UBS AG
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Geschäftsberichte 2005  
Jahresbericht Finanzbericht Handbuch
     
Einleitung
Präsentation der Finanzinformationen
Kennzahlen zur Leistungs- messung des Konzerns
Finanzdienstleistungs-geschäft
Industriebeteiligungen
Bilanz und Mittelflussrechnung
Standards und Grundsätze der Rechnungslegung
Konzernrechnung
Anmerkungen zur Konzernrechnung
UBS AG Stammhaus
Zusätzliche Offenlegung nach Richtlinien der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC
 

Ergebnisse
Ergebnisse

Erfolgsrechnung 1

Für das Geschäftsjahr endend am

Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

31.12.05

31.12.04

31.12.03

Fortzuführende Geschäftsbereiche

Zinsertrag

59 286

39 228

40 045

Zinsaufwand

(49 758)

(27 484)

(27 784)

Erfolg Zinsengeschäft

9 528

11 744

12 261

Wertberichtigungen für Kreditrisiken

375

241

(102)

Zinserfolg nach Wertberichtigungen für Kreditrisiken

9 903

11 985

12 159

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

21 436

18 506

16 673

Erfolg Handelsgeschäft

7 996

4 902

3 670

Übriger Erfolg

561

578

455

Total Geschäftsertrag

39 896

35 971

32 957

Barkomponenten

18 275

16 310

15 892

Aktienkomponenten 2

1 628

1 396

1 464

Total Personalaufwand

19 903

17 706

17 356

Sachaufwand

6 448

6 387

5 882

Dienstleistungen von / an andere(n) Geschäftseinheiten

(14)

(20)

(23)

Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen

1 240

1 262

1 320

Abschreibungen auf Goodwill

0

646

677

Abschreibungen auf anderen immateriellen Anlagen

127

168

185

Total Geschäftsaufwand

27 704

26 149

25 397

Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, vor Steuern

12 192

9 822

7 560

Steuern

2 296

2 104

1 409

Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen

9 896

7 718

6 151

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, vor Steuern

4 564

396 3

220 3

Steuern

489

97

52

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

4 075

299

168

Ergebnis

13 971

8 017

6 319

Den Minderheitsanteilen zurechenbares Ergebnis

454

361

360

aus fortzuführenden Geschäftsbereichen

454

361

360

aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

0

0

0

Den UBS-Aktionären zurechenbares Ergebnis

13 517

7 656

5 959

aus fortzuführenden Geschäftsbereichen

9 442

7 357

5 791

aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

4 075

299

168

Zusätzliche Informationen

Per

31.12.05

31.12.04

31.12.03

Personalbestand (auf Vollzeitbasis)

69 569

67 407

65 879

1 Ohne Erfolg aus Industriebeteiligungen. 2 Einschliesslich der entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge und Aufwand aus Zuteilungen von Nicht-UBS-Aktien und anderen Anlagen. 3 Einschliesslich Goodwill-Abschreibungen von 68 Mio. CHF für das Geschäftsjahr endend am 31. Dezember 2004 und 79 Mio. CHF für das Geschäftsjahr endend am 31. Dezember 2003.

2005

2005 erzielten wir das beste Ergebnis unserer Geschichte. Alle Einheiten des Finanzdienstleistungsgeschäfts wiesen ein höheres Ergebnis aus als im Vorjahr. Das den UBS-Aktionären zurechenbare Ergebnis belief sich 2005 auf 13 517 Millionen Franken. Davon stammten 4075 Millionen Franken aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen, zu denen die Einheit Private Banks & GAM zählte. Das Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit betrug 9442 Millionen Franken. Es wurden keine Goodwill-Abschreibungen verbucht. Gegenüber den 7357 Millionen Franken nach Goodwill (vor Goodwill: 8003 Millionen Franken) von 2004 entspricht dies einem Wachstum von 28% (18% vor Goodwill). Diese Steigerung war den Erträgen zu verdanken, die in nahezu allen Geschäftsfeldern zunahmen und deutlich rascher wuchsen als die Kosten. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich, was an den höheren Marktbewertungen und den kräftigen Neugeldzuflüssen in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft lag. Einen markanten Zuwachs verzeichneten auch die Erträge aus dem Emissions- und Corporate-Finance-Geschäft sowie die Courtagen. Vom gesamten Geschäftsertrag entfallen somit 54% auf den Ertrag aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft. Der Erfolg aus Handelstätigkeit erreichte dank vermehrter Marktchancen vor allem in der zweiten Hälfte 2005 ebenfalls einen Rekordstand. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg, was das Wachstum des Kreditgeschäfts mit wohlhabenden Privatkunden weltweit widerspiegelt. Überdies fiel die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken so hoch aus wie nie zuvor. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 12%. Die leistungsabhängigen Vergütungen stiegen infolge des guten Geschäftsgangs, und der Personalbestand nahm zu (im gesamten Finanzdienstleistungsgeschäft stieg der Personalbestand 2005 gleichmässig über alle Einheiten hinweg um 3%). Die Zahlungen für Boni und andere leistungsabhängige Vergütungen machten 2005 50% des Personalaufwands aus, während es 2004 noch 49% gewesen waren. Im Jahr 2005 fiel die durchschnittliche leistungsabhängige Vergütung pro Mitarbeiter um 10% höher aus als 2004. Trotz anhaltender Investitionen in den Ausbau unseres Geschäfts und gleichzeitiger Verbesserung unserer Kundendienstleistungen blieben die Kosten dank der Effizienzsteigerung interner Prozesse unter Kontrolle. Der Sachaufwand war lediglich 1% höher als im Vorjahr. Das erfreuliche Ertragswachstum beeinflusste das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (70,1%) im Berichtsjahr positiv.

Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag stieg von 35 971 Millionen Franken 2004 um 11% auf 39 896 Millionen Franken 2005. Dies ist der höchste je erreichte Wert.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 11 744 Millionen Franken im Vorjahr auf 9528 Millionen Franken 2005. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm von 4902 Millionen Franken 2004 auf 7996 Millionen Franken 2005 zu.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft umfasst neben Erträgen aus dem Zinsdifferenzgeschäft (Ausleihungen und Einlagen) auch den Erfolg aus Handelstätigkeiten (beispielsweise Coupon- und Dividendenerträge). Diese Komponente schwankt je nach Zusammensetzung des Handelsportfolios von einer Berichtsperiode zur nächsten. Zur besseren Erklärung der Veränderungen beim Erfolg aus dem Zinsen- und Handelsgeschäft wird die Gesamtsumme nicht nach Ertragsart aufgeschlüsselt, sondern nach der Geschäftstätigkeit, mit welcher der Ertrag generiert wurde.

Der Erfolg aus Handelstätigkeit belief sich 2005 auf 11 419 Millionen Franken und nahm somit gegenüber 2004 (11 032 Millionen Franken) um 4% oder 387 Millionen Franken zu. Die Erträge aus dem Aktienhandel lagen 2005 bei 3928 Millionen Franken und damit um 27% oder 830 Millionen Franken über dem Ergebnis 2004 (3098 Millionen Franken). Im letzten Jahr nahmen die Erträge im Derivat- und Prime-Brokerage-Geschäft weltweit markant zu. Das Derivatgeschäft verzeichnete insbesondere in den Regionen Asien/ Pazifik und Europa, in denen wir expandierten, ein deutliches Wachstum. Die höchste Wachstumsrate im Prime-Brokerage wurde in Nord- und Lateinamerika erzielt, wo wir unsere Kundenbasis vergrösserten. Teilweise neutralisiert wurde diese erfreuliche Entwicklung durch niedrigere Erträge im Aktiengeschäft. Im Handel mit festverzinslichen Produkten gingen die Erträge von 6264 Millionen Franken 2004 um 8% oder 523 Millionen Franken auf 5741 Millionen Franken 2005 zurück. Grund hierfür war die rückläufige Entwicklung in den Sparten Credit Fixed Income und Fixed Income. Die kräftigeren Erträge aus dem Zinsengeschäft sowie den Bereichen Principal Finance und Gewerbeimmobilien konnten dies nur bedingt wettmachen. In der Sparte Credit Fixed Income gingen die Erträge im strukturierten Kreditgeschäft vor allem in den USA und in den Schwellenländern sowie im High-Yield-Sektor markant zurück. Die Erträge im Zinsengeschäft stiegen namentlich dank der strukturierten Libor-Derivate, der Zinsen in Europa und des Energiehandels in den USA. Wir verbuchten einen Ertrag in Höhe von 103 Millionen Franken im Zusammenhang mit Credit Default Swaps (CDSs), die zur Absicherung von bestehenden Kreditengagements eingesetzt wurden, während wir im Jahr zuvor einen Verlust von 62 Millionen Franken erfasst hatten. Die Erträge aus dem Devisengeschäft blieben 2005 mit 1458 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau (2004: 1467 Millionen Franken). Während das Derivatgeschäft unter historisch niedrigen Volatilitätsniveaus litt, stiegen die Erträge aus dem Devisenhandel aufgrund höherer Volumen.

Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft nahm um 6% von 5070 Millionen Franken 2004 auf 5355 Millionen Franken 2005 zu. Diese Zunahme war darauf zurückzuführen, dass unsere Bank in den USA, UBS Bank USA, vermehrt Kredite an vermögende US-Kunden vergibt. Das Schweizer Hypothekargeschäft und das Geschäft mit besicherten Krediten von Wealth Management wuchsen im Berichtsjahr ebenfalls. Einen positiven Einfluss auf die Erträge hatten auch die höheren Zinssätze für variabel verzinsliche Kundenverpflichtungen in US-Dollar und Schweizer Franken sowie der Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken, der die Erträge von auf US-Dollar lautenden Kontokorrentkonten stützte. Diesen positiven Faktoren standen jedoch geringere Erträge aus dem Schweizer Recovery-Portfolio gegenüber, das um 1,1 Milliarden Franken niedriger war als im Vorjahr.

Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten belief sich 2005 auf 750 Millionen Franken. Dies sind 206 Millionen Franken oder 38% mehr als im Vorjahr (544 Millionen Franken). Der Anstieg war durch die Diversifizierung unserer Kapitalbasis in andere Währungen als den Schweizer Franken bedingt, welche die Währungszusammensetzung unserer risikogewichteten Aktiven widerspiegelt. Auch die höhere Eigenkapitalbasis und der Effekt aus einem vorteilhaften Timing bei Cashflow-Absicherungen wirkten sich positiv auf den Erfolg aus Treasury-Aktivitäten aus.

2005 lösten wir Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 375 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 241 Millionen Franken 2004. Die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen für Länderrisiken von 118 Millionen Franken reflektierte das allgemein positive makroökonomische Umfeld in wichtigen Schwellenländern. Dieses erfreuliche Ergebnis erzielten wir in einem Zeitraum, in dem das Umfeld für die Kreditmärkte weltweit sehr günstig war. Die Wirtschaftsexpansion in den USA verlieh dem globalen Wachstum spürbar Auftrieb. Die Kreditspreads verengten sich fast ausnahmslos in allen wichtigen Industrie- und Schwellenmärkten, konnte doch der Unternehmenssektor dank einer soliden Steigerung der Cashflows Schulden abbauen und Liquidität bilden.

Global Wealth Management & Business Banking löste 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von 223 Millionen Franken auf, verglichen mit 94 Millionen Franken 2004. Die Zahl der neuen Kreditausfälle war wiederum niedrig. Grund dafür waren das günstige Kreditumfeld und entsprechend rückläufige Firmenkonkurse in der Schweiz sowie unsere Massnahmen der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Qualität unseres Kreditportfolios. Ausserdem führte die erfolgreiche Bewirtschaftung des Portfolios der gefährdeten Kredite zu höheren Wiedereingängen als erwartet.

Die Investment Bank löste 2005 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 152 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 147 Millionen Franken 2004. Dieses einmal mehr erfreuliche Resultat beruht auf minimalen neuen Kreditausfällen und hohen Wiedereingängen. Gefährdete Vermögenswerte konnten zu besseren Bedingungen verkauft werden als erwartet.

Ausführliche Informationen über die Risikopolitik von UBS, die Messung von Kreditrisiken und die Entwicklung der Kreditengagements finden sich im Kapitel «Finanzbewirtschaftung» des Handbuchs 2005/2006.

Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 18 506 Millionen Franken im Vorjahr um 16% auf 21 436 Millionen Franken 2005. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere die vermögensabhängigen Kommissionserträge bei, ebenso wie die gestiegenen Gebühren im Anlagefonds-, Corporate-Finance- und Emissionsgeschäft und die höheren Courtageeinnahmen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft stiegen von 2531 Millionen Franken 2004 um 13% auf 2857 Millionen Franken 2005 und erreichten damit einen neuen Höchstwert. Dank deutlich besserer Marktbedingungen und unserer stärkeren Wettbewerbsposition erzielte das Anleihenemissionsgeschäft ein Ertragswachstum von 36% auf 1516 Millionen Franken (2004: 1114 Millionen Franken). Dies wurde jedoch durch einen Ertragsrückgang um 5% auf 1341 Millionen Franken im Emissionsgeschäft des Bereichs Aktien teilweise ausgeglichen. Im Corporate-Finance-Geschäft kletterten die Gebühreneinnahmen von 1078 Millionen Franken im Jahr zuvor um 35% auf 1460 Millionen Franken. Die Bruttoerträge aus dem Beratungsgeschäft stiegen 2005 im Zuge der starken Dynamik im M&A-Geschäft und unserer wachsenden Kundenbasis in diesem Bereich deutlich. Die Netto-Courtageeinnahmen betrugen 2005 5087 Millionen Franken. Dies bedeutet gegenüber den 4407 Millionen Franken 2004 ein Plus von 680 Millionen Franken oder 15%. In diesem Ergebnis spiegeln sich die günstigeren Marktbedingungen, welche die Zuversicht institutioneller und privater Kunden insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2005 stützten. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft erreichten 2005 mit 4750 Millionen Franken einen neuen Höchststand. Die Steigerung um 20% gegenüber den 3948 Millionen Franken im Vorjahr erklärt sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Kommissionserträge in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft. Diese Bereiche profitierten 2005 von einem hohen Neugeldzufluss und vorteilhaften Marktbedingungen. Die Treuhandkommissionen waren 2005 mit 212 Millionen Franken geringfügig höher als 2004 (197 Millionen Franken), da wir mehr Mandate betreuten. Die Depotgebühren fielen 2005 mit 1176 Millionen Franken um 3% höher aus als 2004 (1143 Millionen Franken). Dies war allein auf die höheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Nachdem die Vermögensverwaltungsgebühren 2004 noch 4488 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2005 mit 5310 Millionen Franken um 18% höher. Diese Steigerung erklärt sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die aufgrund der höheren Marktbewertungen und kräftiger Neugeldzuflüsse zunahmen. Versicherungsspezifische und übrige Gebühren stiegen 2005 aufgrund höherer Kommissionen aus versicherungsbezogenen Produkten um 8% auf 372 Millionen Franken. Die Kommissionen und Gebühren aus dem Kreditgeschäft nahmen 2005 dank günstigerer Marktverhältnisse und folglich höherer Volumen um 16% auf 306 Millionen Franken (2004: 264 Millionen Franken) zu.

Der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft betrug 2005 1027 Millionen Franken (2004: 977 Millionen Franken). Der Anstieg um 5% war hauptsächlich den in der Schweiz angebotenen Aktienderivaten zuzuschreiben.

Der Übrige Erfolg sank von 578 Millionen Franken 2004 um 3% auf 561 Millionen Franken 2005, insbesondere da der Nettogewinn aus der Veräusserung von assoziierten und Tochtergesellschaften sowie aus Immobilienanlagen niedriger ausfiel. Der höhere Nettogewinn aus dem Verkauf von zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen glich dies jedoch teilweise wieder aus.

Geschäftsaufwand

Wir verfolgen weiterhin eine strenge Kostenkontrolle und konzentrieren uns auf Effizienzsteigerungen. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 26 149 Millionen Franken 2004 um 6% auf 27 704 Millionen Franken im Berichtsjahr.

Der Personalaufwand stieg von 17 706 Millionen Franken im Vorjahr um 12% oder 2197 Millionen Franken auf 19 903 Millionen Franken 2005. Der Anstieg war auf die leistungsabhängigen Vergütungen zurückzuführen, die als Folge des guten Geschäftsgangs in allen Bereichen höher ausfielen. Der variable Teil des Personalaufwands wird auf Jahresbasis berechnet, und die definitiven leistungsabhängigen Vergütungen werden jeweils im vierten Quartal fixiert. Der Saläraufwand stieg im Berichtszeitraum aufgrund der jährlichen Lohnerhöhungen und des Personalbestands (ohne Private Banks & GAM), der im Zuge der stetigen Expansion unserer Geschäftsaktivitäten um 6% aufgestockt worden war. Die Aktienkomponente nahm 2005 um 17% oder 232 Millionen Franken auf 1628 Millionen Franken zu (2004: 1396 Millionen Franken). Verantwortlich dafür waren der gegenüber 2004 gestiegene Aktienkurs und der höhere Anteil der in Form von Aktien erfolgten Bonuszahlungen, wobei der niedrigere Aufwand aus Optionszuteilungen dies teilweise kompensierte. Die Ausgaben für externe Vertragspartner wuchsen von 567 Millionen Franken 2004 um 45% auf 823 Millionen Franken 2005. Der Anstieg war vor allem durch die Integration ehemaliger Mitarbeiter von Perot in unsere zentrale ITI-Einheit begründet. Ausserdem griff namentlich die Investment Bank vermehrt auf solche Partner zurück, um das höhere Geschäftsvolumen zu bewältigen. Die Sozialleistungen erhöhten sich 2005 aufgrund gestiegener Saläre und Bonuszahlungen um 23% auf 1256 Millionen Franken (2004: 1024 Millionen Franken). Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen beliefen sich 2005 auf 712 Millionen Franken (2004: 651 Millionen Franken). Der Anstieg um 9% oder 61 Millionen Franken erklärt sich mit den höheren Salären. Der übrige Personalaufwand stieg vor allem aufgrund des höheren Personalbestands von 1365 Millionen Franken 2004 auf 1390 Millionen Franken im Berichtsjahr. Der Wegfall der Retention Payments bei Wealth Management US und geringere Abfindungsentschädigungen schwächten diese Entwicklung etwas ab.

Der Sachaufwand stieg um 61 Millionen Franken von 6387 Millionen Franken 2004 auf 6448 Millionen Franken 2005. Ursache dafür waren die Reise- und Repräsentationsspesen sowie die Administrationskosten, die wegen des höheren Personalbestands und der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zunahmen. Die Marketingkosten erhöhten sich infolge laufender Investitionen in unsere Marke. Die Rückstellungen dagegen fielen niedriger aus als 2004 (als die US-Notenbank UBS im Zusammenhang mit dem Handel von US-Dollarnoten eine zivilrechtliche Busse auferlegt hatte). Auch die IT-Auslagerungskosten, die Beratungshonorare sowie die Miet- und Unterhaltskosten für Sachanlagen waren rückläufig.

Die Abschreibungen sanken von 1262 Millionen Franken 2004 um 2% auf 1240 Millionen Franken 2005, den niedrigsten je erreichten Stand. Zu begründen war dies mit niedrigeren IT-Abschreibungen, die aber teilweise durch höhere Abschreibungen auf Immobilien kompensiert wurden.

Da Goodwill seit Anfang 2005 nicht mehr abgeschrieben werden kann, entfielen die Goodwill-Abschreibungen für das Berichtsjahr. 2004 hatten sich die Goodwill-Abschreibungen auf 646 Millionen Franken belaufen.

Die Abschreibungen auf anderen immateriellen Anlagen fielen von 168 Millionen Franken 2004 um 24% auf 127 Millionen Franken 2005, weil die im Zusammenhang mit den Mitarbeitern von Wealth Management US verbuchte Position in Goodwill umklassiert wurde.

Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft

Für das Geschäftsjahr endend am

Veränderung in %

Mio. CHF

31.12.05

31.12.04

31.12.03

31.12.04

Erfolg Zinsengeschäft

9 528

11 744

12 261

(19)

Erfolg Handelsgeschäft

7 996

4 902

3 670

63

Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft

17 524

16 646

15 931

5

Aufteilung nach Geschäftsart

Aktiengeschäft

3 928

3 098

2 445

27

Zinsengeschäft

5 741

6 264

6 474

(8)

Devisengeschäft

1 458

1 467

1 436

(1)

Übriges

292

203

258

44

Erfolg aus Handelstätigkeit

11 419

11 032

10 613

4

Erfolg aus Zinsdifferenzgeschäft

5 355

5 070

5 000

6

Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten

750

544

318

38

Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft

17 524

16 646

15 931

5

Wertberichtigungen für Kreditrisiken

Für das Geschäftsjahr endend am

Mio. CHF

31.12.05

31.12.04

31.12.03

Global Wealth Management & Business Banking

223

94

(70)

Investment Bank

152

147

(32)

UBS

375

241

(102)

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

Für das Geschäftsjahr endend am

Veränderung in %

Mio. CHF

31.12.05

31.12.04

31.12.03

31.12.04

Aktienemissionsgeschäft

1 341

1 417

1 267

(5)

Anleihenemissionsgeschäft

1 516

1 114

1 084

36

Emissionsgeschäft

2 857

2 531

2 351

13

Corporate Finance

1 460

1 078

761

35

Courtagen

6 718

5 794

5 477

16

Erträge aus Fonds

4 750

3 948

3 500

20

Treuhandkommissionen

212

197

216

8

Depotgebühren

1 176

1 143

1 097

3

Vermögensverwaltungsgebühren

5 310

4 488

3 718

18

Versicherungsspezifische Gebühren und übrige Gebühren

372

343

356

8

Total Kommissionsertrag aus Wertschriftenhandel und Vermögensverwaltung

22 855

19 522

17 476

17

Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft

306

264

244

16

Kommissionsertrag aus übrigem Dienstleistungsgeschäft

1 027

977

1 082

5

Total Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

24 188

20 763

18 802

16

Courtagen, bezahlt

1 631

1 387

1 473

18

Übriges

1 121

870

656

29

Total Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

2 752

2 257

2 129

22

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

21 436

18 506

16 673

16

Steuern

Der Steueraufwand für 2005 belief sich auf 2296 Millionen Franken. Dies entspricht einem effektiven Steuersatz von 18,8% verglichen mit 21,4% im Vorjahr (vor Goodwill: 20,1%). Positiv wirkten sich 2005 das Wegfallen der Goodwill-Abschreibungen und der erfolgreiche Abschluss von Steuerrevisionen im dritten und vierten Quartal aus. Ein Steuersatz für 2006 von rund 21% ist unserer Ansicht nach eine realistische Prognose.

Steuersätze der Unternehmensgruppen

Die indikativen Steuersätze der Unternehmensgruppen und Geschäftseinheiten werden jährlich berechnet und beruhen auf den Ergebnissen und gesetzlichen Steuersätzen des laufenden Geschäftsjahres. Diese Sätze sind Schätzwerte, die auf der Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf die bereinigten Jahresergebnisse an den Standorten beruhen, an denen die Unternehmensgruppen tätig sind. Diese Steuersätze geben deshalb einen Hinweis auf den Steueraufwand jeder Unternehmensgruppe für die Geschäftstätigkeit 2005, und zwar für jede Einheit einzeln berechnet. Steuerverluste vergangener Jahre können allerdings nicht verrechnet werden.

Die indikativen Steuersätze für 2004 und 2003 werden vor Goodwill dargestellt. Der Steuersatz vor Goodwill zeigt auf, wie hoch der Steuersatz ausgefallen wäre, wenn die Abschreibungen auf Goodwill zu Bilanzierungszwecken nicht belastet worden wären. Er ist definiert als die Summe des Steueraufwands für das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Goodwill an jedem Standort, berechnet auf der oben genannten Basis, geteilt durch das gesamte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Goodwill auf Konzernebene. Die Steuersätze nach Goodwill sind höher als diejenigen vor Goodwill, weil in einigen Steuerhoheiten die steuerliche Abzugsfähigkeit der Abschreibungskosten begrenzt ist.

Es ist zu beachten, dass diese Steuersätze nicht zwangsläufig auf zukünftige Steuersätze der Unternehmensgruppen oder der gesamten UBS schliessen lassen.

Offenlegung des Fair Value von Aktien und Optionen

Der Fair Value der 2005 zugeteilten Aktien belief sich auf 1376 Millionen Franken. Der Zuwachs um 24% gegenüber den 1113 Millionen Franken von 2004 war in erster Linie auf den höheren Anteil der Bonuszahlungen zurückzuführen, die in gesperrten Aktien erfolgten.

Der Fair Value der zugeteilten Optionen belief sich per 31. Dezember 2005 auf 362 Millionen Franken. Der Rückgang um 29% gegenüber den 508 Millionen Franken von 2004 erklärt sich durch eine Änderung des Bewertungsmodells, die zu einem niedrigeren Fair Value pro Option führte, sowie durch die geringere Zahl zugeteilter Optionen.

Der grösste Teil der aktienbasierten Vergütungen erfolgt im ersten Quartal des Jahres. Die Zuteilungen in den übrigen Quartalen erfolgen hauptsächlich im Rahmen des Equity- Plus-Programms, das vorsieht, einem Mitarbeiter für jede freiwillig erworbene UBS-Aktie Aktienoptionen zu gewäh- ren.

Diese Beträge werden nach Abzug verfallener Zuteilungen über den gesamten Dienstzeitraum, der in der Regel der Sperrperiode entspricht, als Kompensationsaufwanderfasst. Die meisten von UBS zugeteilten Aktien und Optionen können während einer Frist von drei Jahren in Tranchen ausgeübt werden.

Indikative Steuersätze vor Goodwill (Finanzdienstleistungsgeschäft)

Für das Geschäftsjahr endend am

in %

31.12.05

31.12.04

31.12.03

Global Wealth Management & Business Banking

19

18

18

Wealth Management International & Switzerland

18

18

16

Wealth Management US

40

37

38

Business Banking Switzerland

17

19

20

Global Asset Management

24

21

20

Investment Bank

29

30

32

Ausblick

Vor einem Jahr erwähnten wir an dieser Stelle, dass es eine Herausforderung sei, ein Rekordergebnis wie dasjenige von 2004 zu übertreffen. Dank nach wie vor günstiger Marktbedingungen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2005, ist uns dies tatsächlich gelungen. Die Herausforderung für 2006 ist nun umso grösser. Erste Hinweise für 2006 zeigen, dass sich das Jahr gut angelassen hat: Die Transaktionspipelines sind viel versprechend, die Anleger optimistisch, und die makroökonomischen Indikatoren stimmen zuversichtlich. Die Fundamentaldaten, die das Wachstum der Finanzbranche bestimmen, sind intakt.

Wir beurteilen die Aussichten von UBS optimistisch – für 2006 und darüber hinaus. Wir verfügen über eine starke Wettbewerbsposition und wachsen in all jenen Bereichen, wo wir bewusst Schwerpunkte setzen. Dazu zählen das europäische Wealth-Management-Geschäft, alternative Anlageinstrumente, das Investmentbanking, Prime Brokerage und alle Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Diese Geschäftsfelder entwickeln sich zu wichtigen Ertragsquellen und werden uns weitere Chancen für strategische Investitionen eröffnen. Dies wird UBS dabei helfen, nachhaltig zu wachsen und auch in Zukunft für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre attraktiv zu bleiben.

2004

Das den UBS-Aktionären zurechenbare Ergebnis belief sich 2004 auf 7656 Millionen Franken. Davon entfielen 7357 Millionen Franken auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche und 299 Millionen Franken auf die aufgegebenen Geschäftsbereiche (d.h. die Einheit Private Banks & GAM). Gegenüber den 5959 Millionen Franken des Jahres 2003 verbesserte sich das Ergebnis des gesamten Finanzdienstleistungsgeschäfts 2004 um 28%. Vor Goodwill und unter Ausklammerung des Verkaufs unserer Clearing-Einheit Correspondent Services Corporation (CSC) im zweiten Quartal 2003 nahm der Reingewinn gegenüber 2003 um 25% zu. Diese Steigerung war den Erträgen zu verdanken, die in allen Bereichen zunahmen und deutlich rascher wuchsen als die Kosten. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich, was an den höheren Marktbewertungen und den kräftigen Neugeldzuflüssen in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft lag. Einen markanten Zuwachs verzeichneten auch die Erträge aus dem Emissions-, Handels- und Corporate-Finance-Geschäft sowie die Courtagen. Überdies fiel die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken so hoch aus wie nie zuvor. Mit dem guten Geschäftsgang stiegen auch die leistungsabhängigen Vergütungen. Der Sachaufwand nahm ebenfalls zu. Grund waren umfangreiche Rückstellungen für Rechtsfälle sowie die Kosten für operationelle Risiken.

Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag erhöhte sich von 32 957 Millionen Franken 2003 um 9% auf 35 971 Millionen Franken 2004. Wir realisierten diese Ertragssteigerung, indem wir in den Finanzmärkten – die sich zusehends erholten – Chancen wahrnahmen. Die Belebung der Märkte beeinflusste die Vermögensbasis im Wealth Management und Asset Management positiv und bewirkte eine Zunahme der vermögensabhängigen Erträge. Die Erträge aus dem Handels- und Brokeragegeschäft stiegen ebenfalls, da die günstigeren Marktverhältnisse institutionelle und Privatkunden zu vermehrten Transaktionen veranlassten. Überdies wurden 2004 Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst, während 2003 solche gebildet worden waren. Der Ertragsanstieg für das Jahr 2004 wurde jedoch durch den Wertverlust des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken geschmälert.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 12 261 Millionen Franken 2003 auf 11 744 Millionen Franken 2004. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm von 3670 Millionen Franken 2003 auf 4902 Millionen Franken 2004 zu.

Mit 5070 Millionen Franken lag der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft 2004 um 1% höher als 2003 (5000 Millionen Franken). Diese Zunahme war darauf zurückzuführen, dass unsere Bank in den USA, UBS Bank USA, vermehrt Kredite an vermögende US-Kunden vergibt. Das Schweizer Hypothekargeschäft und das Effektenkreditgeschäft von Wealth Management wuchsen 2004 ebenfalls. Das rückläufige Schweizer Recovery-Portfolio (Abnahme um 2,0 Milliarden Franken gegenüber Ende 2003), die niedrigeren Zinsmargen auf Kontokorrent- und Sparkonten sowie die sinkenden Erträge von US-Dollar-Konten glichen diese Zunahme jedoch fast vollständig wieder aus.

Der Erfolg aus Handelstätigkeit belief sich 2004 auf 11 032 Millionen Franken, was gegenüber den 10 613 Millionen Franken von 2003 einem Anstieg um 4% oder 419 Millionen Franken entspricht. Die Erträge aus dem Aktiengeschäft lagen 2004 bei 3098 Millionen Franken und damit 27% oder 653 Millionen Franken über dem Ergebnis 2003 (2445 Millionen Franken). Darin kommen die erhöhten Marktvolumen und die folglich vermehrten Marktchancen zum Ausdruck, die sich insbesondere im ersten Quartal sowie nach den US-Präsidentschaftswahlen im November ergaben. Unsere Strategien im Eigenhandel führten zum Erfolg: Equity Finance konnte die Erträge dank der gelungenen Integration des Prime-Brokerage-Geschäfts von ABN Amro deutlich steigern. Im Handel mit festverzinslichen Produkten gingen die Erträge von 6474 Millionen Franken im Jahr 2003 um 3% auf 6264 Millionen Franken 2004 zurück. Grund hierfür war die rückläufige Entwicklung in den Bereichen Principal Finance, Gewerbeimmobilien und Fixed Income. Die kräftigeren Erträge aus dem Zinsengeschäft konnten dies nur bedingt wettmachen. Verglichen mit 2003 prägten 2004 steigende Zinsen und eine niedrigere Volatilität das Umfeld. 2004 verbuchten wir Verluste in Höhe von 62 Millionen Franken im Zusammenhang mit Credit Default Swaps (CDSs), die zur Absicherung von bestehenden Kreditengagements eingesetzt wurden, während wir im Jahr zuvor einen Verlust von 678 Millionen Franken erfasst hatten. Die Erträge aus dem Devisenhandel profitierten von einem hervorragenden Ergebnis im Derivathandel sowie von hohen Verkaufsvolumen und nahmen von 1436 Millionen Franken 2003 um 2% auf 1467 Millionen Franken 2004 zu.

Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten stieg 2004 auf 544 Millionen Franken und lag damit 71% über dem Vorjahresergebnis von 318 Millionen Franken. Die Auswirkungen der sinkenden Zinsen wurden teilweise dadurch ausgeglichen, dass unser investiertes Eigenkapital auch in anderen Währungen als in Schweizer Franken angelegt war. Der Erfolg aus anderen Aktivitäten stieg dank niedrigerer Kosten für die Finanzierung des Goodwills.

2004 lösten wir Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 241 Millionen Franken auf, während wir 2003 Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 102 Millionen Franken gebildet hatten. Dieses erfreuliche Ergebnis erzielten wir in einem Zeitraum, in dem das Umfeld für die Kreditmärkte weltweit sehr günstig war. Die Wirtschaftsexpansion in den USA verlieh dem globalen Wachstum Auftrieb. Die Kreditspreads verengten sich fast ausnahmslos in allen wichtigen Industrie- und Schwellenmärkten, konnte doch der Unternehmenssektor dank einer soliden Steigerung der Cashflows Schulden abbauen und Liquidität bilden.

Die Wiedereingänge für Kreditrisiken von Global Wealth Management & Business Banking betrugen 2004 netto 94 Millionen Franken. 2003 hatte die Unternehmensgruppe Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 70 Millionen Franken ausgewiesen. Obgleich in der Schweiz die Firmenkonkurse 2004 gegenüber dem Vorjahr um 9,2% stiegen, blieb unser inländisches Kreditportfolio von dieser negativen Entwicklung weit gehend verschont. Dank der Massnahmen der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Qualität unseres Kreditportfolios verzeichneten wir weniger neue Ausfälle. Ausserdem führte die erfolgreiche Bewirtschaftung des Portfolios der gefährdeten Kredite zu höheren Wiedereingängen als erwartet.

Die Investment Bank wies 2004 Wiedereingänge von netto 147 Millionen Franken aus, verglichen mit Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 32 Millionen Franken 2003. Dieses erfreuliche Resultat beruht auf minimalen neuen Verlusten und hohen Wiedereingängen. Auflösungen von Länderrückstellungen waren zum einen Teil die Folge von verminderten Engagements in den betroffenen Ländern und zum andern Teil bedingt durch eine mehrheitlich positive Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer. Zudem verzeichneten wir auch eine grössere Auflösung von Rückstellungen für Forderungen gegenüber einem internationalen Firmenkunden, dem im Jahr 2004 eine nachhaltige Gesundung gelungen war.

Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 16 673 Millionen Franken 2003 um 11% auf 18 506 Millionen Franken im Jahr 2004. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere die vermögensabhängigen Erträge bei, ebenso wie die gestiegenen Gebühren im Corporate- Finance- und Emissionsgeschäft und die höheren Courtageeinnahmen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft stiegen von 2351 Millionen Franken 2003 um 8% auf 2531 Millionen Franken 2004. Sowohl der Bereich Aktien als auch Fixed Income verzeichneten im Emissionsgeschäft höhere Erträge. Im Fixed Income beliefen sie sich 2004 auf 1114 Millionen Franken, was gegenüber den 1084 Millionen Franken 2003 einer Zunahme um 3% entspricht. Im Bereich Aktien konnten die Erträge im selben Zeitraum um 12% auf 1417 Millionen Franken gesteigert werden. Im Corporate-Finance-Geschäft kletterten die Gebühreneinnahmen von 761 Millionen Franken im Jahr zuvor um 42% auf 1078 Millionen Franken. Wir konnten gleichzeitig von den verstärkten Merger-and-Acquisition-Aktivitäten und der anziehenden Nachfrage im Beratungsgeschäft, insbesondere in den USA, profitieren. Die Netto-Courtageeinnahmen betrugen 2004 4407 Millionen Franken. Dies bedeutet gegenüber den 4004 Millionen Franken 2003 ein Plus von 403 Millionen Franken oder 10%. In diesem Ergebnis widerspiegeln sich die günstigeren Marktbedingungen, welche die Aktivitäten institutioneller und privater Kunden insbesondere im ersten und vierten Quartal 2004 ankurbelten. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft beliefen sich 2004 auf 3948 Millionen Franken. Diese Steigerung um 13% gegenüber den 3500 Millionen Franken von 2003 erklärt sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Erträge in unserem Wealth- und Asset-Management-Geschäft. Die Depotgebühren fielen 2004 mit 1143 Millionen Franken um 4% höher aus als 2003 (1097 Millionen Franken). Dies war allein auf die umfangreicheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Versicherungsspezifische und übrige Gebühren gingen 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 343 Millionen Franken zurück. Ohne die Auswirkungen des abgeschwächten US-Dollars hätten die versicherungsspezifischen und übrigen Gebühren den Wert von 2003 leicht übertroffen. Die Kommissionen und Gebühren aus dem Kreditgeschäft stiegen 2004 dank günstigerer Marktverhältnisse und folglich höherer Volumen um 8% auf 264 Millionen Franken (2003: 244 Millionen Franken). Nachdem die Vermögensverwaltungsgebühren 2003 noch 3718 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2004 mit 4488 Millionen Franken um 21% höher. Diese Steigerung erklärt sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die aufgrund der höheren Marktbewertungen und folglich steigender performanceabhängiger Einnahmen sowie kräftiger Neugeldzuflüsse zunahmen.

Der Übrige Erfolg wuchs gegenüber 2003 (455 Millionen Franken) um 27% auf 578 Millionen Franken 2004. Zu verdanken war dies den höheren Veräusserungsgewinnen aus zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen (plus 42 Millionen Franken) sowie niedrigeren Wertminderungskosten (minus 150 Millionen Franken). Dieses Ergebnis wurde teilweise kompensiert, da die Gewinne aus Veräusserungen von Beteiligungen und Tochtergesellschaften gegenüber den 170 Millionen Franken 2003 (wichtigste Veräusserung: Correspondent Services Corporation) um 51% auf 84 Millionen Franken 2004 (wichtigste Veräusserung: Hotel Noga Hilton in Genf) zurückgingen.

Geschäftsaufwand

Wir verfolgten weiterhin eine strenge Kostenkontrolle und konzentrierten uns auf Effizienzsteigerungen. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 25 397 Millionen Franken 2003 um 3% auf 26 149 Millionen Franken 2004.

Der Personalaufwand stieg von 17 356 Millionen Franken 2003 um 2% oder 350 Millionen Franken auf 17 706 Millionen Franken 2004. Der Anstieg war auf die leistungsabhängigen Vergütungen zurückzuführen, die als Folge des guten Geschäftsgangs in nahezu allen Bereichen höher ausfielen. Die Aufstockung des Personalbestands um 2% im Jahr 2004 führte zu einem Anstieg der Barkomponente des Personalaufwands um 418 Millionen Franken. Die Aktienkomponente hingegen sank um 5%. Die Ausgaben für externe Vertragspartner wuchsen von 536 Millionen Franken 2003 um 6% auf 567 Millionen Franken 2004, da namentlich die Investment Bank vermehrt auf solche Partner zurückgriff, um das höhere Geschäftsvolumen zu bewältigen. Der Übrige Personalaufwand sank durch den Wegfall der Retention Payments bei Wealth Management US und durch geringere Abfindungsentschädigungen um 263 Millionen Franken von 1628 Millionen Franken im Jahr 2003 auf 1365 Millionen Franken 2004. Die Zahlungen für Boni und andere leistungsabhängige Vergütungen machten 2004 49% des Personalaufwands aus, während es 2003 noch 46% gewesen waren. Im Jahr 2004 fiel die durchschnittliche leistungsabhängige Vergütung pro Mitarbeiter um 9% höher aus als 2003.

Der Sachaufwand stieg um 505 Millionen Franken von 5882 Millionen Franken 2003 auf 6387 Millionen Franken 2004. Diese Entwicklung hat diverse Gründe: um 257 Millionen Franken höhere Rückstellungen für operationelle Risiken und für Rechtsfälle (einschliesslich der zivilrechtlichen Busse, welche die US-Notenbank UBS im Zusammenhang mit dem Handel von US-Dollarnoten auferlegte), erhöhte IT- und andere Auslagerungskosten sowie Beratungshonorare, die aufgrund höherer Prozess- und Projektkosten stiegen. Dieser Zuwachs konnte durch Einsparungen bei den Telekommunikations-, Miet- und Unterhaltskosten teilweise aufgefangen werden.

Die Abschreibungen sanken um 4% von 1320 Millionen Franken 2003 auf 1262 Millionen Franken 2004. Grund dafür waren rückläufige IT-Kosten und niedrigere Abschreibungen auf Sachanlagen.

Die Abschreibungen auf Goodwill fielen um 5% von 677 Millionen Franken auf 646 Millionen Franken. Die Abschreibungen auf andere immaterielle Anlagen gingen gegenüber den 185 Millionen Franken im Jahr 2003 um 9% zurück, bedingt durch geringere Abschreibungskosten und die Abschwächung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken.

Steuern

Der Steueraufwand belief sich 2004 auf 2104 Millionen Franken. Dies entspricht einem effektiven Steuersatz von 21,4% für das Gesamtjahr 2004, verglichen mit 16,9% für 2003 (unter Ausklammerung des Gewinns aus dem Ver- kauf der CSC). 2003 hatte sich die regionale Gewinn- struktur vorteilhaft auf den Steuersatz ausgewirkt. Da die Rentabilität in Ländern mit stärkerer Steuerbelastung – namentlich in den USA – zunahm, fiel der Steuersatz 2004 höher aus.

Offenlegung des Fair Value von Optionen

Der Fair Value der 2004 zugeteilten Optionen belief sich auf 508 Millionen Franken (vor Steuern: 543 Millionen Franken), während er im Jahr zuvor 439 Millionen Franken (vor Steuern: 576 Millionen Franken) betragen hatte. Der höhere Betrag nach Steuern hängt mit dem gestiegenen UBS-Aktienkurs, einem gesunkenen Proforma-Steuergewinn und den veränderten Annahmen für die Optionsbewertung zusammen. Im Einklang mit unserer Strategie, Optionen selektiver zu gewähren, wurden 2004 effektiv fast 40% weniger Optionen zugeteilt als noch 2003.

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