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UBS Bankfachwörterbuch 
Wachstumsaktie / action de croissance / azione di crescita / growth stock
Aktie, deren innerer Wert aufgrund der überdurchschnittlichen Ertragskraft des Unternehmens stark im Ansteigen begriffen ist. Dementsprechend ist bei einer Wachstumsaktie auch ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis gerechtfertigt. Verschlechtern sich die Wachstumsvoraussetzungen, ändern sich auch die Kursgewinnchancen; dementsprechend ändert sich dann auch die anlagepolitische Beurteilung des Titels.
Wachstumsrate / taux de croissance / tasso di crescita / growth rate
Auch: Zuwachsrate. Kennziffer, die angibt, um wie viele Prozente die betreffende Grösse (z.B. das reale Bruttoinlandprodukt) in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr) zugenommen hat.
Wagniskapital / capital de risque / capitale di rischio / venture capital
Risikotragendes Kapital, das wachstumsträchtigen, meist jüngeren Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, in der Regel in Form von zeitlich befristeter Beteiligung am Gesellschaftskapital.
Währung / monnaie / moneta / currency
Geldsystem eines Landes oder einer Ländergruppe. Je nach dem internationalen Vertrauen, das eine Währung geniesst, spricht man einerseits von einer harten, starken oder stabilen Währung, anderseits von einer weichen oder schwachen Währung. Siehe auch Aussenwert, ISO-Währungscode.
Währungseinheit / unité monétaire / unità monetaria / currency unit
Geldeinheit eines Landes (z.B. Schweizer Franken) oder eines internationalen Währungssystems (z.B. Euro).
Währungsparität / parité de change / parità monetaria / exchange rate parity
Offiziell festgesetztes Wertverhältnis einer Währung gegenüber anderen Währungen, z.B. Dollarparität (= Wertverhältnis gegenüber dem USD), oder gegenüber dem Gold (Goldparität).
Währungs-Swap / échange de devises / swap su valute / currency swap
Auch: Swap, Cross-Currency-Swap. Tausch eines Kapitalbetrags und der resultierenden Zinsbeträge in einer Währung in einen Kapitalbetrag und die resultierenden Zinsen in einer anderen Währung.
Währungsunion / union monétaire / unione monetaria / monetary union
Gemeinschaft von Ländern, die über eine einheitliche Währung und eine gemeinsame Zentralbank verfügen. Beispiel: Europäische Währungsunion. Siehe auch Währungszone.
Währungszone / zone monétaire / area monetaria / currency zone
Auch: Währungsraum. Räumlicher Geltungsbereich einer Währung. Die Währungszone fällt in der Regel mit dem Staatsgebiet zusammen, weil sie durch die Währungsordnung definiert ist. Eine überstaatliche Währungszone ist dann gegeben, wenn verschiedene Währungen durch Konvertibilität und fixe Wechselkurse verbunden sind. Beispiel: GBP-Zone. Siehe auch Währungsunion.
Wall Street
Auch: Wallstreet. Im Börsenjargon Synonym von New York Stock Exchange bzw. Finanzplatz von New York. Die Wall Street ist eine durch das Finanzzentrum von New York führende Strasse.
Wandelanleihe / emprunt convertible / prestito convertibile / convertible bond issue
Anleihe, die unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen in Aktien oder Partizipationsscheine der betreffenden Gesellschaft umgewandelt werden kann.
Wandelparität / parité de conversion / parità di conversione / conversion parity
Die Wandelparität zeigt ihn, wie teuer den Anleger ein Beteiligungspapier über die Ausübung seines Wandelrechts zu stehen kommt. Wandelparität = Nominalwert x Kurs / Anzahl Aktien pro Wandelanleihe +/- Zahlung pro Aktie.
Wandelprämie / prime de conversion / premio di conversione / conversion premium
Preisunterschied zwischen dem Erwerb einer Aktie via Wandlung einer Wandelobligation und dem direkten Erwerb der entsprechenden Aktie an der Börse zum Aktienkurs. Die Wandelprämie bringt zum Ausdruck, um wie viele Prozente teurer Aktien zu stehen kommen, wenn sie durch Kauf und anschliessende Umwandlung von Wandelobligationen erworben werden.
Wandelpreis / prix de conversion / prezzo di conversione / conversion price
Bei der Emission von Wandelobligationen festgelegter Wandelpreis für den Umtausch von Wandelobligationen in Aktien oder Partizipationsscheine.
Wandelrecht / droit de conversion / diritto di conversione / conversion right
Auch: Wandlungsrecht. Mit der Wandelobligation untrennbar verbundenes Recht zur Umwandlung in Aktien oder Partizipationsscheine der betreffenden Gesellschaft.
Warenfonds / fonds spécialisé dans les contrats sur marchandises / fondo specializzato in contratti su merci / commodity fund
Auch: Commodity-Fonds. Anlagefonds, der sein Vermögen hauptsächlich in Warenpapieren oder handelbaren Rohstoffen anlegt.
Warenterminkontrakt / contrat à terme sur marchandises / contratto per consegna a termine di beni reali / commodity futures
Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge bestimmter physischer Güter (z.B. Getreide, Metalle, Erdöl) zu einem im Voraus festgelegten Preis an einem zukünftigen fixen Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen.
Warenwechsel / effet de commerce / cambiale commerciale / trade bill
Auch: Handelswechsel. Wechsel, dem eine Warentransaktion zugrunde liegt. Siehe auch Finanzwechsel.
Warrant / warrant / warrant / warrant
(1) Warenverpfändungs- oder Lagerschein. In vielen Ländern haben Warrants Wertpapiercharakter.
(2) Bei Wertpapieremissionen: Synonym von Optionsschein.
Wechsel / effet de change / cambiale / bill of exchange
Nach gesetzlichen Formvorschriften ausgestelltes Wertpapier mit der unbedingten Anweisung des Ausstellers an den Bezogenen, eine bestimmte Geldsumme zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Begünstigten zu zahlen. Der Wechsel ist von Gesetzes wegen ein Orderpapier und durch Indossament übertragbar. Diskontkredit bei Verkauf des Wechsels an eine Bank unter Abzug eines Diskonts. Siehe auch gezogener Wechsel, Eigenwechsel, Akzept, Tratte.
Wechselbürgschaft / aval / avallo cambiario / bill guarantee
Auch: Aval. Durch Unterschrift auf dem Wechsel eingegangene solidarische Haftung des Wechselbürgen bzw. des Avalisten für die Verpflichtung des eigentlichen Wechselschuldners. Siehe auch Bürgschaft.
Wechselkurs / taux de change / corso del cambio / exchange rate
Kurs, zu dem Noten, Münzen oder Buchgeldbeträge eines Landes in die Währung eines anderen Landes umgewechselt werden.
Wechselkursmechanismus / mécanisme de change / meccanismo di cambio / exchange rate mechanism
Mit dem Beschluss des Europäischen Rats vom 16. Juni 1997 über die Errichtung eines Wechselkursmechanismus (WKM II) in der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion wurde das Europäische Währungssystem (EWS) ersetzt. Mit diesem Wechselkursmechanismus sollen Währungsstabilität und -solidarität zwischen den Staaten, die den EUR einführen, und denen, die dies nicht tun, sichergestellt werden. Hauptziel: Allzu grosse Währungsschwankungen zwischen dem EUR und den Währungen der Nichtteilnehmer sollen verhindert werden.
Wechselnehmer / preneur d'un effet / prenditore / payee
Auch: Zahlungsempfänger, Remittent. Person oder Firma, an die oder an deren Order nach Angabe des Ausstellers gezahlt werden soll.
Wechselobligo / engagement de change / obbligazione cambiaria / liability under bills of exchange
Auch: Wechselverpflichtung. Haftung aus der Unterschrift auf einem Wechsel.
Wechselpension / mise en pension d'effets / pensione di effetti / loan against pledged bill
Belehnung von Wechseln durch die Bank, wobei sie die vom Kunden blanko indossierten Wechsel als Pfand (in Pension) erhält.
Wechselportefeuille / portefeuille effets / portafoglio cambiario / bill portfolio
Gesamtheit der von einer Bank diskontierten Wechsel.
Wechselprolongation / prolongation d'un effet / proroga di cambiale / bill renewal
Verlängerung der Laufzeit eines Wechsels durch Hinausschieben des Verfalldatums. Dies geschieht in der Regel durch Anbringung eines Vermerks auf der Vorderseite: «Prolongiert auf den ...».
Wechselprotest / protêt d'effet de change / protesto cambiario / protest of a bill of exchange
Auch: Protest. Öffentlich beurkundete Feststellung der Zahlungsverweigerung eines Wechselschuldners. Der Wechselinhaber erhebt einen solchen Protest, wenn der Schuldner am Fälligkeitstag seinen Wechsel nicht einlösen und beim Wechselaussteller auch keine Wechselprolongation erreichen kann. Dieser Protest gibt dem Wechselinhaber das Recht, von einem Wechselvorbesitzer oder dem Wechselaussteller durch Wechselregress die Wechselsumme, Zinsen seit dem Fälligkeitstag, Protestkosten und andere Auslagen sowie eine Vergütung zu verlangen.
Wechselstrenge / poursuite pour effets de change / rigore cambiario / summary bill enforcement procedure
Besonders rasches, summarisches Verfahren der Konkursbetreibung, das nur bei Wechsel- und Checkschuldnern anwendbar ist, die im Handelsregister eingetragen sind.
Wechselstube / bureau de change / ufficio cambi / exchange office
Veraltete, umgangssprachliche Bezeichnung für Bankabteilung bzw. Bankschalter, die/der sich mit dem Geldwechsel und verwandten Geschäftssparten (wie Münzenhandel, Reisecheck- und Kreditbriefgeschäfte) befasst.
weiche Währung / monnaie faible / moneta debole / soft currency
Eine weiche Währung ist nicht immer gegen eine andere frei eintauschbar (konvertierbar). Aus diesem Grund ist ein Investment in einer solchen Währung sehr riskant. Länder mit einer weichen Währung sind häufig durch hohe Inflationsraten, durch einen unausgeglichenen Staatshaushalt oder durch eine instabile politische Situation gekennzeichnet. Gegenteil: harte Währung.
Weisser Ritter / chevalier blanc / cavaliere bianco / white knight
Unternehmen, das bei einer geplanten feindlichen Übernahme dem Übernahmekandidaten zu Hilfe kommt. Oft kauft ein Weisser Ritter grössere Aktienpakete oder macht Fusionsangebote. Siehe auch Schwarzer Ritter.
Weltbank / Banque mondiale / Banca mondiale / World Bank
Kurzbezeichnung der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Die Weltbank wurde wie der Internationale Währungsfonds 1944 in Bretton Woods (USA) gegründet und hat ihren Sitz in Washington. Heute gehören beiden Institutionen mehr als 180 Staaten an. Die Schweiz ist seit Mai 1992 Mitglied. Oberstes Ziel der Weltbank ist die Bekämpfung der Armut. Die Weltbank gewährt vor allem langfristige Investitionskredite an Entwicklungsländer und finanziert langfristige Projekte zur Verbesserung der ökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen der Bevölkerung. Website: www.worldbank.org.
Wert / valeur / valuta; valore / (1) value date (2) value
(1) Synonym von Valuta (1).
(2) Allgemeiner Ausdruck für Wertpapiere (z.B. Chemiewerte, festverzinsliche Werte).
Wertberichtigung / réajustement de valeur / rettifica di valore / value adjustment
Anpassung des Werts von Aktivposten der Bilanz an die wirklichen Wertverhältnisse.
Wertpapier / papier-valeur / titolo / security
Auch: Wertschrift, Valor, Titel. Schuldurkunde, mit der ein Recht derart verknüpft ist, dass es ohne Urkunde weder geltend gemacht noch auf andere übertragen werden kann.
Wertpapierkennnummer
In Deutschland übliche Bezeichnung für die Valorennummer.
Wertrecht / droit-valeur / diritto valore / book-entry securities
Unverbrieftes Recht aus einem vereinheitlichten und entmaterialisierten Wertpapier.
Wertschöpfung / création de plus-values / creazione di valore / value added
Von einem Unternehmen in einer bestimmten Periode geschaffener Wertzuwachs. Die Summe der Wertschöpfung aller Unternehmen eines Landes entspricht dem Bruttoinlandprodukt.
Wertschriftenclearing / clearing de titres / clearing dei titoli / securities clearing
Gegenseitige titel- und geldmässige Verrechnung der an der Börse getätigten Wertschriftentransaktionen der Banken bzw. Ringfirmen über gemeinsame Abrechnungsstellen. Dadurch wird nicht nur die technische Abwicklung der Wertschriftengeschäfte erleichtert, sondern es werden auch die Buchungen auf ein Minimum reduziert. Terminclearing umfasst die auf Termin gekauften und verkauften Wertpapiere, Comptant-Clearing dagegen die Kassageschäfte.
Wertschriftendepot / dépôt titres / deposito titoli / safekeeping account
Depot zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren.
Wertschriftenfonds / fonds de placement en valeurs mobilières / fondo di investimento in valori mobiliari / securities investment fund
Anlagefonds, dessen Vermögen in Aktien, Obligationen und andere Wertpapiere investiert wird.
Wertschriftenportefeuille / portefeuille titres / portafoglio titoli / securities portfolio
Gesamtheit der von einer Bank verwalteten Wertpapiere bzw. Wertschriftenanlagen eines einzelnen Kunden.
Wertschriftenverwaltung / administration de titres / gestione titoli / securities administration
Verwaltung von Wertschriftenportefeuilles.
Wholesale-Banking / wholesale banking / wholesale banking / wholesale banking
Grosskundengeschäft der Bank. Gegenteil: Retail-Banking.
widerrufliches Akkreditiv / accréditif révocable / credito documentario revocabile / revocable letter of credit
Akkreditiv, das jederzeit abgeändert oder widerrufen werden kann. Wegen der geringen Sicherheit ist das widerrufliche Akkreditiv sehr selten. Siehe auch Dokumentenakkreditiv.
Wiederanlagerabatt / rabais de réinvestissement / sconto di reinvestimento / reinvestment discount
Rabatt, der bei der Wiederanlage von Ausschüttungen eines Anlagefonds auf dem Ausgabepreis der Anteilsscheine gewährt wird.
Wiederbeschaffungswert / valeur de remplacement / valore di rimpiazzo / replacement value
Preis, den die Bank am Markt bezahlen müsste, um bei Ausfall einer Gegenpartei ein entsprechendes Ersatzgeschäft abzuschliessen. Als zuverlässigstes Mass für Kreditrisiken aus Derivativgeschäften gilt der laufende Wiederbeschaffungswert eines Kontrakts.
Window-Dressing / window-dressing / window dressing / window dressing
(1) Zweckgerichtete, kurzfristige Kursbeeinflussung durch institutionelle Investoren, um stichtagsbezogen eine bessere Fondsperformance auszuweisen.
(2) Bankbilanzpolitik: Erhöhung der Bilanzsumme durch Aufnahme von Interbankgeld auf einen Stichtag hin, um damit eine höhere Liquidität auszuweisen.
WINGS / WINGS / WINGS / WINGS
Abk. für Warrants Into Negotiable Government Securities. Optionsschein zum Bezug von US-Treasury-Bonds.
WIR / WIR / WIR / WIR
Abk. für Wirtschaftsring-Genossenschaft mit Sitz in Basel, die seit 1934 auf der Basis eines geschlossenen Geldkreislaufes ein bargeldloses Zahlungssystem betreibt. Siehe auch WIR-Check.
WIR-Check / chèque WIR / assegno WIR / WIR check
Buchungsauftrag einzelner Aussteller, die der Wirtschaftsring-Genossenschaft (WIR) angehören. WIR-Checks sind keine Checks im Sinne des schweizerischen Checkrechts. WIR-Buchungsaufträge führen nie zur Auszahlung in bar, sondern ermöglichen lediglich im Verrechnungsverkehr den Bezug von Waren und Dienstleistungen, die von WIR-Teilnehmern angeboten werden.
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