UBS AG
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1999

Wichtige Ereignisse:
Schweiz und die Welt

Wichtige Ereignisse:
UBS AG

1999

Implementierung der Europäischen Währungsunion

Am 1. Januar erfolgt die Einführung des Euro als Einheitswährung in Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Spanien. Zu Beginn liegen die Wechselkurse bei ca. 1,18 USD und 1,61 CHF. Banknoten und Münzen werden erst ab 1. Januar 2002 in Umlauf gebracht.

Am 7. Januar eröffnet der Senat in Washington ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Bill Clinton im Zusammenhang mit der Affäre um Monica Lewinsky. Seit 130 Jahren ist dies das erste Verfahren dieser Art. Am 12. Februar spricht der Senat Clinton von Meineid und Amtsbehinderung frei.

Alle Mitglieder der EU Kommission - inklusive Präsident Jacques Santer - treten am 16. März gemeinsam zurück, nachdem eine Gruppe von Experten ihnen schlechtes Management, mangelnde Kontrolle und Vetternwirtschaft vorgeworfen hatte.

Der Dow-Jones-Index durchbricht zum ersten Mal überhaupt die zwei wichtigen Marken von 10'000 (16. März) und 11'000 Punkten (3. Mai) und erreicht 11'014 Punkte.

Der Schweizer Bertrand Piccard wird der erste Mensch, der Non-stop die Erde in einem Heissluftballon umrundet. Nach seinem Start in der Schweiz landet er nach 19-tägigem Flug am 20. März mit seinem britischen Co-Piloten Brian Jones in der ägyptischen Wüste.

Am 24. März beginnt die NATO mit Luftangriffen in Jugoslawien, welche bis zum Juni andauern.

In einer Volksabstimmung genehmigt das Schweizer Volk am 18. April die Revision der Bundesverfassung von 1874 mit 59,2% Ja-Stimmen.

Am 22. September beginnt die russische Armee mit ihrer Offensive in Tschetschenien, welche für den Rest des Jahres andauert und mit der totalen Zerstörung der Hauptstadt Grosny endet.

Die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO endet am 4.Dezember in Seattle erfolglos. Die 134 Mitgliedstaaten vereinbaren zwar weitere Schritte bei der Liberalisierung des Welthandels. Das Treffen wird aber von gewaltsamen Ausschreitungen überschattet.

Am 6. Dezember erteilt das Volcker-Komitee (Independent Committee of Eminent Persons, ICEP) den Schweizer Banken in seinem Schlussbericht über nachrichtenlose Konten – mit wenigen Ausnahmen – gute Noten. Beweise, die auf einen Missbrauch von nachrichtenlosen Vermögen oder die absichtliche Zerstörung von Dokumenten hindeuten, sind nicht gefunden worden.

Die Bergier-Kommision (Unabhängige Expertenkommission: Schweiz - Zweiter Weltkrieg, UEK) publiziert am 10. Dezember ihren Bericht zur Flüchtlingspolitik der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Einige der Resultate sind kontrovers, werden angezweifelt und führen zu heftigen Diskussionen in der nationalen Presse. Speziell kritisiert wird die fehlende Einbettung des Berichts in den internationalen Kontext und die Tatsache, dass die Schweiz mehr Flüchtlinge aufgenommen hat als beispielsweise die USA.

Am 26. Dezember überquert der Sturm "Lothar" Europa und die Schweiz und hinterlässt schwere Verwüstungen. In der Schweiz verursachen die Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h Schäden in der Höhe von über 1 Milliarde CHF.

Der russische Präsident Boris Jelzin tritt am 31. Dezember überraschend zurück und übergibt sein Amt Premierminister Wladimir Putin.

Alex Krauer

 

An seiner Sitzung vom 27. Januar bestätigt der Verwaltungsrat der UBS Alex Krauer als Präsidenten und setzte damit ein Zeichen für die Kontinuität in der Führung des Aufsichtsorgans. Alex Krauer gibt bekannt, sein Mandat bis zur ordentlichen Generalversammlung der UBS AG im Jahr 2002 ausüben zu wollen.

UBS AG und Rentenanstalt/Swiss Life geben am 19. Februar ihre Absicht bekannt, die seit 1995 mit der ehemaligen Schweizerischen Bankgesellschaft bestehende Kooperationsvereinbarung aufzulösen. UBS verkauft ihre 25% Beteiligung an Rentenanstalt/Swiss Life, die ihrerseits 100% vom gemeinsamen Joint-Venture UBS Swiss Life sowie den 49% Anteil der UBS an der gemeinsamen Immobilientochter Livit übernimmt.

UBS verkauft das internationale Handelsfinanzierungsgeschäft an die Standard Chartered PLC. In der Schweiz wird das Geschäft in den Unternehmensbereich Privat- und Firmenkunden eingegliedert (5.März).

Um ihre Führungsposition im Bereich Private Banking weiter auszubauen, übernimmt UBS die internationalen Private-Banking-Aktivitäten der Bank of America in Europa und Asien und gliedert diese in bereits bestehende UBS- Einheiten ein. Das Gesamtvolumen dieses Kundengeschäfts übersteigt 6 Milliarden USD (11. März).

Die Mehrheitsbeteiligung an der Argor-Heraeus SA wird von UBS an die W.C. Heraeus GmbH mit Sitz in Hanau, Deutschland, verkauft, welche bereits zu 25% an Argor beteiligt ist. Die Argor-Heraeus mit Sitz in Mendrisio ist in der Edelmetallverarbeitung tätig, hauptsächlich mit Gold (11. März).

UBS (Konzern) schliesst das Geschäftsjahr 1998 mit einem Reingewinn von 3,0 Milliarden CHF ab. Der Personalbestand im Konzern fiel um 7'165 auf 48'011. Das Eigenkapital belief sich auf total 32,4 Milliarden CHF und die Bilanzsumme betrug 981,6 Milliarden CHF (12. März).

Eine Reihe von personellen Veränderungen an der Konzernspitze werden am 12. März bekanntgegeben, welche schrittweise nach der Generalversammlung vom 22. April 1999 vollzogen werden.

UBS erweitert das Kursabfrageangebot im Internet. Ab sofort können 120'000 Finanzinstrumente unentgeltlich abgefragt werden. “UBS Quotes„ wurde im Januar 1998 durch die ehemalige Schweizerische Bankgesellschaft eingeführt und zählt bereits 7,3 Millionen Hits pro Monat (25. März).

Am 4. Mai 1998 hatte die Eidgenössische Wettbewerbskommission die Fusion zwischen der Schweizerischen Bankgesellschaft und dem Schweizerischen Bankverein genehmigt. Eine der Auflagen war, dass die neue Bank UBS AG eine Anzahl ihrer im Retailgeschäft tätigen Geschäftsstellen in wettbewerbskritischen Regionen auf einen oder mehrere Konkurrenten zu übertragen hat. Am 29. März 1999 genehmigt die Wettbewerbskommission den Verkauf von 12 UBS-Geschäftsstellen.

Die erste ordentliche Generalversammlung der UBS findet am 22. April statt. Den Organen der des Unternehmens wird Entlastung erteilt und einer Dividende von 10 CHF zugestimmt.

13 Unternehmen des Wertpapierhandels, unter ihnen UBS, formulieren Vorschläge zur Restrukturierung des Clearing- und Abwicklungsprozesses (clearing and settlement) in Europa, um dessen Infrastruktur zu rationalisieren (25. Mai).

UBS (France) S.A. nimmt am 1.Juni in Paris ihre Private Banking-Aktivitäten auf.

Am 1.Juni eröffnet Warburg Dillon Read in Opfikon (Zürich) einen neuen Handelsraum. Mit 650 Arbeitsplätzen auf 4'745 m2 ist er der grösste in Europa.

UBS unterzeichnet in einer Grundsatzvereinbarung mit einem Konsortium unter der Leitung der Maag Holding AG über den Verkauf von 87 Liegenschaften. Rund 70 % davon sollen mittel- bis langfristig von der UBS für den Eigenbedarf gemietet werden. Die Immobilien verteilen sich auf die ganze Schweiz mit Schwerpunkt im Raum Zürich-Basel-Bern. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 0,9 Milliarden CHF (2.Juni).

UBS veröffentlicht ihren Umweltbericht 1998/99. Als erste Bank ist sie mit dem ISO Zertifikat 14001 für ihr weltweites Umweltmanagement im Bankgeschäft zertifiziert worden. Ausgezeichnet wurde auch der Bankbetrieb in der Schweiz (28.Juni).

Am 14. September erneuert die UBS in den USA ihr ADR (American Depositary Receipt) Programm. Es ersetzt die Programme, welche der Schweizerische Bankverein (1993) und die Schweizerische Bankgesellschaft (1994) aufgelegt hatten. Durch den Verkauf von ADRs können amerikanische Anleger UBS-Aktien erwerben.

UBS erwirbt die auf den Bermudas domizilierte Global Asset Management (GAM) und stärkt so ihr Vermögensverwaltungsgeschäft für Privatkunden. GAM ist eine diversifizierte Vermögensverwaltungsgruppe, welche Vermögen in der Höhe von 21 Milliarden CHF verwaltet. Diese umfassen in erster Linie Portefeuilles und Anlagefonds von Privatkunden sowie institutionelle Mandate. GAM verfügt weltweit über Niederlassungen in allen wichtigen Finanzzentren (14. September). Die Übernahme wird am 17. Dezember abgeschlossen.

UBS Brinson erwirbt Allegis Realty Investors LLC und erweitert so die Palette an Dienstleistungen im Immobilienanlagegeschäft. Die neue kombinierte Einheit wird Immobilienvermögen in der Höhe von 9,1 Milliarden USD verwalten und hat ihren Sitz in Hartford, Connecticut, USA (16.September).

Ab 1. Oktober baut UBS in der Schweiz ihr 24h Banking markant aus und setzt so im Rahmen ihres Multichannel-Ansatzes auf die Individualität und Selbständigkeit ihrer Kunden (Geschäftsstellen, Automaten, Phonebanking, Telebanking).

Mit Fund Gate schaltet UBS eine umfassende Datenbank über die UBS Anlagefonds im Internet auf. Dem Anleger wird damit ein einfacher und direkter Zugriff auf eine Vielzahl relevanter Informationen ermöglicht (6. Oktober)

An ihrem jährlich stattfindenden Investor's Day vom 14. Dezember hat UBS einige strategische Initiativen präsentiert: Erweiterung der E-Services in Europa, eine Revision ihrer Politik bei der Kommunikation der finanziellen Ziele, den Antrag für eine Registrierung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) und ein Aktienrückkaufprogramm für UBS-Aktien.

UBS AG, Credit Suisse Group und die Konkursverwaltungen der Biber Holding AG schliessen einen Vergleich ab, der alle Ansprüche gegenüber den beiden Grossbanken umfasst (16. Dezember).

Seite zuletzt geändert am: 9. März 2007, 15:04

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