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Risk Management in Global Wealth Management & Business Banking
Risk Management in Global Wealth Management & Business Banking

Global Wealth Management & Business Banking

Die Einschätzung von Umweltrisiken erfolgt in der Unternehmensgruppe Global Wealth Management & Business Banking im Rahmen eines dreistufigen Prozesses. Der Kundenberater analysiert in einem ersten Schritt die finanziellen Risiken, die mit Umweltaspekten wie der Einhaltung der Umweltgesetze, der Arbeitssicherheit, Altlasten und Naturgefahren verbunden sind. Lassen sich Risiken nach der ersten Prüfung nicht ausschliessen, nimmt ein Credit Officer eine zweite Prüfung vor. Er beurteilt, ob die ermittelten Risiken transparent genug sind, um die Kreditentscheidung treffen zu können. Transaktionen, die ein erhöhtes Umweltrisiko mit sich bringen, werden einer dritten Prüfung – einer detaillierten Umweltrisikoprüfung – unterzogen.

Diese Dienstleistung erbringt das Kompetenzzentrum für Umweltrisiken der Unternehmensgruppe. 2007 wurden 36 solche detaillierten Bewertungen durchgeführt.

Global Wealth Management & Business Banking
Fallbeispiele

2007 – Kohlebergbau in China
Ein Kunde beantragte bei UBS einen Dispositionskredit für seine Kohlebergbauaktivitäten in Südchina. Da diese Industrie erhöhten Umweltrisiken ausgesetzt ist, führte die Fachstelle für Umweltrisiken von Global WM&BB eine vertiefte Due Diligence dieser Transaktion durch.

Bei der Due Diligence wurden Berichte von unabhängigen Dritten berücksichtigt, aus denen hervorging, dass sich das Unternehmen proaktiv mit Fragen der Umwelt, des Arbeitsschutzes und der Sicherheit auseinandergesetzt hatte. Ausserdem gab es keinen Hinweis, dass die Geschäftspraktiken des Unternehmens von den international üblichen Best Practices abweichen. Folglich bewilligte UBS den Kredit.

2007 – Wasserkraft in Lateinamerika
Auf Anregung einer europäischen Bank sollte UBS eine Bietungsgarantie für ein Konsortium eines Wasserkraftprojektes in Lateinamerika stellen. Da Wasserkraft ein ökologisch sensitiver Sektor ist, wurden die Umweltrisiken der Transaktion durch die Fachstelle für Umweltrisiken eingehend geprüft. Es wurden schwerwiegende Umweltrisiken identifiziert, die jedoch in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht angemessen beurteilt werden konnten. In Übereinstimmung mit ihrer Umweltpolitik beschloss UBS, die Transaktion nicht weiter zu verfolgen.

2005 – Verschiffung von Holz von Zentralafrika nach Europa
Nachdem ein Zahlungsauftrag eines Kunden für eine Verschiffung von Holz von Zentralafrika nach Europa eingegangen war, ergaben die Umweltkreditrisiko-Prozesse von Global WM&BB, dass eine detaillierte ökologische Due-Diligence-Prüfung erforderlich war.

Die Fachstelle für Umweltrisiken von Global WM&BB führte das Due-Diligence-Verfahren durch, das auch ein Gespräch mit der Unternehmensleitung und unabhängigen Forstexperten umfasste. Mit dem Verfahren sollte sichergestellt werden, dass das Holz unter nachhaltigen Bedingungen geschlagen wurde und aus legalen Quellen stammte.

Die Sorgfaltsprüfung bestätigte, dass der Kunde hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien professionell vorging. Die geschäftlichen Aktivitäten des Kunden im Tropenwald waren in Übereinstimmung mit internationalen Normen und Best Practice.

Seite zuletzt geändert am: 12. Juni 2008, 07:20

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