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Wachstumsfördernd
Wachstumsfördernd

Ob in Schanghai, Chicago oder Dubai: Wolkenkratzer symbolisieren die moderne Stadt. Sie sind bleibende Zeichen des Wirtschaftswachstums und heute auch der Globalisierung.
Ob in Schanghai, Chicago oder Dubai: Wolkenkratzer symbolisieren die moderne Stadt. Sie sind bleibende Zeichen des Wirtschaftswachstums und heute auch der Globalisierung.

Eine rege Bautätigkeit ist das sichtbarste Merkmal einer wachsenden, zunehmend globalisierten Wirtschaft. In Schanghai stehen zahllose Baukräne als Vorboten einer neuen Epoche. Hier ist Wachstum mehr als eine statistische Zahl - es ist förmlich mit Händen zu greifen. Was in China passiert, geht über blosses Wirtschaftswachstum hinaus. Es widerspiegelt den menschlichen Drang, neuen Wohlstand, Wachstum und Macht in möglichst hohen Gebäuden zum Ausdruck zu bringen.

Von den alten Pyramiden der Maya und der Ägypter bis hin zur Skyline von New York - Grösse und Höhe stehen von jeher für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluss. Sie dokumentieren eindrucksvoll das Können des Erbauers und die Finanzkraft des Bau­herrn. Der Glaube an die eigenen Möglichkeiten sowie der architektonische und technologische Fortschritt mündeten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die ersten bedeutenden Phasen des Wolkenkratzerbaus in den USA. Gleichzeitig stieg das Land zur Weltmacht auf.

Heute sind Städte wie Dubai und Schanghai gestandene Grössen, wenn es um Wolkenkratzer geht. Der Bionic Tower in Schanghai soll als erstes Gebäude über einen Kilometer hoch werden. Wird er nach seiner Vollendung Chinas Status als wichtige Wirtschaftsmacht verkörpern? Ein jährliches Wachstum von mindestens zehn Prozent, 1,3 Milliarden Einwohner sowie die weltweit grössten Devisenreserven sprechen dafür. Doch Chinas Wachstum ist keine isolierte Entwicklung, sondern beruht massgeblich auf der Globalisierung.

"Globalisierung" ist ein moderner Begriff, doch die Idee dahinter ist nicht neu. Vor fast 200 Jahren schwamm ­David Ricardo, einer der einflussreichsten Vertreter der klassischen Ökonomie, mit seinen Überlegungen zum Aussenhandel gegen den Strom. Während sein Heimatland England wieder vermehrt auf nationale Grenzen setzte, trat ­Ricardo für den freien Güteraustausch ein. Seine Theorie der komparativen Kostenvorteile prägt seither die Debatte über den Freihandel. Der Kerngedanke seiner Theorie: Der Aussenhandel zwischen zwei Staaten lohnt sich für beide selbst dann, wenn ein Land alle Güter günstiger produzieren kann als das andere. Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson erläuterte diesen Gedanken anhand eines einleuchtenden Beispiels: Ein Topanwalt ist zugleich Weltmeister im Maschinenschreiben. Dennoch wird er für die Schreibarbeit jemanden ­einstellen, um die dadurch frei werdende Zeit für die Rechtsberatung einzusetzen.

Skeptiker weisen schnell auf die Gefahren einer zu starken Spezialisierung hin. Der Welthandel biete keine fairen Voraussetzungen, wird argumentiert. Dennoch hat die Globalisierung das Wirtschaftswachstum der Welt als Ganzes gefördert. In vielen Fällen beruhte das Wachstum auf einem Phänomen, das der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter «schöpferische Zerstörung" nannte. Der Dow Jones Industrials (DJIA) und die US-Wirtschaft illustrieren dieses Konzept. General Electric ist als einziges von insgesamt zwölf ­Unternehmen, die bei der Gründung des DJIA 1896 im Index vertreten waren, auch heute noch darin zu finden. Die anderen Gesellschaften, beispielsweise American Cotton Oil oder Ame­rican Tobacco, sind verschwunden oder wurden aufgespalten. General Motors und Chrysler wurden im Zuge der aufstrebenden Automobilbranche im frühen 20. Jahrhundert in den Index aufge­nommen. Mit der zunehmenden Bedeutung von Technologie, Finanzdienstleistungen und der Unterhaltungsindustrie stiessen IBM (1979), American Express (1985), JP Morgan und Walt Disney (beide 1991) hinzu. Die Veränderungen innerhalb des DJIA von 1997 widerspiegeln Schumpeters Idee wohl am besten. Damals ­ersetzten Hewlett-Packard, Johnson & Johnson, Travelers Group (heute Citi­group) und Wal-Mart die Unternehmen Bethlehem Steel, Texaco, Westinghouse Electric und Woolworth.

Globalisierung heisst nicht wirtschaftliche Sicherheit für alle. Schöpferische Zerstörung bedeutet, dass Arbeit und Kapital in Kombination mit Innovation und neuen Produkten zu höheren Einkommen führen können - wenn auch nicht alle davon profitieren. Dennoch ist dieser Weg die bessere Option, denn anhaltender Protektionismus und wirtschaftliche Isolation haben langfristig eindeutig eine Verschlechterung der Wirtschaftslage zur Folge, wie der Zusammenbruch der Sowjetunion in der jüngeren Geschichte gezeigt hat.

Die Internationalisierung verlangt von Volkswirtschaften, Gesellschaften und Unternehmen höhere Flexibilität. Viele Firmen - auch kleine und mittlere - müssen ihre Grösse und Struktur immer ­wieder den neuen Gegebenheiten anpassen, um mit der internationalen ­Konkurrenz Schritt zu halten. Dies geht oft mit der Entwicklung neuer Produkte und der Erschliessung zusätzlicher Märkte einher. Dadurch kann die Bereitschaft einer Firma, andere Gesellschaften zu übernehmen, steigen. Umgekehrt kann ein Unternehmen auch beschliessen, Teile ausserhalb seiner traditionellen Kernkompetenz abzustossen. Dies wiederum begünstigt Fusions- und Übernahmeaktivitäten.

Nicht nur Kapital und Unternehmen überwinden nationale Grenzen, sondern auch Arbeitnehmer. In Dubai sind die meisten Bauarbeiter pakistanischer oder indischer Herkunft, während viele Ingenieure und Architekten aus Deutschland oder Amerika stammen. Ob Bau­arbeiter oder Finanzdienstleister, beide orientieren sich am Standort des Arbeitgebers respektive des Kunden. So ist UBS in vielen Regionen tätig, die derzeit auf der Globalisierungswelle reiten - sei das nun in Asien, im Nahen Osten, in Russland oder in Südamerika.

Unter anderem hilft UBS den Unternehmen auch, die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes mitzugestalten, wie das Beispiel von Greentown China Holdings zeigt. Die Aktien der grössten Immobiliengesellschaft auf dem chinesischen Festland sind seit Juli 2006 in Hongkong kotiert - UBS begleitete den Börsengang.

Warum Firmen fusionieren

Fusionen und Übernahmen (engl.: mergers and acquisitions, M&A) prägen die Finanzbranche seit einigen Jahren stark. Es handelt sich jedoch nicht um ein neues Phänomen. Seit dem 19. Jahrhundert wird fusioniert, restrukturiert und akquiriert. So konnten und können Unternehmen auf veränderte Marktbedingungen reagieren, wettbewerbsfähiger werden, überleben - und florieren.

Auch das M&A-Geschäft floriert zurzeit, angetrieben durch die Globalisierung der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte. Den Investment-Banking-Einhei­ten globaler Finanzdienstleister kommt dabei eine zentrale Vermittlerrolle zu. UBS hat am globalen Markt für Fusionen und Übernahmen eine wichtige Position inne. Sie gehört im Corporate-Finance-Geschäft zu den Marktführern. Dabei liegen ihre Stärken in der Beratung bei internationalen Fu­sionen und Übernahmen sowie in der Kapitalaufnahme für Firmen und Regierungen. In Europa zählt UBS von ­jeher zu den führenden Corporate-Finance-Dienstleistern, und seit einigen Jahren verzeichnet sie auch in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum sehr hohe Wachstumsraten. Gemessen an den Kommissionseinnahmen belegt UBS heute im globalen Vergleich den vierten Rang. 2003 lag sie noch auf dem siebten Platz. In Bezug auf M&A-Transaktionen mit einem Volumen von unter 1 Milliarde US-Dollar - ein sehr rentables Segment - ist UBS weltweit führend. Und auch UBS selbst ist in ihrer heutigen Form das Produkt einer ganzen Reihe erfolgreicher Fusionen und Übernahmen, die vor mehr als einem Jahrhundert ihren Anfang nahmen.

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