UBS AG
Screenreader-optimierte Version für sehbehinderte und blinde BesucherHome | Accessibility | Zoom Version | Lokale Sitemap | eng deu
   
Aktionäre & Analysten
Quartalsbericht  
     
At a Glance
Financial Businesses
Industrial Holdings
Balance Sheet & Capital Management
Financial Statements
Contacts
 

Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Aktionärsbrief herunterladen
Marcel Ospel & Peter Wuffli

Marcel Ospel & Peter Wuffli

 

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Kurs Ihrer UBS-Aktien hat erst vor kurzem einen neuen Höchststand erreicht. Es freut uns, Ihnen gleich noch einen weiteren Rekord mitteilen zu können: Das dritte Quartal 2005 war unser bisher erfolgreichstes, obwohl der Sommer im Finanzdienstleistungsgeschäft normalerweise die ruhigste Periode des Jahres darstellt. Der Ihnen – unseren Aktionärinnen und Aktionären – zurechenbare Reingewinn lag bei 2 770 Millionen Franken, wovon 2 642 Millionen Franken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft stammten. Dies entspricht einer Zunahme von 67% gegenüber dem dritten Quartal 2004. Vor Goodwill war das Ergebnis 50% höher als vor einem Jahr; damals herrschten im Handel weniger positive Marktverhältnisse. Der Geschäftsertrag im dritten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahr um 27% auf 10 711 Millionen Franken. Zu diesem Wachstum haben praktisch alle Geschäftsbereiche von UBS beigetragen.

Im Wealth Management und im Asset Management profitierten wir von höheren Neugeldzuflüssen und steigenden Bewertungen an den Märkten, was zu einer Zunahme der vermögensabhängigen Einnahmen führte. Der Erfolg unseres Ausleihungsgeschäfts im Wealth Management erweist sich auch weiterhin als wichtige und stabile Einnahmequelle. Der Anstieg der verwalteten Vermögen und die sehr hohen performanceabhängigen Einnahmen in den Bereichen alternative und quantitative Anlagen verhalfen unserer Asset-Management- Einheit zum besten je erzielten Quartalsgewinn vor Steuern. Sie leistet damit einen zunehmend wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis von UBS – dies dank ihrer breit diversifizierten Anlagepalette und ihrem Erfolg bei Drittvertriebspartnern.

Das dritte Quartal war geprägt durch vermehrte Aktivitäten der Unternehmenskunden, für die sich unsere Investment Bank als bevorzugter Anbieter zu etablieren vermochte. Die Einkünfte aus der Beratung von Unternehmenskunden haben sich seit dem dritten Quartal 2004 praktisch verdoppelt. Günstigere Marktbedingungen im dritten Quartal 2005 haben auch zu einer Belebung des Geschäfts mit privaten und institutionellen Investoren geführt. Im Aktiengeschäft erzielten wir das beste Ergebnis der vergangenen vier Jahre, gestützt auf den Derivatehandel, Prime Brokerage sowie den Eigenhandel. Im Bereich Fixed Income, Rates and Currencies setzte gegenüber dem dritten Quartal 2004 eine deutliche Erholung ein, indem es uns gelang, Marktchancen wahrzunehmen und in jenen Segmenten, auf die wir fokussiert sind, das Geschäftsvolumen für unsere Kunden zu erhöhen. Zurzeit suchen wir nach Möglichkeiten zur Erweiterung unserer Präsenz auf neue Gebiete, um so unsere Wettbewerbsstellung wahren und weiter ausbauen zu können.

Der Personalaufwand erhöhte sich im dritten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahr um 29% auf 5 320 Millionen Franken, hervorgerufen durch leistungsabhängige Vergütungen und den in allen Teilen des Unternehmens angewachsenen Personalbestand. Der Sachaufwand stieg um 2% auf 1 648 Millionen Franken, primär infolge höherer Rückstellungen für Prozessrisiken bei Wealth Management USA. Ungeachtet der anhaltenden Expansion unseres Geschäfts bleiben die Kosten strikt unter Kontrolle. Unser Aufwand-Ertrags-Verhältnis sank auf den tiefsten Stand seit 2000 und lag bei 68,5%, was gegenüber den 72,7% vor einem Jahr (vor Goodwill) eine markante Verbesserung bedeutet.

Die Performance überzeugt auch im Vergleich zu unseren übrigen Zielen. Der Neugeldzufluss im Wealth Management war im dritten Quartal mit 31,1 Milliarden Franken ungewöhnlich hoch. Kunden im US-Markt trugen dazu 9,9 Milliarden Franken bei. Internationale Kunden, insbesondere in Asien und den fünf europäischen Kernmärkten, vertrauten uns Neugelder im Umfang von 19,3 Milliarden Franken an. In der Schweiz verzeichneten wir in drei aufeinander folgenden Quartalen einen positiven Neugeldzufluss; dieser lag in der Berichtsperiode bei 1,9 Milliarden Franken. Einschliesslich der rekordhohen Zuflüsse von 19,9 Milliarden Franken im Asset- Management-Geschäft waren die Nettoneugelder innerhalb der gesamten UBS mit 51,2 Milliarden Franken aussergewöhnlich hoch.

Das Ergebnis pro Aktie im dritten Quartal betrug 2.75 Franken – eine Steigerung um 55% gegenüber den 1.77 Franken (vor Goodwill) im dritten Quartal 2004. Die Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate des Jahres 2005 lag mit 29,0% deutlich oberhalb der anvisierten Zielspanne von 15–20%.

Unsere strategischen Initiativen kommen gut voran. Nach einer reibungslosen Übergangsphase ist die Einheit Wealth Management USA heute Teil einer global operierenden Unternehmensgruppe, zu der auch das Geschäft mit der internationalen und der Schweizer Kundschaft gehört. Die Vorbereitungen für den Start von Dillon Read Capital Management sind in vollem Gang – die auf alternative Anlagen spezialisierte Einheit stösst kundenseitig auf wachsendes Interesse und wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2006 ihre Tätigkeit aufnehmen.

Ende September verwirklichten wir in China einen weiteren wichtigen Schritt unserer Strategie für diesen Markt. Die Zusammenarbeit mit der Bank of China erlaubt es beiden Partnern, ihre jeweiligen Stärken einzubringen und gemeinsam neue Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Investmentbanking und Wertschriften in China zu entwickeln. UBS erwirbt zu diesem Zweck eine Beteiligung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar an der Bank of China, zu der wir schon seit über einem halben Jahrhundert geschäftliche Beziehungen unterhalten. Aus dieser Partnerschaft sind einige der innovativsten Transaktionen am chinesischen Kapitalmarkt hervorgegangen. Ebenfalls im September haben wir bekannt gegeben, dass der Pekinger Staatsrat einen Vorschlag zur Restrukturierung von Beijing Securities genehmigt hat. An der Restrukturierung beteiligt sich neben SASAC Beijing sowie der International Finance Corporation auch UBS. Dadurch würden wir zum ersten ausländischen Institut mit direktem Besitzanteil – inklusive Managementkontrolle – an einem chinesischen, voll lizenzierten Wertschriftenhaus.

Ungefähr zur gleichen Zeit haben wir einen Vertrag zum Verkauf unserer 55,6%igen Aktienbeteiligung an Motor-Columbus an ein Konsortium schweizerischer Atel-Minderheitsaktionäre, die EOS Holding und die Atel sowie an die französische EDF unterzeichnet. Der Verkaufspreis beträgt rund 1,3 Milliarden Franken. Daraus erwarten wir einen Gewinn vor Steuern von zirka 350 Millionen Franken. Die Transaktion muss noch von verschiedenen in- und ausländischen Behörden genehmigt werden und kann frühestens Anfang 2006 vollzogen werden. Mit dem Verkauf ihrer Beteiligung an Motor- Columbus schafft UBS die Voraussetzungen für die Bildung einer bedeutenden schweizerisch-europäischen Energiegesellschaft mit Schweizer Mehrheit.

Anfang September haben wir ausserdem den Verkauf unserer Private Banks & GAM an Julius Bär bekannt gegeben, unter Vorbehalt der notwendigen Genehmigungen und erfolgreichen Finanzierung. Der Verkauf steht im Einklang mit der Strategie, die UBS in den letzten Jahren bezüglich Private Banks & GAM verfolgt hat. 2003 schufen wir eine separate Plattform für unsere unabhängigen Privatbanken, um es diesen zu erlauben, ihr Wertschöpfungs- und Wachstumspotenzial besser auszunutzen. Darüber hinaus sollte es ihnen dadurch ermöglicht werden, eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Schweizer Private-Banking-Marktes zu spielen. UBS hat verschiedene Optionen geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass der Verkauf an Julius Bär die beste Lösung für alle Beteiligten darstellt. Wir erwarten daraus einen Vorsteuergewinn von mindestens 3,5 Milliarden Franken, der bei Abschluss der Transaktion – voraussichtlich im vierten Quartal 2005 – verbucht wird.

Aus dem Verkauf der Motor-Columbus-Beteiligung und der Einheit Private Banks & GAM resultieren flüssige Mittel in beträchtlichem Umfang, und diese werden wir für Investitionen in organisches Wachstum oder für ausgewählte Ergänzungsakquisitionen verwenden. Dies hat für uns nach wie vor erste Priorität – sofern sich entsprechende Gelegenheiten bieten. Fehlen diese aber, so werden wir auch weiterhin Kapital an Sie, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, zurückerstatten. Aktienrückkäufe und Dividenden bleiben dabei wichtige Instrumente.

Ausblick – In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat UBS in allen Bereichen, in denen sie tätig ist, hervorragend gearbeitet. Diese Leistung beruht auf der starken Generierung von Neugeldern, dem wachsenden Erfolg der Investment Bank bei Kunden sowie der Fähigkeit von UBS, die sich bietenden Marktchancen zu nutzen. Die Märkte haben seit Ende des dritten Quartals leicht nachgelassen. Ungeachtet dessen freuen wir uns darauf, mit 2005 ein Jahr abzuschliessen, das heute schon als eines unserer bisher erfolgreichsten gelten darf.


1. November 2005

UBS

Marcel Ospel
Präsident des
Verwaltungsrates

Peter Wuffli
Präsident der Konzernleitung
und Chief Executive Officer

Important legal information - please read the disclaimer before proceeding.
Products and services in these webpages may not be available for residents of certain nations. Please consult the sales restrictions relating to the service in question for further information.
© UBS 1998-2008. All rights reserved.
Privacy Policy

 
Suche in
 
Search