Gefährdete Kredite, Wertberichtigungen und Rückstellungen
Wie aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich, gingen die Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken per 31. Dezember 2005 um 36,5% auf 1776 Millionen Franken zurück. Am 31. Dezember 2004 hatten sie 2797 Millionen Franken betragen. Weitere Angaben zur Entwicklung der Wertberichtigungen und Rückstellungen im Berichtsjahr sind in Anmerkung 9b im Anhang zur Konzernrechnung zu finden. Gemäss IAS 39 beurteilten wir Gruppen von Forderungen, die ähnliche Kreditrisikomerkmale aufweisen, im Hinblick auf eine Wertminderung auf Portfoliobasis. Am 31. Dezember 2005 beliefen sich die Wertberichtigungen und Rückstellungen für Wertminderungen auf Portfoliobasis auf 86 Millionen Franken, wovon 48 Millionen Franken auf Wertberichtigungen und Rückstellungen für Länderrisiken entfielen. Die gesamten Wertberichtigungen und Rückstellungen für Engagements in den Schwellenländern betrugen am 31. Dezember 2005 65 Millionen Franken, gegenüber 183 Millionen Franken am 31. Dezember 2004.
Die gefährdeten Kredite nahmen von 4699 Millionen Franken am 31. Dezember 2004 auf 3434 Millionen Franken am 31. Dezember 2005 ab. Über denselben Zeitraum verringerten sich auch die notleidenden Kredite – von 3555 Millionen Franken am 31. Dezember 2004 auf 2363 Millionen Franken am 31. Dezember 2005.
Der Anteil der gefährdeten Kredite an den gesamten Ausleihungen hat sich über die vergangenen Jahre von 2,8% am 31. Dezember 2003 und 1,7% am 31. Dezember 2004 auf 1,1% am 31. Dezember 2005 kontinuierlich verbessert. Gleichzeitig sank auch der Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Ausleihungen von 1,9% am 31. Dezember 2003 und 1,3% am 31. Dezember 2004 auf 0,8% am 31. Dezember 2005. Dieser anhaltend positive Trend zeugt zum einen von unserer bankweit strikt und erfolgreich umgesetzten Risikobewirtschaftung und -kontrolle. Entsprechend fiel 2005 die Anzahl neu gefährdeter und notleidender Kredite relativ niedrig aus. Gleichzeitig ist dies das Resultat unserer Anstrengungen, die bestehenden notleidenden Kredite mittels konstruktiver Lösungen zu reduzieren.
In der Schweiz werden Kredite in der Regel erst nach Abschluss eines Konkursverfahrens, nach dem Verkauf der zugrunde liegenden Vermögenswerte oder nach einem formellen Forderungsverzicht zulasten bestehender Rückstellungen abgeschrieben. Im Gegensatz dazu werden in den USA notleidende Kredite generell viel früher ganz oder teilweise ausgebucht, wodurch der Bestand an solchen Krediten und entsprechenden Rückstellungen geringer ist. Eine Folge der Schweizer Abschreibungspraxis ist, dass Wiedereingänge von Beträgen, die in früheren Rechnungslegungsperioden abgeschrieben wurden, im Allgemeinen niedrig ausfallen und dass die ausstehenden gefährdeten und notleidenden Kredite einen höheren Anteil der Bruttoausleihungen ausmachen als bei unserer US-Konkurrenz.
Wie auf Seite 70 erläutert, durchlaufen alle gefährdeten Forderungen, unabhängig von deren buchhalterischer Behandlung, die gleichen Sanierungs- und Wiedereinbringungsverfahren. Die oben stehende Tabelle zeigt unser Portfolio gefährdeter Forderungen, das notleidende Kredite, notleidende Ausserbilanzforderungen sowie ausgefallene Derivatkontrakte per 31. Dezember 2005 nach geografischer Region und Alter umfasst. 2,2 Milliarden Franken oder 59% des Gesamtportfolios von 3,7 Milliarden Franken entfallen auf Forderungen, die seit mehr als drei Jahren ausstehend sind, was das günstige Umfeld an den globalen Kreditmärkten während den vergangenen Jahren veranschaulicht. Unter Berücksichtigung von spezifischen Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen und Bewertungsreserven von 1,8 Milliarden Franken zuzüglich der geschätzten Erlöse aus der Verwertung von Sicherheiten (vorwiegend Schweizer Immobilien) im Umfang von 1,4 Milliarden Franken beliefen sich die gefährdeten Forderungen per Ende 2005 auf netto 0,5 Milliarden Franken.