Erfüllungsrisiko («Settlement Risk»)
Ein Erfüllungsrisiko entsteht, wenn Transaktionen mit gegenseitigen Zahlungs- oder Lieferverpflichtungen bei Verfall nicht Zug um Zug abgewickelt werden können. Der grösste Teil unseres Erfüllungsrisikos entsteht durch Devisentransaktionen. Durch unsere Mitgliedschaft beim «Continuous Linked Settlement» (CLS), einer Clearingstelle, die eine Abwicklung von Devisengeschäften «Lieferung gegen Zahlung» ermöglicht, haben wir unser Erfüllungsrisiko im Zusammenhang mit Devisentransaktionen im Verhältnis zu unserem Geschäftsvolumen markant gesenkt. 2005 hat das Volumen der über CLS abgewickelten Transaktionen in absoluten Zahlen weiter zugenommen und erreichte im 4. Quartal 2005 59% des gesamten Bruttovolumens (gegenüber 57% im 4. Quartal 2004). 76% des CLS-Volumens entfielen auf Transaktionen mit anderen CLS-Mitgliedern, der verbleibende Teil auf so genannte Drittmitglieder, die ihre entsprechenden Transaktionen über CLS-Mitglieder abwickeln. Die Zahl der CLS-Mitglieder blieb relativ stabil, während sich jene der Drittmitglieder, mit denen wir Transaktionen durchführten, 2005 erneut fast verdoppelte. Das Marktwachstum war insgesamt ebenfalls beachtlich. Dank CLS konnten wir unsere eigenen Volumina aber erhöhen, ohne dass das Erfüllungsrisiko in gleichem Umfang zunahm.
Nicht eliminieren lässt sich mit CLS allerdings das Kreditrisiko von Devisentransaktionen, das durch Wechselkursschwankungen vor der Erfüllung entsteht. Dieses Risiko messen und überwachen wir als Teil des Kreditrisikos aus Handelsprodukten wie auf Seite 62, Abschnitt «Kontrolle des Kreditrisikos» beschrieben.