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Wealth Management Research
UBS Bankfachwörterbuch  
     
 

UBS Bankfachwörterbuch
UBS Bankfachwörterbuch

G:

Ga

Ge

Gi

Gl

Gm

Go

Gr

Gt

Gu

g
Abk. für Geldkurs.

G7
Gremium der wirtschaftlich bedeutendsten Industrienationen, das sich im Hinblick auf das globale wirtschaftliche Gewicht ihrer Mitgliedsländer zum Ziel gesetzt hat, die nationalen Wirtschaftspolitiken aufeinander abzustimmen.

Ga

Gamma / gamma / gamma / gamma
Statistisches Mass für die absolute Veränderung des Deltas einer Option bei einer Preisänderung des Basiswerts.

Gap / écart / divario / gap
Markanter Kurssprung zwischen zwei Börsensessionen.

garantierte Anleihe / emprunt garanti / prestito garantito / guaranteed bond
Anleihe, bei der die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Anleihensgläubigern durch eine weitere Instanz (z.B. Muttergesellschaft) garantiert wird.

Gateway / gateway / gateway / gateway
Elektronischer «Pförtner», welcher bei der SWX Swiss Exchange die Verbindung zwischen den Händlersystemen und dem Börsensystem unterhält. Sorgt für eine Gleichbehandlung der Börsenmitglieder.

Ge

gebrochener Termin / échéance rompue / data spezzata / broken date
Unübliche Fälligkeit eines Devisentermingeschäfts, die von den üblichen Laufzeiten (ein und zwei Wochen bzw. ein, zwei, drei, sechs und zwölf Monaten) abweicht.

gedeckter Kredit / crédit garanti / credito garantito / secured credit
Durch Real- oder Personalsicherheiten gedeckter bzw. sichergestellter Kredit. Gegenteil: Blankokredit. Siehe auch Deckung.

geeignete Gegenpartei
Gemäss MiFID handelt es sich hierbei um eine Unterkategorie der professionellen Kunden, die sich nur auf bestimmte Transaktionen bezieht. Die Grundsätze für die Abwicklung von Kundenaufträgen und die Best Execution Policy treffen nicht für Unternehmen zu, die Geschäfte mit geeigneten Gegenparteien abschliessen.

Geeignetheit und Angemessenheit
Gemäss MiFID-Richtlinie müssen die Banken bei der Anlageberatung oder beim Portfoliomanagement beurteilen, ob die Dienstleistung oder das Produkt für den Kunden geeignet ist. Für alle anderen Dienstleistungen müssen die Banken die Angemessenheit überprüfen.

Gegenakkreditiv
Synonym von Back-to-Back-Akkreditiv.

Gegenparteirisiko / risque de contrepartie / rischio di inadempienza della controparte / counterparty risk
Verlust, den die Bank bei Zahlungsunfähigkeit eines Geschäftspartners erleiden würde. Siehe auch Risiko.

Gehaltskonto
Synonym von Privatkonto.

gekreuzter Check / chèque barré / assegno sbarrato / crossed check
Auch: gekreuzter Scheck. Check, dessen Verwendbarkeit durch besondere Kennzeichnung eingeschränkt ist. Beim allgemein gekreuzten Check sind auf der Vorderseite nur zwei parallele Schrägstriche sowie allenfalls die Bezeichnung «Bankier» oder ein ähnlich lautender Vermerk wie «& Co.» angebracht. Ein solcher Check darf von der bezogenen Bank nur an einen ihrer Kunden oder an eine Bank bezahlt werden. Beim besonders gekreuzten Check ist auf der Vorderseite zwischen zwei parallelen Schrägstrichen der Name einer bestimmten Bank angebracht. Ein solcher Check darf von der bezogenen Bank nur an die bezeichnete Bank oder, wenn diese selbst der Bezogene ist, an deren Kunden bezahlt werden. Ein allgemein gekreuzter Check kann in einen besonders gekreuzten Check umgewandelt werden, nicht aber umgekehrt. Siehe auch Verrechnungscheck.

Geld
In einer Gesellschaft allgemein anerkanntes Tausch- und Zahlungsmittel.

Geld/Brief-Spanne / écart cours offert/demandé / scarto denaro-lettera / bid/ask spread
Zinsdifferenz der Banken, die durch die Transaktionskosten der Handelsdienstleistung zuzüglich einer Gewinnmarge bestimmt ist.

Geldausgabeautomat
Siehe Bancomat.

Geldeinzahlungsautomat / appareil de versements automatiques / apparecchio automatico per il versamento di contanti / automated cash deposit machine
Automat, an dem der Bankkunde Noten zugunsten seines Kontos einzahlen kann. Siehe auch Bancomat.

Geldentwertung
Synonym von Inflation.

Geldkredit / crédit en espèces / credito per contanti / money loan
Aktivgeschäft, bei dem die Bank unmittelbar Geldleistungen erbringt, z.B. Kontokorrentkredit oder Diskontkredit. Gegenteil: Verpflichtungskredit.

Geldkurs / cours acheteur; demande / corso denaro / bid price
Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, fremde Noten oder Edelmetalle zum Ankauf nachgefragt werden. Kennzeichnung des Kurses durch Zusatz G bzw. g oder Geld. Gegenteil: Briefkurs.

Geldmarkt / marché de l'argent / mercato monetario / money market
Markt der kurzfristigen Finanzierungsmittel – in der Regel bis zwölf Monate. Siehe auch Eurogeldmarkt.

Geldmarktbuchforderung / créance comptable / credito contabile / money market book claim
In der Schweiz: kurzfristige Geldaufnahme zu einem festgelegten Zinssatz und mit einer bestimmten Laufzeit (bis 364 Tage) durch erstklassige in- und ausländische Schuldner, meist im Auktionsverfahren (Tender).

Geldmarktfonds / fonds en instruments du marché monétaire / fondo in strumenti del mercato monetario / money market fund
Anlagefonds für Anlagen in kurzfristigen Geldmarktpapieren.

Geldmarktpapier / papier monétaire / titolo del mercato monetario / money market paper
Wertpapier mit kurzer Laufzeit. Klassische Geldmarktpapiere in der Schweiz sind inländische Wechsel, Schatzwechsel und Schatzanweisungen des Bundes sowie Bundesreskriptionen. Besonders wichtig für kurzfristige Anlagen im Ausland sind die in der Regel drei bis sechs Monate laufenden amerikanischen Geldmarktpapiere (Treasury-Bills, Bankers' Acceptances, Commercial Papers, Finance Papers und CDs New York) sowie die CDs London.

Geldmarktsatz / taux du marché monétaire / tasso del mercato monetario / money market rate
Am Geldmarkt angewandter Zinssatz. Siehe auch Kapitalmarktsatz.

Geldmenge / masse monétaire / massa monetaria / money supply
Bestand an Bar- und Buchgeld in einer Volkswirtschaft. Die Stabilisierung der Preise mittels Steuerung der Geldmenge bildet ein wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik. Richtgrösse für die schweizerische Geldmengensteuerung war während mehrerer Jahre (bis 1978) M1, d.h. die Geldmenge im engeren Sinne (= Noten- und Münzenumlauf im Nichtbankensektor und inländische Sichteinlagen des Nichtbankensektors bei den Banken und Postcheckämtern). Ab 1980 wurde die bereinigte Notenbankgeldmenge als Zielgrösse verwendet. Durch Einbezug weiterer Geldmengenaggregate (Termineinlagen, Spareinlagen) ergeben sich die Geldmengen M2 und M3. Letztere ist seit 1997 Orientierungsgrösse der Schweizerischen Nationalbank.

Geldpolitik / politique monétaire / politica monetaria / monetary policy
Gesamtheit der Massnahmen der Zentralbank zur Steuerung der Geldmenge, des Zinsniveaus und des Wechselkurses gegenüber fremden Währungen.

Geldwäscherei / blanchiment d'argent / riciclaggio di denaro / money laundering
Einschleusen von illegal erlangten Vermögenswerten in das legale Finanzsystem. Gemeinhin werden drei Phasen der Geldwäscherei unterschieden:
(1) Einspeisung der Gelder krimineller Herkunft in den Finanzkreislauf;
(2) Verschleierung der Herkunft der Mittel durch häufiges Transferieren, Umwandeln in andere Werte usw.;
(3) Reintegration der Werte in die legale Wirtschaft. Siehe auch Geldwäschereigesetz.

Geldwäschereigesetz / loi sur le blanchiment d'argent / legge sul riciclaggio di denaro / money laundering law
In der Schweiz: Kurzname für das «Bundesgesetz zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor», das 1998 in Ergänzung der bereits bestehenden einschlägigen Normen des Strafgesetzbuchs sowie der Sorgfaltspflichtvereinbarung der Banken in Kraft trat. Das Geldwäschereigesetz verpflichtet die Finanzintermediäre, ihre Vertragspartei zu identifizieren, die wirtschaftlich berechtigte Person festzustellen, die Hintergründe von ungewöhnlich erscheinenden Transaktionen abzuklären, alle diese Vorgänge zu dokumentieren und bei begründetem Verdacht auf kriminellen Hintergrund einer neu geschaffenen Meldestelle unverzüglich Meldung zu erstatten sowie die fraglichen Vermögenswerte zu sperren.

Gemeinschaftsdepot
Synonym für Dépôt joint.

Gemeinschaftskonto / compte joint / conto congiunto / joint account
Auch: Compte-joint, Joint-Account. Gemeinschaftliches Bankkonto, das von zwei oder mehreren Klienten bei der Bank eröffnet wird mit der Abrede, dass jeder von ihnen einzeln und ohne Mitwirkung des oder der anderen darüber verfügen kann. Siehe auch Kollektivkonto.

gemischte Anlagefonds / fonds de placement mixte / fondo d'investimento misto / mixed investment fund
Anlagefonds, die in verschiedenen Wertpapierarten, Geldmarktpapieren und/oder Immobilien gleichzeitig investieren.

Generally Accepted Accounting Principles / Generally Accepted Accounting Principles / Generally Accepted Accounting Principles / Generally Accepted Accounting Principles
Abk.: GAAP. Verbindliche US-amerikanische Rechnungslegungsnormen. Siehe auch Fachempfehlungen zur Rechnungslegung, International Financial Reporting Standards.

Gentlemen's Agreement / Gentlemen's Agreement / Gentlemen's Agreement / gentlemen's agreement
Freiwillige Vereinbarung («Vereinbarung zwischen Ehrenmännern»). In der Schweiz oft verwendeter englischer Ausdruck für Vereinbarungen zwischen den Geschäftsbanken und der Schweizerischen Nationalbank.

Genussaktien / action de jouissance / azioni di godimento / bonus shares
Aktien, die nach vollständiger Rückzahlung des Aktienkapitals an die Aktionäre anstelle der alten Aktien ausgegeben werden, aber gleich wie Aktien vermögensrechtliche Anteilsrechte und Mitgliedschaftsrechte einräumen. Ausgabe von Genussaktien in der Schweiz seit 1. Juli 1937 nicht mehr zulässig.

Genussschein / bon de jouissance / buono di godimento / dividend-right certificate
Gewinnbeteiligungspapier, das keine Mitgliedschaftsrechte, sondern nur Vermögensrechte, insbesondere den Anspruch auf einen Anteil am Reingewinn oder am Liquidationserlös oder auf den Bezug neuer Aktien, verleiht.

Gesamteigentum / propriété commune / proprietà comune / joint property
Das ungeteilte Eigentum an einer Sache, das mehreren gesetzlich oder vertraglich zu einer «Gemeinschaft zur gesamten Hand» verbundenen Personen zusteht. Diese Personen können nur durch einstimmigen Beschluss darüber verfügen, da alle nur auf das Ganze und nicht auf Quoten berechtigt sind.

Gesamtpfandrecht / acte de gage collectif / diritto di pegno generale / multiple lien (on property)
Verpfändung mehrerer Grundstücke für die gleiche Forderung, wobei jedes Grundstück mit der vollen Pfandsumme belastet wird. Ein Gesamtpfandrecht ist nur möglich, wenn die Grundstücke dem gleichen Eigentümer gehören oder im Eigentum solidarisch verpflichteter Schuldner stehen.

Gesamtrendite
Synonym von Performance.

Geschäftsabschluss
Siehe Abschluss (1).

geschlossener Anlagefonds
Synonym von Closed-End-Fund.

geschlossenes Depot / dépôt fermé / deposito chiuso / sealed safekeeping account
Auch: Verwahrungsdepot. Depot, bei dem der Bank Wertgegenstände oder Akten in der Regel verpackt und versiegelt ausschliesslich zur sicheren Verwahrung übergeben werden. Gegenteil: offenes Depot.

gesetzliche Reserven / réserves légales / riserve legali / legal reserves
Unternehmensreserven, deren Bildung gesetzlich vorgeschrieben ist (z.B. durch Aktienrecht). Für Banken in der Schweiz ist Art. 5 des Bankengesetzes massgebend. Dem gesetzlichen Reservefonds sind 5% des Jahresgewinns zuzuweisen, bis 20% des einbezahlten Kapitals erreicht sind, sowie darüber hinaus ein Zehntel jener Beträge, die aus dem Reingewinn nach der ordentlichen Speisung des Reservefonds und nach Bezahlung von 5% an Aktionäre und sonstige Gewinnbeteiligte verteilt werden. Die bei Aktienemissionen einverlangten Mehrerlöse sind den gesetzlichen Reserven gutzuschreiben, soweit der Mehrerlös nicht zu Abschreibungen oder zu Wohlfahrtszwecken Verwendung findet. Siehe auch freiwillige Reserven, Reserven.

Gesundheitswesen / Santé / Saluta / Health Care
Sektorbezeichnung für Aktien von Unternehmen, die Pharmaprodukte herstellen oder vertreiben, die Biotechnologiebranche ausstatten oder in der Gesundheitsversorgung tätig sind. Der entsprechende MSCI-Sektorindex fungiert als Benchmark für die Aktien dieses Sektors.

gewichtete durchschnittliche Laufzeit / durée moyenne pondérée / scadenza media ponderata / weighted average life
Nach dem Wert der einzelnen Positionen gewichtete Fälligkeit aller Positionen eines Hypothekenpools oder eines anderen Portfolios von Schuldinstrumenten zur Berechnung der durchschnittlichen Laufzeit des Pools.

Gewinn / bénéfice / utile / profit
Der den Aufwand übersteigenden Ertrag. Das Total der Erträge abzüglich aller Kosten ergibt den Reingewinn oder Nettogewinn. Der verfügbare Gewinn umfasst neben dem Reingewinn des Geschäftsjahrs auch den allfälligen Gewinn- oder Verlustvortrag vom Vorjahr.

Gewinn je Aktie
Synonym von Earnings per Share.

Gewinn- und Verlustrechnung / compte de pertes et profits / conto profitti e perdite / profit and loss account (GB); income statement (USA)
Auch: Erfolgsrechnung. Gegenüberstellung aller Aufwands- und Ertragsposten des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Gewinnanteilschein / part bénéficiaire / cedola di partecipazione all'utile / dividend coupon
Der wertpapierrechtlich verbriefte Anspruch auf Gewinnanteil bzw. Dividende. In der Regel hat der Gewinnanteilschein bei Aktiengesellschaften die Form eines Dividendencoupons, und zwar sowohl bei Aktien als auch bei Genuss- oder Partizipationsscheinen.

Gewinnausschüttungsquote / coefficient de couverture du dividende / rapporto dividendo/utile / pay-out ratio
Auch: Pay-out-Ratio. Finanzkennzahl, die das Verhältnis zwischen Cashflow und ausgeschüttetem Gewinn in % des Reingewinns ausdrückt und anzeigt, wie viel von den im Geschäftsjahr erarbeiteten Mitteln effektiv ausgeschüttet wurde.

Gewinnmitnahme / prise de bénéfice / presa di beneficio / profit-taking
Sicherstellung eines Börsengewinns, entweder durch Verkauf des Wertpapiers zu einem über dem Einstandspreis liegenden Kurs oder, bei einem Leerverkauf, durch Rückkauf des Wertpapiers zu einem unter dem Verkaufspreis liegenden Kurs.

Gewinnrendite / rendement réel / rendimento degli utili / earnings yield
Auch: Aktiengewinnrendite, Gewinnrendite auf Aktien. Kennzahl, die das bereinigte Ergebnis pro Aktie in Relation zum Kurs des jeweiligen Geschäftsjahrs setzt. Die Gewinnrendite ist mathematisch der Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses. Um eine prozentuale Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird das Ergebnis mit 100 multipliziert.

Gewinnwachstum / croissance des résultats / crescita degli utili / earnings growth
Fundamentale Kennzahl, welche die durchschnittliche prozentuale Veränderung des Gewinns pro Aktie beschreibt.

Gewinnwarnung / avertissement sur bénéfices / allarme sugli utili / profit warning
Ankündigung, dass der zu erwartende Gewinn eines Unternehmens kleiner als bislang angenommen ausfallen dürfte.

gezogener Wechsel / lettre de change / cambiale tratta / bill of exchange
Wechsel, bei dem der Aussteller den Bezogenen (Schuldner) anweist, dem Wechselnehmer (Begünstigten) eine bestimmte Geldsumme zu zahlen. Siehe auch Tratte, Akzept.

Gi

Giftpille
Synonym von Poison-Pill.

Giralgeld / monnaie scripturale / moneta di giro / checkable deposits
Auch: Buchgeld. Jederzeit für Überweisungen verfügbare und in Bargeld umwandelbare Bank- und Postcheckguthaben.

Giro / transfert / bancogiro / giro transfer
(1) Überweisung im bargeldlosen Zahlungsverkehr.
(2) Übertragung eines Orderpapiers durch Indossament (z.B. Wechsel).

Giroverkehr / opérations de virement / bancogiro / clearing operations
Durchführung von bargeldlosen Zahlungen über Girokonten (girieren = übertragen).

Gl

Glass-Steagall Act / Glass-Steagall Act / Glass-Steagall Act / Glass-Steagall Act
1931 als Folge des Börsenkrachs von 1929 eingeführtes US-Bankengesetz, das die Trennung von Kommerz- und Investmentbanken festschreibt. Aufgrund des Glass-Steagall Act dürfen sich US-Depositenbanken nicht am Wertpapiergeschäft beteiligen.

glattstellen / dénouer / pareggiare / liquidate a position; square a position; close a position
Eine offene Börsen- oder Devisenposition durch ein entsprechendes Gegengeschäft ausgleichen. Auf gleichen Termin verkaufte Wertpapiere etwa werden durch einen entsprechenden Terminkauf eingedeckt.

Gläubiger / créancier / creditore / creditor
Natürliche oder juristische Person, die ein Forderungsrecht besitzt. Die privilegierten Gläubiger besitzen gegenüber anderen Gläubigern ein Vorrecht (Rangordnung der Gläubiger). Bei einer Verwertung der Aktiven wird der daraus resultierende Erlös nach dem Kollokationsplan verteilt.

Gläubigerregister / registre des créanciers / registro dei creditori / register of mortgage holders
Beim Grundbuchamt geführtes Hilfsregister, in das sich jeder Grundpfandgläubiger und Pfandgläubiger an Grundbuchforderungen (z.B. Gläubiger an Eigentümerschuldbriefen) eintragen lassen kann.

Global Custody / global custody / global custody / global custody
Umfassendes Dienstleistungsangebot zur Bewirtschaftung grosser, weltweit diversifizierter Wertschriftenportefeuilles. Institutionellen Anlegern wird damit eine effiziente und transparente Organisation der Wertschriftenverwaltung zur Verfügung gestellt.

Global Investment Performance Standards / Global Investment Performance Standards / Global Investment Performance Standards / Global Investment Performance Standards
Abk.: GIPS. Weltweit anerkannte Empfehlungen der Association for Investment Management and Research (AIMR) für eine global einheitliche und moderne Performanceberichterstattung. Ziele sind die vollständige Offenlegung und die faire Präsentation der Performance der Vermögensverwalter sowie das Ermöglichen von Vergleichen. Siehe auch Swiss Performance Presentation Standards.

Globalzession / cession globale / cessione globale / blanket assignment
Abtretung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Forderungen des Schuldners gegenüber Dritten. Für die Durchführung einer Globalzession im Bankverkehr (Zessionskredit) hat die Schweizerische Bankiervereinigung spezielle Richtlinien aufgestellt. Siehe auch Zession.

Gm

GMBF
Abk. für Geldmarktbuchforderung.

Go

Go-Go-Fund / go-go fund / go go fund / go-go fund
Anlagefonds, der den Anlegern überdurchschnittliche Erträge verspricht, was durch häufiges Umschichten des Portefeuilles (sog. Trading) und eher spekulative Engagements erreicht werden soll. Siehe auch Initial Public Offering.

Going Private / going private / privatizzazione / going private
Vorgang, bei dem ein Aktionär oder eine Gruppe von Aktionären einer Publikumsgesellschaft diese in eine private Aktiengesellschaft umwandelt, indem sie den Publikumsaktionären ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreitet. Gegenteil: Initial Public Offering.

Going Public
Synonym von Initial Public Offering.

Gold
Siehe Edelmetalle.

Gold GIPS / Gold GIPS / Gold GIPS / Gold GIPS
Überarbeitete Version der Global Investment Performance Standards (GIPS), die einige wichtige Änderungen zu den bestehenden Richtlinien einführt und auch neue Vorschriften enthält. Die Gold GIPS treten voraussichtlich im Jahr 2006 in Kraft.

Golddeckung / couverture-or / copertura aurea / gold coverage
Deckung des Notenumlaufs eines Landes durch die offiziellen Goldreserven. Mit der Revision des Nationalbankgesetzes im Jahr 2003 wurde die Golddeckung aufgehoben.

goldene Bankregel / règle d'or de la liquidité bancaire / regola d'oro della liquidità bancaria / golden rule of banking
Prinzip der Übereinstimmung (Kongruenz) der Fälligkeiten der Aktiv- und Passivgeschäfte einer Bank. Demnach soll eine Bank kurzfristige Aktivgeschäfte mit kurzfristigen Geldern und langfristige Geschäfte mit langfristigen Mitteln finanzieren.

Goldklausel / clause or / clausola oro / gold clause
(1) Auch: effektive Goldklausel. Vereinbarung, dass bestimmte Zahlungen in Gold bzw. Goldmünzen erfolgen müssen.
(2) Auch: Goldwertklausel. Vereinbarung, dass die Höhe bestimmter Zahlungen an den Goldpreis gebunden ist.

Goldmünzen / pièces d'or / monete d'oro / gold coins
Aus Gold bzw. Goldlegierung geprägte Münzen. In der Praxis werden heute alle Goldmünzen zum Markt- oder zum Sammlerwert gehandelt. Bei den sog. Bullion-Coins entspricht der Marktwert weitgehend dem Goldwert.

Goldoption / option sur l'or / opzione sull'oro / gold option
Bei Optionskontrakten: das Recht, eine bestimmte Menge Gold zu einem bestimmten Preis am Verfalldatum der Goldoption vom Optionsaussteller (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Bei Goldoptionsanleihen: das in den Optionsscheinen verankerte Recht zum Erwerb von Gold.

Goldparität / parité or / parità aurea / gold parity
Gesetzlich festgesetzte Goldmenge, die einer Währungseinheit entspricht. Die Goldparität in der Schweiz wurde mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Währung und die Zahlungsmittel am 1. Mai 2000 aufgehoben.

Goldpool / pool de l'or / pool dell'oro / gold pool
Kurz für Zürcher Goldpool. Nach der Spaltung des offiziellen Goldmarkts im März 1968 von den schweizerischen Grossbanken in Zürich gegründete Goldhandelsorganisation.

Goldwertklausel
Synonym von Goldklausel (2).

Good Delivery / de bonne livraison / buona consegna / good delivery
Spezifikation bei Kauf- und Verkaufsabschlüssen, dass die im Vertrag genannten Edelmetalle, Wertpapiere oder Waren den allgemeinen Lieferbedingungen des Markts entsprechen. Als Good Delivery gelten Gold- und Silberbarren von Unternehmen und amtlichen Stellen, welche die Konditionen der London Bullion Market Association (LBMA; international anerkanntes Schmelzer- und/oder Prüferzeichen) erfüllen.

Good-till-cancelled-Auftrag / ordre à révocation / ordine good-till-cancelled / good-till-cancelled order
Auch: GTC-Auftrag, widerrufgültiger Börsenauftrag. Börsenauftrag, der so lange gültig bleibt, bis er entweder ausgeführt oder annulliert wird.

Goodwill / survaleur / valore di avviamento / goodwill
Teil des Werts eines Unternehmens, der über dessen Kurswert hinausgeht. Er beinhaltet sämtliche immateriellen Vermögenswerte, die nicht bilanziert sind, wie Bekanntheit und Vertrauen in eine Firma und ihre Produkte. Der Goodwill ist für die Aktienbewertung von grosser Bedeutung.

Gr

Grandfathered Bond / grandfathered bond
Anleihe, die vor dem 1. März 2001 begeben und ab 1. März 2002 nicht aufgestockt wurde und deren Zinserträge für einen Übergangszeitraum bis 2010 nicht der EU-Zinsrichtlinie unterliegen. Letztere verlangt Kontrollmitteilungen über grenzüberschreitende Zinszahlungen an EU-Bürger zuhanden der Behörden von 12 der 15 alten sowie aller 10 neuen EU-Länder bzw. die Erhebung einer Quellensteuer durch Oesterreich, Belgien und Luxemburg. Die Richtlinie trat 2005 in Kraft.

Gratisaktie / action gratuite / azione gratuita / bonus share
Auch: Bonusaktie oder Berichtigungsaktie. Aktie, die eine Gesellschaft zulasten ihrer Reserven unentgeltlich an die Aktionäre neu ausgibt.

grauer Markt
Synonym von Graumarkt.

Graumarkt / marché gris / mercato grigio / grey market
Auch: grauer Markt. Nicht regulierter oder nicht staatlich kontrollierter, illegaler Teil des Kapitalmarkts. Auf dem Graumarkt werden noch nicht emittierte Wertpapiere vor Abschluss der Zeichnungsfrist gehandelt. Der Graumarkt ist eine Art Terminmarkt, da der Anleger vor der Erstnotiz Aktien über die Bank zum Graumarktkurs kauft.

Greenback / billet vert / greenback / greenback
Umgangssprachlich für USD.

Greenmail / greenmail / greenmail / greenmail
Rückkauf der von einem Raider erworbenen Aktien durch das Unternehmen, um eine vollständige Übernahme abzuwehren. Für die Aktien wird dabei in der Regel ein Preis bezahlt, der beträchtlich über dem Kurswert des Pakets liegt.

Greenshoe / greenshoe / greenshoe / greenshoe
Mehrzuteilungsoption bei einem Initial Public Offering. Der Greenshoe kann ausgeübt werden, wenn die Nachfrage das geplante Emissionsvolumen deutlich übersteigt. Der Emittent hat dadurch die Möglichkeit, zusätzliche Aktien zu den ursprünglichen Konditionen am Markt zu platzieren.

greifbare Mittel / disponibilités / fondi disponibili / liquid funds
Aktiven, die der unmittelbaren Zahlungsbereitschaft dienen (Kassaliquidität). Gemäss Art. 15 der Verordnung über die Banken und Sparkassen gelten als greifbare Mittel: Kasse, Giro- und Postcheckguthaben.

Grossbanken / grandes banques / grandi banche / big banks
In zahlreichen Ländern übliche Bezeichnung für die Kategorie der grossen, international tätigen Banken. In der Schweiz gehören UBS und Credit Suisse zu den Grossbanken.

Growth-Fund / fonds de croissance / growth fund / growth fund
Auch: Wachstumsfonds. Anlagefonds, dessen Anlagepolitik v.a. auf Wachstum ausgerichtet ist. Der Erzielung einer Barrendite wird dabei nur geringe Bedeutung beigemessen.

Growth-Stock
Synonym von Wachstumsaktie.

Growth-Style-Investing / growth-style investing / growth investing / growth-style investing
Anlagestrategie, die sich auf Firmen konzentriert, von denen ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum erwartet wird.

Grundbuch / registre foncier / registro fondiario / land register
Öffentliches Register über die Rechte und die Lasten auf Grundstücken. Es besteht nach schweizerischem Recht aus Hauptbuch (je Grundstück ein Blatt), Belegen und Tagebuch (chronologisch geführt) sowie Plänen, Liegenschaftsverzeichnissen und -beschreibungen. Das Grundbuch wird unter Aufsicht der Kantone von den Grundbuchämtern geführt. Bei mehreren Pfandbelastungen je Grundbuchblatt erfolgt der Eintrag in Chronologie der Anmeldung in «Rängen» (1. Rang, 2. Rang usw.). Bei Teilabzahlung der Schuld können hintere Pfandränge zu leeren, wieder belehnbaren Pfandstellen werden.

Grundbuchauszug / extrait du registre foncier / estratto del registro fondiario / land register extract
Beschrieb sämtlicher Eintragungen (Rechte, Lasten, Anmerkungen, Vormerkungen) im Grundbuch, bezogen auf ein Grundstück.

Gründeranteilschein / part de fondateur / parte di fondatore / founder's share
Genussschein, der an Gründer einer Gesellschaft für ihre noch nicht honorierten Dienstleistungen abgegeben wird, um ihnen gewisse Vorteile einzuräumen, z.B. Vorzugsanspruch auf einen Teil des Reingewinns oder des Liquidationsergebnisses.

Grundkapital / capital social / capitale sociale / share capital (GB); capital stock (USA)
Eigenkapital eines Unternehmens. Das Grundkapital der Aktiengesellschaft ist identisch mit dem Aktien- und allfälligen Partizipationskapital. Siehe auch eigene Mittel.

Grundlast / charge foncière / onere fondiario / servitude
Im Grundbuch eingetragene Verpflichtung des Eigentümers eines Grundstücks zu einer bestimmten Leistung (z.B. Unterhalt eines Weges) an einen Berechtigten, für die er mit dem Grundstück haftet.

Grundpfandkredit / crédit garanti par hypothèque / credito ipotecario / mortgage loan
Ausleihung von Geld gegen grundpfandrechtliche Sicherstellung. Bei den von den Banken gewährten Grundpfandkrediten unterscheidet man zwischen den Hypothekaranlagen, dem indirekten Hypothekarkredit und dem Baukredit. Siehe auch Zugehörpfandrecht.

Grundpfandverschreibung / hypothèque / ipoteca / mortgage assignment
Öffentlich beurkundeter, im Grundbuch eingetragener Vertrag, durch welchen eine Forderung grundpfändlich sichergestellt wird. Die Grundpfandverschreibung ist nur Beweismittel und hat keinen Wertpapiercharakter. Die Übertragung der Grundpfandverschreibung erfolgt mittels Übertragung der dadurch sichergestellten Forderung. Das Pfandrecht geht im gleichen Verhältnis unter, wie sich die Forderung durch Abzahlung vermindert. Die Wiedererhöhung der Grundpfandverschreibung bedarf der öffentlichen Beurkundung. In der Schweiz kann die Grundpfandverschreibung als Kapitalhypothek oder Maximalhypothek ausgestaltet werden. Nur in einigen Kantonen gebräuchlich.

Gt

Gu

Guichet-Kommission / commission de guichet / commissione di sportello / selling commission
Auch: Platzierungskommission. Entschädigung für die bei einer Emission bzw. Platzierung von Beteiligungs- oder Anleihenstiteln mitwirkenden Banken.

Gült / lettre de rente / rendita fondiaria (cartella di) / certificate of a land charge
In einzelnen Kantonen der Schweiz verbreitetes Wertpapier, das eine auf Geldleistung gerichtete Grundlast auf einem Grundstück verbrieft. Für die Gültschuld haftet grundsätzlich nur das belastete Grundstück; eine persönliche Haftung besteht für rückständige, der Pfandhaft nicht mehr unterliegende Zinsen. Als Sicherheit bei neuen Immobilienfinanzierungen findet die Gült heute keine Verwendung mehr.

Gute Lieferung
Synonym von Good Delivery.

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