Neuerungen in der Berichterstattungsstruktur und Darstellung für 2006 sowie andere Anpassungen
Dillon Read Capital Management (DRCM)
Am 5. Juni 2006 übertrugen wir die Sparten Principal Finance and Credit Arbitrage und Commercial Real Estate vom Bereich Fixed
Income, Rates and Currencies der Investment Bank in die Unternehmensgruppe Global Asset Management. Diese Sparten, nun Dillon
Read Capital Management (DRCM) genannt, verwalten für die Investment Bank alternative Anlageinstrumente. Gegen Ende 2006 lancierte
die Einheit DRCM ihren ersten Fonds für externe Investoren. Die Investment Bank erfasst die Handelserträge aus Vermögenswerten,
die von DRCM verwaltet werden, weiterhin bei Fixed Income, Rates and Currencies. Der Personal- und Sachaufwand von DRCM wird
von Global Asset Management verbucht. DRCM stellt der Investment Bank die Investment-Management-Dienstleistungen in Rechnung.
Diese Kosten und Auslagen werden unter «Dienstleistungen von /an andere(n) Geschäftseinheiten» erfasst. Die genannten Vereinbarungen,
die auch im folgenden Diagramm dargestellt sind, haben keinen Einfluss auf die konsolidierten Konzernergebnisse.
Prime Brokerage
Unsere Prime-Brokerage-Aktivitäten wurden bislang in Grossbritannien anders behandelt als in den USA. In den USA wurden Prime-Brokerage-Transaktionen
als gedeckte Kredite unter Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Kunden erfasst, während sie in Grossbritannien als Securities
Borrowing / Lending behandelt wurden. Obwohl es keine aufsichtsrechtliche Bestimmung gibt, welche die Darstellung dieser
Geschäftsaktivitäten regelt, haben wir beschlossen, die Prime-Brokerage-Aktivitäten nun an allen Standorten einheitlich auszuweisen.
Künftig werden wir alle Prime-Brokerage-Transaktionen als gedeckte Kredite unter Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Kunden
in der Bilanz ausweisen. Diese Behandlung entspricht am besten dem Grossteil der Prime-Brokerage-Geschäftsaktivitäten. Ausserdem
widerspiegelt sie, was der Markt unter Prime Brokerage versteht: eine Palette von Finanzierungsmöglichkeiten, wie sie auch
die Investment Bank den Kunden anbietet, einschliesslich Depot- und Brokeragedienstleistungen sowie Engagements in Kredit-
und Zinsderivaten und anderen Finanzinstrumenten.
Um den Neuerungen Rechnung zu tragen, haben wir die Zahlen für die früheren Geschäftsjahre in der konsolidierten Konzernrechnung
und in der Segmentberichterstattung der Unternehmenseinheiten angepasst. Die in diesem Bericht aufgeführten Zahlen und Ergebnisse
entsprechen den angepassten Werten. Die Anpassungen führten zu Verschiebungen innerhalb des Zinsertrags und innerhalb des
Zinsaufwands, hatten jedoch weder Einfluss auf die Erfolgsrechnung noch auf die interne Bemessung des Kreditengagements oder
das regulatorische Kapital.
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern
UBS hat die Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2002 angepasst, um die Verpflichtungen für nicht genommenen Urlaub von Mitarbeitern,
bezahlte Freistellungen und Dienstjubiläen zu reflektieren. Die Gewinnrücklagen für jedes Jahr und jede Zwischenperiode von
2002 bis 2006 sind von derselben Anpassung betroffen, die das den UBS-Aktionären zurechenbare Eigenkapital um 309 Millionen
Franken reduziert. Dies hat zu einer Neuberechnung der Eigenkapitalrendite geführt und spiegelt sich in den nun präsentierten
Kennzahlen seit 2002 wider. Weitere Informationen werden im Anhang zur Konzernrechnung in Anmerkung 1 gegeben.
Neuerungen in der Rechnungslegung
Anfang 2006 führten wir die Neuerungen in der Rechnungslegung gemäss dem überarbeiteten Standard IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung; Änderung bezüglich der Anwendung der Fair-Value-Option ein. Für alle zum 31. Dezember 2005 erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente konnte unter der revidierten Fair-Value-Option
weiterhin die bisherige Fair-Value-Option angewendet werden. Wir wandten die Fair-Value-Option auf keine zuvor erfassten finanziellen
Vermögenswerte oder finanziellen Verpflichtungen an, für die wir nicht bereits die frühere Regelung angewandt hatten. Infolgedessen
hatte die Einführung des revidierten Standards per 1. Januar 2006 keinen Einfluss auf die Konzernrechnung.
Bis Anfang 2006 hatten wir die Fair-Value-Option hauptsächlich auf hybride Schuldtitel angewandt. Im Einklang mit dem revidierten
Standard wandten wir die Fair-Value-Option ab dem zweiten Quartal auch auf bestimmte neue Kredite und Kreditzusagen der Investment
Bank an, die im Wesentlichen durch Kreditderivate abgesichert werden. Durch die Anwendung der Fair-Value-Option können die
vorübergehenden Gewinne bzw. Verluste in der Erfolgsrechnung reduziert werden, die durch die früheren, unterschiedlichen Verbuchungsmethoden
für die Kredite und Kreditzusagen sowie die zur Absicherung eingesetzten Kreditderivate entstanden sind (siehe Anmerkungen
1, 9 und 19 im Anhang zur Konzernrechnung). In der zweiten Hälfte 2006 wandten wir zudem die Fair-Value-Option auf bestimmte
hybride Instrumente aus strukturierten Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäften sowie auf eine Hedge-Fund-Anlage an,
die Teil eines auf Fair-Value-Basis verwalteten Portfolios ist.
Neuerungen in der Darstellung unserer Kreditrisiken
Im Finanzbericht 2006 werden notleidende Kredite nicht mehr als Kennzahl zur Leistungsmessung für die Investment Bank sowie
Business Banking Switzerland ausgewiesen. Ab dem ersten Quartal 2007 werden sie auch nicht mehr in den Quartalsberichten dargestellt.
An der Offenlegung und den Kommentaren zum Portfolio gefährdeter Kredite, einer entscheidenden Grösse in unserer internen
Bewirtschaftung und Überwachung der Kreditrisiken, halten wir fest. Wie in den Vorjahren werden die notleidenden Kredite im
Sinne der Definition der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) in den Anmerkungen zur Jahresrechnung ausgewiesen.
Weitere neue Offenlegungen
In unserem stetigen Bestreben, unsere Finanzberichterstattung noch transparenter zu gestalten und das bestmögliche Verständnis
für unser Geschäft zu vermitteln, haben wir bei der Offenlegung zum Geschäftsjahr 2006 einige geringfügige Weiterentwicklungen
vorgenommen.
Im ersten Quartal 2006 benannten wir eine unserer Leistungskennzahlen, das bereinigte regulatorische Kapital, in alloziertes
regulatorisches Kapital um. Die neue Bezeichnung bringt besser zum Ausdruck, dass den Unternehmensgruppen auf Basis der risikogewichteten
Aktiven, des Goodwills und des Überschusses an immateriellen Anlagen, Kapital zugewiesen wird.
In unserem US-amerikanischen Wealth-Management-Geschäft wird bei der Berechnung der Erträge auch das Net Goodwill Funding
berücksichtigt, da die Akquisitionskosten bei der Erläuterung der Ergebnisse nicht mehr separat ausgewiesen werden.