UBS AG
Screenreader-optimierte Version für sehbehinderte und blinde Besucher Home | Accessibility | Zoom Version | Lokale Sitemap | Service Finder | Kontakt | eng deu fra ita | Suche
   
Wir über unsAnalysten & AktionäreMedienStellenbewerberUBS Geschäftsstellen
Geschäftsberichte 2006  
Jahresbericht Finanzbericht Handbuch
     
Jahresergebnis 2006
 

Elementare Talente
Elementare Talente

Johannes Burkart und Alexander Joos, 19 und 20 Jahre alt, faszinierte das Phänomen des Topspins.
Johannes Burkart und Alexander Joos, 19 und 20 Jahre alt, faszinierte das Phänomen des Topspins.

Sie wollten beobachten, wie die Profis unter den Tischtennisspielern mit dem Schläger dem Ball einen Vorwärtsdrall verleihen, sodass dieser sich am Ende seiner Flugbahn plötzlich nach unten bewegt, an der Kante des Tisches aufschlägt, durch seine hohe Rotation beschleunigt und so für den Gegner schwer spielbar wird. Begeistert von dieser Idee verknüpften die beiden angehenden Physiker eine Tischtennis-Trainingsmaschine mit einem Computer, sodass sie die Flugkurven der Bälle besser nachvollziehen und auch simulieren konnten. Dabei fanden sie heraus, dass ein Pingpongball mit genügend Topspin theoretisch sogar einen Looping vollziehen kann. Darüber hinaus entwickelten sie auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse und mithilfe von Profifussballern, die für sie Bananenflanken schossen, eine Formel für den goldenen Freistoss. Für ihre Untersuchungen erhielten die beiden Jungforscher 2006 einen Preis des "Contest for Young Scientists" der EU.

Der "Spin" ist ein wichtiges Konzept sowohl in der Aerodynamik als auch in der Teilchenphysik. Als Pratibha Vikas, die sich derzeit bei UBS mit Risikomanagement beschäftigt, als junge Frau von 22 Jahren erstmals in die Schweiz kam, war sie von der gleichen Neugierde erfüllt wie die beiden jungen Preisgewinner. Als ausgebildete Physikerin und Informatikerin interessierte sie sich für die Erforschung subatomarer Teilchen, aus denen sich die Atome zusammensetzen und die die elementaren Bausteine der Natur bilden.

Diese Interessen führten die gebürtige Inderin zunächst an das CERN, das weltweit grösste Zentrum für Teilchenphysik. Das CERN wurde 1954 in der Nähe von Genf gegründet. Die Wissenschaftler und Forscher, die hier arbeiten, ­versuchen, mit immer grösseren und stärkeren Teilchenbeschleunigern und Speicherringen das Wesen der Materie zu ergründen. Für Vikas ein ideales Umfeld für ihre Promotion in Physik.

"Als ich meine Arbeit im CERN aufnahm, wurden gerade die Abschlussarbeiten am Large Electron-Positron Collider, auch LEP genannt, vorgenommen. Der LEP ist ein gigantischer Teilchenbeschleuniger: Seine Vakuum­kammer, die unter der Erdoberfläche an der schweizerisch-französischen Grenze verläuft, hat einen Umfang von 27 Kilometern."

"Meine Aufgaben am CERN waren sehr abwechslungsreich, sodass ich viel lernen konnte: Ich koordinierte Teams von Wissenschaftlern, schrieb Programme zur Datenanalyse, entwickelte Detektoren und verlegte im LEP-Tunnel Kabel. Dennoch kam ich eines Tages für mich zum Schluss, dass ich meine Fähigkeiten anderswo einsetzen wollte. Also hielt ich Ausschau nach einem neuen Betätigungsfeld ausserhalb der Physik."

Pratibha Vikas fand, was sie suchte, in der Finanzwelt. Ein Freund, ebenfalls Physiker, erzählte ihr von UBS - und nur kurze Zeit später wurde ihr eine Anstellung angeboten.

"Im Bankgeschäft gibt es viele Bereiche, in denen analytische Erfahrung gefragt ist. Gleichzeitig aber ist auch der Mensch ein wichtiger Aspekt in diesem Geschäft. Diese Kombination entsprach genau meinen Wünschen", berichtet Vikas.

Sie betont, dass sie ganz bewusst technische Arbeiten bei UBS vermeiden wollte und sich daher für teamorientierte Aufgaben im Projektmanagement entschied. Ihre früheren beruflichen Erfahrungen kamen ihr dennoch sehr zugute, da es ihr dadurch leichter fiel, die technischen Aspekte ihrer Finanz- und IT-Projekte besser zu verstehen.

"Aufgrund meiner wissenschaftlichen Ausbildung war ich gewohnt, mich mit komplexen Sachverhalten auseinander zu setzen. Erstaunt war ich aber dann über die hohe Bereitschaft der Bank, mir dabei zu helfen, rascher mit meinen neuen Aufgaben vertraut zu werden. Ich war beispielsweise entschlossen, auf eigene Kosten einige Bankkurse zu absolvieren, woraufhin sich UBS bereit erklärte, die Kosten für das Executive Program an der Swiss Banking School zu übernehmen. Dieses Programm hat sehr zur Vertiefung meiner Bankkenntnisse beigetragen. Ich lernte das gesamte Bankgeschäft kennen - das, was die Arbeit der Leute wirklich ausmacht."

Ergänzt wurde diese Ausbildung durch Mentoring innerhalb des Unternehmens, sprich Wissensvermittlung über Kollegen, durch eigene Studien sowie durch unmittelbare praktische Erfahrung.

"Mein erster Job war im Bereich Risikomanagement als Business Analyst und Projektmanagerin für das Credit Risk Control Data Warehouse des Konzerns", berichtet sie. "Dazu musste ich viel über Kredit- und Länderrisiken und über deren Bewirtschaftung lernen. Ich musste lernen, wie die Risiken für unterschiedliche Produkte quantifiziert werden, was unter Kreditabsicherung zu verstehen ist und wie das Risiko-Controlling und -Reporting funktioniert. Für die Konsolidierung und Berechnung der Kredit- und Länderrisiken innerhalb der gesamten UBS benötigte ich darüber hinaus vertiefte Kenntnisse der Systeme zur Kreditrisikokontrolle, die im ganzen Unternehmen eingesetzt werden."

Diese Aufgaben erinnerten Vikas stark an ihre Arbeit als Physikerin. "Auch hier ging es im Wesentlichen darum, riesige Datenmengen zu sammeln, zu organisieren und zu evaluieren. Mathematische Modellierungen - ein Gebiet, mit dem ich bestens vertraut bin - sind ein wichtiger Teil der Risikokontrolle."

Inzwischen steuert Vikas auch eines der UBS-Projekte, die auf die Umsetzung der revidierten Richtlinien zur Eigen­kapitalunterlegung gemäss Basel II abzielen.

Kann die Arbeit in einer Bank für jemanden mit CERN-Erfahrung überhaupt eine befriedigende Herausforderung sein?

"Absolut. Finanzielle und wirtschaftliche Fragestellungen faszinieren mich, da sie viel analytisches Denken verlangen. Darüber hinaus habe ich hier aber auch mit vielen Menschen zu tun, die alle einen ganz unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergrund haben, was ebenfalls hohe Anforderungen an einen stellt. So gesehen würde ich sogar behaupten, dass meine jetzige Arbeit im Vergleich zu meiner Tätigkeit als Physikerin anspruchsvoller ist."

IQ im Bankgeschäft

Wer glaubt, dass das Bankgeschäft keine besondere intellektuelle Herausforderung darstellt, dürfte überrascht sein, wie viele Physiker, Mathematiker und andere Experten wie Statistiker mit hohem Ausbildungsstand in diesem Bereich arbeiten.

Die Finanzmärkte sind heute in höchstem Masse spezialisiert und miteinander verflochten. Um die tägliche Datenflut und die komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge weltweit zu verstehen, bedarf es hoch entwickelter analytischer Fähigkeiten.

UBS legt grossen Wert auf die Rekrutierung und Förderung von Mitarbeitern, die sich auf verschiedensten Gebieten durch besondere Qualifikationen auszeichnen. Dieses Engagement gründet auf der Erkenntnis, dass das intellek­tuelle Kapital eines Unternehmens zu seinen wertvollsten Gütern zählt - oder vielleicht sogar sein grösstes Plus darstellt. So nahmen wir im vergangenen Jahr 956 Universitätsabgänger in eines unserer Programme für Hochschul- oder MBA-Absolventen auf. Dies bedeutet eine Steigerung von 12,5% gegenüber 2005.

In der Schweiz bietet UBS eine Lehre für Schüler aus der Sekundarstufe an, die sich im Banken- oder IT-Bereich spezialisieren möchten. In einer dreijährigen kaufmännischen Ausbildung werden Lehrlinge auf einen Job in der Bankbranche vorbereitet, während die IT-Lehre eine 18-monatige theoretische und eine 30-monatige praktische Ausbildung in den beiden Richtungen ­Applikationsentwicklung und Systemtechnik umfasst. IT-Lehrlinge aus an­deren Unternehmen, beispielsweise von Swiss Re und der Schweizerischen Nationalbank, schliessen den theoretischen Teil ihrer Ausbildung bei UBS ab. 2006 stellte UBS 260 Lehrlinge ein. Ausserdem absolvierten rund 1600 junge Mitarbeiter eine Fachausbildung.

Die zielorientierte Betreuung und effiziente Förderung der Mitarbeiter unterstützt unsere strategischen Wachstumsziele und die Werte von UBS. Wir führen in diesem Zusammenhang regelmässig Mitarbeitergespräche, pflegen eine auf Meritokratie und Diversity ausgerichtete Unternehmenskultur und unterhalten einen firmeninternen Arbeitsmarkt.

Ferner haben alle Mitarbeiter Zugang zu beruflichen, persönlichen, führungs- und funktionsbezogenen Ausbildungs­angeboten. Ein Beispiel ist das 6-monatige Entwicklungsprogramm "Essential Management Skills", das Ende 2006 lanciert wurde. Damit sollen über 1350 Mitarbeitern pro Jahr grundlegende Führungsfähigkeiten, Kenntnisse des Arbeitsrechts und ein eingehenderes Verständnis der Strategie der Bank vermittelt werden.

Wichtiger rechtlicher Hinweis - bitte lesen Sie diese Bedingungen, bevor Sie fortfahren.
Die auf dieser Website angebotenen Produkte und Dienstleistungen sind Personen mit Wohnsitz in bestimmten Ländern nicht zugänglich. Bitte beachten Sie die geltenden Verkaufsbeschränkungen für die entsprechenden Dienstleistungen.
© UBS 1998-2008. Alle Rechte vorbehalten.
Privacy Policy

 
Create your own report 
Create your own report

Erstellen Sie Ihren eigenen Bericht indem Sie unsere Produkte nach Artikeln durchsuchen oder ganze Kapitel auswählen.

Suche in
Geschäftsberichte 2006 
Search