Die anhaltende Krise in den Finanzmärkten veränderte die
Dynamik in der Finanzindustrie drastisch. Die damit verbundene
Minderung der Marktkapitalisierung von UBS machte
es notwendig, den ihren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
zugeordneten Goodwill auf Anhaltspunkte für eine vorliegende
Wertminderung zu untersuchen. Am 31. Dezember
2008 betrug das den UBS-Aktionären zurechenbare Eigenkapital
33 Milliarden Franken. Die Marktkapitalisierung von UBS
betrug am 31. Dezember 2008, die Aktien
nach der Wandlung
der ausgegebenen Pflichtwandelanleihen (MCNs) ausgeschlossen,
44 Milliarden Franken. Basierend auf der Methodik
des Wertminderungstests, welche in Abschnitt 16 erläutert
wird, kam UBS zum Schluss, dass die zum 31. Dezember
2008 angesetzten Goodwillbeträge,
welche auf alle ihre Segmente
zugeordnet sind, weiterhin erzielbar sind. Der zugeordnete
Goodwill zum 31. Dezember 2008 beträgt für die
Investment Bank 4,3 Milliarden Franken (31. Dezember 2007:
5,2 Miliarden Franken), für Wealth Management US 3,7 Milliarden
Franken, für Wealth Management International &
Switzerland 1,6 Milliarden Franken sowie Global Assets Management 2,0 Milliarden Franken. Die Bewertung des Goodwills
der Investment Bank, welche durch die Finanzmarktkrise
am meisten betroffen war, stand dabei Mittelpunkt.
Bei der Überprüfung der Goodwillbeträge zum Jahresende
2008 betrachtete UBS im Wesentlichen die zukünftigen
Wertentwicklungsaussichten des Unternehmensbereichs Investment
Bank und des zugrunde liegenden operativen
Geschäfts,
um zu klären, ob der erzielbare Betrag für diese
Einheit deren Buchwert abdeckt. Durch Abzinsung der Cashflows,
die schätzungsweise durch die Investment Bank
erwirtschaftet
werden, mittels eines Zinssatzes, der deren
Risikoprofil
widerspiegelt, kommt UBS zum Schluss, dass der
Goodwill, welcher der Investment Bank zugeordnet ist, zum
31. Dezember 2008 weiterhin werthaltig ist. Diese Erkenntnis
basiert auf den prognostizierten Resultaten derjenigen
Bereiche, für welche das Management zukünftig positive
Cashflows erwartet. Dieser Ausblick basiert auf einer erwarteten
allmählichen Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds
über die nächsten drei Jahre mit darauffolgenden
durchschnittlichen Wachstumsniveaus. Der aus Modelberechnungen
gewonnene Fair Value wurde einem Stresstest
unterzogen.
Dabei wurden die vorhergesagten Cash Flows
um ein Drittel gesenkt und gleichzeitig die Abzinsungssätze
um 3,5 Prozentpunkte auf 16,5% erhöht. Der so erhaltene
Stresswert überstieg den Buchwert der Investment Bank.
Sollte sich der Zustand der Finanzmärkte und der Bankindustrie
wider Erwarten weiter verschlechtern und sich somit
negativer
entwickeln
als für die Prognose der Wertentwicklung
angenommen wurde, könnte eine Wertminderung
des der Investment Bank zugewiesenen Goodwills in zukünftigen
Perioden notwendig werden.
Dasselbe Modell wird für alle Segmente, welchen Goodwill
zugeordnet ist, angewendet. Es reagiert höchst sensibel
auf Veränderungen des prognostizierten ausschüttungsfähigen
Gewinns
im ersten bis fünften Jahr, der geschätzten
Eigenkapitalrendite,
des zugrunde liegenden Eigenkapitals,
der Eigenkapitalkosten
und der langfristigen Wachstumsrate.
Die verwendete langfristige Wachstumsrate basiert auf dem
langfristigen risikolosen Zinssatz. Als Schätzungsgrundlage
für den generierten ausschüttungsfähigen Gewinn dienen
Ergebnisprognosen,
Geschäftsinitiativen sowie geplante Kapitalinvestitionen
und Aktionärsrenditen. Die im Rahmen des
Wertminderungstest-Modells von UBS verwendeten Bewertungsparameter
sind, wo möglich, auf externe Marktinformationen
abgestimmt, soweit dies möglich ist. Das Management
geht davon aus, dass realistische Änderungen wichtiger
Annahmen, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages
aller
Segmente angewendet werden, keine Wertminderung
zur Folge haben.