Bank
dagegen werden mit dem vorangegangenen Quartal verglichen, da die Geschäfts- und Handelsgelegenheiten wegen der volatilen
Marktbewegungen stark schwanken. Bei allen anderen Unternehmensgruppen und Einheiten werden die Ergebnisse ebenfalls den Resultaten
des Vorquartals gegenübergestellt, da saisonale Faktoren (zum Beispiel Mittelabflüsse im vierten Quartal und geringere Transaktionsvolumen
der Kunden zum Jahresende) nur eine geringe Rolle spielen.
Leistungsmessgrössen
Kennzahlen zur Leistungsmessung
In den letzten sieben Jahren massen wir unsere Leistungen konsequent anhand von vier Kennzahlen, deren Zielwerte darauf ausgerichtet
waren, für die Aktionäre kontinuierlich attraktive Renditen zu erwirtschaften. In dieser Zeit hat sich UBS weiterentwickelt
und ihr Geschäft sowie ihre Kundenbasis ausgebaut. Ende 2005 hatten wir einen Punkt erreicht, an dem wir unsere ursprünglichen
Ziele regelmässig übertrafen.
Deshalb passten wir per erstes Quartal 2006 unsere Kennzahlen an. Wir wollen durchschnittlich und über Zeitabschnitte mit
sich verändernden Marktverhältnissen:
– den Wert des Unternehmens erhöhen, indem wir eine nachhaltige Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 20% erzielen
(ursprüngliches Ziel: 15–20%).
– bei den Nettozuflüssen an Neugeldern einen eindeutigen Wachstumstrend erreichen, und zwar in unserem gesamten Finanzdienstleistungsgeschäft
einschliesslich Global Asset Management und Business Banking Switzerland (zuvor galt dieses Ziel nur für die Wealth-Management-Einheiten).
– das verwässerte und nicht mehr das unverwässerte Ergebnis pro Aktie (EPS) als Referenz für das angestrebte Ergebniswachstum
pro Aktie heranziehen. Ziel ist unverändert ein zweistelliges jährliches Ergebniswachstum pro Aktie.
– in den einzelnen Unternehmensgruppen und -einheiten weiterhin ein Aufwand-Ertrags-Verhältnis anstreben, das jenes unserer
Konkurrenten nicht übersteigt. Bei der Ermittlung des Aufwand-Ertrags-Verhältnisses wird nur das Finanzdienstleistungsgeschäft
berücksichtigt.
Kennzahlen zur Leistungsmessung für die einzelnen Unternehmensgruppen
Auf Ebene der Unternehmensgruppen bzw. der Geschäftseinheiten wird die Performance anhand sorgfältig ausgewählter Kennzahlen
zur Leistungsmessung ermittelt (Key Performance Indicators, KPIs). Sie stellen keine konkreten Leistungsziele dar, zeigen
jedoch auf, wie erfolgreich die Unternehmensgruppe bzw. Geschäftseinheit Mehrwert für die Aktionäre geschaffen hat. Die KPIs
widerspiegeln die Faktoren, die für das Kerngeschäft einer Einheit entscheidend sind. Dazu zählen sowohl finanzielle Messgrössen
wie das Aufwand-Ertrags-Verhältnis und die verwalteten Vermögen als auch nicht finanzielle Messgrössen wie die Anzahl Kundenberater.
Die KPIs der Unternehmensgruppen dienen sowohl der internen Leistungsmessung und Planung als auch der externen Berichterstattung.
Die Führungskräfte tragen somit Verantwortung für die Leistung ihrer Unternehmensgruppe bzw. Geschäftseinheit, und intern
und extern werden die gleichen Messgrössen angewendet.
Berichterstattung über die Kundenvermögen / verwaltete Vermögen
Seit 2001 weisen wir zu den Kundenvermögen zwei verschiedene Kennzahlen aus:
– Unter Kundenvermögen werden alle von UBS verwalteten oder gehaltenen Kundenvermögen zusammengefasst, einschliesslich der als «Custody-only» klassifizierten
Vermögen und der ausschliesslich zu Transaktionszwecken gehaltenen Vermögen.
– Der Begriff verwaltete Vermögen ist enger gefasst und beinhaltet alle von UBS zu Anlagezwecken verwalteten oder gehaltenen Kundenvermögen.
Die verwalteten Vermögen stellen die zentrale Messgrösse dar. Darin enthalten sind beispielsweise Wealth-Management-Portfolios
mit Beratungs- und Verwaltungsmandat, verwaltete institutionelle Vermögen, verwaltete Fondsvermögen sowie Konten von Wealth-Management-Kunden.
Nicht in diese Kategorie gehören alle ausschliesslich zu Transaktionszwecken gehaltenen oder als «Custody-only» klassifizierten
Vermögen, da UBS diese Vermögen lediglich verwahrt, aber keine Beratung zu den Anlagemöglichkeiten dieser Gelder anbietet.
Seit dem 1. Januar 2004 werden von Firmenkunden (ausser Pensionskassen) bei Business Banking Switzerland gehaltene Vermögenswerte
aus den verwalteten Vermögen ausgeklammert, da wir solche Kunden nur in geringem Umfang beraten und die Mittel?üsse eher vom
Liquiditätsbedarf als von Investitionsmotiven bestimmt werden. Dasselbe gilt für das Corporate-Cash-Management-Geschäft der
Einheit Wealth Management US, das wir gegen Ende 2005 aus den verwalteten Vermögen ausgeschlossen haben. Nicht bankfähige
Vermögenswerte (zum Beispiel Kunstsammlungen) und Einlagen von Drittbanken zu Finanzierungs- oder Handelszwecken fallen weder
in die eine noch in die andere Vermögenskategorie.
Die Neugelder innerhalb einer Berichtsperiode entsprechen der Summe aus den verwalteten Vermögen, die neue und bestehende
Kunden UBS anvertrauen, abzüglich der verwalteten Vermögen, die bestehende Kunden und Kunden, welche die Beziehung zu UBS
auflösen, abziehen. Die Höhe der Neugelder wird anhand der direkten Methode berechnet, das heisst, Mittelzuflüsse und -abflüsse
bei den verwalteten Vermögen werden auf Kundenebene auf Basis der Transaktionen ermittelt. Werden verwaltete Vermögen zur
Begleichung des Zinsaufwands für Kredite an Kunden verwendet, hat dies einen Neugeldabfluss zur Folge. Zins- und Dividendenerträge
der verwalteten Vermögen gelten nicht als Neugeldzufluss. Die Auswirkungen von Markt- und Währungsschwankungen sowie Gebühren
und Kommissionen sind in den Neugeldern ebenso wenig berücksichtigt wie die Auswirkungen von Akquisitionen oder Veräusserungen
von Tochtergesellschaften und Geschäftsbereichen von UBS. Ändert sich die erbrachte Dienstleistung und werden verwaltete Vermögen
deshalb zu Kundenvermögen umklassiert oder umgekehrt, wird dies als Neugeldabfluss bzw. -zufluss erfasst.
Werden Produkte in einer Unternehmensgruppe entwickelt, aber in einer anderen verkauft, werden sie sowohl in der Vermögensverwaltungs-
als auch in der Vertriebseinheit erfasst. Als Folge davon werden sie im Gesamttotal der von UBS verwalteten Vermögen doppelt
gezählt, da beide Einheiten für ihren jeweiligen Kunden eine eigene Dienstleistung erbringen, Mehrwert schaffen und Ertrag
erwirtschaften. Am häufigsten kommt es zu Doppelzählungen in Fällen, in denen Anlagefonds von Global Asset Management verwaltet
und von Global Wealth Management & Business Banking verkauft werden. Beide beteiligten Unternehmensgruppen führen diese Fonds
als verwaltete Vermögen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der Marktpraxis und der offenen Architektur und erlaubt UBS,
die Performance der einzelnen Unternehmensgruppen bzw. Geschäftseinheiten richtig wiederzugeben. Insgesamt beliefen sich die
doppelt gezählten verwalteten Vermögen im Jahr 2006 auf 371 Milliarden Franken (2005: 332 Milliarden Franken).
Kennzahlen zur Leistungsmessung (KPIs) | Geschäftseinheit | Kennzahlen zur Leistungsmessung | Definition | Unternehmensgruppen (ausgenommen Corporate Center) und -einheiten innerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäfts | Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (%) | Total Geschäftsaufwand / Total Geschäftsertrag vor abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten. | Wealth- und Asset-Management-Einheiten sowie Business Banking Switzerland | Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) | Von UBS ausschliesslich zu Anlagezwecken verwaltete oder gehaltene Kundenvermögen (weitere Informationen siehe unten). | | Neugelder (Mrd. CHF) | Zufluss verwalteter Vermögen von Neukunden + Zuflüsse von bestehenden Kunden – Abflüsse von bestehenden Kunden – Abflüsse
aufgrund von Kundenabgängen.
| Wealth- und Asset-Management-Einheiten | Bruttomarge auf verwaltete Vermögen (Bp.) | Total Geschäftsertrag vor abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten / Durchschnittlich verwaltete Vermögen. | Wealth Management International & Switzerland | Kundenberater | Auf Vollzeitbasis. | Wealth Management US | Vermögensabhängige Erträge (Mio. CHF) | Zinserträge, vermögensabhängige Erträge für Portfolio-Management und Fondsvertrieb, beratungs- und kontobezogene Gebühren
(im Gegensatz zu transaktionsbezogenen Erträgen).
| | Ertrag je Finanzberater (Tausend CHF) | Geschäftsertrag (einschliesslich Net Goodwill Funding) / Durchschnittliche Anzahl an Finanzberatern. Net Goodwill Funding
wird definiert als Finanzierungen im Zusammenhang mit Goodwill und immateriellen Anlagen, die um den risikolosen Ertrag aus
dem entsprechenden zugeteilten Kapital bereinigt worden sind.
| Business Banking Switzerland | Gefährdete Kredite in % des Totals Ausleihungen, brutto | Gefährdete Kredite, brutto / Total Ausleihungen, brutto. | | Rendite auf alloziertes regulatorisches Kapital (%) | Ergebnis vor Steuern / Durchschnittliches alloziertes regulatorisches Kapital. | Investment Bank | Personalaufwand / Geschäftsertrag (%) | Personalaufwand / Total Geschäftsertrag vor abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten. | | Gefährdete Kredite in % des Totals Ausleihungen, brutto | Gefährdete Kredite, brutto / Total Ausleihungen, brutto. | | Rendite auf alloziertes regulatorisches Kapital (%) | Ergebnis vor Steuern / Durchschnittliches alloziertes regulatorisches Kapital. | | Durchschnittlicher VaR (10 Tage, 99% Konfidenzniveau, 5 Jahre historische Daten) | Value at Risk (VaR) beschreibt den potenziellen Verlust eines Handelsportfolios unter Annahme eines Zeithorizonts von zehn
Tagen und eines Konfidenzniveaus von 99%, basierend auf 5 Jahren historischer Daten.
| Corporate Center | IT-Infrastruktur (ITI) Aufwand pro Vollzeitangestellten innerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäfts | ITI-Aufwand / Durchschnittlicher Personalbestand im Finanzdienstleistungsgeschäft. |
| Neuerungen in der Rechnungslegung und der Darstellungsmethode für 2007 |
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Ab 2007 werden wir die Bestimmungen zu den Angaben über Finanzinstrumente gemäss IFRS 7 anwenden. Der neue Standard hat keine Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Finanzinstrumenten. Er schreibt den Unternehmen vielmehr vor, Angaben in ihren Abschlüssen zu machen, anhand derer die Betrachter die folgenden Aspekte beurteilen können: a) die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Finanzlage und die Ertragskraft des Unternehmens; und b) die Wesensart und das Ausmass der Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben und denen das Unternehmen während des Berichtszeitraums und zum Berichtszeitpunkt ausgesetzt ist, sowie die Art und Weise der Steuerung dieser Risiken. Die Grundsätze von IFRS 7 ergänzen die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in IAS 32 – Finanzins-trumente: Darstellung und IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.
UBS ist Transaktionen eingegangen, bei denen der Fair Value anhand von Bewertungsmodellen bestimmt wird, deren Eingabedaten nicht alle auf beobachtbaren Marktkursen und anderen Marktnotierungen basieren. Bei der Ersterfassung werden solche Finanzinstrumente in der UBS-Konzernrechnung jeweils zum Transaktionspreis verbucht, der in der Regel den besten Indikator für den Fair Value darstellt, obwohl er vom Fair Value, der mit dem Bewertungsmodell berechnet wurde, abweichen kann. Bei solchen Abweichungen verlangt IFRS 7 von UBS, gegliedert nach der Kategorie des Finanzinstruments, folgende Angaben: a) die Rechnungslegungsgrundsätze für die Verbuchung dieser Abweichung in der Erfolgsrechnung, um Veränderungen von Faktoren (einschliesslich Zeit) Rechnung zu tragen, welche die Marktteilnehmer bei der Preisfestlegung berücksichtigen würden, und b) die kumulierte Abweichung, die am Anfang und am Ende des Zeitraums noch nicht in der Erfolgsrechnung verbucht wurde, sowie eine Überleitungsrechnung der Veränderungen dieser kumulierten Abweichung.
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