|
|
|
UBS Homepage >
Aktionäre & Analysten >
Geschäftsberichte 2005 >
Finanzbericht >
Bilanz und Ausserbilanzgeschäfte
Bilanz und Ausserbilanzgeschäfte  Die Aktiven von UBS beliefen sich am 31. Dezember 2005 auf 2060,3 Milliarden Franken, verglichen mit 1737,1 Milliarden Franken am 31. Dezember 2004. Für diese Zunahme waren hauptsächlich Währungsschwankungen gegenüber dem Schweizer Franken und insbesondere die Wertzunahme des US-Dollars um 15% verantwortlich. Ebenfalls einen Einfluss hatte der Anstieg der Barhinterlagen für geborgte Wertschriften (plus 127 Milliarden Franken), der Handelsbestände (plus 105 Milliarden Franken), der positiven Wiederbeschaffungswerte (plus 49 Milliarden Franken) und der Kundenausleihungen (plus 38 Milliarden Franken). Die Passiven nahmen ebenfalls zu, dies infolge höherer Bestände bei den Verbindlichkeiten (plus 174 Milliarden Franken), den Verpflichtungen aus hinterlegten Vermögenswerten (plus 72 Milliarden Franken) und den negativen Wiederbeschaffungswerten (plus 34 Milliarden Franken).
Forderungen und Verpflichtungen
Forderungen Die Barmittel beliefen sich am 31. Dezember 2005 auf 5,4 Milliarden Franken und gingen damit gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Milliarden Franken zurück. Die Abnahme ist primär gesunkenen Sichtguthaben bei Zentralbanken zuzuschreiben. Die Forderungen gegenüber Banken sanken hauptsächlich aufgrund des Verkaufs von Private Banks & GAM um 1,8 Milliarden Franken auf 33,6 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005. Diese Verminderung wurde durch höhere Kontokorrentbestände von Global Wealth Management & Business Banking bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen. Die Kundenausleihungen beliefen sich am 31. Dezember 2005 auf 270 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Zuwachs um 37,8 Milliarden Franken dar. Dafür verantwortlich waren das höhere Hypothekarvolumen in der Schweiz und die – vornehmlich in den internationalen Wealth-Management-Einheiten – gestiegenen besicherten Ausleihungen. Überdies nahmen die besicherten Ausleihungen der Investment Bank an US-amerikanische Hypothekarinstitute sowie das Kreditvolumen im internationalen Syndicated-Finance-, Prime-Brokerage- und Aktienderivatgeschäft zu. Verpflichtungen Die Verpflichtungen gegenüber Banken stiegen infolge höherer Kontokorrentbestände um 4,3 Milliarden Franken. Dafür waren auch beträchtliche Schwankungen des Cash and Collateral Trading der Investment Bank verantwortlich, die indes durch den geringeren Anteil an Refinanzierungen über die europäischen Zentralbanken ausgeglichen wurden. Die ausgegebenen Schuldtitel (einschliesslich finanzieller Verpflichtungen zum Fair Value) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 94,5 Milliarden Franken auf 278,1 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005 zu. Bei der Emission von Geldmarktpapieren wurde ein Plus von 23,3 Milliarden Franken verzeichnet, das in erster Linie auf höhere Volumen und Wechselkursschwankungen zurückzuführen war. Die langfristigen Verbindlichkeiten (einschliesslich finanzieller Verpflichtungen zum Fair Value) erhöhten sich um 71,2 Milliarden Franken auf 175,4 Milliarden Franken. Aktiengebundene Notes – eine von UBS ausgegebene Art hybrider Finanzinstrumente – im Betrag von rund 39 Milliarden Franken mussten in der Bilanz von den negativen Wiederbeschaffungswerten in die finanziellen Verpflichtungen zum Fair Value umklassiert werden. Im selben Zeitraum verstärkten sich auch die Währungs- und Fair-Value-Schwankungen sowie die Verbriefungsaktivitäten. Wir sind der Überzeugung, dass die Fälligkeitsstruktur der langfristigen Verbindlichkeiten gut auf die Fälligkeitsstruktur der Forderungen abgestimmt ist. Weitere Informationen sind in Anmerkung 18 im Anhang zur Konzernrechnung zu finden. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden nahmen um 75,5 Milliarden Franken zu. Zurückzuführen war dies in erster Linie auf die steigenden Einlagen unserer Privatkunden im Wealth-Management- und Retailgeschäft sowie auf das Wachstum unseres Prime Brokerage.
Repo- sowie Securities-Borrowing-/-Lending-Geschäfte
2005 erhöhten sich die Barhinterlagen für geborgte Wertschriften und Reverse-Repurchase-Geschäfte um 127 Milliarden Franken oder 22% auf 705 Milliarden Franken, während die Summe der ausgeliehenen Wertschriften und der Repurchase-Transaktionen um 72 Milliarden Franken oder 15% auf 556 Milliarden Franken zunahm. Dieser Zuwachs ist in erster Linie den Securities-Borrowing- und den Eigenkapitalfinanzierungsaktivitäten der Investment Bank zuzuschreiben. Das so genannte Matched Book (ein Repo-Portfolio aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit gleichen Laufzeiten und gleichem Wert, deren Risiken sich somit grundsätzlich gegenseitig aufheben) hat sich infolge der Nutzung zusätzlicher Netting-Möglichkeiten verkleinert.
Handelsbestände
Die Handelsbestände erhöhten sich um 105 Milliarden Franken von 549 Milliarden Franken am 31. Dezember 2004 auf 654 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005. Der Bestand an Geldmarktpapieren unserer Einheit Fixed Income, Rates and Currencies stieg um 13 Milliarden Franken. Als die Spreads an Attraktivität gewannen, wurden die Nettoaktiven im Cash and Collateral Trading für die Bank erhöht und an Zentralbanken verpfändet. Bei den Schuldinstrumenten wurde ebenfalls eine Nettozunahme (plus 33 Milliarden Franken) verzeichnet. Dies ist primär unseren im Principal-Finance-Geschäft tätigen Sparten Credit Arbitrage und Credit Fixed Income zuzuschreiben, die vor allem aufgrund unserer stärkeren lokalen Präsenz in den Emerging Markets wuchsen. Die Eigenkapitalinstrumente verzeichneten ein Plus von 38 Milliarden Franken. Zu verdanken war dies in erster Linie dem Derivatgeschäft. Die handelbaren Kredite legten vornehmlich im Verbriefungsgeschäft um 20 Milliarden Franken zu. Im gleichen Zeitraum nahmen die Short-Positionen um 18 Milliarden Franken auf 189 Milliarden Franken zu.
Wiederbeschaffungswerte
Im Berichtsjahr stiegen die positiven Wiederbeschaffungswerte um 49 Milliarden Franken auf 334 Milliarden Franken. Gleichzeitig erhöhten sich die negativen Wiederbeschaffungswerte um 34 Milliarden Franken auf 338 Milliarden Franken. Für diese Entwicklung waren vor allem drei Faktoren ausschlaggebend: Veränderungen der Zinssätze (vor allem im ersten Halbjahr 2005), Wechselkursschwankungen wichtiger Währungen und höhere Handelsvolumen.
Übrige Aktiven/Passiven
Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften stiegen um 11% auf 3,0 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005. Diese Zunahme geht auf Private-Equity-Beteiligungen und das Immobiliengeschäft sowie Investitionen durch Motor-Columbus zurück. Die Liegenschaften und übrigen Sachanlagen nahmen hauptsächlich infolge von Veräusserungen und Abschreibungen um 1% auf 9,4 Milliarden Franken ab. Goodwill und andere immaterielle Anlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 13,5 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005. Dafür verantwortlich waren vorwiegend Wechselkursschwankungen, doch kommt darin auch der Erwerb verschiedener Geschäfte während des Berichtsjahres zum Ausdruck.
Eigenkapital
Das den UBS-Aktionären zurechenbare Eigenkapital nahm gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Milliarden Franken auf 44,3 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005 zu. Dieser Zuwachs ist auf das den UBS-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis von 14,0 Milliarden Franken, in dem der Gewinn aus dem Verkauf von Private Banks & GAM enthalten ist, und auf die Wertzunahme des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen, wurde indes durch Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe geschmälert. Das den Minderheitsanteilen zurechenbare Eigenkapital stieg um 40% von 5,4 Milliarden Franken 2004 auf 7,6 Milliarden Franken am 31. Dezember 2005, was in erster Linie der Neuemission von Preferred Securities zuzuschreiben war. Vertragliche Verpflichtungen Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die vertraglichen Verpflichtungen am 31. Dezember 2005. Sämtliche Verträge mit Ausnahme der Abnahmeverpflichtungen (Verträge, in denen wir uns zum Kauf einer bestimmten Menge Güter und Dienstleistungen verpflichtet haben) sind entweder in der Bilanz als Verbindlichkeiten erfasst oder – wenn es sich um Operating-Leasing-Verträge handelt – in Anmerkung 25 im Anhang zur Konzernrechnung aufgeführt. Folgende in der Bilanz erfassten Verbindlichkeiten sind in der Tabelle nicht enthalten, da wir diese Verpflichtungen nicht als vertraglich betrachten: Rückstellungen, laufende und latente Steuerverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungsplänen, Abwicklungs- und Clearingkonten sowie Verpflichtungen gegenüber Banken und Kunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern während der obligatorischen Kündigungsfrist haben wir von den Kaufverpflichtungen ausgeschlossen, da die Bank den Mitarbeitern während dieser Zeit das vertraglich vereinbarte Salär zahlen muss. | Vertragliche Verpflichtungen | | | | | | Zahlungsfälligkeiten nach Dauer | Mio. CHF | Weniger als 1 Jahr | 1–3 Jahre | 3–5 Jahre | Mehr als 5 Jahre | Langfristige Verbindlichkeiten | 53 720 | 25 071 | 29 512 | 59 469 | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 135 | 317 | 275 | | Verpflichtungen aus Operating Leasing | 963 | 1 752 | 1 455 | 3 973 | Abnahmeverpflichtungen | 20 082 | 11 183 | 2 545 | 8 251 | Andere langfristige Verpflichtungen | 222 | 1 039 | | | Total | 75 122 | 39 362 | 33 787 | 71 693 |
Ausserbilanzgeschäfte Im Rahmen des normalen Geschäftsgangs schliesst UBS Vereinbarungen ab, die sich nach IFRS weder in der Bilanz niederschlagen noch auf die Erfolgsrechnung auswirken. Diese Vereinbarungen werden ausserhalb der Bilanz geführt, solange UBS keine Verpflichtung oder ein Anspruch auf einen spezifischen Vermögenswert daraus entsteht. Sobald eine Verpflichtung besteht, wird diese in der Bilanz erfasst und der daraus resultierende Verlust in der Erfolgsrechnung verbucht. Der in der Bilanz erfasste Betrag entspricht indes oftmals nicht dem gesamten möglichen Verlust, der aus solchen Vereinbarungen entstehen kann. Die nachfolgend aufgeführten Vereinbarungen entsprechen grösstenteils entweder einem Kundenbedürfnis oder bieten Anlagemöglichkeiten über Unternehmen, die nicht von UBS kontrolliert werden. Die Bedeutung solcher Vereinbarungen im Hinblick auf Liquidität, Kapitalressourcen oder Markt- und Kreditrisikosicherheiten der Bank ist äusserst gering. Für UBS stellen solche Vereinbarungen weder eine wichtige Ertragsquelle dar noch entstanden ihr daraus nennenswerte Kosten, was auch in Zukunft nicht der Fall sein dürfte. Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen über drei ausgewählte Bereiche von Ausserbilanzgeschäften per 31. Dezember 2005 sowie über daraus möglicherweise resultierende Verbindlichkeiten.
Garantien
Im Rahmen unserer normalen Geschäftstätigkeit geben wir verschiedene Arten von Garantien für unsere Kunden aus. Bei diesen Garantien handelt es sich um Ausserbilanzgeschäfte, ausser wenn eine Rückstellung zur Deckung möglicher Verluste notwendig ist. Die aus den Garantien erwachsenden Eventualverpflichtungen werden in Anmerkung 24 im Anhang zur Konzernrechnung offen gelegt. 2005 lagen die Eventualverpflichtungen aus Garantien leicht über dem Wert des Vorjahres. Die Gebührenerträge, die wir mit der Begebung von Garantien erwirtschaften, bilden keinen wesentlichen Bestandteil des Gesamtertrags. Die aus Garantien entstandenen Verluste und Einkünfte aus erhaltenen Provisionen waren in den letzten drei Jahren unbedeutend.
Einbehaltene Anteile
UBS bietet Hand bei der Gründung von Special Purpose Entities (SPEs). Diese Gesellschaften erleichtern die Verbriefung erworbener Wohnbau- und Geschäftshypotheken und ähnlicher Verpflichtungen. Überdies verbriefen wir finanzielle Verbindlichkeiten von Kunden im Rahmen von Transaktionen über SPEs, die Collateralized Debt Obligations emittieren. Bei einer typischen Verbriefungstransaktion dieser Art übertragen wir gegen materielle Eigentumsrechte in Form von Wertschriften Vermögenswerte an einen Trust oder ein Unternehmen. Die Eigentumsrechte werden in der Regel kurz nach der Verbriefung an Drittparteien veräussert. Wir bieten diesen SPEs keine Garantien oder sonstigen Kreditsicherheiten. Sobald das Risiko oder der Ertrag solcher Vermögenswerte auf eine Drittpartei übergeht, werden sie nicht mehr in unserer konsolidierten Jahresrechnung ausgewiesen. Weitere Angaben zu den Verbriefungsaktivitäten von UBS finden sich in Anmerkung 33 im Anhang zur Konzernrechnung.
Im den UBS-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital verbuchte derivative Instrumente
Wir verfügen über keine Derivatkontrakte in Verbindung mit eigenen Aktien, die als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesen werden. Mit Ausnahme physisch erfüllter geschriebener Put-Optionen (siehe Anmerkung 1 im Anhang zur Konzernrechnung) werden an die UBS-Aktie gebundene Derivatkontrakte als derivative Instrumente verbucht und in der Bilanz zum Fair Value unter Positive bzw. Negative Wiederbeschaffungswerte erfasst.
|
|
|
 |