UBS AG
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Analysten & AktionäreGeschäftsberichte 2005
Geschäftsberichte 2005  
Jahresbericht Finanzbericht Handbuch
     
Einleitung
Präsentation der Finanzinformationen
Kennzahlen zur Leistungs- messung des Konzerns
Finanzdienstleistungs-geschäft
Industriebeteiligungen
Bilanz und Mittelflussrechnung
Standards und Grundsätze der Rechnungslegung
Konzernrechnung
Anmerkungen zur Konzernrechnung
UBS AG Stammhaus
Zusätzliche Offenlegung nach Richtlinien der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC
 

Anmerkung 38 Aufgegebene Geschäftsbereiche
Anmerkung 38 Aufgegebene Geschäftsbereiche

Private Banks & GAM

Am 2. Dezember 2005 veräusserte UBS ihre Einheit Private Banks & GAM an Julius Bär. Der Verkaufspreis von insgesamt 5 683 Millionen Franken setzt sich aus einer Barkomponente von 3 375 Millionen Franken, hybriden Tier-1-Anlagen von 225 Millionen Franken sowie einer 21,5%-Beteiligung an der erweiterten Julius Bär im Wert von 2 083 Millionen Franken zusammen. Im Rahmen der Verkaufsvereinbarung behielt UBS einen Cash-Betrag von 200 Millionen Franken ein. Der Gewinn nach Steuern aus dem Verkauf der Einheit beläuft sich auf 3 705 Millionen Franken.

UBS stimmte im Rahmen der Verkaufsvereinbarung überdies zu, 19,9% ihres Anteils während mindestens 18 Monaten und die verbleibenden 1,6% während mindestens drei Monaten zu halten. Der Wert der Julius-Bär-Beteiligung basiert auf einem Kurs der Aktie von 86.20 Franken zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Dies entspricht einem Abschlag von 8,4% zum Marktkurs, mit dem der 18-monatigen Haltefrist Rechnung getragen wird, welcher der 19,9%-Anteil unterliegt. Kurz nach dem Vertragsabschluss reduzierte UBS ihre Beteiligung von 21,5% auf rund 20,7%, um Call-Optionen zu begleichen, die auf den Aktien der ehemaligen Holdinggesellschaft der Einheit Private Banks & GAM ausstehend waren.

UBS erklärte sich einverstanden, weder im Verwaltungsrat der neuen Julius Bär Einsitz zu nehmen noch in irgendeiner Art die Strategie oder operative Geschäftstätigkeit der Bank zu kontrollieren oder zu beeinflussen. Sie verzichtet während drei Jahren darauf, ihre Stimmrechtsaktien eintragen zu lassen, vorausgesetzt, es tritt kein spezifisch definiertes Ereignis ein, das die Position von UBS als Investor von Julius Bär wesentlich schwächen oder auf sonstige Art beeinträchtigen könnte. Tritt ein solches Ereignis ein, hat UBS die Möglichkeit, ihre Stimmrechtsaktien registrieren zu lassen und damit ihre Stimmrechte an der Aktionärsversammlung auszuüben. Da die Aktien derzeit nicht mit Stimmrechten im Aktienregister von Julius Bär eingetragen sind, hat UBS ihre Beteiligung als zur Veräusserung verfügbare Finanzanlage eingestuft.

In der vorliegenden Konzernrechnung wird die Einheit Private Banks & GAM als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Einheit umfasste die drei Privatbanken Banco di Lugano, Ehinger & Armand von Ernst und Ferrier Lullin sowie die auf das Asset Management spezialisierte GAM und wurde in einem separaten Geschäftssegment aufgeführt.

Industriebeteiligungen

2005 verkaufte UBS vier ihrer konsolidierten Private-Equity-Anlagen für einen Gesamtpreis von 179 Millionen Franken in bar. 2004 veräusserte UBS fünf ihrer konsolidierten Private-Equity-Anlagen für einen Gesamtpreis von 141 Millionen Franken in bar. In 2003 fand der Verkauf einer konsolidierten Private-Equity-Anlage für einen Gesamtpreis von 456 Millionen Franken in bar statt. All diese Private-Equity-Anlagen wurden im Segment Industriebeteiligungen geführt und im Einklang mit der Strategie von UBS, Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Private-Equity-Geschäft zu nutzen, veräussert. In der vorliegenden Konzernrechnung werden diese Anlagen als aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesen.

Mio. CHF

Für das Geschäftsjahr endend am 31.12.05

Private Banks & GAM

Industrie-
beteiligungen

Geschäftsertrag

1 102

975

Geschäftsaufwand

633

967

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

469

8

Vorsteuergewinn aus dem Verkauf

4 095

116

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

4 564

124

Steueraufwand für Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

99

9

Steueraufwand für Gewinn aus dem Verkauf

390

0

Steueraufwand aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

489

9

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

4 075

115

Netto-Cashflows aus:

Operative Tätigkeit

(143)

41

Investitionstätigkeit

(22)

(14)

Finanzierungstätigkeit

0

1

Mio. CHF

Für das Geschäftsjahr endend am 31.12.04

Private Banks & GAM

Industrie-
beteiligungen

Geschäftsertrag

1 086

1 890

Geschäftsaufwand

690

1 818

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

396

72

Vorsteuergewinn aus dem Verkauf

0

68

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

396

140

Steueraufwand für Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

97

32

Steueraufwand für Gewinn aus dem Verkauf

0

0

Steueraufwand aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

97

32

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

299

108

Netto-Cashflows aus:

Operative Tätigkeit

(725)

5

Investitionstätigkeit

30

(34)

Finanzierungstätigkeit

3

44

Mio. CHF

Für das Geschäftsjahr endend am 31.12.03

Private Banks & GAM

Industrie-
beteiligungen

Geschäftsertrag

882

2 136

Geschäftsaufwand

662

2 071

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

220

65

Vorsteuergewinn aus dem Verkauf

0

194

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

220

259

Steueraufwand für Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

52

27

Steueraufwand für Gewinn aus dem Verkauf

0

0

Steueraufwand aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

52

27

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

168

232

Netto-Cashflows aus:

Operative Tätigkeit

2 348

103

Investitionstätigkeit

135

(118)

Finanzierungstätigkeit

(1)

(3)

Motor-Columbus

Am 30. September 2005 gab UBS die Unterzeichnung von Verträgen zum Verkauf ihrer 55,6%-Beteiligung an Motor-Columbus an ein Konsortium schweizerischer Atel-Minderheitsaktionäre, die EOS Holding und die Atel sowie an die französische Elektrizitätsgesellschaft Electricité de France bekannt. Der auf 1,3 Milliarden Franken festgelegte Verkaufspreis bringt UBS einen geschätzten Vorsteuergewinn von rund 350 Millionen Franken ein. Die Transaktion ist von diversen in- und ausländischen Behörden zu genehmigen.

Motor-Columbus wird weiter als fortzuführende Geschäftseinheit ausgewiesen, bis die genannten Verkaufsbedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. Nach diesem Zeitpunkt wird Motor-Columbus in der Konzernrechnung als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

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