UBS AG
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Analysten & AktionäreGeschäftsberichte 2005
Geschäftsberichte 2005  
Jahresbericht Finanzbericht Handbuch
     
Einleitung
UBS
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Unsere Unternehmensgruppen
Finanzbewirtschaftung
Kapitalbewirtschaftung und UBS Aktie
Corporate Governance
Corporate Responsibility
Global Reporting Initiative Content Index
 

Corporate Responsibility
Corporate Responsibility

UBS hat Corporate Responsibility zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Kultur, Identität und Geschäftspraktiken gemacht. Als einer der führenden, global ausgerichteten Finanzdienstleister wollen wir unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen mit Mehrwert anbieten, eine Unternehmenskultur fördern, die höchsten ethischen Standards genügt, und für unsere Aktionäre eine überdurchschnittliche und zugleich nachhaltige Rendite erwirtschaften. Wir setzen uns ein für die Chancengleichheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Schutz der Umwelt, die Einhaltung sozialer Standards und leisten einen Beitrag an die Gemeinschaft.

Verantwortungsvolles Verhalten kann bedeuten, dass bei Geschäftsentscheiden nicht nur gewinnorientierte und gesetzliche Überlegungen eine Rolle spielen. Konkret sind vier Bereiche für uns von zentraler Bedeutung:

– Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld, das auf Chancengleichheit, dem Respekt individueller Vielfalt und Meritokratie basiert.

– Wir legen den Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden und Lieferanten hohe ethische Standards zugrunde.

– Wir gewährleisten mit unserem umfassenden globalen Umweltmanagementprozess, dass unsere Tätigkeit möglichst umweltverträglich ist.

– Wir unterstützen die Gemeinschaft nicht nur mit Spenden, sondern auch indem wir unseren Mitarbeitern ermöglichen, Freiwilligenarbeit zu leisten.

Seit dem Jahr 2000 wirkt UBS als Mitglied bei der UN-Initiative «Global Compact», die gute Unternehmenspraktiken in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz anregt und fördert, mit. Indem wir uns nach den Grundsätzen dieser Initiative richten, tragen wir nicht nur zum Wohl der Gesellschaft bei, in der wir leben und arbeiten, sondern schaffen auch nachhaltig Mehrwert für unsere Aktionäre.

UBS unterzeichnete als eine der ersten Banken 1992 die UNEP-Erklärung der Finanzinstitute zur Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung (UNEP-Bankenerklärung). Damit haben wir uns verpflichtet, bei unserer Tätigkeit umweltgerechte Praktiken angemessen zu integrieren. Zudem wird unser internes Umweltmanagementsystem regelmässig nach ISO 14001 zertifiziert.

Unsere Massnahmen finden breite Anerkennung. Seit der Lancierung der Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) im Jahr 1999 ist UBS in diesen Indizes enthalten. Die DJSI verfolgen weltweit die Finanzperformance jener Unternehmen, die bezüglich Nachhaltigkeit eine führende Position einnehmen. UBS ist auch Bestandteil der Indexreihe FTSE4Good. Diese misst die Leistungen multinationaler Unternehmen in den Bereichen ökologische Nachhaltigkeit, Beziehungen zu den Anspruchsgruppen sowie Unterstützung der Menschenrechte.

Unser Corporate-Responsibility-Prozess

UBS hat 2001 ein Corporate Responsibility Committee (CRC) gegründet. Dieser Verwaltungsratsausschuss beurteilt, wie UBS den sich verändernden Erwartungen ihrer Anspruchsgruppen bezüglich verantwortungsvoller Unternehmensführung am besten begegnen soll. Kommt das CRC zum Schluss, dass eine inakzeptable Lücke zwischen diesen Erwartungen und den Handlungen von UBS besteht – und dass diese Lücke entweder ein Risiko oder eine Chance darstellt –, kann es zuhanden des verantwortlichen Managements entsprechende Massnahmen vorschlagen.

Marco Suter, vollamtlicher Vizepräsident von UBS und Group Environmental Representative, hat den Vorsitz im Corporate Responsibility Committee. Ausserdem gehören dem CRC ein zweites Verwaltungsratsmitglied sowie acht Vertreter der obersten Führungsebene unserer Geschäftseinheiten sowie diverser anderer Unternehmensfunktionen wie des Rechtsdienstes und der Kommunikation an.

Das CRC wird in seiner Tätigkeit von einer Arbeitsgruppe unterstützt, die sich aus Vertretern aller UBS-Unternehmensgruppen sowie Fachexperten des Corporate Center zusammensetzt. Die Arbeitsgruppe verfolgt sämtliche Entwicklungen zum Thema Unternehmensführung und stellt sicher, dass das CRC über alle relevanten Trends und Themen informiert wird.

Weder das CRC noch die Arbeitsgruppe haben operationelle Verantwortung für Corporate-Responsibility-Themen. Sie stellen vielmehr sicher, dass das Management von UBS seine Tätigkeiten mit den sich verändernden Erwartungen der Gesellschaft in Einklang bringt.

Beitrag an die Gesellschaft – Bekämpfung der Geldwäscherei

Die umfassende und laufende Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung stellt einen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft dar. Die Integrität des Finanzsystems liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Wir nehmen diese Pflicht sehr ernst und versuchen, dieses System sowohl in seiner Gesamtheit als auch in Bezug auf unser eigenes operatives Geschäft zu schützen. Unsere Anspruchsgruppen erwarten von uns, dass wir bei der Entwicklung von Strategien und bei der Umsetzung wirksamer Massnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei eine Vorreiterrolle übernehmen. Geldwäscherei und Terrorismus stellen eine reale Bedrohung dar, und wir alle haben die Aufgabe, diese Bedrohung so wirksam wie möglich zu bekämpfen.

Die UBS Group Money Laundering Prevention Unit leitet alle Initiativen von UBS zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Sie unterstützt die Mitarbeiter hauptsächlich bei der Erkennung, Handhabung und Meldung von verdächtigen Aktivitäten, ohne dass unsere Kundenfreundlichkeit kompromittiert oder das normale Bankgeschäft behindert wird. Respekt und Schutz der Privatsphäre unserer Kunden behalten dabei höchste Priorität, bilden sie doch einen Grundstein der Philosophie von UBS. Diese wird bei der Bekämpfung der Geldwäscherei bestmöglich umgesetzt.

Die wichtigste Grundlage zum Erreichen unserer Ziele ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns – zwischen den Kundenberatern, den Risikomanagern und den Kontrollstellen. Es sollte für unsere Mitarbeiter von zentraler Bedeutung sein, die Kunden wirklich kennen zu lernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen – und schliesslich möglichen Ungereimtheiten nachzugehen. Um unsere Mitarbeiter in puncto «Know your Customer» (KYC) stets auf dem neuesten Stand zu halten und sie laufend über aktuelle Entwicklungen bezüglich verdächtiger Verhaltensweisen zu informieren, bilden wir sie regelmässig über Online-Schulungen und Seminare weiter. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden unter anderem zu uns kommen, weil sie Vertrauen in die Integrität von UBS haben.

Bei der Bekämpfung der Geldwäscherei verfolgen wir einen risikoorientierten Ansatz, der individuell auf unsere verschiedenen Geschäftsbereiche und ihre spezifischen Risiken abgestimmt wird. Bei Bedarf legen wir einheitliche Kriterien fest, nach denen beurteilt wird, ob eine Geschäftsbeziehung mit höheren Risiken verbunden ist. Wir verwenden modernste technische Hilfsmittel, um Transaktionsmuster oder ungewöhnliche Transaktionen zu identifizieren.

Wir setzen uns auch für rigorose Standards zur Bekämpfung von Geldwäscherei ein, die für die gesamte Finanzbranche gelten sollen. So war UBS beispielsweise im Jahr 2000 eine treibende Kraft bei der Gründung der Wolfsberg-Gruppe und bei der Veröffentlichung der globalen «Wolfsberg Anti-Money Laundering Principles». In den Folgejahren unterstützte UBS auch massgeblich die Bemühungen der Gruppe zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, die Überwachung, Prüfung und Ausarbeitung entsprechender Richtlinien sowie die Grundsätze für das Korrespondenzgeschäft.

Als Mitglied der Wolfsberg-Gruppe führte UBS in Russland und China auf Wunsch der lokalen Bankaufsichtsbehörden Seminare durch, die sich mit der Bekämpfung von Geldwäscherei befassen. Zusätzlich zu den im Rahmen der Wolfsberg-Gruppe veranstalteten Ausbildungsprogrammen organisiert UBS im Auftrag des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten auch häufig Seminare für Länder, die bei der Ausarbeitung ihrer Gesetzgebung zur Geldwäschereibekämpfung und gegen die Terrorismusfinanzierung noch am Anfang stehen. Im Jahr 2005 fanden entsprechende Seminare in Marokko, Tunesien, Algerien, Usbekistan, Tadschikistan, Aserbeidschan und China statt.

Beiträge an die Gemeinschaft

Unser Erfolg gründet nicht nur auf den Ressourcen von UBS, den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter und den Beziehungen zu unseren Kunden, sondern auch auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese Tatsache liegt unserem bewährten Programm zur Unterstützung gemeinnütziger Zwecke zugrunde. UBS verfolgt bei ihrem Beitrag an die Gemeinschaft verschiedene Ansätze: Sie spendet direkt an ausgewählte gemeinnützige Organisationen, stockt die meisten Spenden auf, die ihre Mitarbeiter an von UBS anerkannte Hilfswerke leisten, und fördert freiwillige Einsätze von Mitarbeitern. Weltweit arbeiten dedizierte Teams eng mit Mitarbeitern aller Stufen zusammen, um Partnerschaften mit regionalen Organisationen aufzubauen. Dabei stehen Projekte in den Bereichen Ausbildung, soziale Erneuerung und Umwelt im Vordergrund.

Im Jahr 2005 spendete UBS mehr als 46 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke und Katastrophenhilfe. Durch eigene Spenden und freiwillige Einsätze engagieren sich die Mitarbeiter von UBS ebenfalls massgeblich für die Gemeinschaft. Je nach Standort unterstützt UBS sie dabei, indem sie ihnen für solche Einsätze pro Jahr bis zu zwei freie Tage gewährt.

UBS hat ihre Community-Affairs-Programme weltweit ausgebaut. 2005 wurde eine neue Koordinationsstelle für Community Affairs in der Schweiz geschaffen. Diese stimmt schweizweit sämtliche wohltätigen Aktivitäten von UBS und den Mitarbeitern aller Unternehmensgruppen aufeinander ab und ist auch für das neue Employee-Volunteering-Programm sowie das Employee-Donations-Programm in der Schweiz verantwortlich.

Doch nicht nur UBS und ihre Mitarbeiter beteiligen sich an solchen Projekten. Wir bieten auch unseren Kunden die Möglichkeit, sich wohltätig zu engagieren. Die UBS Optimus Foundation investiert die Spenden unserer Kunden in verschiedene Programme und Hilfswerke, die sich insbesondere in den Bereichen «Kinder & Talente» sowie «Medizinische & biologische Forschung» engagieren. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit angesehenen Partnerorganisationen zusammen. Die Projekte werden von einem Expertenteam ausgewählt, das auch die Umsetzung sorgfältig überwacht. Die Verwaltungskosten der UBS Optimus Foundation werden gänzlich von UBS getragen. Dadurch fliessen die Beiträge unserer Kunden vollumfänglich in die Projekte. Im Dezember 2005 lancierte UBS eine neue Kreditkarte: die UBS Optimus Foundation Charity Card. Damit geniessen Kunden die Vorteile einer normalen Kreditkarte und können gleichzeitig auf einfache und effiziente Weise einen gemeinnützigen Beitrag leisten. Jedes Jahr überweist UBS 0,5% des gesamten Kartenumsatzes sowie einen Teil der Jahresgebühren dieser Charity Cards an die UBS Optimus Foundation.

Wie UBS-Mitarbeiter sich engagieren

Neben den bedeutenden Spendenaktionen setzten wir 2005 aber auch weltweit die Unterstützung unserer laufenden, etablierten Community-Affairs-Programme fort. Einige Beispiele unseres Engagements:

In Grossbritannien sponsern wir im Rahmen des Regierungsprogramms «Academy» als erstes Finanzinstitut den Bau einer neuen Sekundarschule in Hackney (London). Unser finanzieller Beitrag an dieses Projekt beläuft sich auf 2 Millionen Pfund, wobei die Hälfte von einem Privatkunden beigesteuert wird. Einen noch wertvolleren Beitrag dürften längerfristig unsere Mitarbeiter mit ihrem freiwilligen Engagement für die «Academy» leisten. Nach der Eröffnung sollen dort 1150 Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunkt Mathematik und Musik unterrichtet werden.

In den USA fördern wir das Projekt «Junior Achievement» (JA), bei dem Jugendlichen aller Altersstufen die Rolle der Unternehmen und der Wirtschaft in der heutigen Gesellschaft näher gebracht wird. Neben dem finanziellen Beitrag von UBS engagieren sich unsere Mitarbeiter auch bei freiwilligen einmaligen Initiativen und ermöglichen den Jugendlichen, reale Erfahrungen zu den unterrichteten Themen zu machen. Beispiele für solche freiwilligen Einsätze sind die so genannten Job Shadow Days, das Unterrichten von Klassen sowie das «Company Program», ein dreimonatiger Abendkurs für Mittelschüler, bei dem Mitarbeiter einer Schülergruppe zeigen, wie ein Unternehmen aufgebaut, sowie ein Produkt entwickelt und auf den Markt gebracht wird. 2005 engagierten sich neun UBS-Mitarbeiter im Vorstand von lokalen JA-Verbänden in den USA.

Im asiatisch-pazifischen Raum dehnt UBS ihr Programm zur Förderung von Community Affairs stets weiter aus. Auf den Philippinen nahm UBS ihr diesbezügliches Engagement im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der «Association of Mouth and Foot Painting Artists of the World» (AMFPA) auf, einer Vereinigung, die schwerbehinderte Künstler unterstützt. Die AMFPA konnte von den Verkaufs-, Präsentations- und Marketingerfahrungen sämtlicher Mitarbeiter von UBS Securities Philippines profitieren und organisierte mit deren Hilfe eine Ausstellung, bei der die Künstler ihre Arbeiten präsentieren und bekannt machen konnten. Die Organisation verkaufte während der Ausstellung Bilder, Hunderte von Weihnachtskarten, Kinderbücher und Puzzles.

2005 wurde auch in der Schweiz ein Employee-Volunteering-Programm lanciert, womit UBS ihre gemeinnützigen Aktivitäten weiter ausbaute. In Zürich backten und verkauften UBS-Mitarbeiter Weihnachtsplätzchen zusammen mit geistig Behinderten. Mit dem Erlös gestaltet die Organisation «Insieme» Freizeitaktivitäten für Behinderte. Im Rahmen eines Mentoring-Programms für Jugendliche sind UBS-Mitarbeiter in Basel Schülerinnen und Schülern behilflich, eine Arbeit oder eine Lehrstelle zu finden. Weiter hat UBS einige unabhängige Stiftungen und Organisationen ins Leben gerufen, die ihr Geld für karitative Zwecke in der Schweiz einsetzen. Der Verein «UBS Mitarbeiter helfen» unterstützt behinderte und benachteiligte Menschen, ein aktives und unabhängiges Leben zu führen. Um zusätzlichen Anreiz zu schaffen, verdoppelt UBS bei ausgesuchten Aktionen die gesammelten Spenden. Das Anliegen der «UBS Kulturstiftung» ist es, Kreativität zu fördern, Kontakte zwischen Kunstschaffenden und der Gesellschaft zu erleichtern und das Verständnis für eine Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu vertiefen. Die Stiftung unterstützt Kunst, Film, Literatur, Musik, Denkmalschutz, archeologische Projekte und geschichtliche und philosophische Studien in der Schweiz. Die «UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung» setzt sich für die Förderung des Gemeinwohls im weitesten Sinne ein. Dabei sollen gemeinnützige, wohltätige oder karitative Institutionen, Bestrebungen oder Projekte unterstützt werden.

SRI Verwaltete Vermögen

Für das Jahr endend am

Veränderung in %

Mrd. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.05

31.12.04

31.12.03

31.12.04

UBS

2 652

2 217

2 098

20

Socially Responsible Investments (SRI)

Positivselektion

F9

1,05

0,78

0,71

34

Engagement 2

F9

38,90

31,60

23

Negativselektion

F9

10,73

7,32

8,95

47

Drittanbieter 2

F9

0,61

0,29

109

Insgesamt in SRI investierte Vermögen

Insgesamt in SRI investierte Vermögen

51,29

39,99

28

Anteil an den insgesamt investierten Vermögen (%) 3

1,93

1,80

Performance der SRI-Fonds von UBS (in %)

Performance der SRI-Fonds von UBS (in %)

Absolute Performance des Eco Performance 4

21,79

4,66

15,90

Relative Performance des Eco Perf. gegenüber MSCI 5

(5,72)

(1,30)

(3,74)

1 Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI Umweltleistungsindikatoren definiert im GRI Financial Services Sector Supplement. 2 Zahlen für 2003 sind nicht verfügbar infolge revidierten Definitionen. 3 Total Socially Responsible Investments (SRI) / Verwaltete Vermögen. 4 Eco Performance = UBS (Lux) Equity Fund-Eco Performance B. 5 Leitindex: MSCI World (r).

Positivselektion: Positivkriterien qualifizieren ein Unternehmen zur Aufnahme in einen Fonds oder ein Portfolio, wenn deren Strategien, Prozesse und Produkte positive Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg, die Umwelt und die Gesellschaft haben.

Engagement: Anleger nehmen den Dialog mit dem Verwaltungsrat oder dem Management einer Firma auf, um die unternehmerischen Aktivitäten hinsichtlich ökologischer, sozialer und ethischer Gesichtspunkte zu beeinflussen.

Negativselektion: Bei der Anwendung von Negativkriterien wird in gewissen Bereichen aufgrund von ethischen, sozialen oder ökologischen Kriterien nicht investiert. Beispiele sind die Rüstungs- und die Tabakindustrie, das Glücksspiel oder Branchen, die stark umweltschädigende Auswirkungen haben.

Drittanbieter: Die offene Produktarchitektur von UBS bietet Kunden Zugang zu SRI-Produkten von Drittanbietern.

Socially Responsible Investments

UBS verfügt über grosse Erfahrung bei der Integration ökologischer und sozialer Kriterien in ihre Research- und Beratungstätigkeit. Zusätzlich zu finanziellen Überlegungen werden bei nachhaltigen Anlagen, so genannten Socially Responsible Investments (SRI), auch ökologische, soziale oder ethische Kriterien berücksichtigt.

Global Asset Management bietet privaten und institutionellen Kunden eine breite Palette an Socially Responsible Investments an. In der Schweiz und in Japan wählen wir die Titel in jeder Branche gemäss ökologischen und sozialen Kriterien nach dem «Best in Class»-Prinzip aus. 2005 hat UBS einen neuen Fonds-Umbrella (UBS Responsibility Fonds) geschaffen, unter welchem künftig alle SRI-Fonds für private Investoren zusammengefasst werden, wie zum Beispiel der neu aufgelegte Global-Innovators-Fonds. Dieser investiert hauptsächlich in kleine Unternehmen, die in den Bereichen erneuerbare Energien, Wassermanagement, Ernährung, Gesundheit und Mobilität Produkte mit grossem Potenzial produzieren. Der neu lancierte europäische SRI-Fonds bedient sich sowohl spezieller SRI- als auch herkömmlicher Researchplattformen, um ein konzentriertes Portfolio erstklassiger SRI-Titel zusammenzustellen. Unser aktuelles SRI-Angebot umfasst mittlerweile globale, europäische und japanische Aktienprodukte, die alle am MSCI- oder Topix-Index gemessen werden. In den USA verwaltet Global Asset Management verschiedene Mandate institutioneller Kunden, die mittels «negativer» SRI-Kriterien bestimmte Firmen oder Sektoren ausschliessen. In Grossbritannien verfolgt Global Asset Management die Strategie, die Corporate-Governance- und Corporate-Responsibility-Aktivitäten der Firmen, in die investiert wird, gezielt zu beeinflussen. UBS bietet auch SRI-Produkte von Drittanbietern an.

Bei der Investment Bank wurde ein Researchteam für SRI geschaffen, das Research in Bereichen mit zunehmenden oder schwindenden Risiken betreibt. Es beobachtet auch die von externen SRI-Agenturen bereitgestellten Ratings und koordiniert das Research der Analysten zu aktuellen SRI-Themen. Bei der Frage, wie sich die Auswirkungen SRI-relevanter Themen auf den Aktienkurs von Unternehmen quantifizieren lassen, ist es kommentierend und beratend tätig. Neu steht institutionellen Kunden von UBS auf dem ResearchWeb der Bank eine Seite zu Socially Responsible Investments zur Verfügung.

Gespräche mit Kundenberatern und detaillierte Marktanalysen haben gezeigt, dass das Interesse an SRI zunimmt und bei Anlageentscheidungen sozial verantwortliche und umweltfreundliche Kriterien an Bedeutung gewinnen. Die Unternehmensgruppe Global Wealth Management & Business Banking beschloss deshalb, intern das Bewusstsein für SRI-Initiativen und -Produkte zu fördern. Mit einer Awareness-Kampagne wurden 2005 in der Schweiz die Kundenberater auf SRI sensibilisiert. Im Rahmen dieser Initiative erhielten sie Unterstützung, um die jeweiligen Kundenbedürfnisse in diesem Bereich besser analysieren und verstehen zu können.

Management-Indikatoren für Umweltleistung

Für das Jahr endend am

Veränderung in %

Personalbestand auf Vollzeitbasis (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.05

31.12.04

31.12.03

31.12.04

Mitarbeiter Finanzdienstleistungsgeschäft 2

69 569

67 407

65 879

3

In spezialisierten Umweltfachstellen 3

25,3

22,0

16,4

15

Umweltsensibilisierung

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

2 251

1 664

1 377

35

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

1 214

2 124

1 857

(43)

Fachausbildung mit Umweltbezug

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

1 010

602

1 106

68

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

2 066

1 932

2 548

7

Externe Umweltaudits 4

Auditierte Mitarbeiter

F6

147

11

26

1 236

Auditierungszeit (Tage)

F6

17

2

3

750

Interne Umweltaudits 5

Auditierte Mitarbeiter

F6

216

148

171

46

Auditierungszeit (Tage)

F6

39

29

37

34

1 Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI Umweltleistungsindikatoren definiert im GRI Financial Services Sector Supplement. 2 Die Mitarbeiterzahlen zeigen den Stand per 31. Dezember 2005. 3 2005: 21,8 UBS und 3,5 externe Mitarbeiter (auf Vollzeitbasis). 4 Die Audits wurden ausgeführt von SGS Société Générale de Surveillance SA. 2003 und 2004 wurden Überwachungsaudits und 2005 ein umfangreicherer Re-Zertifizierungsaudit durchgeführt. 5 Audits / Reviews von spezialisierten Umweltfachstellen. Die Umsetzung der Umweltrisiko-Weisungen wird zusätzlich von Group Internal Audit überprüft.

Umweltmanagement

Unser Engagement gegenüber der Umwelt unterstreichen wir mit unserem globalen Umweltmanagementsystem, das nach ISO 14001 zertifiziert ist. Das System umfasst sowohl das Bankgeschäft als auch die innerbetrieblichen Abläufe und wurde 2005 von unserem Auditor SGS erfolgreich rezertifiziert.

Wir sind weiterhin bestrebt, Umweltaspekte in alle unsere Geschäftsaktivitäten zu integrieren. Unsere Umweltpolitik basiert auf fünf Grundsätzen:

– Wir sind bestrebt, in all unseren Geschäftsfeldern Umweltrisiken zu berücksichtigen, insbesondere im Kreditgeschäft, im Investment Banking, in der Beratung und im Research sowie bei unseren eigenen Anlagen.

– Wir wollen Chancen wahrnehmen, die sich auf den Finanzmärkten bezüglich umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen wie Socially Responsible Investments eröffnen.

– Wir suchen aktiv nach Möglichkeiten, die durch unsere internen Arbeitsabläufe entstehenden Belastungen von Luft, Boden und Wasser zu verringern. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion der Emission von Treibhausgasen. Überdies wollen wir die ökologischen Auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen unserer Lieferanten überprüfen.

– Wir stellen die effiziente Umsetzung unserer Umweltpolitik durch unser weltweit zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 – der internationalen Norm für Umweltmanagement – sicher.

– Wir investieren in Know-how und integrieren Umweltaspekte in unsere interne Kommunikation und Ausbildung.

Die Konzernleitung verabschiedet die Umweltpolitik von UBS und ernennt einen Group Environmental Representative, der die Leitlinien der Umweltstrategie von UBS bestimmt und umweltrelevante Themen gegenüber dem Corporate Responsibility Committee zur Sprache bringt. Die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Umweltpolitik gemäss ISO 14001 liegt bei den Unternehmensgruppen.

Umweltleistung in Kennzahlen

Jedes Jahr halten wir anhand von Key Performance Indicators (KPI) unsere Umweltleistung im Detail fest, was uns einen jährlichen Vergleich ermöglicht. Diese KPIs basieren auf Branchenstandards wie der Global Reporting Initiative (GRI) und dem Verein für Umweltmanagement (VfU) – beide umfassen spezifische Reportingkennzahlen für die Umweltleistungen von Finanzinstituten.

Die oben stehenden Managementindikatoren bieten einen Überblick über das Umweltmanagementsystem auf Konzernebene.

Bewirtschaftung der Umweltrisiken bei Geschäftstransaktionen

Für UBS ist es von zentraler Bedeutung, die mit ihren Geschäftstransaktionen verbundenen Umweltrisiken zu ermitteln, zu bewirtschaften und zu kontrollieren. So können beispielsweise der Cashflow oder die Vermögenswerte einer Gegenpartei durch Umweltaspekte wie ineffiziente Herstellungsverfahren oder Altlasten eines Gebäudes beeinträchtigt werden. Ein weiteres Beispiel ist das Haftungsrisiko, welches entsteht, wenn die Bank eine Sicherheit in ihre eigenen Bücher übernimmt.

Investment Bank

Die Investment Bank verfügt über eine globale Umweltrisikopolitik, die weltweit für alle Transaktionen, Tätigkeiten und angebotenen Dienstleistungen gilt. Der Umfang einer Umweltanalyse hängt von mehreren Faktoren wie der Risikoeinstufung, der Kenntnis der Gegenpartei sowie der inhaltlichen Beurteilung des vom Kunden bereitgestellten Prospekts ab. Im ersten Schritt der Due Diligence werden die Umweltfaktoren durch Mitarbeiter der Investment Bank summarisch analysiert. Sind erhöhte Umweltrisiken zu erwarten, können sich die Mitarbeiter an ein internes Kompetenzzentrum wenden, das eine eingehende ökologische Beurteilung durchführt. 2005 hat dieses Kompetenzzentrum 36 solcher detaillierter Risk Assessment Reports erstellt.

Global Wealth Management & Business Banking

Global Wealth Management & Business Banking wendet seine Umweltrisikopolitik auf sein gesamtes Kreditgeschäft an. Damit wird vor allem sichergestellt, dass Portfolios, die bedeutende Umweltrisiken bergen, identifiziert und überwacht werden. Ausserdem ist das allgemeine Vorgehen für die Bewirtschaftung von Umweltrisiken im Kreditgeschäft festgehalten. Die effektiven ökologischen Beurteilungen fliessen in diese Prozesse ein und werden jeweils auf das Kundensegment, die Grösse der Transaktion und das tatsächliche Risiko zugeschnitten. Diese allgemeine Beurteilung des Umweltrisikos umfasst eine dreistufige Prüfung. Die erste Prüfung nimmt der zuständige Kundenberater vor. Dabei untersucht er die finanziellen Risiken, die mit ökologischen Aspekten wie Einhaltung der Umweltgesetze, Arbeitssicherheit, Altlasten oder Naturgefahren verbunden sind. Lassen sich Risiken nach der ersten Prüfung nicht ausschliessen, nimmt ein Credit Officer eine zweite Prüfung vor. Er beurteilt, ob die ermittelten Risiken transparent genug sind, um eine Kreditentscheidung zu treffen. Transaktionen, die ein erhöhtes Umweltrisiko mit sich bringen, werden einer dritten Prüfung – einer detaillierten Umweltrisikoprüfung – unterzogen. Diese Dienstleistung erbringt die Umweltrisikoeinheit der Unternehmensgruppe. 2005 wurden 34 solche detaillierten Beurteilungen durchgeführt. Sind mit einer Transaktion substanzielle Umweltrisiken verbunden, kann die Bank auf verschiedene Arten vorgehen: Sie kann die Konditionen des Kreditvertrags anpassen, mit dem Kunden mögliche Korrekturmassnahmen thematisieren oder die Transaktion ganz ablehnen.

Global Asset Management

2004 hat Global Asset Management eine formelle Umweltrisikomatrix eingeführt, mit der potenzielle Reputations- und Umweltrisiken ihrer Anlagen beurteilt werden. Die Beurteilung der Anlagen erfolgte nach Geschäftsbereichen, und die entsprechenden Ergebnisse wurden den für die Bestätigung der ISO-14001-Zertifizierung zuständigen Auditoren vorgelegt. Diese Risikomatrix ist inzwischen Teil des Umweltmanagementsystems von Global Asset Management.

Je grösser die Kreisfläche des Fussabdrucks, desto grösser die ökologische Bedeutung des jeweiligen Prozesses.

Der Umwelt-Fussabdruck zeigt die Umweltbelastung (z.B. durch Emissionen, Ressourcenverbrauch, Abfälle) eines Prozesses inklusive der relevanten vor- und nachgelagerten Prozesse wie Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport und Entsorgung. Der Umwelt-Fussabdruck wird über den Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien angenähert.

Der CO2-Fussabdruck zeigt das Treibhauspotenzial eines Prozesses und schliesst ebenfalls alle relevanten vor- und nachgelagerten Prozesse ein. Der CO2-Fussabdruck entspricht der Menge von CO2 und anderen Treibhausgasen, die durch den entsprechenden Energieverbrauch entsteht.

Umweltauswirkungen und CO2-Fussabdruck

Wir beeinflussen die Umwelt auf vielfältige Weise: Für unsere Geschäftstätigkeit benötigen wir Elektrizität, unsere Mitarbeiter gehen auf Geschäftsreise, sie brauchen Papier und produzieren bei ihrer täglichen Arbeit Abfall. Zudem sind die Büros mit Heizungs- und Kühlungssystemen ausgestattet. Der sparsamere Umgang mit diesen Ressourcen kann unsere Betriebsmargen steigern und unsere ökologische Leistung verbessern. Durch zahlreiche Massnahmen stellen wir sicher, dass unser Unternehmen auch in ökologischer Hinsicht effizient geführt wird.

So analysieren wir jedes Jahr unsere Umweltauswirkungen und unseren CO2-Fussabdruck. Die Grafik auf Seite 157 zeigt, wie sich unser Energieverbrauch, unser Geschäftsreiseverkehr, unser Papierverbrauch und unser Abfall in relativer Hinsicht auf die Umwelt und unseren CO2-Fussabdruck auswirken. Dabei wird unser Energieverbrauch auf die verschiedenen Erzeugungsquellen heruntergebrochen, und es werden deren jeweilige Auswirkungen auf die Umwelt und die CO2-Emissionen aufgezeigt. Die Ergebnisse veranschaulichen, dass der von uns gekaufte Energiemix unsere Umweltauswirkungen und unseren CO2-Fussabdruck insgesamt stark beeinflusst. 2005 stammten 25% der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energiequellen und aus Fernwärme.

Gegenüber dem Vorjahr stieg unser Energieverbrauch 2005 insgesamt um 3%, was ungefähr der Erhöhung unseres Personalbestands um 3,2% im gleichen Zeitraum entspricht. Die direkten und indirekten CO2-Emissionen von UBS nahmen um 8,6% zu (siehe CO2-Fussabdruck in der Tabelle auf Seite 159). Dafür gibt es mehrere Erklärungen: UBS verzeichnete im asiatisch-pazifischen Raum und, in geringerem Masse, in den USA ein starkes Wachstum. In diesen Regionen hat der Strommix einen hohen Anteil fossiler Quellen, im Gegensatz zum saubereren Energiemix, der in der Schweiz und in London gekauft wird. Die Expansion unseres Geschäfts brachte 2005 auch eine Zunahme der Flugreisen mit sich – ein weiterer wesentlicher Grund für die steigenden CO2-Emissionen. UBS ist sich dieser eng mit ihrer Wachstumsstrategie zusammenhängenden Entwicklung bewusst und hat beschlossen, das Thema systematisch und ganzheitlich anzugehen. Unsere geplante Strategie zur Reduktion der CO2-Emissionen wird im Kasten auf der Seite 156 näher erläutert.

Detailliertere Informationen zum Umweltmanagement-system von UBS sind auf dem Internet unter www.ubs.com/umwelt verfügbar.

Corporate Responsibility bei UBS – Grundsätze und Richtlinien

Wir messen der Corporate Responsibility grosse Bedeutung bei. Dies zeigt sich auch in den verschiedenen Unternehmensdokumenten mit Grundsätzen und Richtlinien, die für alle UBS-Mitarbeiter weltweit gelten.

In unseren Leitwerten – Vision und Werte – ist festgehalten, dass wir Teil der globalen Gemeinschaft sind und unsere soziale Verantwortung wahrnehmen. UBS und ihre Mitarbeiter verhalten sich vorbildlich. Unsere Integrität ist entscheidend für den Erhalt unseres wichtigsten Werts: die gute Reputation von UBS.

Der Verhaltens- und Ethikkodex der UBS-Gruppe legt die für alle UBS-Mitarbeiter verbindlichen Grundsätze und Praktiken fest. Er fasst die allgemein gültigen Standards für Fairness, Ehrlichkeit und Integrität zusammen und bildet die Grundlage für sämtliche UBS-Policies.

Beschäftigung

UBS bietet allen Mitarbeitern gleiche Beschäftigungs- und Beförderungschancen. Niemand wird aufgrund von ethnischem Hintergrund, Geschlecht, Nationalität, Alter, körperlichen Fähigkeiten, sexueller Orientierung oder Religion diskriminiert.

«Whistleblowing Protection for Employees»

Mit dieser Policy will UBS ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, Handlungen, die gegen Gesetze, Regelungen oder Verhaltensregeln verstossen, den zuständigen Vertretern des oberen Managements zur Kenntnis zu bringen, ohne dass den Mitarbeitern daraus ein Nachteil entsteht.

Interessenkonflikte

UBS will eine faire Behandlung all ihrer Anspruchsgruppen gewährleisten, ist sich aber gleichzeitig bewusst, dass Interessenkonflikte nicht immer zu vermeiden sind. Deshalb haben wir allgemeine Grundsätze erarbeitet, die die Erkennung und den richtigen Umgang mit dieser Thematik regeln. Ergänzt wird diese Policy durch spezifische Regelungen für Situationen, in denen es zu Interessenkonflikten kommen könnte, wie Eigengeschäfte oder das Anbieten bzw. Annehmen von Geschenken. Die Investment Bank von UBS hat zudem spezielle Policies für Interessenkonflikte im Zusammenhang mit ihrer Researchtätigkeit.

Geldwäscherei und Bestechung von Amtsträgern

UBS hat sich der Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung verpflichtet. Dazu hat sie diverse Policies verfasst sowie einen effizienten Rahmen für die Risikobewirtschaftung und eine spezielle Einheit geschaffen, die UBS Group Money Laundering Prevention Unit. Die Bestechung von Amtsträgern soll durch adäquate interne Prozesse verhindert werden, die vorsehen, dass die Übertragung von Vermögenswerten an Amtsträger vorgängig bewilligt werden muss.

Mitgliedschaften und Vergabungen

Die Handhabung und einheitliche Behandlung von Mitgliedschaften und Vergabungen durch UBS und ihre Mitarbeiter weltweit ist in einer speziellen Policy geregelt. Diese hält fest, dass Vergabungen Beiträge à fonds perdu an Organisationen sind, deren Tätigkeiten (unter anderem) gemeinnützigen, karitativen und kulturellen Zwecken oder der Weiterbildung dienen.

Neue Geschäftstätigkeiten

Die Kontroll- und Überwachungsstrukturen innerhalb von UBS und ihren Geschäftsbereichen geben einen Prozess für neue Geschäftstransaktionen vor. Dieser Prozess stellt sicher, dass neue Geschäfte oder Transaktionen mit unseren Umwelt-, sozialen und ethischen Standards im Einklang stehen.

Informationssicherheit

UBS befolgt bezüglich Informations-sicherheit die höchsten Standards. Sie hält die Gesetze und regulatorischen Vorschriften in diesem Bereich ein und nimmt so ihre Pflichten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Aktionären wahr.

Umweltmanagement

UBS ist bestrebt, Umweltaspekte in alle Geschäftsaktivitäten mit einzubeziehen. Im Rahmen ihrer Umweltpolitik hat sie die in der UNEP-Bankenerklärung festgelegten Praktiken in sämtlichen Bereichen des Bankgeschäfts und bankinternen Abläufen umgesetzt.

Katastrophenhilfe

Im vergangenen Jahr wurden wir Zeuge mehrerer schwerer Naturkatastrophen, unter anderem des Tsunami Ende 2004 in Südostasien, des Wirbelsturms Katrina in den USA und des Erdbebens in Pakistan. Bei all diesen Katastrophen war unmittelbare Hilfe gefordert. In diesen und weiteren Fällen wurden UBS und ihre Mitarbeiter aktiv und unterstützten die betroffenen Gemeinschaften auf unterschiedliche Art und Weise.

Als Reaktion auf den Tsunami stellte UBS 3 Millionen US-Dollar Soforthilfe zur Verfügung und errichtete den UBS Tsunami Relief Fund, um auch langfristige Unterstützung zu leisten. UBS verdoppelte im Rahmen dieses Hilfsfonds die Spenden der Mitarbeiter.

So kamen Gelder in Höhe von über 4 Millionen Franken zusammen. Damit finanziert UBS 14 Wiederaufbauprojekte in den Katastrophengebieten. Wir sind überzeugt, dass die von uns ausgewählten Projekte das Geld wirklich dringend benötigen, und haben sorgfältig geprüft, ob die Spenden unserer Mitarbeiter effektiv den bedürftigsten Gemeinden zugute kommen. Durch die Fokussierung auf mittel- bis langfristige Hilfe haben wir sichergestellt, dass ausgewählte Projekte unsere laufenden Programme in der Region ergänzen. UBS wird diese Projekte während ihrer gesamten Dauer begleiten.

Detaillierte Informationen zum UBS Tsunami Relief Fund finden Sie auf dem Internet unter: www.ubs.com/tsunamirelief

Zusätzlich spendeten wir 2005 sowohl nach dem Wirbelsturm Katrina als auch nach dem Hochwasser in der Schweiz für den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten Hilfsgelder in Höhe von jeweils 1 Million Franken. Ferner unterstützten wir die Hilfsbemühungen nach dem Erdbeben in Pakistan, indem wir die Spenden unserer Mitarbeiter in Grossbritannien und dem asiatisch-pazifischen Raum um denselben Betrag ergänzten.

Herausforderung Klimawandel

Für UBS stellt der Klimawandel eine der bedeutsamsten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit dar. Der Klimawandel wird global weit reichende Auswirkungen auf Ökosysteme, Gesellschaften und Volkswirtschaften haben. Als Antwort auf neue Regulierungen sowie sich bietende Risiken und Chancen am Markt wird die Geschäftswelt innovative Strategien entwickeln. Wie geht UBS diese Herausforderung an?

Direkte Umweltbelastung reduzieren
Als Finanzinstitut ist unser direkter Einfluss auf den Klimawandel im Vergleich zu anderen Branchen zwar relativ gering. Ein effizientes und nachhaltiges Energiemanagement sowie die Reduktion des CO2-Ausstosses sind für UBS jedoch ein wesentlicher Bestandteil ihrer unternehmerischen Verantwortung. UBS hat beschlossen, sich in Bezug auf diesen direkten Umwelteinfluss ehrgeizige Ziele zu setzen. So entschied die Konzernleitung im Februar 2006, die konzernweiten CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, das 40% unter dem Stand von 2004 liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die interne Energieeffizienz wann immer möglich gesteigert, mehr grüne Energie gekauft und Emissionen, wie diejenigen von Flugreisen, kompensiert werden. Unsere entsprechenden Anstrengungen in der Vergangenheit haben auch schon Anerkennung gefunden. BusinessWeek zum Beispiel setzte auf ihrer in Zusammenarbeit mit «The Climate Group» erstellten «Single-Year Percentage Leaders»-Rangliste für die Reduktion der Emission von Treibhausgasen UBS 2004 auf Platz drei. UBS hat in diesem Bereich unter anderem folgende Massnahmen ergriffen:
– Das in den Londoner Gebäuden installierte "On Floor Control System" erkennt mit Hilfe von Sensoren, ob sich Personen im Raum befinden. So wird nicht mehr unnötig Energie verschwendet, und es kann bei Beleuchtung und Klimaanlagen viel Energie gespart werden.
– Um den durch Flugreisen verursachten CO2-Ausstoss zu reduzieren, hat UBS alle wichtigen Gebäude weltweit mit Installationen für Videokonferenzen ausgerüstet. Diese reichen von Videokonferenzanlagen in Sitzungszimmern bis hin zu Desktop-Systemen für individuelle Kommunikationsbedürfnisse.
– In London kauft UBS Strom ein, der von der britischen Klimaschutzsteuer («Climate Change Levy») ausgenommen ist. Dadurch ist sichergestellt, dass der Strom entweder aus erneuerbaren Energiequellen oder hochwertigen Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen stammt.
– In Zürich wurde durch die Renovation eines grossen Bürogebäudes eine Einsparung von 3,5 GWh pro Jahr erreicht, was 41% seines gesamten jährlichen Energieverbrauchs entspricht. Die Heizungs-, Klimatisierungs- sowie Beleuchtungssysteme des Gebäudes wurden vollständig erneuert und befinden sich nun auf dem neuesten Stand der Technik.

UBS unterstützt ebenfalls Klimaschutzinitiativen von Regierungen: In Japan zum Beispiel beteiligt sich UBS Tokio am «CO2 Emission Reduction Program» der Präfektur Tokio, welches sich auf Geschäftsgebäude mit hohem Energieverbrauch konzentriert. UBS Tokio führte eine Prüfung ihres Gebäudes durch und legte einen Bericht vor. In der Schweiz ist UBS Mitglied des Energie-Modells Zürich, einer 1987 von zwölf grossen Energieverbrauchern – darunter UBS – gegründeten Initiative. Ursprünglich auf die Stadt Zürich begrenzt, findet dieses Modell inzwischen schweizweit Anwendung. Unternehmen, die sich an dem Modell beteiligen, verpflichten sich freiwillig, ihre Energieeffizienz zu steigern und innovative Lösungen an das breite Publikum weiterzugeben.

Anleger und Märkte in die Pflicht nehmen
UBS ist eines der Gründungsmitglieder des «Carbon Disclosure Project», in dessen Rahmen zusammen mit anderen institutionellen Anlegern die 500 weltweit grössten börsenkotierten Unternehmen angeschrieben und Informationen über deren Treibhausgasemissionen verlangt werden. Die Unternehmen werden angehalten, die Auswirkungen klimabedingter Risiken auf ihr Geschäft aufzuzeigen und ihre entsprechenden Gegenmassnahmen zu erläutern. 2005 bezeichneten mehr als 90% der teilnehmenden Unternehmen den Klimawandel als Risiko oder Chance für ihr Geschäft. 51% gaben an, Programme zur Reduktion des CO2-Ausstosses eingeführt zu haben.

Das SRI Equity Research Team von UBS untersucht, wie sich der Klimawandel auf bestimmte Unternehmen und Branchen auswirkt. 2005 half das Team bei der Organisation einer UBS Climate Change Conference mit, an welcher die aus dem Klimawandel resultierenden Risiken für Anleger diskutiert und evaluiert wurden. Keynote Speaker war Sir David King, Chief Scientific Advisor der britischen Regierung.

UBS ist auch Mitglied der Intercontinental Exchange (ICE), eines elektronischen Handelsplatzes für Energie und Emissionszertifikate in Verbindung mit der European Climate Exchange (ECX). UBS handelt für ihre Kunden ECX Carbon Financial Instruments.

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