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| Aktionärsbrief herunterladen |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Es freut uns sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass 2005 ein weiteres erfolgreiches
Jahr für UBS war. Unser Finanzerfolg ist der höchste, den wir
je erreicht haben. Die UBS-Aktie ist auf ein Rekordniveau gestiegen und
hat dabei die Aktienperformance der meisten Wettbewerber übertroffen.
Das weist darauf hin, dass wir eine zunehmende Zahl von Investoren
von der nachhaltigen Ertragskraft unseres Geschäftsmodells überzeugen
konnten. Dass wir dies in den vergangenen fünf Jahren, die
doch eine turbulente Zeit für unsere Industrie und die Finanzmärkte
darstellten, ohne dramatische Strategieveränderungen oder massive
interne Restrukturierungen erreicht haben, erfüllt uns mit einem gewissen
Stolz. Wir sind unserer Strategie, die den Kunden in den Mittelpunkt
stellt, sich auf unser Kerngeschäft und dessen Wachstum fokussiert,
treu geblieben. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Ihnen, geschätzte
Aktionärinnen und Aktionäre, für das uns entgegengebrachte
Vertrauen und Ihren Glauben an UBS danken.
Im Jahre 2005 betrug der unseren Aktionären zurechenbare Gewinn
CHF 14029 Millionen. CHF 512 Millionen stammen aus unseren Industriebeteiligungen
und weitere CHF 3705 Millionen Nettogewinn aus
dem Verkauf der Private Banks & GAM. Der Nettoerlös aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft
betrug CHF 9 442 Millionen (bereinigt um den
Verkaufsgewinn und das operative Ergebnis der nicht weitergeführten
Private Banks & GAM), was vor Goodwill einem Anstieg um 18% im
Vergleich zum Vorjahr entspricht. Alle Geschäftsbereiche verzeichneten
2005 ein besseres Ergebnis. Besonders hervorzuheben sind die Erfolge
im Wealth Management und Asset Management. Der Nettozufluss an
Neugeldern (ohne Private Banks & GAM) betrug im Jahr 2005 insgesamt
CHF 148 Milliarden, ein Anstieg um 80% im Vergleich zum bereits hervorragenden
Zufluss von CHF 82,2 Milliarden im Jahre zuvor. In Verbindung
mit steigenden Bewertungen am Markt führte dies zu einer Zunahme
der verwalteten Vermögen um 25% im Verlaufe des Jahres und
verstärkte daher unsere vermögensabhängigen Einnahmen. Ein weiteres
Rekordergebnis verzeichneten die Einkünfte aus der Beratungstätigkeit
für Firmenkunden und institutionelle Investoren. Dies spiegelt deren
verstärkte Aktivität am Kapitalmarkt im Jahre 2005 wider dies in Zusammenarbeit
mit unserer Investment Bank, die sich als bevorzugter Anbieter
für viele führende Unternehmen und institutionelle Investoren
etablieren konnte. Hinzu kam ein lebhafter Markt, der besonders in der
zweiten Jahreshälfte die Handelserträge ansteigen liess. Unterstützend
kamen in diesem Jahr ein weiteres Mal die Auflösung von Wertberichtigungen
für Kreditrisiken hinzu.
Wir haben weiterhin massiv ins Wachstum unseres Geschäfts
investiert, sowohl in die Kundenberatung als auch in unterstützende
Bereiche. Gleichzeitig haben wir die Kosten für operative Tätigkeiten
unter Kontrolle gehalten. Insgesamt stiegen die Kosten weniger stark
an, als dies die Erträge taten. Dementsprechend schloss unser Finanzdienstleistungsgeschäft
das Geschäftsjahr 2005 mit einem Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 70,1% ab. Vor Goodwill verbesserte sich dieses
Verhältnis um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Wie auch
schon in den Jahren zuvor, verhielten wir uns bei der Bewirtschaftung
unseres Kapitals sehr diszipliniert. Bei den fortgeführten Tätigkeiten
lag die Eigenkapitalrendite für das Jahr 2005 bei 27,6%, während im
gleichen Zeitraum 2004 das Ergebnis pro Aktie um 22% stieg.
Im vierten Quartal 2005 betrug der den Aktionären zurechenbare
Gewinn im Finanzdienstleistungsgeschäft CHF 6 337 Millionen. Abzüglich
des Einflusses der verkauften Private Banks & GAM betrug das
Ergebnis CHF 2 597 Millionen das beste jemals erzielte Quartalsergebnis.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Geschäftsertrag in praktisch
allen Bereichen zu. Erfreulich ist der Leistungsausweis in unserem
Wealth- und Asset-Management-Geschäft, mit einem Neugeldzufluss
von CHF 30,6 Milliarden und nachhaltig starken vermögensabhängigen
Einnahmen. Unsere Investment Bank erzielte hervorragende
Ergebnisse in den Bereichen, in denen wir in den vergangenen fünf
Jahren intensiv investiert haben im Investment Banking, im Handel
mit Derivaten und im Prime Brokerage.
Die Kosten nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Personalaufwand
stieg, da wir im Vergleich zum Vorjahr mehr Mitarbeiter beschäftigen
und die erfolgsabhängigen Zahlungen zunahmen. Der
Sachaufwand stieg hauptsächlich infolge von Rechtsfällen in den USA
an. Ebenfalls höher waren die Ausgaben für Kundenservice und Marketing,
unter anderem wegen der verstärkten Geschäftstätigkeit.
Der Verwaltungsrat wird eine Ausschüttung von CHF 3.80 pro
Aktie vorschlagen. Diese Auszahlung umfasst eine reguläre Dividende in
Höhe von CHF 3.20, was einem Plus von 7% im Vergleich zum Vorjahr
entspricht. Diese wird einige Tage nach der Generalversammlung am
19. April 2006 ausgezahlt werden. Hinzu kommt eine Nennwertrückzahlung
von 60 Rappen pro Aktie, mit der unsere Aktionäre am Gewinn
aus dem Verkauf der Private Banks & GAM teilhaben werden. Die Nennwertrückzahlung
ist von der Schweizer Verrechnungssteuer befreit und
wird im Juli 2006, also zwei Monate nach der regulären Dividende, ausbezahlt.
Addiert man Nennwertrückzahlungen, Dividenden und Aktienrückkäufe,
so haben wir in den letzten sechs Jahren insgesamt CHF 38,8
Milliarden an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Dies entspricht gut
63% des in dieser Zeit erwirtschafteten Cashflows.
Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung auch einen Aktiensplit
im Verhältnis 1:2 vorschlagen. Zusammen mit der Nennwertrückzahlung
wird dies den Nennwert jeder einzelnen Aktie auf CHF
0.10 reduzieren. Wir glauben, dass dies die Handelstätigkeit und
Liquidität unserer Aktie erhöht und somit das Preisniveau auf ein
vergleichbares Niveau mit anderen bedeutenden Firmen bringen wird,
die an den internationalen Börsen notiert sind.
Der Verwaltungsrat wird des Weiteren die Schaffung von bedingtem
Kapital, im Umfang von maximal 75 Millionen Aktien (respektive
150 Millionen nach dem Split), beantragen. Wir beabsichtigen,
damit Aktienoptionen für unsere Mitarbeiter zu decken. Bisher
wurden zur Bedienung dieser Optionen eigene Aktien aus den Treasury-
Beständen verwendet. Mit der Schaffung von bedingtem Kapital
können wir das Halten grösserer Aktienpakete über einen längeren
Zeitraum vermeiden und die Transparenz unseres Kapitalmanagements
erhöhen vorausgesetzt natürlich, unsere Aktionäre stimmen dem Antrag
zu. Wir werden sowohl am gezielten Einsatz von Optionen als
auch an unserem disziplinierten Ansatz im Kapitalmanagement festhalten.
Unser Kapital wird weiterhin mit höchster Priorität in das
Wachstum unseres Geschäfts investiert. Die danach verbleibenden
Mittel werden wir erneut unseren Aktionären zurückerstatten, indem
wir Aktien zur Kapitalherabsetzung zurückkaufen. In Rahmen unseres
aktuellen Aktienrückkaufsprogramms, das am 8. März 2005 begann
und am 7. März 2006 enden wird, haben wir Titel in einem Gesamtwert
von ungefähr CHF 3,6 Milliarden zurückgekauft. Das neue Rückkaufsprogramm
mit einer Limite von CHF 5 Milliarden wird im März
2006 gestartet.
Es freut uns sehr, Ihnen Gabrielle Kaufmann-Kohler und Joerg
Wolle als neue Mitglieder des UBS-Verwaltungsrates vorzuschlagen.
Beide Kandidaten werden äusserst wertvolle Kompetenzen einbringen.
Als anerkannte und erfahrene juristische Expertin bereichert
Gabrielle Kaufmann-Kohler unseren Verwaltungsrat um vertiefte
Kenntnisse im internationalen Recht und im Schlichtungswesen. Joerg
Wolle ergänzt uns mit seinem starken Leistungsausweis auf den rasch
wachsenden Märkten im asiatisch-pazifischen Raum. Der Generalversammlung
werden wir auch Rolf A. Meyer und Ernesto Bertarelli zur
Wiederwahl in unseren Verwaltungsrat vorschlagen.
Nachdem John Costas seine Position als Mitglied der Konzernleitung
niedergelegt hat, um Dillon Read Capital Management, unser
neues Geschäft mit alternativen Investments innerhalb des Asset Managements
zu leiten, wurde Marcel Rohner an seiner Stelle zum stellvertretenden
CEO ernannt. Des Weiteren haben wir Rory Tapner,
Chairman und CEO Asia Pacific, in die Konzernleitung berufen. Diese
beiden Ernennungen, die keine Veränderungen im Tagesgeschäft
nach sich ziehen, wurden zum 1. Januar 2006 vollzogen.
Ausblick In unserem letztjährigen Aktionärsbrief erwähnten wir, wie
herausfordernd es ist, ein Rekordergebnis zu übertreffen. Und doch
haben wir es geschafft, im Jahr 2005 besser abzuschneiden als im
vorhergehenden Jahr nicht zuletzt dank der weiterhin positiven
Rahmenbedingungen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2005.
Natürlich wird damit die Herausforderung für das laufende Jahr nur
noch grösser. Das Jahr 2006 hat mit einem positiven Trend begonnen
die «Deal-Pipelines» der Investmentbanken sehen viel versprechend
aus, die Investoren scheinen optimistisch und die gesamtwirtschaftlichen
Indikatoren sind ermutigend. Die Wachstumsfaktoren für die
Finanzbranche sind nach wie vor intakt.
Was die Aussichten von UBS für das Jahr 2006 und darüber hinaus
betrifft, sind wir entsprechend optimistisch. Dort, wo wir entschieden
haben zu investieren, haben wir mittlerweile eine starke Wettbewerbsposition
erreicht. Dazu zählen unter anderem das europäische Wealth
Management und das Geschäft mit alternativen Anlageprodukten, das
Investment Banking und das Prime-Brokerage-Geschäft sowie, bereichsübergreifend,
die Region Asien und den Pazifikraum. Diese Geschäftsfelder
entwickeln sich zu bedeutenden Ertragsquellen, deren Beiträge
uns weitere Investitionen erlauben in neue Bereiche, die zu unserer
Strategie passen. Dies wird uns helfen, nachhaltig zu wachsen und auch
in Zukunft für unsere Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre attraktiv zu
bleiben.
14. Februar 2006
UBS
Marcel Ospel | Peter Wuffli |
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