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Wealth Management Research
UBS Bankfachwörterbuch  
     
 

UBS Bankfachwörterbuch
UBS Bankfachwörterbuch

Sa

Sachwert / valeur réelle / valore reale / real asset
Wertbeständiger Vermögensteil (z.B. Immobilien, Edelmetalle, Rohstoff- oder Warenlager, Aktien). Eine Kapitalanlage in Sachwerten bietet in der Regel im Vergleich zu nominellen Forderungen (z.B. Obligationen) langfristig besseren Schutz vor Inflation und grössere Sicherheit gegen Kursverluste einer Währung. Hingegen ist sie grösseren Wertschwankungen unterworfen. Siehe auch Sachwertklausel.

Sachwertklausel / clause valeur réelle / clausola valore reale / real asset clause
Klausel zur Bindung der Höhe nomineller Forderungen an einen Sachwert oder an Preisveränderungen von Sachwerten. Sachwertanleihen sind Obligationenanleihen mit einer Sachwertklausel. Je nach Art der Bindung spricht man z.B. von einer Goldklausel oder einer Indexklausel.

Safe
Synonym von Tresorfach.

Saisonbereinigung / désaisonnalisation / destagionalizzazione / seasonal adjustment
Berücksichtigung saisonaler Schwankungen, um zu prüfen, in welchem Ausmass eine Änderung der ursprünglichen Daten die «tatsächliche» Entwicklung des Konjunkturverlaufs anzeigt.

Saisonkredit / crédit saisonnier / credito stagionale / seasonal loan
Kredit zur Überbrückung saisonal anfallender Finanzbedürfnisse eines Unternehmens (z.B. in der Modebranche). Sonderform des Betriebskredits.

Salärkonto / conto stipendio
Synonym von Privatkonto.

saldieren / clore / saldare / balance an account
Auch: abschliessen. Ermittlung des Saldos eines Kontos unter Verrechnung aller Zinsen und Spesen bis zum Tag der Saldierung.

Saldo / solde / saldo / balance
Differenz zwischen dem Total aller Sollposten und dem Total aller Habenposten eines Kontos.

Saldovortrag / report de solde / riporto a nuovo / balance brought forward
Saldo, der von einer abgeschlossenen Rechnungsperiode auf die nächste übertragen wird.

Sammelauftrag / ordre global / ordine globale / collective order
Zusammenfassung mehrerer einzelner Zahlungsaufträge auf einem Formular.

Sammelverwahrung / dépôt global / custodia collettiva / collective custody
Aufbewahrung von fungiblen Wertschriften nach Titelgattung durch die Bank oder eine zentrale Stelle, wobei ohne Nummernzuteilung festgehalten wird, wie viele Titel den einzelnen Kunden bzw. Banken gehören. In der Schweiz arbeiten die Banken bei der Sammelverwahrung der Wertschriften mit der SIS SegaInterSettle AG zusammen. Gegenteil: Einzelverwahrung.

Samurai-Bond / obligation «samurai» / samurai bond / samurai bond
JPY-Anleihe, die von nicht japanischen Schuldnern auf dem japanischen Primärmarkt emittiert und fast ausschliesslich ausserbörslich auf dem internationalen Sekundärmarkt gehandelt wird.

Sanierung / assainissement / risanamento / reorganization
Wiederherstellung der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit eines Unternehmens, z.B. durch straffere Handhabung der Finanzen, durch Kapitalabstriche oder durch Einbringung neuer Eigenmittel.

Sarbanes-Oxley-Act / loi Sarbanes-Oxley / Sarbanes-Oxley Act / Sarbanes-Oxley Act
US-amerikanisches Regelwerk, das in vielfältiger Weise die Corporate Governance verbessern soll. Ziel des Gesetzes ist die Stärkung des Anlegervertrauens in die Richtigkeit der veröffentlichten Finanzdaten von Unternehmen, die den amerikanischen Rechtsvorschriften unterliegen.

Säule 3a / prévoyance liée / pilastro 3a / pillar 3a
Komponente des nach dem 3-Säulen-Prinzip aufgebauten schweizerischen Vorsorgesystems. Während die Einlagen in die erste Säule (Alters- und Hinterlassenenversicherung; AHV) und die Mindestvorsorge im Rahmen der zweiten Säule (berufliche Vorsorge; BVG) von Gesetzes wegen erfolgen (Zwangssparen), handelt es sich bei der dritten Säule um die individuelle private Vorsorge. Diese teilt sich auf in die Säule 3a (steuerbegünstigte Vorsorge) und die Säule 3b (freies Sparen). Einlagen in die Säule 3a sind bis zu einem jährlichen Maximalbetrag für Erwerbstätige steuerbegünstigt.

Savings-Bond / savings bond / savings bond / savings bond
In den USA übliche, von der Regierung ausgegebene Anleihe. Für Savings-Bonds gibt es keinen Sekundärmarkt, sie bringen jedoch steuerliche Vorteile.

Sc

Schadloserklärung / revers / dichiarazione di manleva / declaration of indemnity
Erklärung, durch die sich der Erklärende, dem zur Kompensation des Verlustes von Wertpapieren, Coupons oder eines Sparheftes Ersatztitel ausgestellt wurden, verpflichtet, der betreffenden Bank bzw. der Gesellschaft einen möglichen Schaden aus missbräuchlicher Verwendung der vermissten Titel zu vergüten.

Schatzanweisung / bon du Trésor / buono del Tesoro / treasury note
Auch: Schatzschein, Schatzwechsel. Kurz- und mittelfristige Schuldverpflichtung des Staates in wechselähnlicher Form. In der Schweiz werden die Schatzanweisungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom Bund ausgegeben (Laufzeit meist 1 bis 2 Jahre; zum Teil auch drei Monate). Andere kurz- und mittelfristige Schuldverpflichtungen des Bundes wie auch der Kantone und Gemeinden werden heute in der Regel als Reskriptionen bezeichnet. Schatzanweisungen sind bei der Schweizerischen Nationalbank diskontierbar, sofern die Restlaufzeit drei Monate nicht übersteigt. In den USA unterscheidet man zwischen den kurzfristigen Treasury-Bills mit einer Laufzeit von drei bis zwölf Monaten und den mittelfristigen Treasury-Notes mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren.

Schatzschein
Synonym von Schatzanweisung.

Schatzungswert / valeur d'estimation / valore di stima / estimated value; appraised value
Wert eines Grundstücks, der aufgrund einer Bewertung durch Fachleute errechnet wird.

Schatzwechsel
Synonym von Schatzanweisung.

Scheck
Synonym von Check.

Scheckkarte
Synonym von Checkkarte.

Scheidemünze / monnaie divisionaire / moneta divisionale / divisional coin
Auch: Scheidegeld. Nicht vollwertige Münze, die nur in beschränktem Umfang als Zahlungsmittel angenommen werden muss (in der Schweiz höchstens 100 Münzen). Der Metallwert der Scheidemünzen ist in der Regel niedriger als der aufgeprägte Nennwert. Siehe auch Kurantmünze (1).

Schiffshypothek / hypothèque sur bateau / ipoteca navale / ship mortgage
Forderung, die durch ein im Schiffsregister eingetragenes Pfandrecht an einem Schiff sichergestellt ist.

Schliessfach
Synonym von Tresorfach.

Schlussdividende / dividende final / dividendo finale / final dividend
Dividende, die am Ende des Geschäftsjahrs ausgeschüttet wird, nachdem bereits während des Jahrs Quartals- oder Interimsdividenden ausbezahlt wurden.

Schlusseinheit / unité de cotation / lotto minimo / round lot
Auch: Round Lot. Mindestnominalwert für Obligationen bzw. Mindeststückzahl für Aktien, Fondsanteile und Optionen, die für eine Notierung an der Börse notwendig sind. Siehe auch Odd Lot.

Schlusskurs / cours de clôture / corso di chiusura / closing price
Der letzte notierte Kurs für ein bestimmtes Wertpapier während einer Börsensitzung. Gegenteil: Eröffnungskurs.

schmutziges Floating / flottement impur / fluttuazione controllata / dirty floating
Währungspolitik, die eine freie Wechselkursbildung grundsätzlich anerkennt, das Wechselkursniveau jedoch durch mehr oder weniger oft vorgenommene Interventionen zu beeinflussen versucht. Siehe auch Floating.

Schrankfach
Synonym von Tresorfach.

Schreiber
Synonym von Stillhalter.

Schuldbrief / cédule hypothécaire / cartella ipotecaria / mortgage note
Als Wertpapier ausgestattete Begründung einer persönlichen, grundpfandrechtlich gesicherten Forderung.

Schuldbuchforderung / créance inscrite au livre de la dette publique / credito scritturale / debt register claim
Im staatlichen Schuldbuch (in der Schweiz: eidgenössisches Schuldbuch) eingetragene Darlehensforderung gegenüber dem Staat. Für eine Schuldbuchforderung werden keine Wertpapiere ausgegeben. Die Schuldbuchforderung ist eine reine Buchforderung.

Schuldenkonsolidierungsabkommen / accord de consolidation de dettes / accordo di consolidamento del debito / debt rescheduling agreement
Abkommen zur Erstreckung der Fristen für die Schuldenrückzahlung, speziell durch Umwandlung kurzfristiger Schulden in mittel- und langfristige Darlehen, zur Entlastung stark verschuldeter Entwicklungsländer. Siehe auch Moratorium.

Schulden-Swap / échange de créances contre actifs / swap del debito / debt-equity swap
Auch: Swap. Temporäre Abtretungen bzw. Umwandlungen von Schulden in Aktien oder ähnliche Beteiligungen. Siehe auch Swap.

Schuldschein / reconnaissance de dette / riconoscimento di debito / borrower's note
Schriftliche Schuldanerkennung.

Schuldverschreibung
Synonym von Obligation.

Schwarzer Ritter / chevalier noir / cavaliere nero / black knight
Auch: Corporate Raider, Raider. Bezeichnung für ein Unternehmen, das eine Gesellschaft gegen den Willen ihres Managements zu übernehmen trachtet, indem es versucht, die Aktionäre der anvisierten Gesellschaft entgegen ihrem Management und Verwaltungsrat von der Übernahme zu überzeugen. Siehe auch Weisser Ritter.

Schweizer Börse / Bourse suisse / borsa svizzera / Swiss exchange
Offizieller Name: SWX Swiss Exchange.

Schweizer-Franken-Anleihe ausländischer Schuldner / emprunt en francs suisses de débiteurs étrangers / prestito in franchi svizzeri di debitori esteri / CHF bonds issued by foreign borrowers
Auch: Schweizer-Franken-Auslandsanleihe. In der Schweiz öffentlich aufgelegte, auf Schweizer Franken lautende, üblicherweise 5 bis 15 Jahre laufende Anleihe ausländischer Schuldner, die in der Regel als Straight-Anleihe, Wandelanleihe oder Optionsanleihe ausgestaltet ist.

Schweizer-Franken-Auslandanleihe / emprunt étranger en francs suisses / prestito estero in franchi svizzeri / CHF foreign bond
Synonym von Schweizer-Franken-Anleihe ausländischer Schuldner.

Schweizerische Bankiervereinigung / Association suisse des banquiers / Associazione svizzera dei banchieri / Swiss Bankers Association
Abk.: SBVg. Wirtschaftsverband zur Interessenvertretung des schweizerischen Bankgewerbes mit Sitz in Basel.

Schweizerische Nationalbank / Banque nationale suisse / Banca nazionale svizzera / Swiss National Bank
Abk.: SNB. Schweizerische Notenbank, deren drei gesetzliche Aufgaben in der Regelung des Geldumlaufs, der Erleichterung des Zahlungsverkehrs und der Führung einer den Landesinteressen dienenden Kredit- und Währungspolitik bestehen. Website: www.snb.ch.

Schwellenland
Synonym von Emerging Market.

Schwellenmarkt
Synonym von Emerging Market.

schweres Papier / titre lourd / titolo pesante / large-denomination share
Aktie mit einer hohen Stückelung oder mit einem Kurswert, der weit über dem Durchschnitt liegt.

Scrip / Scrip / scrip / scrip
In den USA übliche Bezeichnung für eine vorläufige Empfangsbestätigung für Anzahlungen, die von Aktionären auf noch nicht voll liberierte Aktien gemacht wurden.

SECOM-System / système SECOM / sistema SECOM / SECOM system
Auch: Settlement Communication System (früher: SEGA Communication System). Das SECOM-System ist eine technische Plattform für die Abwicklung von nationalen und internationalen Wertpapiergeschäften. SECOM ermöglicht als eines der wenigen Systeme weltweit die Abwicklung in Echtzeit. Das SECOM-System ist mit anderen Systemen wie beispielsweise dem SWX-System (Swiss Exchange der Schweizer Börse) und dem SIC-System (Swiss Interbank Clearing) vernetzt.

Securities and Exchange Commission / Securities and Exchange Commission / Securities and Exchange Commission / Securities and Exchange Commission
Abk.: SEC. Börsenaufsichtsbehörde in den USA.

Securities Lending and Borrowing / prêt et emprunt de valeurs mobilières / securities lending and borrowing / securities lending and borrowing
Abk.: SLB. Ausleihe von Wertschriften auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Erhalt einer Kommission und Stellung von Sicherheiten. Diese Finanzdienstleistung ist speziell für Grosskunden mit internationalen Wertschriftenbeständen geeignet. Eine Nachfrage entsteht v.a. für längerfristige Arbitrage-, Absicherungs- oder Finanzierungstransaktionen.

Securitisierung / mobiliérisation / securitization / securitization
Auch: Verbriefung. An den Finanzmärkten erkennbare Tendenz, Fremdkapital vermehrt durch Ausgabe von Wertschriften (engl. «securities») anstatt durch Kredite von Banken und anderen Finanzinstituten zu beschaffen.

Segmentinformationen / informations sectorielles / informazioni settoriali / segment information
Im Anhang zur Bilanz und Erfolgsrechnung eines Unternehmens aufgelistete, ergänzende Informationen, nach Unternehmensbereichen und geografischen Kriterien geordnet. Wird von den International Accounting Standards vorgeschrieben.

Seitwärtsbewegung / pause / movimento laterale / sideways movement
Auch: Seitwärtsentwicklung, Seitwärtstrend. Phase ohne nennenswerte Kursveränderungen bei einem Wertpapier oder Markt.

Sekundärmarkt / marché secondaire / mercato secondario / secondary market
Markt, auf dem der Börsenhandel von Effekten stattfindet. Siehe auch Primärmarkt.

Selbstfinanzierung / autofinancement / autofinanziamento / self-financing
Finanzierung von Investitionen, Warenkäufen usw. aus den selbst erarbeiteten Mitteln des Unternehmens (Reingewinn und Cashflow).

Selling Group / consortium de placement / selling group / selling group
Banken oder Effektenhändler, die auf Einladung des Syndikatsführers einer Emission bei der Platzierung mitwirken. Am Eurokapitalmarkt werden Banken und Effektenhändler, die nicht der Management-Group oder der Underwriting-Group anzugehören brauchen, zur Teilnahme an der Selling-Group eingeladen. Sie tragen kein Platzierungsrisiko, erhalten aber für ihre Platzierungsanstrengungen eine Kommission.

Sell-Side-Research / recherche sell-side / sell-side research / sell-side research
Finanzanalyse innerhalb eines Wertschriftenhauses bzw. einer für das Investment-Banking verantwortlichen Organisationseinheit einer Bank, die auf das Verfassen von Finanzberichten über Gesellschaften ausgerichtet ist, deren Wertpapiere anschliessend den Investoren zum Kauf angeboten werden. Gegensteil: Buy-Side-Research.

Serienanleihe / emprunt émis en série / prestito in serie / serial bonds
Obligationenanleihe, die serienweise emittiert wird.

Settlement Communication System
Synonym von SECOM-System.

Sh

Shareholder-Value / valeur intrinsèque ajoutée / shareholder value / shareholder value
Auch: Aktionärswert. Unternehmenswert, den die Firmenführung für die Aktionäre stetig zu erhöhen sucht. Siehe auch Stakeholder-Value.

Sharpe-Ratio / ratio de Sharpe / indice di Sharpe / Sharpe ratio
Kennzahl zur risikoadjustierten Performancemessung eines Portefeuilles, bei der die Überrendite ins Verhältnis zur Standardabweichung der erwirtschafteten Portfoliorendite gesetzt wird. Eine hohe Sharpe-Ratio bedeutet, dass mit einem geringen Risiko eine gute Performance erzielt wurde.

Shogun-Bond / obligation «shogun» / shogun bond / shogun bond
In Japan aufgelegte Auslandsanleihe, die nicht auf JPY lautet. Siehe auch Samurai-Bond.

Short-Position / position courte / posizione short / short position
Verkaufsposition in börsenmässig gehandelten Werten, die noch nicht durch den Kauf einer entgegengesetzten Position glattgestellt worden ist. Ein Anleger hält eine Short-Position, wenn er sich im Anschluss an einen Leerverkauf zur Einhaltung seiner Verpflichtungen erst noch eindecken muss. Im Falle eines Optionskontrakts ist der Schreiber verpflichtet, die Basiswerte bei Zuteilung zu liefern (Call) bzw. abzunehmen (Put). Gegenteil: Long-Position.

Si

SIC
Abk. für Swiss Interbank Clearing.

SICAF / SICAF / SICAF / SICAF
Abk. für Société d'investissement à capital fixe. Anlagefonds in Form einer Aktiengesellschaft mit fixem Kapital.

SICAV / SICAV / SICAV / SICAV
Abk. für Société d'investissement à capital variable. Anlagefonds in Form einer Aktiengesellschaft mit variablem Kapital. Die Anteile werden in Form von Aktien ausgestellt.

Sicherheitsmarge / marge de garantie / margine di sicurezza / collateral security margin
Von der Bank verlangte Marge (Differenz) zwischen dem Marktwert einer Hinterlage und dem gewährten Kredit zur Absicherung gegen eine allfällige Wertverminderung. Siehe auch Marge (3).

Sicherungswechsel
Synonym von Kautionswechsel.

Sicht / à vue / a vista / on demand
Bei einer Forderung bedeutet der Vermerk, dass der betreffende Betrag sofort fällig wird, sobald der Gläubiger dem Schuldner das entsprechende Schuldverpflichtungsdokument bzw. den Zahlungsauftrag vorlegt.

Sichtgelder / dépôt à vue / deposito a vista / sight deposits
Auch: Sichtguthaben. Bankguthaben, über die sofort, d.h. ohne vorherige Kündigung, verfügt werden kann.

Sichtguthaben
Synonym von Sichtgelder.

Sichtwechsel / effet à vue / cambiale a vista / sight draft; sight bill
Wechsel, der durch den Vermerk «bei Sicht» gekennzeichnet ist und keinen bestimmten Tag als Fälligkeitsdatum vorsieht. Der Sichtwechsel ist bei Vorlegung vom Schuldner sofort zu bezahlen, muss aber spätestens innert Jahresfrist nach der Ausstellung zur Zahlung vorgelegt werden, sofern auf dem Wechsel keine andere Frist vorgemerkt ist.

Silber / argent / argento / silver
Silber ist ein Edelmetall. Siehe auch Edelmetalle.

Sinking-Fund-Bond / sinking fund bond / sinking fund bond / sinking fund bond
In den USA: Anleihensobligation, die nach einem bestimmten Tilgungsplan und aus einem eigens dafür geschaffenen Tilgungsfonds zurückbezahlt wird.

SIS
Abk. für SIS SegaInterSettle AG.

SIS SegaInterSettle AG / SIS SegaInterSettle AG / SIS SegaInterSettle AG / SIS SegaInterSettle AG
Abk.: SIS. Unternehmen, das aus dem Zusammenschluss der SEGA (Schweizerische Effekten-Giro AG) und der INTERSETTLE (Swiss Corporation for International Securities Settlements) hervorgegangen ist. Aufgabe der SIS SegaInterSettle AG ist die Abwicklung und Verwahrung schweizerischer und ausländischer Effekten.

Sk

Skonto / escompte / sconto / discount
Der in % ausgedrückte Preisnachlass, der usanzgemäss vom Rechnungsbetrag abgezogen werden kann, wenn die Bezahlung fristgerecht (z.B. innert 14 Tagen) erfolgt.

Sl

Slip / slip / slip / slip
(1) Auch: Händlerslip, Händlerzettel. Schlussnote über ein abgeschlossenes Geschäft, die von einem Wertpapier-, Geld- oder Devisenhändler geschrieben wird.
(2) Formular zur Weitergabe von Kauf- oder Verkaufsaufträgen an den Händler.

Sm

Small Cap / small cap / small cap / small cap
Aktie eines Unternehmens mit relativ niedriger Börsenkapitalisierung und geringer Bekanntheit im Publikum, die ein dünnes Handelsvolumen aufweist. Siehe auch: Standardwert, Mid Cap.

SMF
Abk. für Swiss Market Feed.

SMI
Abk. für Swiss Market Index.

Sn

SNB / BNS / BNS / SNB
Abk. für Schweizerische Nationalbank.

SNMI
Abk. für Swiss New Market Index.

So

Solawechsel
Synonym von Eigenwechsel.

Solidarbürgschaft
Synonym von solidarische Bürgschaft.

solidarische Bürgschaft / cautionnement solidaire / fideiussione solidale / joint and several guarantee
Auch: Solidarbürgschaft. Bürgschaft, bei welcher der Bürge vor dem Hauptschuldner und vor der Verwertung der Grundpfänder belangt werden kann, sofern der Hauptschuldner mit seiner Leistung im Rückstand und erfolglos gemahnt worden oder seine Zahlungsunfähigkeit offenkundig ist (Art. 496 OR). Siehe auch einfache Bürgschaft, Bürgschaftskredit.

Solidarschuld / dette solidaire / debito solidale / joint liability
Schuldverhältnis von mehreren Schuldnern, die erklären, dass jeder einzelne dem Gläubiger gegenüber für die Erfüllung der ganzen Schuld haftet. Der Gläubiger kann nach eigener Wahl von den Solidarschuldnern je nur einen Teil oder von einem einzelnen Solidarschuldner das Ganze fordern (Art. 144 Abs. 1 OR).

Sollzins / intérêt débiteur / interesse debitore / debit interest
Der von der Bank eingeforderte Zins, der für Kredite oder für das Überziehen eines Kontos bezahlt werden muss. Gegenteil: Habenzins.

Solvenz
Synonym von Zahlungsfähigkeit.

Sonderziehungsrecht / droit de tirage spécial / diritto speciale di prelievo / special drawing right
Abk.: SZR. Zahlungsmittel und Reservemedium, das vom Internationalen Währungsfonds an die Mitgliedstaaten abgegeben wird. Das SZR hat nicht den Charakter einer eigentlichen Währungseinheit, sondern ist primär Rechnungseinheit und Buchgeld. Der Wert des SZR wird täglich offiziell aufgrund der Wechselkurse am Londoner Devisenkassamarkt berechnet.

Sorgfaltspflichtvereinbarung / Convention relative à l'obligation de diligence des banques / Convenzione all'obbligo di diligenza delle banche / due diligence agreement
Die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB) ist ein multilateraler Vertrag, in dessen Rahmen sich in der Schweiz niedergelassene Banken gegenüber der Schweizerischen Bankiervereinigung verpflichtet haben, ihre Vertragspartner zu identifizieren und von diesen in Zweifelsfällen eine Erklärung über die wirtschaftliche Berechtigung an den deponierten Werten einzuholen sowie keine aktive Beihilfe zur Kapitalflucht oder zur Steuerhinterziehung zu leisten. Die erste VSB trat 1977 in Kraft und wurde seither mehrmals revidiert und verschärft. Die VSB ist heute ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Geldwäscherei und diente als Vorbild für die Schaffung des Geldwäschereigesetzes.

Sorten / monnaies étrangères / banconote e monete estere / foreign notes and coins
Im Bankgeschäft übliche Bezeichnung für ausländische Banknoten und Münzen.

Sovereign / souverain / sovrana / sovereign
Englische Goldmünze, die aus 22 Karat Gold besteht und erstmals 1816 unter Königin Victoria in London geprägt wurde. Durch die zahlreichen Kolonien Englands verbreitete sich der Sovereign weltweit und galt lange Zeit als die Geld- und Anlagemünze schlechthin. Den Sovereign gibt es auch in der halben Grösse (Half Sovereign).

Sozialbilanz / bilan social / bilancio sociale / corporate social responsibility report
Systematische und fortlaufende Erfassung der gesellschaftlich positiven und negativen Auswirkungen von Unternehmensaktivitäten. Zur Sozialbilanz eines Unternehmens gehören der Sozialbericht, die Wertschöpfungsrechnung und die Sozialrechnung.

Sp

Sparbuch
Synonym von Sparheft.

Sparheft / livret d'épargne / libretto di risparmio / savings book
Auch: Sparbuch. Früher verbreitetes, in Heftform geführtes Sparkonto. Das Sparheft ist durch das Sparkonto weit gehend abgelöst worden.

Sparkasse / caisse d'épargne / cassa di risparmio / savings bank
Bank, die sich im Passivgeschäft hauptsächlich mit der Entgegennahme und Verwaltung von Spareinlagen befasst.

Sparkonto / compte d'épargne / conto di risparmio / savings account
Spareinlage in der Form eines Bankkontos mit besonderem gesetzlichem Schutz (Konkursprivileg). Dem Sparzweck entsprechend, weist das Sparkonto im Vergleich zum Privatkonto limitierte Dispositionsmöglichkeiten auf, wird aber dafür in der Regel höher verzinst.

Spediteurempfangsschein / récépissé du transporteur / ricevuta dello spedizioniere / forwarder's receipt
Schriftliche Erklärung des Transportunternehmens (Spediteur) über den Empfang der Ware (Spediteurbescheinigung). Spediteurempfangsscheine sind keine Wertpapiere, aber oft notwendig für die Durchführung eines Akkreditivgeschäfts. Siehe auch Dokumentenakkreditiv.

Spekulation / spéculation / speculazione / speculation
Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist, aus einer für die Zukunft erwarteten Marktveränderung Nutzen zu ziehen. Im engeren Sinn: Geschäft, bei dem unverhältnismässig hohe Gewinn- und Verlustrisiken eingegangen werden.

Sperrfrist / délai de blocage / periodo bloccato / blocked period
Im Bankgeschäft: Frist, während welcher der Eigentümer nicht frei über bestimmte Wertpapiere (z.B. Mitarbeiteraktien oder Wertpapiere für die Hinterlage einer Kaution) verfügen darf.

Sperrminorität / minorité de blocage / azionista di riferimento / control stock
Der in den Händen der Geschäftsleitung oder einzelner Aktionäre konzentrierte Aktienbesitz, der zwar nicht die Mehrheit ausmacht, aber trotzdem ausreicht, um an der Generalversammlung der Gesellschaft einen massgeblichen Einfluss auszuüben.

Sperrstücke / titres bloqués / titoli bloccati / blocked securities
(1) Obligationen oder Aktien, die einer Sperrfrist unterliegen, z.B. Mitarbeiteraktien.
(2) Wertpapiere, die auf einer Sperrliste figurieren, z.B. weil sie als verloren bzw. gestohlen gemeldet wurden.

Spezialfonds / fonds spécial / fondo speciale / special fund
Von gewissen gesetzlichen Vorschriften entbundener Anlagefonds, dessen Anlegerkreis nachweislich ausschliesslich gleichwertige, professionelle Marktteilnehmer (z.B. Versicherungen, Pensionskassen) umfasst.

SPI
Abk. für Swiss Performance Index.

Spitze / rompu / spezzature di diritti / fractional rights
Im Emissionsgeschäft: Anzahl der Bezugsrechte, die bei einer Kapitalerhöhung nicht zur Zeichnung einer jungen Aktie ausreichen. Der Aktionär muss in diesem Fall noch Bezugsrechte hinzu- oder den Restbestand verkaufen, um die Spitze auszugleichen.

Split / split / split / split
Auch: Aktiensplit, Aktienaufteilung. Aufteilung bestehender Aktien in solche mit kleinerem Nennwert. Dadurch wird die Handelbarkeit der Titel erleichtert.

Spot Next / spot next / spot next / spot next
Abk.: SN. Swap-Geschäft, dessen Kassaseite die normale Kassavalutierung hat und dessen Terminseite einen Geschäftstag später fällig wird.

Spotgeschäft
Synonym von Kassageschäft.

Spotpreis / prix spot / prezzo spot / spot price
Aktueller Kurs oder Preis eines Basiswerts, der bar an der Börse bezahlt wird.

Spread / écart / spread / spread
(1) Beim Optionsgeschäft: gleichzeitiger Kauf und Verkauf einer Option derselben Optionsklasse, aber mit unterschiedlichem Basispreis und/oder mit unterschiedlicher Laufzeit.
(2) Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs.
(3) Differenz zwischen Zinssätzen (Zins-Spread) oder Renditen (Rendite-Spread) von Papieren mit gleicher Laufzeit in verschiedenen Währungen.

Sq

Squeeze
Synonym von Corner.

St

Staatsanleihe / obligation d'Etat / titolo di Stato / government bonds
Auch: Staatspapier, öffentliche Anleihe, Regierungsanleihe. Anleihe, die ein Staat zur Deckung seiner finanziellen Verpflichtungen aufnimmt. In der Schweiz werden Staatsanleihen vom Bund und von den Kantonen begeben. Siehe auch Schatzanweisung, Unternehmensanleihe.

Staatspapier
Synonym von Staatsanleihe.

Staffelmethode / méthode hambourgeoise / metodo scalare / daily balance interest calculation
Im Kontokorrent übliche Methode der Zinsberechnung mit Saldoverzinsung. Der jeweilige Saldo wird bis zum Zeitpunkt, zu dem er sich ändert, verzinst.

Stagflation / stagflation / stagflazione / stagflation
Konjunkturphase, die durch Wachstumsstillstand (Stagnation) und zugleich durch einen relativ starken Preisanstieg (Inflation) gekennzeichnet ist.

Stakeholder-Value / stakeholder value / stakeholder value / stakeholder value
Für mit der Firma verbundene Gruppierungen (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten) massgebender Unternehmenswert. Siehe auch Shareholder-Value.

Stammaktie / action ordinaire / azione ordinaria / ordinary share (GB); common stock (USA)
In den USA, Grossbritannien und Deutschland gebräuchliche Aktie, die dem Inhaber ein Stimmrecht, das Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung sowie einen Anspruch auf Gewinnausschüttung einräumt. Siehe auch Vorzugsaktie.

Standardabweichung / écart-type / deviazione standard / standard deviation
Quadratwurzel der Varianz. Siehe auch Risiko.

Standardbarren / lingot standard / lingotto standard / standard bar
Als Standardbarren werden Goldbarren mit einem Gewicht von 400 Unzen oder 12,5 kg mit einem Mindestfeingehalt von 995,0 bezeichnet.

Standardwert / valeur de fond de portefeuille / titolo a largo mercato / large cap
Auch: Blue Chip. An der Börse rege gehandelte Aktie eines hochkapitalisierten Unternehmens von breiter Bekanntheit.

Standby Letter of Credit / lettre de crédit standby / Standby Letter of Credit / Standby Letter of Credit
Im amerikanischen und asiatischen Raum gebräuchliche Form der Bankgarantie. Kann für alle Arten von Garantien, insbesondere auch als Zahlungsgarantie, verwendet werden und dient ebenfalls als Zahlungssicherheit für den Fall, dass ein Dritter eine versprochene Leistung nicht erbringt.

Standby-Kredit / crédit stand-by / credito stand-by / standby credit
(1) Einräumung einer Kreditlimite, welche gegen Entrichtung einer Entschädigung (Bereitstellungskommission) für einen bestimmten Zeitraum zugesichert wird.
(2) Überbrückungs- oder Bereitschaftskredit für ein Land oder eine Zentralbank bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten (z.B. im Rahmen eines Standby-Abkommens des IWF).

statutarische Reserven / réserves statutaires / riserve statutarie / statutory reserves
Die aufgrund der Statuten einer Gesellschaft gebildeten Reserven. Gemäss Art. 672 OR können die Statuten einer Aktiengesellschaft bestimmen, dass dem Reservefonds höhere Einlagen als 5% des Reingewinns zuzuweisen sind und dass der Reservefonds mehr als die vom Gesetz vorgeschriebenen 20% des einbezahlten Grundkapitals zu betragen hat. Die Statuten können die Schaffung weiterer Fonds vorsehen und deren Zweckbestimmung und Verwendung festsetzen (statutarische Reservefonds). Siehe auch Reserven.

statutarischer Reservefonds
Siehe statutarische Reserven.

Stellagegeschäft / stellage / stellage / put and call option
Prämiengeschäft, bei dem der Wertpapierkäufer gegen eine im Voraus festgesetzte Prämie (Stellgeld) das Recht erwirbt, die Titel am Erfüllungstag zu einem beim Abschluss vereinbarten höheren Kurs einzuverlangen oder zu einem ebenfalls bestimmten niedrigeren Kurs zu liefern. Das Stellagegeschäft ist in mancher Hinsicht mit dem Straddle vergleichbar.

Stellgeld
Siehe Stellagegeschäft.

Stempelabgabe / droit de timbre / tassa di bollo / stamp duty
Steuerabgabe bei der Ausgabe und Übertragung von Wertpapieren und Wertrechten sowie bei Prämienzahlungen für Versicherungen. In der Schweiz durch das inzwischen mehrfach revidierte Bundesgesetz über die Stempelabgaben vom 27. Juni 1973 und dessen Verordnung geregelt. Bei Wertschriften wird zwischen der Emissionsabgabe (Erhebung der Stempelsteuer bei der Ausgabe der Titel) und der Umsatzabgabe (Erhebung der Stempelsteuer bei Handänderungen) unterschieden.

Sterilisierungsreskription / rescription de stérilisation / rescrizione di sterilizzazione / sterilization rescription
Kurz- bis mittelfristiges Geldmarktpapier, das vom Staat bzw. von der Zentralbank zur Abschöpfung liquider Mittel abgegeben wird. Siehe auch Reskription.

Steuerkurs / cours fiscal / corso fiscale / price for tax purposes
Der für die Besteuerung massgebende Kurs eines Wertpapiers. Für zahlreiche Wertpapiere werden von der Steuerverwaltung in einer speziellen Liste Steuerkurse festgelegt, die für die Steuerveranlagung verbindlich sind. In der Schweiz entspricht der Steuerkurs dem Durchschnittswert der im Dezember erzielten Kurse.

Steuerwert / valeur fiscale / valore fiscale / tax value
Der für die Besteuerung massgebende Wert eines Vermögensteils. Für zahlreiche Wertpapiere werden von der Steuerverwaltung in einer speziellen Liste Steuerkurse festgelegt, die für die Steuerveranlagung verbindlich sind.

Stichtag / jour de référence / giorno di riferimento / settlement day; declaration day
(1) Massgebliches Datum für die Erstellung des Jahresabschlusses (Bilanzstichtag, z.B. 31.12.).
(2) Beim Börsengeschäft: der Tag, an dem die Verpflichtungen aus Termingeschäften zu erfüllen sind.
(3) Bei der Dividendenausschüttung: der Tag, an dem die Aktionäre dividendenberechtigt werden.

stille Bestätigung / confirmation tacite / conferma tacita / silent confirmation
Auch: Ankaufszusage. Im Akkreditivgeschäft verwendetes Instrument, mit dem die avisierende Bank auf Wunsch des Begünstigten ein Versprechen abgibt, bei Vorlage ordnungsgemässer Dokumente eine Zahlung gemäss den Akkreditivbedingungen zu leisten, ohne einen entsprechenden Bestätigungsauftrag der Akkreditivbank zu haben.

stille Reserven / réserves latentes / riserve occulte / undisclosed reserves
Aus der Bilanz nicht ersichtliche Reserven eines Unternehmens, z.B. wenn der Verkehrswert der Aktiven höher liegt als deren Buchwert. Erscheinungsformen: Wiederbeschaffungsreserven (dienen der Substanz- bzw. Eigenkapitalerhaltung) und darüber hinausgehende stille Reserven. Die Auflösung von stillen Reserven muss in der Schweiz im Anhang zur Jahresrechnung offen gelegt werden, wenn sie bezogen auf das erwirtschaftete Ergebnis wesentlich ist. Die stillen Reserven erhöhen die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Gegenteil: offene Reserven. Siehe auch Reserven.

stille Zession / cession sans notification / cessione tacita / undisclosed assignment
Zession, die dem Schuldner nicht angezeigt wird.

Stillhalter / émetteur / venditore di un'opzione / issuer of a covered warrant
Auch: Schreiber, Writer. Verkäufer einer Option, der die Verpflichtung hat, den Basiswert zum im Voraus bestimmten Ausübungspreis zu verkaufen oder zu kaufen. Ob die Option ausgeübt wird, hängt vom Käufer und vom Kurs des Basiswerts ab.

Stimmrechtsaktie / action à droit de vote privilégié / azione a voto plurimo / voting right share
Aktie, die im Verhältnis zu andern Aktien derselben Gesellschaft trotz gleichem Nennwert mit einem höheren Stimmrecht oder trotz kleinerem Nennwert mit gleichem Stimmrecht ausgestattet ist. Aktien mit gleichem Nennwert, aber unterschiedlich hohen Stimmrechten sind in der Schweiz nicht zulässig. Die Stimmrechtsaktie räumt dem Aktionär in Bezug auf das Stimmrecht eine Vorzugsstellung ein (qualifiziertes Stimmrecht).

Stock-Certificate
Synonym von Aktienzertifikat.

Stockdividende / dividende sous forme d'actions / dividendo in azioni / stock dividend
Auch: Wertpapierdividende. Dividende, die in Form von eigenen Aktien ausgeschüttet wird. Stockdividenden sind in der Schweiz wegen der damit verbundenen steuerlichen Belastungen selten, in den USA sind sie hingegen gebräuchlich.

Stockmaster / stockmaster / stockmaster / stockmaster
Gerät zum Abrufen von Wertpapierinformationen (Kursen, Dividenden, Reingewinn pro Aktie usw.) von einer zentralen elektronischen Anlage.

Stockwerkeigentum / propriété par étages / proprietà per piani / condominium ownership
Eigentum an einem Stockwerk eines Gebäudes oder an einer einzelnen Wohnung (Eigentumswohnung). In der Schweiz ist das Stockwerkeigentum als besondere Form des Miteigentums bundesgesetzlich geregelt. Wie für ein ganzes Gebäude können auch für das Stockwerkeigentum Hypotheken gewährt werden.

Stop Trading / stop trading / stop trading / trading suspension
Handelsunterbruch für eine bestimmte Effekte während des laufenden Handels. An der Schweizer Börse wird ein Stop Trading automatisch ausgelöst, sobald sich zwischen zwei bezahlten Kursen eine gewisse prozentuale Abweichung einstellt. Im Criée-Handel auch «abläuten» genannt. Siehe Criée-Handel.

Stop-Limit-Order / ordre stop limit / stop limit order / stop-limit order
Auftrag, Aktien billigst zu kaufen oder bestens zu verkaufen, sobald ein bestimmter Kurs erreicht ist. Siehe auch Stop-Loss-Order.

Stop-Loss-Order / ordre stop / stop loss order / stop-loss order
Auch: Verlustbegrenzungsauftrag. Bedingter Börsenauftrag zur vorsorglichen Verlustbegrenzung. Durch die Stop-Loss-Order wird die Bank bzw. der Broker beauftragt, eine Effekte bestmöglich zu verkaufen, falls der Börsenkurs unter eine bestimmte Limite sinkt. Kann als Stop-Limit-Order umfangmässig begrenzt werden. Eine Stop-Loss-Order kann auch bei einem Leerverkauf erteilt werden für den Fall, dass der Kurs eine bestimmte Höhe übersteigt. Sie ist auch im Devisen-, Edelmetall- und Rohwarenhandel verbreitet. Siehe auch Stop-Limit-Order.

Storno / extourne / storno / cancellation
Auch: Stornierung. Annullierung bzw. valutagerechte Rückbuchung einer vorgenommenen Buchung.

STOXX
Siehe Dow Jones STOXX.

Straddle / straddle / straddle / straddle
Kauf oder Verkauf der gleichen Anzahl Puts und Calls mit dem gleichen Ausübungspreis und gleicher Laufzeit. Long-Straddles werden durch den gleichzeitigen Kauf eines Calls und Puts mit gleichem Ausübungspreis und identischer Laufzeit strukturiert, woraus bei grösseren Marktbewegungen Gewinne und bei niedriger Volatilität Verluste resultieren. Short-Straddles werden durch den gleichzeitigen Verkauf eines Calls und eines Puts mit gleichem Ausübungspreis und gleicher Laufzeit strukturiert, woraus bei grösseren Marktbewegungen Verluste und bei niedriger Volatilität Gewinne resultieren.

Straight-Anleihe / obligation ordinaire / straight bond / straight bond
Auch: Straight, Straight-Bond. Normalverzinsliche Anleihe, die ohne besondere Merkmale (Sonderkündigungsrechte, Wandlungsrechte usw.) emittiert wird und folgende Merkmale aufweist: feste Laufzeit, fester Zinssatz, regelmässige Zinszahlungen zu im Voraus bestimmten Terminen, unbedingte Rückzahlung des Anleihebetrages bei Fälligkeit.

Strap / strap / strap / strap
Optionsstrategie aus zwei Calls und einem Put auf den gleichen Basiswert und mit identischem Ausübungspreis und Verfalldatum. Siehe auch Strip.

Strip / strip / strip / strip
(1) Optionsstrategie aus zwei Puts und einem Call auf den gleichen Basiswert und mit identischem Ausübungspreis und Verfalldatum. Siehe auch Strap.
(2) Nullcoupon-Anleihe des US-Schatzamtes nach Trennung der Coupons vom Mantel. Diese Titel werden unter verschiedenen Bezeichnungen (CATS, TIGR) durch amerikanische Investmentbanken emittiert.

strukturiertes Produkt / produit structuré / prodotto strutturato / structured product
Kombination von zwei oder mehreren Finanzinstrumenten – wobei mindestens eines davon ein Derivat sein muss –, die zusammengefasst ein neues Anlageprodukt bilden.

Stückelung / coupure / taglio / denomination
Aufteilung von Anleihen oder des Grundkapitals in Teilbeträge.

Stückzins
Synonym von Marchzins.

Stützungskauf / achat de soutien / acquisto di sostegno / support purchase
Kaufauftrag an der Börse zur Verhinderung eines vom Käufer als unerwünscht betrachteten Kursrückgangs bzw. zur Kurspflege eines Wertpapiers oder einer Währung.

Style-Investing / diversification selon les styles de placement / investimento secondo uno stile / style investing
Anlage-Ansatz, der auf einer zeitgerechten Kombination von Investments in Wachstumsaktien (Growth-Style-Investing) und Substanztitel (Value-Style-Investing) basiert, wobei die Opportunitäten an den Aktienmärkten und die zyklischen Anlegerpräferenzen gezielt genutzt werden.

Su

Subfonds / segment / subfondo / subfund
Teilfonds eines Umbrella-Fonds.

Subskription
Synonym von Zeichnung.

Substanzwert / valeur intrinsèque / valore reale / net asset value
(1) Betriebswirtschaft: Verkehrswert des Umlauf- und Anlagevermögens eines zu bewertenden Unternehmens. Siehe auch Ertragswert. Siehe auch innerer Wert.
(2) Optionen: positive Differenz zwischen Basispreis einer Option und aktuellem Kurs des Basiswerts.
(3) Immobilien: Wert eines Gebäudes inklusive Land.

Sw

Swap / swap / swap / swap
Kombinierte Kauf- und Verkaufstransaktion (swap = austauschen).
(1) Swap zwischen Zentralbanken: Transaktionen, die vielfach in Verbindung mit dem IWF oder der BIZ durchgeführt werden, um internationale Liquiditätsengpässe zu überbrücken.
(2) Kapitalmarkt-Swaps: Vereinbarung zwischen zwei Parteien über den Austausch von Zahlungsströmen über eine bestimmte Laufzeit zu festgelegten Daten in der Zukunft und zu vorgängig fixierten Bedingungen. Der Swap-Vertrag bezieht sich entweder nur auf den Austausch von Zinszahlungen (Zins-Swap) oder auf den Austausch von Zinszahlungen und Nominalbeträgen in verschiedenen Währungen (Währungs-Swap).
(3) Synonym von Devisen-Swap.
(4) Synonym von Schulden-Swap.

SWIFT / SWIFT / SWIFT / SWIFT
Abk. für die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, die ihren Sitz in Brüssel hat. Sie betreibt ein computergesteuertes Kommunikationssystem zur Rationalisierung des internationalen Zahlungsverkehrs und anderer Finanztransaktionen.

Swiss Bankers Travelers Cheque
Vom Swiss Bankers Travelers Cheque Center herausgegebener Reisecheck, der international verwendbar ist und bei Verlust oder Diebstahl innerhalb von 24 Stunden ersetzt wird.

Swiss Interbank Clearing / Swiss Interbank Clearing / Swiss Interbank Clearing / Swiss Interbank Clearing
Abk.: SIC. Unternehmen, welches den elektronischen Zahlungsverkehr zwischen den Banken unter der Aufsicht der Schweizerischen Nationalbank abwickelt. Website: www.sic.ch.

Swiss Market Feed / Swiss Market Feed / Swiss Market Feed / Swiss Market Feed
Abk.: SMF. Informationssystem der Schweizer Börse, das laufend alle Kurse mit Handelsvolumen und Zeit, die jeweils besten Geld- und Briefkurse mit kumulierter Menge sowie die kumulierten Tagesvolumen liefert.

Swiss Market Index / Swiss Market Index / Swiss Market Index / Swiss Market Index
Abk.: SMI. Auf der Basis der höchstkapitalisierten schweizerischen Aktien berechneter Aktienindex. Der SMI wurde erstmals am 30. Juni 1988 berechnet.

Swiss New Market Index / Swiss New Market Index / Swiss New Market Index / Swiss New Market Index
Abk.: SNMI. Dividendenbereinigter Performanceindex, der die Kursentwicklung von Gesellschaften aus dem Segment rasch wachsender Unternehmen (so genannten Start-up-Unternehmen) aus dem In- und Ausland zeigt. Der SNMI wird seit 1. März 2000 publiziert.

Swiss Performance Index / Swiss Performance Index / Swiss Performance Index / Swiss Performance Index
Abk.: SPI. Umfassendster schweizerischer Aktienindex, der alle an der Schweizer Börse kotierten inländischen Unternehmen abdeckt, entsprechend ihrer Kapitalisierung gewichtet und dividendenkorrigiert ist und sich daher gut als Benchmark für Performancevergleiche eignet.

Swiss Performance Presentation Standards / Swiss Performance Presentation Standards / Swiss Performance Presentation Standards / Swiss Performance Presentation Standards
Abk.: SPPS. Empfehlungen der Schweizerischen Bankiervereinigung für eine einheitliche und moderne Performanceberichterstattung. Ziele sind die vollständige Offenlegung und die faire Präsentation der Performance der Vermögensverwalter sowie das Ermöglichen von Vergleichen. Siehe auch: Global Investment Performance Standards.

swissmint / swissmint / swissmint / swissmint
Offizielle Münzstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Website: www.swissmint.ch.

Switch / switch / switch / switch
Umstrukturierung und Umschichtung innerhalb eines Portefeuilles, wobei bestimmte Wertpapierpositionen ab- und andere aufgebaut werden.

SWX Swiss Exchange / SWX Swiss Exchange / SWX Swiss Exchange / SWX Swiss Exchange
Offizieller Name der Schweizer Börse. Abk.: SWX. Die SWX entstand 1995 aus dem Zusammenschluss der drei Börsen Genf, Basel und Zürich. Seit 1996 werden an der SWX Swiss Exchange sämtliche Wertpapiere elektronisch gehandelt – der Parketthandel wurde somit abgeschafft. Überwacht wird die SWX von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Siehe auch virt-x. Website: www.swx.com.

Sy

Syndikat / syndicat / sindacato / syndicate
Auch: Konsortium. Zusammenschluss von Unternehmen zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks (z.B. Emissionssyndikat).

syndizierter Kredit
Synonym von Konsortialkredit.

systematischer Internalisierer
Ein Investmentunternehmen, das ausserhalb eines geregelten Marktes oder eines MTF als Market Maker auftritt. Die Durchführungsmassnahmen zur MiFID-Richtlinie Stufe 2 werden die Kriterien zur Bestimmung eines systematischen Internalisierers aufstellen.

systematisches Risiko / risque systématique / rischio sistematico / systematic risk
Auch: Marktrisiko. Risiko, das von Faktoren abhängt, die den gesamten Markt beeinflussen, und nicht durch Portefeuillediversifikation reduziert oder ausgeschlossen werden kann.

Sz

SZR
Abk. für Sonderziehungsrecht.