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Kapitalbewirtschaftung
Kapitalbewirtschaftung  UBS verfolgt eine aktive, zielgerichtete Kapitalbewirtschaftung. UBS hat die Absicht, auch in Zukunft zu den bestkapitalisierten Finanzdienstleistern der Welt mit soliden Kapitalkennzahlen und guten Ratings zu gehören (siehe Kapitel «Kapitalkraft»). Dank unserer starken Kapitalisierung können wir in das Wachstum unserer Geschäfte investieren, indem wir Akquisitionen tätigen oder organisch wachsen. Bieten sich keine Gelegenheiten, um in das Wachstum zu investieren, schütten wir Kapital an unsere Aktionäre aus und halten dabei aber gleichzeitig unsere BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) auf einem hohen Niveau. Im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung planen wir sowohl das verfügbare Kapital als auch den Eigenkapitalbedarf und prognostizieren deren künftige Entwicklung. Eigenmittel, die wir nicht für unser Wachstum oder unsere Geschäftstätigkeiten benötigen, erstatten wir durch Dividendenzahlungen und Aktienrückkaufsprogramme an unsere Aktionäre zurück. Dadurch und mit den von uns emittierten, dem Eigenkapital zurechenbaren Kapitalmarktinstrumenten können wir die Quoten für das Kernkapital (Tier 1) und das Gesamtkapital beein?ussen. Durch aktive Bewirtschaftung sind wir dadurch in der Lage, die solide Kapitalisierung sowie die Kreditratings aufrechtzuerhalten und weiterhin nachhaltigen Wert für die Aktionäre zu schaffen. Barausschüttung an die Aktionäre im Jahr 2005 Im Jahr 2005 übertrugen wir Eigenkapital in Höhe von insgesamt 6,7 Milliarden Franken an unsere Aktionäre. Dies beinhaltet eine Dividendenausschüttung von 3,1 Milliarden Franken im April 2005 sowie die im Laufe des Berichtsjahres getätigten Rückkäufe mit dem Zweck einer Kapitalherabsetzung in Höhe von 3,6 Milliarden Franken. Weitere Angaben zu unseren Dividendenzahlungen sind der Seite 101 dieses Abschnitts zu entnehmen. Anrechenbares Kapital UBS platzierte 2005 für 1,6 Milliarden Franken auf Euro lautende Vorzugsaktien (Preferred Securities) und nahm an den Kapitalmärkten für 2,6 Milliarden Franken nachrangige Schuldtitel in verschiedenen Währungen auf. Die ausstehenden anrechenbaren nachrangigen Kapitalmarktinstrumente machten am 31. Dezember 2005 7,2 Milliarden Franken des Totals der eigenen Mittel aus. Insgesamt verfügt UBS über ausstehende Preferred Securities in Höhe von 5,0 Milliarden Franken, die über Trusts oder Tochtergesellschaften begeben wurden und gemäss den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen als Tier-1-Kapital gelten. Eigenmittelunterlegung | Per | Mio. CHF, ausser Kennzahlen | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.03 | BIZ-Kernkapital (Tier 1) | 39 943 | 31 629 | 30 189 | davon hybrides Kernkapital (Tier 1) 1 | 4 975 | 2 963 | 3 224 | BIZ-Gesamtkapital (Tier 1 und 2) | 43 917 | 36 444 | 34 005 | BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) (%) | 12,9 | 11,9 | 12,0 | BIZ-Gesamtkapitalquote (%) | 14,1 | 13,8 | 13,5 | Bilanzaktiven | 252 363 | 218 476 | 212 673 | Ausserbilanz- und andere Positionen | 37 011 | 28 205 | 21 456 | Marktrisikopositionen 2 | 21 035 | 18 151 | 18 269 | Total risikogewichtete Aktiven (BIZ) | 310 409 | 264 832 | 252 398 |
Eigenkapitalanforderungen Das Eigenkapital, das die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) – unsere Aufsichtsbehörde – von uns verlangt, ergibt sich aus unseren Bilanz-, Ausserbilanz- und Marktrisikopositionen, die in Anwendung feststehender Kriterien risikogewichtet werden. Die Gegenparteienrisiken beispielsweise werden je nach Art des Instruments und der Sicherheit der Gegenpartei gewichtet. Die Risikogewichtung der Marktrisikopositionen erfolgt in der Regel auf der Grundlage des VaR (nähere Angaben hierzu sind in Anmerkung 28 im Anhang zur Konzernrechnung zu finden). Unser Eigenkapitalbedarf resultiert mehrheitlich aus Bilanzaktiven. Ausserbilanzpositionen und Marktrisikopositionen machen je weniger als 12% der risikogewichteten Aktiven und folglich des Gesamtkapitalbedarfs aus. Für die Ermittlung der Eigenmittelunterlegung gemäss BIZ werden die risikogewichteten Aktiven in Relation zum gemäss den Bestimmungen der BIZ anrechenbaren Kapital gesetzt. Die Berechnung der von UBS gemäss EBK zu erfüllenden Eigenkapitalanforderungen weicht in gewissen Punkten von der Berechnung gemäss Basler Eigenkapitalvereinbarung (BIZ-Richtlinien) ab. Die wichtigsten Unterschiede sind die folgenden: – Im Gegensatz zur BIZ, die eine Risikogewichtung von maximal 100% einsetzt, wendet die EBK für bestimmte Vermögenswerte (z.B. Immobilien, Sachanlagen, immaterielle Anlagen und nicht dem Handelsbuch zugeordnete Beteiligungstitel) Risikogewichtungen von über 100% an. – Im Gegensatz zu den BIZ-Richtlinien, die für Ausleihungen an OECD-Banken eine Risikogewichtung von 20% vorsehen, schreibt die EBK eine solche von 25% bis 75% vor (je nach Laufzeit). Als Folge der Unterschiede bei den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen fallen die risikogewichteten Aktiven von UBS höher und ihre Quoten für das Gesamtkapital sowie das Kernkapital (Tier 1) im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiven tiefer aus, wenn die Berechnung gemäss den Vorschriften der EBK anstatt der BIZ-Richtlinien erfolgt. Per 31. Dezember 2005 beliefen sich die risikogewichteten Aktiven auf 310,4 Milliarden Franken, gegenüber 264,8 Milliarden Franken im Vorjahr. Diese Zunahme von 17% beruht in erster Linie auf dem Anstieg unseres Kreditportfolios – namentlich bei der Investment Bank – sowie dem Wachstum des Hypothekargeschäfts. Kapitalkennzahlen Die von UBS ausgewiesenen Kennzahlen zur Eigenmittelunterlegung stellen die anrechenbaren eigenen Mittel (Tier 1 und Gesamtkapital) den gesamten risikogewichteten Aktiven von UBS gegenüber. Das Gesamtkapital und das Kernkapital (Tier 1) von UBS überstiegen die von der BIZ und der EBK festgelegten Minimalanforderungen schon immer deutlich. Das BIZ-Kernkapital (Tier 1) erhöhte sich von 31,6 Milliarden Franken am 31. Dezember 2004 auf 39,9 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005, was den bedeutenden Gewinn aus der Veräusserung von Private Banks & GAM sowie ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis im Berichtsjahr widerspiegelt. Dementsprechend stieg die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) um 1 Prozentpunkt von 11,9% auf 12,9% per Ende 2005.
| Kapitalkraft | UBS gehört zu den kapitalkräftigsten Banken der Welt. Wir sind überzeugt, dass dies in den Augen unserer Kunden und Aktionäre ein wesentliches Differenzierungsmerkmal darstellt.
Im Dezember 2005 bestätigte Moody’s das langfristige Rating von Aa2, das kurzfristige von Prime-1 sowie das Rating B+ für die Finanzkraft von UBS. Die Agentur kommentierte diesen Entscheid damit, dass «die Ratings von UBS nach wie vor deren starke Kundenfranchise reflektieren. UBS ist in einem Grossteil ihrer Kerngeschäfte führend positioniert, generiert dank ihrer Diversifizierung über Produkte und Regionen hinweg ungeachtet der Konjunkturlage stabile Erträge und verfügt über gute Wachstumsaussichten in den meisten ihrer Geschäftsfelder sowie über eine solide wirtschaftliche Position und Kapitalbasis.»
Im Februar 2006 bestätigte Standard & Poor’s ihr Rating AA+ für die langfristigen sowie ihr Rating A-1+ für die kurzfristigen Verbindlichkeiten von UBS. Kommentar: «In dieser Bestätigung kommt zum Ausdruck, dass UBS ihre ausgezeichnete und diversifizierte Marktstellung erfolgreich nutzt, um eine hohe Rentabilität zu erzielen, und eine solide Kapitalisierung sowie hohe Liquidität aufweist. UBS verfügt in ihren ausgewählten Märkten über eine führende Position. Zu ihren Hauptstärken zählen die hohen Cashflows und Renditen sowie der geringe Eigenmittelbedarf ihres Asset-Gathering-Geschäfts.»
Im Dezember 2005 bestätigte die Ratingagentur Fitch Ratings die Bewertungen AA+ / F1+ / A/B: «Die Ratings von UBS reflektieren deren herausragende Stellung im Private Banking und im Wealth Management, ihre diversifizierte Ertragsstruktur, ihre konstant hohe Rentabilität, eine vorsichtige Risikopolitik und ihre solide Kapitalisierung.»
Mit diesen Ratings nimmt UBS erneut eine Spitzenposition unter den führenden, global tätigen Finanzinstituten ein. Dank ihrer Kapitalkraft, den starken und ausgewogenen Ertragsströmen sowie ihrem umsichtigen Risikomanagement gehört sie zu den weltweit solidesten Finanzunternehmen.
Die langfristigen Kreditratings von UBS sind der unten stehenden Tabelle zu entnehmen. Jedes einzelne Rating gibt nur die Sicht der betreffenden Ratingagentur zum Zeitpunkt der Bewertung wieder. Erklärungen zur Bedeutung eines Ratings sind ausschliesslich bei der entsprechenden Agentur einzuholen. Ein Wertpapierrating stellt keine Empfehlung dar, ein Wertpapier zu kaufen, zu verkaufen oder zu halten. Generell sollte eine Einstufung unabhängig von anderen Ratings erfolgen. Kreditratings können jederzeit durch die Ratingagentur abgeändert, vorübergehend ausgesetzt oder vollständig zurückgezogen werden, falls es die Umstände nach Meinung der Agentur erfordern.
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| Langfristige Kreditratings | | Per | | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.03 | Fitch, London | AA+ | AA+ | AAA | Moody’s, New York | Aa2 | Aa2 | Aa2 | Standard & Poor’s, New York | AA+ | AA+ | AA+ |
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