Die Handelsbestände, die Verpflichtungen aus Handelsbeständen, die erfolgswirksamen zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie Derivate werden zum Fair Value in der Bilanz erfasst, wobei Änderungen des Fair Value in der Erfolgsrechnung unter der Position Erfolg Handelsgeschäft verbucht werden. Bei dieser Verbuchungsmethode spielen die Beurteilungen für die Bestimmung des Fair Value für die entsprechenden Vermögenswerte und Verpflichtungen eine wichtige Rolle.
Bei Vermögenswerten, die nicht aktiv an einer Börse gehandelt werden und für die auch sonst keine offiziellen Kursnotierungen verfügbar sind, wird der Fair Value mit Hilfe diverser Bewertungsmethoden bestimmt. Es können dies Barwertmethoden, Modelle mit beobachtbaren Inputparametern oder Modelle sein, bei denen einige der Inputparameter nicht beobachtbar sind.
Bewertungsmodelle werden vor allem bei OTC-Derivaten eingesetzt, beispielsweise bei Kreditderivaten und nicht börsenkotierten Wertpapieren mit eingebetteten Derivaten. Alle Bewertungsmodelle werden einer eingehenden Prüfung unterzogen, bevor sie als Grundlage für die Finanzberichterstattung verwendet werden. Sie werden danach regelmässig von unabhängigen Fachpersonen überprüft, die nicht für die Abteilung arbeiten, die das Modell erstellt hat. Ausserdem verifizieren und präzisieren wir unsere Modelle, indem wir die durch die Modelle berechneten Werte mit offiziellen Kursnotierungen von ähnlichen Instrumenten (falls vorhanden) sowie mit effektiv erzielten Verkaufspreisen vergleichen.
Unsere Modelle berücksichtigen eine Vielzahl von Parametern, beispielsweise tatsächliche oder geschätzte Marktpreise und andere Marktnotierungen wie zum Beispiel Zeitwert, Volatilität, Markttiefe und -liquidität. Wenn verfügbar, verwenden wir überprüfbare Marktdaten, d.h. im Markt beobachtbare Kurse und andere Marktnotierungen. Wenn für die Eingabeparameter des Modells keine beobachtbaren Werte verfügbar sind und stattdessen geschätzte Werte verwendet werden, kann der ausgewiesene Fair Value des Finanzinstruments durch die Wahl der Annahmen beeinflusst werden. Wir verwenden von einer Periode zur nächsten konsistent die gleichen Modelle, um die Vergleichbarkeit und Stetigkeit der Bewertungen über die Zeit sicherzustellen. Die Schätzung des Fair Value verlangt aber ein bedeutendes Mass an Urteilsvermögen. Das Management berücksichtigt die Unsicherheiten, die mit der Schätzung von nicht beobachtbaren Eingabeparametern und mit modellbezogenen Annahmen verbunden sind, indem es Wertberichtigungen vornimmt. Auch für überalterte Positionen, eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit (einschliesslich länderspezifischer Risiken), Konzentrationen in bestimmten Anlagekategorien und Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Währungen usw.) sowie für die Markttiefe und -liquidität werden Wertberichtigungen vorgenommen. Trotz der Tatsache, dass in einigen Fällen ein bedeutendes Mass an Urteilsvermögen erforderlich ist, um den Fair Value festzulegen, ist UBS davon überzeugt, dass – basierend auf Kontrollen und prozessorientierten Sicherheitsmassnahmen – die in der Bilanz erfassten Fair Values und die in der Erfolgsrechnung verbuchten Änderungen der Fair Values angemessen sind und den zugrunde liegenden wirtschaftlichen Nutzen reflektieren. Für Modellbewertungen, in denen keine Marktdaten verfügbar sind, haben wir dennoch ermittelt, wie sich der Fair Value ändern würde, wenn für die Modelleingaben andere, gleichfalls realistische Annahmen gewählt würden. Um zu sehen, welchen Effekt dies auf die Konzernrechnung hat, berechneten wir die Modellwertberichtigungen zusätzlich mit einem höheren und einem niedrigeren Konfidenzintervall als dem ursprünglich verwendeten. Ein ähnlicher Ansatz wurde für Bewertungen, die nicht auf Modellen basieren, verwendet. Für die Vorjahresperiode basiert die Beurteilung auf Schätzungen. Der Wert aller zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente, bei denen der Fair Value anhand von Annahmen ermittelt werden muss, wäre nach diesen Berechnungen bis zu 1094 Millionen Franken niedriger respektive bis zu 1176 Millionen Franken höher als der in der Konzernrechnung ausgewiesene Wert. 2004 lagen die Schätzungen für diesen Wert zwischen 579 Millionen Franken unter und 927 Millionen Franken über den bilanzierten Beträgen.